Eishockey

Freezers feiern gelungenen Männerabend gegen Krefeld

Hamburger Eishockeyteam besiegt die Krefeld Pinguine nach Penaltyschießen mit 4:3. Die Partie war eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Hamburg. Über die Frage, wann der Mann ein Mann ist, hat Herbert Grönemeyer einen Hit geschrieben. Ebenso viele Ansichten gibt es darüber, was zu einem Männerabend dazugehört. Die einen brauchen Bier, andere hübsche Frauen, einige gute Gespräche. Was jedoch bestens ins Bild eines Freitagabends passte, den die Hamburg Freezers aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zur „Men’s Night“ erklärt hatten, war der 4:3 (1:0, 0:2, 2:1, 1:0)-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Krefeld Pinguine, der vor 9447 Zuschauern in der Barclaycard-Arena die Siegesserie auf fünf Spiele ausbaute.

Zwölf Tage Pause, die die DEL wegen des Deutschland-Cups eingelegt hatte, scheinen zwar keine lange Auszeit zu sein, dennoch benötigten beide Mannschaften zehn Minuten, um ihren Rhythmus zu finden. Von der Anfangsoffensive der Krefelder, die mit Franz Fritzmeier junior einen neuen Cheftrainer als Ersatz für den zurückgetretenen Rick Adduono hinter der Bande hatten, war nicht allzu viel zu sehen. Zwar mühten sich die Pinguine, Einsatzwillen nachzuweisen, das von Calvin Heeter gehütete Freezers-Tor nahmen sie indes selten unter Beschuss.

Und so war es keine Überraschung, dass die spielerisch überlegene Mannschaft in Führung ging. Das bayrische Mannsbild Christoph Schubert hatte einen Handgelenkschuss abgefeuert, Jerome Flaake fälschte den Puck an Krefelds Torsteher Tomas Duba vorbei zum 1:0 ab. Für den „Sniper“ war es der neunte Saisontreffer, das 100. Tor seiner DEL-Karriere. Was für ein Mann! Dass die Krefelder auch Kerle sein können, zeigte sich im zweiten Drittel, in dem die Gäste clever konterten, ihre erste Chance durch Christian Kretschmann zum Ausgleich nutzten und das Glück hatten, dass sich die Hamburger mit ausgelassenen Torchancen und einem Blackout Kevin Schmidts, der einen harmlosen Schuss von Andreas Driendl unbedrängt ins eigene Netz lenkte, selbst ein Bein stellten. Als Martin Schymainski im Schlussabschnitt das 1:3 nachlegte, schien der Hamburger Männerabend gelaufen.

Doch das erste Saisontor von David Wolf zum 2:3 und der platzierteste Schlagschuss in Schuberts Karriere zum 3:3 brachten das Penaltyschießen, das Thomas Oppenheimer mit dem zehnten Schuss für die Freezers entschied, die damit etwas entspannter bei den Kölner Haien (Sonntag, 14.30 Uhr) antreten können.

Die Statistik

Tore: 1:0 (16:10) Flaake (Schubert), 1:1 (21:49) Kretschmann (Sonnenburg), 1:2 (39:23) Driendl (Sofron), 1:3 (50:38) Schymainski (Pietta, Vasiljevs), 2:3 (52:11) Wolf (Sertich, Flaake) 5-4, 3:3 (53:42) Schubert (Ja- kobsen), 4:3 Oppenheimer Penalty. Strafminuten: 2/8. Schiedsrichter: Hunnius/Schimm (Berlin/Waldkraiburg). Zuschauer: 9447.