Fussball-Ticker

Ex-HSV-Profi Mustafi mit Arsenal London über Wechsel einig

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Özil über die Chancen von Sané und Gündogan bei City

Spielmacher Mesut Özil traut seinen Nationalmannschafts-Kollegen Ilkay Gündogan und Leroy Sané bei Manchester City eine tragende Rolle zu. "Leroy wird seinen Weg gehen. Da bin ich mir sicher. Er ist einfach extrem bodenständig und weiß, worauf es jetzt ankommt. Seine fußballerischen Qualitäten sind sowieso unbestritten", sagte der Regisseur des FC Arsenal vor der am Wochenende beginnenden Saison in England.

In Bezug auf den derzeit noch verletzten Gündogan sagte er: "Wenn Ilkay in Top-Form ist, ist er für jedes Team eine Verstärkung. Das steht für mich gar nicht zur Diskussion." Grundsätzlich freue er sich "natürlich darüber, wenn Mitspieler aus der Nationalmannschaft nach England wechseln", sagte Özil, der 2013 von Real Madrid zu den Gunners gewechselt war und ergänzte lachend: "Dann kann man sich vor oder nach einem gemeinsamen Aufeinandertreffen auch mal gegenseitig aufziehen."

Müller: "Fehl-Transferpolitik" beim FCB

Als Kartenspieler hat Thomas Müller jahrelang fast nur Negativerfahrungen auf dem Transfermarkt des FC Bayern erlebt; die Verpflichtung von Mats Hummels macht ihn nun besonders froh. Angesprochen auf den Umstand, dass der Rekordmeister endlich wieder einen Fußballer verpflichtet habe, der Schafkopfen könne, sagte Müller am Donnerstag grinsend: „Wir haben auf jeden Fall Druck gemacht, aufgrund der Fehl-Transferpolitik der letzten Jahre, als uns ein Schafkopfspieler nach dem anderen abhanden gekommen ist. Jetzt haben wir endlich den richtigen Weg eingeschlagen.“ Vor Müller hatte schon Kapitän Philipp Lahm diesen Vorzug bei Hummels hervorgehoben.

Ter Stegen verletzt

Marc-André ter Stegen hat sich am Knie verletzt. Der 24 Jahre alte deutsche Nationaltorwart wird dem FC Barcelona im Hinspiel des spanischen Supercups am Sonntag beim Pokalsieger FC Sevilla fehlen. Das gaben die Katalanen bekannt. Ter Stegen, der Barca verlassen will, sollte er weiterhin nicht die Nummer eins sein, zog sich nach Angaben des spanischen Meisters beim Training am Vormittag eine Bänderverstauchung im linken Knie zu.

Mustafi wohl mit Arsenal einig

Ex-HSV-Profi Shkodran Mustafi steht Medienberichten zufolge kurz vor dem Wechsel zum FC Arsenal. Der Berater des Abwehrspielers vom FC Valencia, Ali Bulut, sagte dem Internetportal spox.com: „Shkodran und Arsenal sind sich einig. Es müssen sich nur noch die Vereine auf eine Ablösesumme verständigen.“ Der Sender Sky Sport News HD berichtete ebenfalls, dass sich Mustafi und die Gunners einig seien.

Bei den Londonern könnte Mustafi seinen Weltmeister-Kollegen Per Mertesacker zunächst ersetzen. Der 31 Jahre alte ehemalige Bundesliga-Profi fällt wegen einer Knieverletzung voraussichtlich mehrere Monate aus. Neben Mertesacker spielt in Mesut Özil ein weiterer deutscher Nationalspieler für den FC Arsenal. Zudem steht der deutsche Olympia-Teilnehmer Serge Gnabry (noch) bei den Gunners unter Vertrag.

Der Zeitung „Daily Mail“ zufolge bietet Arsenal 35 Millionen Euro für den 24 Jahre alten Mustafi. Er war 2009 als Jugendspieler vom HSV zum FC Everton nach England gewechselt. Über Sampdoria Genua (vom Januar 2012 bis August 2014) war Mustafi nach Spanien zum FC Valencia gekommen.

