Fussball-Ticker

Weltfußballer Cristiano Ronaldo – wer sonst?

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Cristiano Ronaldo setzt sich gegen Neymar und Messi durch

Cristiano Ronaldo (32) ist zum fünften Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Der portugiesische Europameister von Real Madrid setzte sich bei der Abstimmung des Weltverbandes FIFA gegen den Brasilianer Neymar (25/Paris St. Germain) und seinen argentinischen Dauerrivalen Lionel Messi (30/FC Barcelona) durch. Zusammen mit Messi ist Ronaldo durch den Triumph am Montagabend in London Rekordhalter der FIFA-Wahl.

Schmadtkes Vertrag bei Köln aufgelöst

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln und Geschäftsführer Jörg Schmadtke gehen künftig getrennte Wege. Darauf einigten sich der Vorstand des Clubs und der 53-Jährige am Montagabend nach „eingehender und intensiver Analyse zu unterschiedlichen Auffassungen im Hinblick auf die zukünftige sportliche Ausrichtung“, wie es in einer Pressemitteilung hieß. Der eigentlich noch bis 2023 laufende Vertrag mit Schmadtke sei mit sofortiger Wirkung im „beiderseitigen Einvernehmen“ aufgelöst worden.

„Mit diesem Schritt möchte ich den Weg frei machen für einen neuen Impuls“, sagte Schmadtke. „Der Mannschaft, dem Trainerteam sowie allen Verantwortlichen wünsche ich für die bevorstehenden Aufgaben alles Gute und viel Erfolg.“Der ehemalige Bundesliga-Torhüter Schmadtke kam im Sommer 2013 zum 1. FC Köln. Ein Jahr später schaffte der FC als Zweitliga-Meister den Aufstieg in die Bundesliga. In der darauffolgenden Spielzeit erreichte der Club Platz zwölf, platzierte sich 2016 auf Platz neun und qualifizierte sich in der zurückliegenden Saison mit Platz fünf für die Teilnahme an der Europa League. In dieser Saison konnte Köln noch kein Spiel gewinnen und liegt unter Trainer Peter Stöger mit nur zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.

Everton entlässt Trainer Koeman

Der FC Everton hat sich von Trainer Ronald Koeman getrennt und damit keine 24 Stunden nach der 2:5-Niederlage gegen den FC Arsenal die Konsequenz aus dem schwachen Saisonstart in der Premier League gezogen. Dies gaben die Toffees am Montag bekannt, ohne Details zur Nachfolge zu nennen.

Der 54 Jahre alte Koeman, 1988 als eisenharter Verteidiger Europameister mit den Niederlanden, hatte Everton zur Saison 2016/17 übernommen und in der Liga auf einen guten siebten Platz geführt.

In der laufenden Spielzeit liegt der Club aus Liverpool trotz der Rückkehr von Stürmerstar Wayne Rooney und Neuverpflichtungen für knapp 160 Millionen Euro Ablöse mit nur acht Punkten aus neun Spielen auf dem direkten Abstiegsplatz 18. Vor allem der Abgang von Torjäger Romelu Lukaku zu Manchester United konnte nicht kompensiert werden.

Neymar ist beleidigt nach Platzverweis

Nach Gelb-Rot für Stürmerstar Neymar im Spiel gegen Marseille haben der PSG-Spieler und sein Trainer die Schiedsrichterentscheidung kritisiert. „Ich glaube, dass der Platzverweis übertrieben war, ungerecht war“, sagte Neymar anschließend vor Journalisten.

Paris-Saint-Germain-Trainer Unai Emery blies ins gleiche Horn: Neymar habe im ganzen Spiel viele Fouls einstecken müssen, und in der fraglichen Spielsituation habe es „vier harte Aktionen“ seines Gegenspielers gegeben. „Ich glaube, der Schiedsrichterm muss auch gut überlegen. Man muss die Spieler schützen“, so Emery.

