Fußball-Ticker

Eine Ente? Thorsten Fink bei Hannover 96 im Gespräch

Ex-HSV-Coach Thorsten Fink

Ex-HSV-Coach Thorsten Fink

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Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

+++ Hannover: Fink dementiert Einigung mit 96 +++

17.22 Uhr: Ex-HSV-Trainer Thorsten Fink hat eine Einigung mit Hannover 96 über eine Zusammenarbeit für die kommende Saison dementiert. "Dazu kann ich nichts sagen. Wir haben keinen Kontakt, und in Hannover hat man gerade sicher auch Besseres zu tun", sagte Fink. Die "Stuttgarter Zeitung" berichtete, der Ex-Profi werde Nachfolger von Interims-Trainer Michael Frontzeck.

Frontzeck soll die Niedersachsen vor dem Abstieg in die 2. Liga retten. Fink, der zuletzt beim zypriotischen Tabellenführer APOEL Nikosia gearbeitet hatte, gilt in Hannover schon länger als Kandidat für den Trainerposten. Auch Ex-Coach Mirko Slomka und Sascha Lewandowski, Nachwuchschef bei Bayer Leverkusen, waren zuletzt ins Gespräch gebracht worden.

+++ Eintracht Frankfurt in Berlin wieder mit Madlung und Valdez +++

15.04 Uhr: Eintracht Frankfurt kann im Auswärtsspiel bei Hertha BSC wieder auf Stürmer Nelson Valdez und Verteidiger Alexander Madlung zurückgreifen. „Beide haben voll trainiert und stehen wieder zur Verfügung“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Beide hatten zuletzt wegen Oberschenkel-Problemen pausiert. In Berlin können die Frankfurter am Sonnabend jede Alternative gut gebrauchen, da neben den Langzeitverletzten Alexander Meier, Sonny Kittel, Bamba Anderson und Slobodan Medojevic auch Abwehrspieler Marco Russ aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt fehlen wird.

+++ Babbel verlängert Vertrag in Luzern +++

14.56 Uhr: Markus Babbel wird den Schweizer Erstligisten FC Luzern auch in der kommenden Saison betreuen. Wie der Verein mitteilte, wurde der Vertrag mit dem langjährigen Bundesliga-Trainer um ein Jahr verlängert. Co-Trainer Roland Vrabec bleibt ebenfalls eine weitere Saison in Luzern.

Babbel übernahm den Verein im Oktober 2014 auf dem letzten Platz und rettete ihn vor dem Abstieg. Als Tabellensechster hat Luzern sogar noch Chancen, in die Europa League einzuziehen.

"Ich freue mich, dass wir zusammen weiterarbeiten können. Sowohl ich, als auch der Verein haben eine klares Bekenntnis zueinander abgegeben", sagte Babbel, der kein Problem darin sieht, dass er nur einen Einjahresvertrag unterzeichnet hat: "Das ist im Fußball so. Da kann man nicht immer sagen, was in zwei, oder in drei Jahren sein wird. So haben beide Seiten nach einem Jahr die Möglichkeit, sich wieder zusammenzusetzen und zu analysieren, ob die Dinge wirklich so laufen, wie sich das beide Seiten vorstellen."

+++ WM-Film "Die Mannschaft" bringt 800.000 Euro für DFB-Stiftungen +++

14.30 Uhr: Deutschlands Weltmeister haben auch als Filmstars Kasse gemacht und damit einen großen Beitrag für die gemeinnützige Stiftungsarbeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) geleistet. Der DFB stellt seinen Erlös in Höhe von 800.000 Euro aus dem Film "Die Mannschaft" neben den DFB-Stiftungen auch den Stiftungen einzelner Nationalspieler sowie Special Olympics, dem Wolfgang Overath Fonds und der Bundesliga-Stiftung zur Verfügung.

Die vom DFB produzierte Dokumentation über die WM in Brasilien hat 1,2 Millionen Euro eingespielt. Ein Drittel der Einnahmen geht an den Weltverband Fifa, der seinen Anteil ebenfalls für soziale Zwecke einsetzt.

Der DFB-Anteil schlüsselt sich wie folgt auf: Jeweils 50.000 Euro gehen an die DFB-Stiftung Egidius Braun, die DFB-Stiftung Sepp Herberger und die DFB-Kulturstiftung. Die Stiftungen von Manuel Neuer, Lukas Podolski, Sami Khedira, Philipp Lahm und Per Mertesacker erhalten jeweils 80.000 Euro. Die Bundesliga-Stiftung wird mit 200.000 Euro bedacht, 30.000 Euro erhält Special Olympics, 20.000 Euro fließen in den Wolfgang Overath Fonds.

