Werder Bremen

Polizei-Einsatz: Präsident fordert politische Konsequenzen

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Die Fankurve in Wolfsburg, ein Fanblock der Bremen bleibt zum teil Leer da einige Fans am Hauptbahnhof  von der Polizei aufgehalten wurden.

Die Fankurve in Wolfsburg, ein Fanblock der Bremen bleibt zum teil Leer da einige Fans am Hauptbahnhof von der Polizei aufgehalten wurden.

Foto: firo

Beim Auswärtsspiel in Wolfsburg wurden die Bremer Anhänger von der Polizei eingekesselt. Werder-Ultras traten Rückreise an

Wolfsburg/Bremen. Die Verantwortlichen von Werder Bremen haben das Vorgehen der Polizei am Wolfsburger Hauptbahnhof gegen Bremer Ultras massiv kritisiert. "Ich erwarte da eigentlich eine politische Korrektur von den Entscheidungsträgern, denn das kann so nicht stehen bleiben und darf sich nicht wiederholen", sagte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald bei Sky nach dem 2:2 am Samstag beim VfL Wolfsburg.

Wolfsburgs Polizei umzingelt Fan-Gruppen

Mehrere Ultras hatten vor der Partie in der Fußball-Bundesliga Durchsuchungen und Personalien-Bestimmungen der Beamten als unverhältnismäßig empfunden, waren aus Protest nicht zum Spiel erschienen. Videos in den Sozialen Medien zeigen Fans, die von mehreren Polizisten vor Einsatzfahrzeugen umgeben sind und die Ansage der Beamten erhalten, dass die Anhänger sich nicht im Stadtgebiet aufhalten, nur zum Stadion gehen dürften und "Sichtkontrollen" durchgeführt wordn.

Polizei beruft sich auf "Gefahrenabwehr"

Die Wolfsburger Polizei verwies auf die Notwendigkeit der Durchsuchungen zur Gefahrenabwehr. Die Aktion sollte, schrieb die Behörde auf Twitter, "Auseinandersetzungen von Fangruppierungen" verhindern. Bremens Profifußball-Leiter Clemens Fritz äußerte: "Ich verstehe es nicht. Ich weiß nicht, wer das entschieden hat und ich weiß auch nicht, wer sich da verwirklichen wollte, aber ich finde es eine Frechheit."

Jeder müsse sich laut Hess-Grunewald fragen, was für einen Fußball und was für ein Land man haben wolle. "Ein freiheitliches Land oder eins, das sich mit anderen Ländern messen muss, die wir nicht so freiheitlich sehen", fragte er.

Klub-Vertreter zeigen wenig Verständnis für Polizei-Einsatz

Die Abreise der Ultras stelle für die Partie "einen klaren Wettbewerbsnachteil" da, twitterte Werder. Fritz sagte, beide Klubs seien einig gewesen, dass die Partie kein Risiko darstelle. "Unsere Fans einzukesseln, am Bahnhof zu durchsuchen und die Personalien aufnehmen zu wollen. Ich meine: Keiner hat etwas gemacht." In den vergangenen Jahren sei es "immer ruhig" gewesen. "Ich habe da kein Verständnis", fügte er hinzu.

"Dass die Wolfsburger Polizei dann zu der Einschätzung kommt, das ist ein Rotspiel und im Vorfeld – ohne, dass irgendetwas passiert ist – solche gravierenden, freiheitsentziehenden Maßnahmen trifft, da muss ich sagen, das ist außerordentlich bedenklich", sagte Hess-Grunewald. (dpa)

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