Lewandowski: FCB braucht BVB

Bayerns Topstürmer Robert Lewandowski traut seinem Ex-Club Borussia Dortmund in der kommenden Saison einiges zu. „Wenn du viele neue Spieler hast, brauchst du Zeit. Mit Blick auf den Supercup am Sonntag hoffe ich, dass der BVB diese Zeit auch brauchen wird. Ich weiß, dass diese Mannschaft um den ersten Platz in der Bundesliga kämpfen und auch im Pokalfinale spielen kann“, sagte Lewandowski bei Sky Sport News: „Für uns ist es immer besser, wenn wir diesen Druck vom BVB oder auch von anderen Mannschaften haben. Aber auch für die Fans wird es eine interessante Saison.“

Messi bei Testspiel in Torlaune

Weltfußballer Lionel Messi präsentierte sich eine Woche vor dem Punktspielstart mit dem FC Barcelona in Spanien schon in Torlaune. Beim 3:2 (3:1) gegen Sampdoria Genua um die Joan-Gamper-Trophäe gelangen dem 29-jährigen Argentinier zwei Tore (21./34.), den dritten Treffer durch Luis Suarez (16.) bereitete er per Fallrückzieher vor.

Das Turnier in Erinnerung an Barcelonas Vereinsgründer Hans "Joan" Gamper fand zum 51. Mal statt. Der neue argentinische Nationaltrainer Edgardo Bauza war ebenfalls im Estadio Camp Nou, um seinen Superstar Messi zu einem Comeback in der Elf des zweimaligen Weltmeisters zu überreden.

Messis Fallrückzieher-Vorlage ab 2:24 Minute:

Ex-Dresdner ist neuer Russland-Coach

Ex-Bundesligaprofi Stanislaw Tschertschessow (52) ist zum neuen Trainer der russischen Nationalmannschaft ernannt worden. Der ehemalige Torwart von Dynamo Dresden (1993 bis 1995) soll nach dem misslungen EM-Auftritt der Sbornaja den Neuaufbau leiten. „Minimalziel ist das Halbfinale bei der Heim-WM 2018“, sagte Igor Lebedew vom russischen Fußballverband (RFS).

Tschertschessow setzte sich der Agentur Tass zufolge gegen mehrere Konkurrenten wie etwa Ex-Bundesligaprofi Alexander Borodjuk (FC Schalke 04) durch. Der bisherige Coach Leonid Sluzki hatte seinen Vertrag nach dem schwachen Abschneiden bei der EM in Frankreich nicht verlängert. Russland ist Gastgeber der nächsten Fußball-WM 2018.

Rangnick erklärt Klostermann für unverkäuflich

RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat Defensiv-Talent Lukas Klostermann für unverkäuflich erklärt. „Wir werden Lukas definitiv nicht abgeben“, sagte Rangnick dem „Kicker“. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach der FC Arsenal Interesse an Klostermann haben soll. „Bei uns hat sich kein Verein gemeldet“, stellte Rangnick klar.

Vielmehr will der Bundesliga-Aufsteiger den bis 2018 laufenden Vertrag mit dem 20 Jahre alten Verteidiger verlängern. Rangnick ist optimistisch, „dass wir nach Olympia zügig Vollzug melden können“. Klostermann hat mit der deutschen Auswahl bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro das Viertelfinale erreicht.

Leitner trainiert schon mit Lazio

Der Transfer ist zwar noch nicht offiziell bestätigt, aber Mittelfeldspieler Moritz Leitner (23) hat bereits die Arbeit im Trainingslager des italienischen Erstligisten Lazio Rom in Harsewinkel aufgenommen, wo die Römer im Hotel Klosterpforte residieren. Leitner, der einen Vierjahresvertrag erhält, soll nach der Rückkehr der Mannschaft offiziell als neuer Spieler vorgestellt werden. Lazios Sportdirektor Igli Tare sieht großes Potenzial bei Leitner: "Moritz hat alle Eigenschaften, um bei Lazio Positives zu leisten."

