EM-Qualifikation

Rooney trotzt der Schlammschlacht

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Der Mann des Abends beim zweiten Spieltag der EM-Qualifikation war Wayne Rooney: Nach fast einem Jahr ohne Tor für England leitete der Angreifer den 3:1-Sieg in der Schweiz ein. Gegen die Eidgenossen von Trainer Ottmar Hitzfeld traf Rooney in Basel schon nach zehn Minuten. Der Angreifer von Manchester United hatte zuletzt vermehrt mit Schlagzeilen aus seinem Privatleben für Aufsehen gesorgt. In England tobt eine Schlammschlacht mit teilweise bizzarren Enthüllungen. Knietief watet man auf der Insel durch den Matsch. So enthüllte Rooneys Gespielin Jenny Thompson, dass ein "Dreier" für den Torjäger zuletzt nicht nur die Punktzahl für einen Sieg auf dem Platz war. Auch mit seiner Schnelligkeit soll der 24-Jährige nicht nur auf dem Feld glänzen. Adam Johnson (69.) und Darren Bent (89.) machten nach Gelb-Rot für Stephan Lichtsteiner (65.) dann alles klar. Xerhan Shaqiris Anschlusstor (71.) war zu wenig.

Die Pleite des Abends musste Portugal, das nach dem blamablen 4:4 gegen Zypern 0:1 in Norwegen verlor, hinnehmen. Erik Huseklepp (21.) stürzte die Portugiesen in die Krise. Vizeweltmeister Niederlande konnte sich beim 2:1 über Finnland erneut bei Klaas-Jan Huntelaar bedanken. Der Torjäger, der heute bei Schalke 04 vorgestellt wird, traf in der 7. und per Elfmeter in der 16. Minute. Hannovers Mikael Forssell (18.) verkürzte sofort für die Finnen, denen der gesperrte Leverkusener Sami Hyypiä fehlte. Dabei blieb es.

Die Pflicht des Abends löste auch Italien, das zu einem schnörkellosen 5:0-Erfolg über die Färöer-Inseln kam. Das Team des neuen Trainers Cesare Prandelli legte bereits in der ersten halben Stunde den Grundstein zum Sieg gegen den krassen Außenseiter. Alberto Gilardino (11.), Daniele de Rossi (22.) und Antonio Cassano (27.) waren erfolgreich. Nach der Pause schraubten Fabio Quagliarella (81.) und Andrea Pirlo (90.) den Erfolg in eine standesgemäße Höhe.

Den Rückschlag des Abends mussten Russland und Coach Dick Advocaat mit der 0:1-Heimpleite gegen die Slowakei in Moskau hinnehmen. Für den zweiten Sieg des WM-Achtelfinalisten sorgte Miroslav Stoch (27.). Die von Bernd Stange betreuten Weißrussen mussten sich nach dem 1:0-Coup in Frankreich mit einem 0:0 gegen Rumänien begnügen. Bulgariens Trainer Stanimir Stoilow trat nach der 0:1-Heimniederlage gegen Montenegro sofort zurück.

Nach der Rehabilitation des Abends dürfte sich Laurent Blanc mit derartigen Gedankenspielen vorerst nicht mehr beschäftigen. Der neue Trainer siegte mit Frankreich in Sarajevo gegen Bosnien-Herzegowina 2:0. Karim Benzema (72.) und Florent Malouda (78.) trafen für die Gäste. Die Equipe Tricolore war mit einer 0:1-Blamage gegen Weißrussland gestartet. Frankreich musste erneut auf den gesperrten Franck Ribery (Bayern München) verzichten. Bei Bosnien standen Edin Dzeko (VfL Wolfsburg) und Vedad Ibisevic (1899 Hoffenheim) in der Startformation.

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