Neymar hatte am Sonntagabend in der Schlussphase des Auswärtsspiels gegen den PSG-Erzrivalen Olympique Marseille vorzeitig vom Platz gemusst. In der 85. Minute hatte der Brasilianer wegen Meckerns die gelbe Karte gesehen, nur zwei Minuten später ließ er sich nach einer Rempelei provozieren und sah wegen lautstarker Beschwerden den zweiten Karton. Die Zeitung „Le Parisien“ sprach am Montag von einer „vermeidbaren Temperaments-Geste“ des 25-Jährigen. Trotz Unterzahl konnte Tabellenführer PSG in der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleichstreffer machen.

„Ich habe das ganze Spiel lang eingesteckt, mein Körper ist gezeichnet“, klagte Neymar. „In der entscheidenden Szene war ich empört, dass ich von hinten gefoult wurde, deshalb habe ich reagiert.“ Neymar war im Sommer für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt.

Müller fehlt den Bayern länger

Bayern München muss in den Wochen der Wahrheit auf Weltmeister Thomas Müller verzichten. Der 28-Jährige zog sich beim 1:0 in Hamburg einen Muskelfaserriss im rechten hinteren Oberschenkel zu, wie der Verein am Montag mitteilte. Müller falle "voraussichtlich drei Wochen aus".

Der Nationalspieler verpasst damit den Pokalkracher am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) bei und das Ligaspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Vizemeister RB Leipzig. Zudem fehlt Müller in der Champions League bei Celtic Glasgow (31. Oktober) und am 4. November im Spitzenspiel der Bundesliga bei Tabellenführer Borussia Dortmund.

Auch für die Länderspiele in England (10.11.) und gegen Frankreich (14.11.) steht er Bundestrainer Joachim Löw nicht zur Verfügung. Müller war in Hamburg zur Pause ein-, neun Minuten später aber wieder ausgewechselt worden. Zuvor hatte der Offensivspieler, der unter Trainer Jupp Heynckes wieder auf dem Weg zu alter Stärke gewesen war, den Siegtreffer vorbereitet.

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Leipzig muss Salzburg Bonus für Keita zahlen

RB Leipzig muss nach dem Einzug in die Champions League für sein Mittelfeld-Ass Naby Keita nach „Kicker“-Informationen einen kräftigen Nachschlag an Red Bull Salzburg zahlen. So sollen die Sachsen bereits drei Millionen Euro an Bonuszahlungen an die Österreicher überwiesen haben, weitere fünf Millionen sollen im nächsten Jahr folgen. RB wollte auf Nachfrage am Montag die Zahlen nicht kommentieren.

Keita war im vergangenen Sommer für 15 Millionen Euro nach Leipzig gewechselt. Schnell war der 22 Jahre alte Ballkünstler in den Fokus internationaler Top-Clubs gerückt. Ab kommenden Sommer läuft der 28-malige Nationalspieler aus Guinea für Jürgen Klopps FC Liverpool in der englischen Premier League auf. Die Leipziger kassieren dafür bis zu 70 Millionen Euro Ablöse.

Effenberg outet sich als Leipzg-Fan

Stefan Effenberg erwartet im DFB-Pokal den ersten Härtetest für Bayern Münchens Übergangstrainer Jupp Heynckes. „Es kam noch kein Hammergegner. Die Prüfungen stehen jetzt bevor“, sagte der langjährige Bayern-Profi. Am Mittwoch trifft der Rekordmeister in der zweiten Runde auf RB Leipzig.

„Ich habe mich tierisch über diese Auslosung gefreut“, sagte Effenberg, „das wird ein super interessantes, super spannendes Spiel. Bei allem Respekt: Freiburg kann Bayern ja nicht in Verlegenheit bringen. Auch nicht Celtic Glasgow.“

Von den Leipzigern zeigt sich Effenberg sehr angetan. „Wie sie Fußball spielen, begeistert mich“, sagte er, „das ist total attraktiv, mit unglaublicher Intensität, sehr hohem Tempo und starkem Pressing.“

Klopp ist sauer auf seine Verlierer

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat seine Mannschaft nach der Auswärtspleite bei Tottenham Hotspur ungewöhnlich scharf kritisiert. „Alles von uns war schlecht“, sagte Klopp nach der 1:4-Niederlage. „Mit so einer Leistung wie heute können wir keine Erfolge erzielen.“