"Es ist eine wunderbare Sache, dass wir mit dem tollen Film nicht nur die Fans begeistern konnten, sondern durch die Erlöse jetzt auch noch etwas Gutes tun können. Mit dem Geld werden wichtige soziale Projekte unterstützt, und es wird den Menschen geholfen, die unsere Hilfe dringend benötigen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff betonte: "Wir freuen uns, dass sich neben unserer Stiftungsarbeit auch unsere Nationalspieler mit ihren Stiftungen engagieren und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Ich weiß aus den persönlichen Gesprächen, dass es ihnen wichtig ist, über diesen Weg etwas zurückzugeben und konkret zu helfen."

+++ Gladbach an Volland interessiert +++

13.39 Uhr: Eine Verpflichtung von Franco Di Santo (26) von Werder Bremen ist für Borussia Mönchengladbach offenbar kein Thema. "Wir hatten definitiv keinen Kontakt zu Di Santo. Ich habe gestern auch mit Thomas Eichin darüber gesprochen", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl vor der Partie am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) in Bremen.

Der Argentinier Di Santo war beim fünfmaligen deutschen Meister als Nachfolger für Max Kruse gehandelt worden. Der 27 Jahre alte Nationalspieler verlässt die Borussia dank einer Ausstiegsklausel für zwölf Millionen Euro und wechselt zum VfL Wolfsburg. Auf der Suche nach einem Ersatz für Kruse soll Gladbach Interesse an Kevin Volland (22) von 1899 Hoffenheim haben.

Mit einem Sieg in Bremen würde die Borussia erstmals in die Gruppenphase der Champions League einziehen. "Der Einzug in die Champions League ist für uns vergleichbar mit dem Gewinn der Meisterschaft", sagte Eberl. Trainer Lucien Favre kann an der Weser wieder auf Innenverteidiger Alvaro Dominguez zurückgreifen. Damit fehlt nur Abwehrchef Martin Stranzl (Ödem am Oberschenkel).

+++ Bayern wollen in Freiburg „seriös“ auftreten +++

12.55 Uhr: Auf den FC Bayern könnte im Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg ein Torwartproblem zukommen. Manuel Neuer ist angeschlagen, Pepe Reina nach seiner Roten Karte gesperrt. Neuer habe Probleme am Sprunggelenk, man müsse schauen, sagte Trainer Pep Guardiola. Sollte Neuer tatsächlich nicht spielen, könnte laut Guardiola der 20-jährige Ivan Lucic aus der zweiten Mannschaft eine Chance in der Bundesliga bekommen. Profi-Torhüter Tom Starke ist nach Bänderriss allerdings auch im Training zurück. „Wir sind immer seriös, wir wollen gewinnen, wir wollen so gut wie möglich spielen“, kündigte Guardiola einen ernsthaften Münchner Auftritt an.

Bremen muss gegen Gladbach auf Fritz verzichten

12.28 Uhr: Trainer Viktor Skripnik von Werder Bremen muss im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach auf seinen verletzten Kapitän Clemens Fritz (34) verzichten. Der Defensiv-Allrounder fehlte am Donnerstag im Training der Hanseaten wegen muskulärer Probleme in der linken Wade und wird für die Partie gegen den Tabellendritten nicht mehr rechtzeitig fit. Das teilte der Klub mit.

Dagegen haben sich die zuletzt verletzten Felix Kroos (24, Rippenanbruch) und Luca Caldirola (24, Fußprobleme) für den Saisonendspurt der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der Mittelfeldspieler und der Innenverteidiger nahmen wieder am Mannschaftstraining teil und hoffen auf einen Einsatz gegen die "Fohlen".

"Die Verletzung ist noch nicht komplett verheilt, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es bis zum Spiel am Samstag wieder gut aussieht und ich auch spielen könnte", sagte Kroos, der zuletzt zwei Spiele aussetzen musste. Werder kann sich als Tabellenachter bei zwei ausstehenden Partien noch für die Europa League qualifizieren.

Hannover reist ohne Schmiedebach nach Augsburg

11.03 Uhr: Hannover 96 muss im Spiel beim FC Augsburg am Sonnabend (15.30 Uhr) auf Manuel Schmiedebach verzichten. Der Mittelfeldspieler laboriert an muskulären Probleme im Oberschenkel. Unter Trainer Michael Frontzeck kam Schmiedebach in allen drei Spielen über 90 Minuten zum Einsatz. Auch für Leonardo Bittencourt kommt das Spiel in Augsburg zu früh. Der Offensivspieler könnte nach seinem Muskelfaserriss frühestens im letzten Saisonspiel gegen den SC Freiburg in den Kader zurückkehren.

