DEL

Freezers-Siegesserie reißt in Krefeld abrupt

Beim 0:3 verspielt das Hamburger Eishockeyteam nach fünf Siegen in Serie einen zusätzlichen freien Tag. Die treffendsten Worte fand Nationalspieler Oppenheim.

Hamburg. Dass es irgendwann passieren würde, war allen klar. Dass es nicht am Sonntagnachmittag in Krefeld hätte passieren müssen, darüber waren sich im Lager der Hamburg Freezers auch alle einig. Nach der 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)-Niederlage bei den Pinguinen, die das Ende der fünf Spiele andauernden Siegesserie der „Eisschränke“ in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) markierte, klang die Spielanalyse aufseiten der Hamburger sehr ähnlich. Thomas Oppenheimer war es vorbehalten, die treffendsten Worte zu finden.

„Wir haben das Spiel im zweiten Drittel übernommen und gute Chancen herausgespielt. Wir waren aber zu unkonzentriert. Seit mehreren Wochen fehlen uns wichtige Spieler, da ist es klar, dass man irgendwann müde und entsprechend weniger konzentriert ist“, sagte der Nationalspieler.

Tatsächlich hatte die Mannschaft von Cheftrainer Benoît Laporte, der erneut auf Sébastien Caron im Tor setzte, mehr vom Spiel und einige gute Gelegenheiten, um mindestens einen Punkt vom Niederrhein mitzunehmen. Aber Tomas Duba im Tor der Gastgeber hatte einen perfekten Sonntag erwischt und war mit 28 gehaltenen Schüssen ein unüberwindbarer Rückhalt für sein Team. Trainer Laporte wollte trotz der mangelhaften Chancenverwertung nicht allzu hart mit seiner Mannschaft ins Gericht gehen. „Wir waren besser als Krefeld und hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Aber ich bin dennoch stolz auf die Jungs, die in den vergangenen Wochen trotz der Ausfälle sehr erfolgreich gespielt haben“, sagte er. Unzweifelhaft dürfte die Länderspielpause, in die die DEL sich wegen des Deutschland-Cups in München (8. bis 10. November) für elf Tage verabschiedet, seinem Team sehr guttun.

Die Verteidiger Johan Ejdepalm, der nach seinem Innenbandriss im Knie an diesem Montag wieder mittrainieren soll, und Duvie Westcott (Außenbandanriss im Knöchel) dürften nach der Pause ebenso zurückkehren wie Angreifer Nico Krämmer, der kurzfristig wegen eines Magen-Darm-Infekts ausgefallen war. Und auch wenn sie den als Erfolgsprämie für einen Punktgewinn in Krefeld ausgelobten freien Mittwoch verspielten, erwägt Laporte, seine Spieler trotzdem nur noch bis Dienstag zu schinden, um ihnen die nötige Zeit zur Erholung zu ermöglichen.

Tore: 1:0 (13:57) Fischer (Blank, Voakes) 5-3, 2:0 (59:18) Robar (Driendl), 3:0 (59:49) Voakes (Schymainski, Blank). Strafminuten: 6/6. SR: Aumüller/Yazdi (Planegg/Neuss). Z.: 4703.