Eishockey-Weltmeisterschaft

Deutschlands Feinschliff in Hamburg - mit Barta und Tripp?

Foto: Witters

Noch 30 Tage bis zur Heim-WM. Alexander Barta und John Tripp von den Freezers machen sich Hoffnung, im Auftaktspiel dabei zu sein.

Hamburg. Wenn Deutschlands Eishockey-Männer am 7. Mai vor der Rekordkulisse von 76 152 Zuschauern in der Gelsenkirchener Veltins-Arena in die Heim-Weltmeisterschaft starten, wird ein Hamburger sicher auf dem Eis stehen: Hans Peter Geerdes, besser bekannt als H. P. Baxxter, präsentiert mit seiner Technoband Scooter den offiziellen Titelsong des Turniers. Ob die Hansestadt anschließend auch sportlich vertreten sein wird, ist dagegen ungewiss. Mit Alexander Barta und John Tripp dürfen sich zwei Freezers-Spieler Hoffnung machen, im Eröffnungsspiel gegen die USA aufzulaufen.

Gestern starteten die Hamburger Profis mit 19 weiteren Akteuren des vorläufigen deutschen Kaders in die erste Phase der WM-Vorbereitung. Bis Freitag wird das Aufgebot, in dem die noch in den Play-offs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und in der nordamerikanischen NHL aktiven Profis fehlen, in Füssen trainieren. Anschließend geht es nach Sachsen, wo in Crimmitschau und Dresden Testspiele gegen Norwegen anstehen. Nach einer Partie gegen die Schweiz in Schwenningen und einem Turnier in Weißrussland soll das Team vom 30. April an in Hamburg den Feinschliff erhalten. "Wir wissen, dass wir hier gut untergebracht sind und optimale Trainingsbedingungen haben", sagt Bundestrainer Uwe Krupp.

Das Nationalteam logiert im Radisson-Blu-Hotel am Dammtorbahnhof, Trainingsstätte ist die Volksbank-Arena. Nebenan, in der Color-Line-Arena, wird dann am 4. Mai (20 Uhr) die WM-Generalprobe mit einem Duell gegen Olympiasieger Kanada steigen, nach der das endgültige WM-Aufgebot benannt wird. "Vielleicht ziehen die Kanadier vorher ein paar Nächte durch Hamburg, dann haben wir eine Chance", scherzte der ehemalige NHL-Star Krupp angesichts der schwierigen Aufgabe für sein Team, mit dem er bei der WM mindestens in die Zwischenrunde einziehen möchte. "Alles andere wäre eine Enttäuschung. Wir wollen etwas Positives für das deutsche Eishockey erreichen", erklärt Krupp.

Nach dem vorletzten Platz bei der WM 2009 in der Schweiz, der eigentlich den Abstieg in die B-Gruppe bedeutet hätte, und dem Olympia-Aus ohne Sieg setzt das deutsche Team auch auf den Heimvorteil. Bis auf das Eröffnungsspiel werden alle Partien in Mannheim und Köln stattfinden. Städte, in denen der zum offiziellen WM-Botschafter ernannte H. P. Baxxter und Scooter schon die Massen begeisterten. Ein Szenario, das auch dem deutschen Team gefallen würde.