Augsburg sammelt mit Werner-Trikot

Der FC Augsburg hat Ex-Spieler Tobias Werner mit einer besonderen Geste geehrt. Der FCA wird in dieser Saison die Rückennummer 13, die der Mittelfeldspieler acht Jahre lang trug, nicht an einen anderen Spieler vergeben. Stattdessen kann das Trikot für ein weiteres Jahr mit den Namen "Werner" erworben werden, die Erlöse kommen einem wohltätigen Zweck zu Gute.

Mit dieser Aktion sollen einerseits Werners Verdienste für den Verein gewürdigt werden. Sie soll dem 31-Jährigen aber auch helfen, die Trauer über den Verlust seines Sohns zu bewältigen. "Das ist eine super Aktion vom FCA, mit der ich nicht gerechnet habe", sagte Werner, "hier zeigt sich wieder einmal, dass die FCA-Familie auch in schweren Zeiten zusammensteht".

Werner war Anfang August von Augsburg zu Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart gewechselt. Einen Tag nach dem Transfer wurde der Sohn des Mittelfeldspielers tot geboren.

Die Mannschaftsfotos der Saison 2016/17:

Überraschender Rücktritt bei Villareal

Der Trainer des spanischen Erstligisten FC Villarreal, Marcelino Garcia, ist überraschend zurückgetreten. Das gab der Verein in der Nacht zum Donnerstag bekannt. Medienberichten zufolge hatte sich der 50-Jährige mit mehreren Führungsspielern der Mannschaft überworfen. Marcelino war 2013 als Trainer verpflichtet worden und führte Villarreal in der abgelaufenen Saison auf einen respektablen vierten Platz hinter den nationalen Schwergewichten FC Barcelona, Real Madrid und Atletico Madrid.

Vrabec schimpft nach Frankfurt-Pleite

Trainer Roland Vrabec vom FSV Frankfurt war die Stimmung nach der zweiten Niederlage in Serie vermiest. „Ich bin sehr verärgert. Wie gegen Erfurt hatten wir einen riesigen Bruch im Spiel“, sagte der Coach des Drittligisten nach dem 1:2 (1:1) am Mittwochabend beim Chemnitzer FC. Nach drei Spielen ohne Sieg liegt der Zweitliga-Absteiger nur auf dem 16. Platz. Zum Ende der englischen Woche kommt am Sonnabend der dreimal siegreiche Aufsteiger Jahn Regensburg an den Bornheimer Hang.

Routinier Patrick Ochs verletzte sich beim Warmmachen und wurde durch Sebastian Schachten ersetzt. Auch den Schock des frühen Rückstands durch einen Foulelfmeter von Anton Fink (6. Minute) steckte der FSV weg und war die bessere Mannschaft. Zu mehr als den Ausgleich durch Massimo Ornatelli (43.) reichte es nicht.

Ein paar verlorene Zweikämpfe warfen die Hessen nach dem Wechsel aus der Bahn. „Wir haben das Spiel völlig unnötig aus der Hand gegeben“, klagte Vrabec. Chemnitz brauchte eine Standardsituation zum Siegtreffer. Erneut traf Fink (68.) per Freistoß. „Die zweite Halbzeit müssen wir schnell vergessen und auf die erste aufbauen“, meinte Abwehrmann Schorch.

Demichelis wechselt nach Spanien

Der argentinische Ex-Nationalspieler und einstige Bayern-Profi Martin Demichelis wechselt zu Espanyol Barcelona in die spanische Primera Division. Der 35-jährige Gaucho stand zuletzt bei Manchester City unter Vertrag, hatte aber vom neuen Teammanager Pep Guardiola keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Der Innenverteidiger wechselt ablösefrei nach Katalonien.

Fröhlich rechtfertigt Steinhaus-Ignoranz

DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat die Nichtberücksichtigung von Bibiana Steinhaus für die kommende Saison der Bundesliga gerechtfertigt. Die 37-Jährige sei in den vergangenen Jahren nicht im Perspektivbereich gewesen, „erst ihre vergangene Saison war eine außergewöhnlich gute“, sagte Fröhlich in einem Interview mit der "Welt". Die Schiedsrichter, die aufgestiegen seien, hätten hingegen über Jahre hinweg konstant gute Leistungen gezeigt.