Besonders ärgerte den Coach, dass Stürmerstar Harry Kane gleich zweimal gegen seine Reds traf. Liverpools schwache Defensivleistung veranlasste den einstigen Verteidiger Klopp zu einer gewagten Behauptung: „Wenn ich in der Situation auf dem Platz gestanden hätte, hätte Harry nicht den Ball bekommen“, schimpfte er. „Das wäre nicht passiert, wenn ich auf dem Platz gewesen wäre.“

Vor allem Dejan Lovren durfte sich dabei angesprochen fühlen. Der Verteidiger wurde schon nach einer halben Stunde ausgewechselt. „Ich will wirklich keinem Spieler die Schuld geben“, betonte Klopp allerdings. „Und um ehrlich zu sein, Dejan war auch nicht schlechter als Joel (Matip).“

Khedira trifft dreifach: Juventus siegt in Unterzahl

Den Spielball steckte sich „Superheld“ Sami Khedira unter das nasse gelbe Trikot – ein Andenken an seine erste „tripletta“. Mit drei Toren hatte der deutsche Nationalspieler Juventus Turin trotz mehr als 60-minütiger Unterzahl zu einem furiosen 6:2 (2:1) bei Udinese Calcio geführt. Der italienische Rekordmeister verkürzte damit den Rückstand auf den SSC Neapel an der Tabellenspitze auf drei Punkte.

„Was für ein Spiel“, sagte Khedira nach den fulminanten 90 Minuten im Stadio Friuli, „mein erster Dreierpack, das ist zweifellos etwas Besonderes. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und ihre Reaktion.“ Drei Treffer waren Khedira zuvor nur 2008 in der Qualifikation zur U21-EM beim 6:0 gegen Luxemburg gelungen.

Khedira lobte die „großartige Mentalität“ der Mannschaft, und er meinte: „Juve ist da! Wir streben einen weiteren Meistertitel an, wissen aber, dass der Weg noch weit ist.“ Trainer Massimiliano Allegri sprach von einem „Wendepunkt“ im Titelkampf der Serie A.

Die Presse feierte Khedira. „In ihm funktioniert wieder das Radar des Superhelden, einfach beeindruckend“, kommentierte die Gazzetta dello Sport. „Klasse und Macht: Khediras Spiel ist mörderisch“, schrieb der Corriere dello Sport. Bei Tuttosport hieß es mit Blick auf das Ergebnis: „Dank Khedira spielt Juve gegen Udinese Tennis.“

Atalan äußert sich zum Aus in Bochum

Trainer Ismail Atalan hat sich nach seinem schnellen Aus beim VfL Bochum tief enttäuscht gezeigt und die Clubführung um Manager Christian Hochstätter ohne das Nennen von Namen kritisiert. „Es bleibt in jedem Fall ein fader Beigeschmack“, sagte der 37-Jährige, der nach nur 91 Tagen im Amt bei den Westfalen beurlaubt wurde, dem „kicker“.

Details deutete er nur an. „Es gibt Leute, die nach einer Trennung in dieser Form an die Öffentlichkeit gehen, aber ich werde zu dieser Aussage keine Stellung nehmen, weil es nicht mein Stil ist“, sagte er auf die Frage nach dem Urteil Hochstätters, er habe sich „in der Einschätzung des Trainers getäuscht“. Atalan kritisierte im Gegenzug, dass „Vereinbarungen im sportlichen Bereich nicht eingehalten worden sind, ohne dass ich näher darauf eingehen möchte“.

Bei sich selbst sieht der vom Drittligisten Sportfreunde Lotte gekommene Coach keine großen Verfehlungen. „Jeder Mensch macht Fehler, aber in der Zeit als VfL-Trainer kann ich keine bedeutenden erkennen“, erklärte Atalan: „Wenn nach der Entlassung 70 Prozent der Spieler mich und meinen Co-Trainer Joseph Laumann kontaktieren, sich für die Zusammenarbeit bedanken und weiter Kontakt haben wollen, kann man nicht so viel falsch gemacht haben.“