Luiz Gustavo geht von Verbleib in Wolfsburg aus

10.22 Uhr: Der brasilianische Nationalspieler Luiz Gustavo wird wohl auch in der kommenden Saison beim VfL Wolfsburg bleiben. "Ich glaube, jeder Spieler träumt davon, für einen der ganz großen Klubs zu spielen, das ist bei mir nicht anders. Irgendwann will ich das nochmal erleben", sagte der 27-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin kicker: "Aber: Der VfL hat ein super Projekt, wird von Jahr zu Jahr besser. Deswegen mache ich mir wegen eines Wechsels keinen Kopf."

2013 war der Brasilianer von Bayern München zu den Wolfsburgern gewechselt und qualifizierte sich in dieser Saison erstmals für die Champions League. "Zwei Jahre lang habe ich beim VfL jeden Tag dafür gekämpft. Es wird nicht einfach für uns, keine Frage. Aber wir müssen die Champions League auch genießen", sagte der defensive Mittelfeldspieler: "Wolfsburg hat großes Potenzial. Ich würde sogar sagen, dass wir auf dem Weg sind, die neue Nummer zwei in Deutschland zu werden. Aber wir dürfen nie zufrieden sein."

Seinem heftig umworbenen Mannschaftskollegen Kevin de Bruyne will er keine Tipps für dessen Zukunftsplanungen geben. "Er muss selbst wissen, was er will. Aber ich kann ihm auch sagen, dass es nicht viele bessere Vereine gibt", betonte er: "Kevin ist ein sehr guter Spieler, der irgendwann zu einem absoluten Topklub gehen wird. Ich bin mir sicher, dass er es bei den Bayern packen könnte."

Mourinho lädt Schürrle per SMS zu Meisterfeier ein

8.31 Uhr: Weltmeister André Schürrle ist von Teammanager José Mourinho höchstpersönlich zur Meisterfeier seines früheren Klubs FC Chelsea eingeladen worden. "José Mourinho hat eine SMS geschickt und mir mitgeteilt, dass ich eine Medaille erhalte und zum letzten Spiel kommen soll", sagte der Offensivspieler von Bundesligist VfL Wolfsburg der BBC.

Schürrle war in der Winterpause für 32 Millionen Euro von den Blues nach Wolfsburg gewechselt. In der Hinrunde kam der 24-Jährige 14-mal für die Londoner in der englischen Premier League zum Einsatz. "Ich wusste nicht, dass ich eine Medaille kriege, obwohl ich den Großteil der zweiten Saisonhälfte nicht gespielt habe", so Schürrle. Für den Erhalt der Medaille reichen bereits fünf Liga-Einsätze.

Balakov glaubt an VfB-Klassenerhalt

8.05 Uhr: Der frühere VfB-Star Krassimir Balakow glaubt an die Rettung des Tabellenletzten aus Stuttgart. „Die Situation ist nicht einfach, ich bin aber ein grundsätzlich optimistischer Mensch. Ich glaube an die Rettung“, sagte der ehemalige Spielmacher vor dem Heimspiel des VfB am Sonnabend gegen den HSV (15.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de). „Ich verfolge natürlich den VfB, er war ein Teil von meinem sportlichen Leben. Ich fiebere mit und drücke ihm die Daumen.“

Der Bulgare Balakow war von 1995 bis 2003 beim VfB aktiv. Mit den beiden Stürmern Giovane Elber und Fredi Bobic bildete er damals aufgrund der hohen spielerischen Klasse das sogenannte Magische Dreieck. Seit rund einem Jahr trainiert Balakow Litex Lowetsch in seiner Heimat.

Besonnenheit ist für den 49-Jährigen im Abstiegskampf eine wichtige Tugend. „Ruhe und Gelassenheit sind ganz wichtig, es ist allerdings schwierig, sie in so einer Situation zu bewahren“, erklärte er.

Noch als Spieler war Balakow an einem Klassenverbleib des VfB Stuttgart ganz maßgeblich beteiligt. In der Saison 2000/01 rettete er die Schwaben mit seinem Treffer zum 1:0 gegen den FC Schalke 04 am vorletzten Spieltag.

„Das wird bis zu meinem Lebensende eines der wichtigsten Tore meiner Karriere sein. Der Nichtabstieg in so einer Situation war eine riesige Befreiung. Ich werde das nie vergessen“, erzählte Balakow. „Es war etwas Außergewöhnliches damals.“ (HA/sid/dpa)