Steinhaus wurde vom DFB nicht für die Bundesliga nominiert, obwohl sie die interne DFB-Wertung in der 2. Liga angeführt haben soll. Vier männliche Kollegen bekamen den Vorzug. „Nur um das noch einmal ganz deutlich klarzustellen: Es gibt keine Anweisung, dass eine Frau in Deutschland nicht in der Ersten Liga pfeifen darf. Das ist Quatsch“, betonte Fröhlich, der nach der vergangenen Saison Herbert Fandel als Schiedsrichter-Chef abgelöst hat.

„Wir haben registriert, dass sie sich stark entwickelt und verbessert hat. Wir bleiben als Schiedsrichterkommission auch an diesem Thema dran und werden sie weiter fördern, wie alle anderen Schiedsrichter auch“, sagte Fröhlich zum Thema Steinhaus. „Nur, es muss eben auch allen klar sein, dass wir das genau abwägen müssen, auch mit ihr zusammen, denn wenn Bibiana Steinhaus in der Bundesliga Spiele leitet, dann hat das schon eine andere Dimension, vom Tempo des Spiels her bis zur öffentlichen Bühne, mit allen Chancen und Risiken.“

Lagerbäck von Island zurück nach Schweden

Comeback von Lars Lagerbäck beim schwedischen Fußball-Verband: Der Trainer der EM-Überraschungsmannschaft Island kehrt in seine Heimat zurück und wird Berater von Schwedens neuem Cheftrainer Janne Andersson. Der 68 Jahre alte Fußballlehrer betreute die Skandinavier bereits von 1998 und 2009. Lagerbäck hatte zuletzt knapp fünf Jahre Island trainiert. Bei der EM in Frankreich war die Mannschaft sensationell bis ins Viertelfinale gekommen und hatte das Fußball-Mutterland England aus dem Turnier geworfen. Erst Gastgeber Frankreich stoppte den Siegeszug der Wikinger.

Darmstadts Meier räumt Probleme ein

Trainer Norbert Meier hat die Schwierigkeiten des SV Darmstadt 98 bei der Suche nach neuen Spielern eingeräumt. „Unser Unterfangen ist derzeit nicht einfach zu bewerkstelligen“, sagte Meier in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. „Wir können nun mal keinen Spieler hier in Handschellen vorführen und sagen: So, Kollege, das hier ist dein neuer Verein.“

Der hessische Bundesligist hatte zu Monatsbeginn eine Reihe weiterer Neuverpflichtungen angekündigt, Meier hielt fünf bis sechs neue Spieler für realistisch. „Es wird für uns interessante Spieler geben, die bei ihren derzeitigen Klubs unzufrieden sind oder denen ein Wechsel nahegelegt wird“, sagte Meister nun. Mit 750.000 Euro für den Freiburger Immanuel Höhn gaben die Darmstädter bisher am wenigsten Geld aller Bundesligisten für Neuzugänge aus.

„Alle hier im Verein wissen, dass es nur mit dieser Mentalität 'Theo gegen den Rest der Welt' geht“, sagte Meier, der in der Sommerpause den Posten von Aufstiegstrainer Dirk Schuster übernommen hat. Dieser verließ die Darmstädter nach der starken vergangenen Rückkehr-Saison und arbeitet nun beim Liga-Rivalen FC Augsburg. Topstürmer Sandro Wagner schloss sich 1899 Hoffenheim an.

Bern patzt vor Duell mit Gladbach

Der Schweizer Vizemeister Young Boys Bern hat die Generalprobe für das Play-off-Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Borussia Mönchengladbach verpasst. Am vierten Spieltag der Schweizer Meisterschaft kassierte Bern vor 29.523 Zuschauern bei Meister FC Basel mit 0:3 (0:0) seine zweite Saisonniederlage. Die Young Boys empfangen am kommenden Dienstag Mönchengladbach zum Play-off-Hinspiel. Das Rückspiel findet am 24. August im Borussia-Park statt.