1:3 gegen Slowakei

Weigl und Sané sind von sich selbst enttäuscht

Wie begossene Pudel: Die DFB-Elf um die Debütanten Julian Weigl (r.), Leroy Sané (3.v.r.) und Julian Brandt (2.v.l.) bedanken sich nach der Niederlage artig beim Augsburger Publikum

Wie begossene Pudel: Die DFB-Elf um die Debütanten Julian Weigl (r.), Leroy Sané (3.v.r.) und Julian Brandt (2.v.l.) bedanken sich nach der Niederlage artig beim Augsburger Publikum

Foto: Imago/MIS

Die Youngster hatten sich wie die anderen Debütanten Leno und Kimmich ihr erstes Spiel für die A-Nationalmannschaft anders vorgestellt.

Augsburg. Kurz nach dem Schlusspfiff gegen die Slowakei (1:3) eilte Julian Weigl vom regendurchfluteten Augsburger Rasen, um sich von Freunden und Familie im Publikum zum Länderspieldebüt beglückwünschen zu lassen. Der Dortmunder machte im Anschluss daran allerdings kein großes Geheimnis daraus, dass er sich seine Deutschlandpremiere eigentlich ganz anders vorgestellt hatte. Ob es ihm denn Spaß gemacht habe, fragte ein Medienvertreter. „Es geht so“, lautete die kurze Antwort, die so viel mehr als nur diese drei Wörter aussagte.

Mit dem Satz „Es geht so“ konnte man auch gut und gerne die Länderspielpremieren der anderen Debütanten umschreiben: Torhüter Bernd Leno, Defensivallrounder Joshua Kimmich und die beiden Offensivtalente Julian Brandt sowie Leroy Sané. Wirklich nachhaltig auf sich aufmerksam machen konnte unter Berücksichtigung der widrigen Umstände keiner der Jungen. „Der Platz war ja komplett unter Wasser“, sagte der Schalker Sané, der sich zumindest in der ersten Halbzeit, als der Regen noch nicht ganz so stark war, zwei Chancen herausgespielt hatte. Zufrieden war der von Bayern München umworbene Youngster allerdings nicht: „Bei mir war mehr drin“, gab Sané ehrlich im Interview mit der ARD zu.

DFB-Team in der Einzelkritik

Bis Dienstagabend um Mitternacht hat Bundestrainer Joachim Löw nun noch Zeit, sich für oder gegen seine Debütanten zu entscheiden. Spätestens dann muss Löw seinen bisherigen 27er-Kader zu einem endgültigen 23-Mann-Kader reduziert haben. „Alle vier Jungen haben eine große Qualität, die eine große Karriere nach sich ziehen kann“, gab der Nationaltrainer in Augsburg diplomatisch zu Protokoll, ehe er sich mit dem gesamten Tross auf den Weg zurück ins – ebenfalls regnerische – Tessin machte.

Die Statistik

Deutschland: 12 Leno/Bayer Leverkusen (24 Jahre/1 Länderspiel) ab 46. ter Stegen - 21 Rudy/1899 Hoffenheim (26/11), 16 Rüdiger/AS Rom (23/10), 17 Boateng/Bayern München (27/58) ab 64. Höwedes, 3 Hector/1. FC Köln (26/13) - 6 Khedira/Juventus Turin (29/59) ab 46. Weigl, 27 Kimmich/Bayern München (21/1) ab 75. Schürrle - 25 Sané/Schalke 04 (20/1), 19 Götze/Bayern München (23/51), 15 Draxler/VfL Wolfsburg (22/18) - 23 Gomez/Besiktas Istanbul (30/63) ab 46. Brandt. - Trainer Löw

Slowakei: 23 Kozacik/Viktoria Pilsen (32 Jahre/16 Länderspiele) - 2 Pekarik/Hertha BSC (29/66), 3 Skrtel/FC Liverpool (31/80), 4 Durica/Lokomotive Moskau (34/78), 18 Svento/1. FC Köln (30/38) - 19 Kucka/AC Mailand (29/46) ab 81. Pecovsky, 13 Hrosovsky/Viktoria Pilsen (24/11) ab 78 Skriniar - 8 Duda/Legia Warschau (21/10) ab 61. Stoch, 17 Hamsik/SSC Neapel (28/86) ab 85. Gregus, 7 Weiss/Al-Gharafa Sports Club (26/51) - 21 Duris/Viktoria Pilsen (27/25) ab 68. Sestak. - Trainer: Kozak

Schiedsrichter: Serge Gumienny (Belgien)

Zuschauer: 30.000

Tore: 1:0 Gomez (13./FE), 1:1 Hamsik (41.), 1:2 Duris (44.), 1:3 Kucka (52.)