Fußball-Ticker

Bayern München trauert um sein Mitglied Nummer eins

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Otto Schweizer, Mitglied Nummer eins des FC Bayern, ist tot.

Otto Schweizer, Mitglied Nummer eins des FC Bayern, ist tot.

Foto: Contrast / imago sportfotodienst

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker des Hamburger Abendblatts hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 3. März 2022:

Bayern München trauert um Mitglied Nummer eins

Bayern München trauert um sein Mitglied Nummer eins. Der gebürtige Münchner Otto Schweizer, der von 1943 bis 1953 zehn Jahre in der ersten Mannschaft des deutschen Rekordmeisters gespielt hatte, starb im Alter von 97 Jahren. Seit 2018 trug Schweizer die „1“ im mitgliederstärksten Verein der Welt (290.000).

„Otto Schweizer kam als junger Spieler zum FC Bayern und hat als treuer Weggefährte unseres Clubs in insgesamt über acht Jahrzehnten viele, viele außergewöhnliche Erfolge mit seinem FC Bayern erlebt. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und Freunden: Unser herzliches Beileid im Namen der gesamten FC Bayern-Familie“, schrieb Präsident Herbert Hainer.

Katars Geheimoperation: Zwanziger fordert Aufklärung

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger (76) fordert vom Weltverband FIFA Aufklärung in der Affäre um eine mögliche Einflussnahme durch den WM-Gastgeber Katar auf seine kritische Haltung. Man müsse von FIFA-Präsident Gianni Infantino „verlangen, dass er diese Vorwürfe verifiziert oder auch nicht“, sagte Zwanziger in Koblenz: „Es kann auch anderen passieren.“

Das Emirat soll die Firma „Global Risk Advisors“ (GRA) eines ehemaligen CIA-Agenten beauftragt haben, Einfluss über das fußballerische wie auch persönliche Umfeld Zwanzigers zu nehmen, da er als „Bedrohung für Katars WM-Ambitionen“ ausgemacht worden sei. Darüber hatte unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ zuvor berichtet. Im Sommer 2014 habe die Operation „Riverbed“, für die ursprünglich 25 Millionen Dollar vorgesehen sein sollten, geendet.

Zwanziger war von 2011 bis 2015 zudem Mitglied in der FIFA-Exekutive und hatte mit seiner Kritik an Katar seit der WM-Vergabe 2010 nicht hinterm Berg gehalten. 2016 entschied das Landgericht Düsseldorf, dass Zwanziger den Wüstenstaat wie zuvor in einem Interview als „Krebsgeschwür des Weltfußballs“ bezeichnen dürfe. Der katarische Fußballverband hatte geklagt.

Dynamo nimmt Abschied von Clubidol Dörner

Die Dynamo-Familie hat Abschied von Idol Hans-Jürgen Dörner genommen. Viele Fans, Freunde und langjährige Weggefährten verabschiedeten sich am Donnerstag im Rahmen einer öffentlichen Gedenkveranstaltung im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion vom Rekordspieler der SG Dynamo Dresden. Dörner war am 19. Januar dieses Jahres einer Krebserkrankung erlegen.

„Dresden kann stolz sein, einen solchen Fußballer wie Dixie Dörner gehabt zu haben. Es gibt nicht viele Spieler, die so untrennbar mit ihrem Verein verbunden bleiben. Es sind diese wenigen Fußballer mit Strahlkraft, die ihre Clubs prägten“, sagte Dynamos ehemaliger

Neben zahlreichen Fans nahmen auch ehemalige Mitspieler und Freunde wie Ulf Kirsten, Hartmut Schade, Matthias Sammer, Thomas Doll, Andreas Thom oder Schauspieler Gunther Emmerlich an der Veranstaltung teil. Die Beisetzung Dörners soll zu einem späteren Zeitpunkt unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Polen schlägt Sondertransferfenster für Russland-Profis vor

Aufgrund des von Russland in der Ukraine geführten Krieges hat sich der polnische Verband für eine außerordentliche Transferperiode für Spieler in der russischen Liga eingesetzt. Wie „The Guardian“ am Donnerstag berichtete, hat der polnische Verband einen entsprechenden Vorschlag an den Weltverband FIFA übermittelt, um Spielern der Liga die Möglichkeit für einen Clubwechsel einzuräumen. Russische Teams waren aufgrund des Angriffs auf das Nachbarland von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden.

Die deutschen Trainer Markus Gisdol (Lok Moskau) und Daniel Farke (Krasnodar) haben ihre Clubs bereits verlassen, wollten nicht mehr in Russland arbeiten. Diese Option sollen nun auch Spieler erhalten und bereits vor Öffnung des Transferfensters im Sommer wechseln dürfen. Aufgrund der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland könnte es für Clubs problematisch werden, ihre Spieler zu bezahlen.

Am Mittwoch hatte die internationale Spielervereinigung Fifpro diesen Schritt ebenfalls ins Spiel gebracht. Man sei bereits in Gesprächen mit der FIFA und den Ligen, hieß es. Zudem forderte Fifpro, ausländischen Profis in Russland ein Sonderkündigungsrecht und damit einen ablösefreien Wechsel einzuräumen.

Köln verlängert mit Verteidiger Schmitz

Bundesligist 1. FC Köln hat den Vertrag mit Abwehrspieler Benno Schmitz (27) vorzeitig verlängert. Der Rechtsverteidiger unterschrieb am Donnerstag ein neues Arbeitspapier mit Gültigkeit bis 2024.

Schmitz war im Sommer 2018 von RB Leipzig nach Köln gekommen, in dieser Saison kam er bisher auf 23 Liga-Einsätze.

DFL spendet eine Million Euro für Ukraine-Hilfe

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) setzt ihren Vertrag mit dem russischen Medienunternehmen Match TV vorerst fort und spendet die Einnahmen für humanitäre Hilfe in der Ukraine. Auf eine außerordentliche Kündigung des Vertrags werde verzichtet, damit die Anti-Kriegs-Aufrufe und Friedensappelle aus den deutschen Stadien auch weiter die russische Bevölkerung erreichen könnten, teilte die DFL am Donnerstag mit. Voraussetzung dafür sei, dass Match TV am kommenden Spieltag und darüber hinaus das von der DFL zur Verfügung gestellte Basissignal unverändert senden könne – inklusive Ukraine-bezogener Botschaften von Liga, Spielern, Clubs und Fans.

„Die DFL wird die Ausstrahlung der Bundesliga-Übertragungen diesbezüglich sorgfältig überprüfen“, teilte die DFL mit. „Sollte das TV-Basissignal wiederholt zensiert werden, würde dies eine außerordentliche Kündigung der DFL zur Folge haben.“

Sämtliche Einnahmen, die in der laufenden Saison noch durch den Vertrag vorgesehen sind, sollen für humanitäre Hilfe in der Ukraine gespendet werden, heißt es weiter. In der aktuellen Situation wolle der Verband nicht von den Einnahmen profitieren. Insgesamt eine Million Euro will die DFL demnach anerkannten Hilfsorganisationen zur Verfügung stellen, die sich infolge des russischen Angriffs zugunsten der ukrainischen Bevölkerung engagieren.

Ukraine-Idol Schewtschenko nennt Putin Mörder

Der ukrainische Nationalheld Andrej Schewtschenko nennt Russlands Staatspräsidenten Wladimir Putin einen „Mörder“ und bangt um seine Familie. „Ich habe versucht, meine Mutter und andere Angehörige dazu zu bringen, nach London zu kommen, aber sie wollen Kiew nicht verlassen. Das ist der ukrainische Geist“, sagte Schewtschenko der italienischen Zeitung „La Repubblica“.

Seit dem russischen Angriff konzentriere er sich Tag und Nacht nur darauf, wie er seinem Land und seinem Volk helfen könne. „Ich denke daran, wie ich Spenden sammeln kann, wie ich sicherstellen kann, dass der Rest der Welt ständig über die Tragödie in der Ukraine informiert ist“, sagte der 49-Jährige, der zuletzt den FC Genua trainiert hatte.

In seiner Videobotschaft zuletzt vor dem Mailänder Pokal-Derby hatte Schewtschenko einen Appell für Frieden und Unterstützung verlesen: „Wir brauchen Hilfe, wir brauchen Medikamente. Dies ist einer der schwierigsten Momente in der ukrainischen Geschichte, auch wenn das Volk geeint ist. Jede Minute Verzögerung kann tödlich sein, die Zeit drängt.“

Aue verlängert mit Kapitän Männel

Zweitligist Erzgebirge Aue hat den Vertrag mit Kapitän Martin Männel um ein Jahr verlängert. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, unterschrieb der Torwart einen Kontrakt bis Juni 2023. Der Vertrag des 33-Jährigen, der im Sommer in seine 15. Saison bei den Veilchen geht, gilt sowohl für die 2. als auch für die 3. Liga und enthält eine Option auf Verlängerung.

Vor dem 25. Spieltag liegt Aue auf Abstiegsrang 17. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt schon neun Punkte.

Toku übernimmt Traineramt bei Viktoria Berlin

Drittligist Viktoria Berlin hat Farat Toku als neuen Cheftrainer verpflichtet. Das gab der abstiegsbedrohte Hauptstadtclub am Donnerstag bekannt. Der Bochumer Toku hatte von 2015 bis 2019 den Regionalligisten SG Wattenscheid 09 trainiert, im Mai 2021 schloss er den Lehrgang zum Fußball-Lehrer ab.

In Berlin beerbt Toku den entlassenen Benedetto Muzzicato. Nach 27 Spieltagen stehen die Berliner mit 27 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz.

UEFA bestraft belarussische Clubs

Teams aus Belarus müssen ihre Heimspiele vorerst außerhalb des Landes und dazu ohne Zuschauer austragen. Das gab die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Donnerstag nach einem Treffen ihres Exekutivkomitees bekannt. Die Entscheidung betrifft Nationalmannschaften und Clubs.

Das UEFA-Exekutivkomitee werde „bei Bedarf regelmäßig weitere außerordentliche Sitzungen einberufen“, hieß es in der Mitteilung. Es werde dann darum gehen, „die sich entwickelnde Rechts- und Sachlage neu zu bewerten und gegebenenfalls weitere Entscheidungen zu treffen“.

Die Sanktionen wurden als Reaktion auf die belarussische Beteiligung am Angriffskrieg Russlands in der Ukraine getroffen. Der Weltverband FIFA und die UEFA hatten am Montag russische Mannschaften bis auf Weiteres von ihren Wettbewerben ausgeschlossen.

Nach 15 Jahren: Blässe verlässt Wolfsburg

Anna Blässe wird den VfL Wolfsburg im Sommer nach 15 Jahren verlassen. Keine Spielerin habe länger beim VfL unter Vertrag gestanden als die 35-Jährige, teilte der Club am Donnerstag mit. Blässe gewann mit ihrem Team sechsmal die deutsche Meisterschaft, acht Mal den DFB-Pokal und zweimal die Champions League. Ihr 30-Meter-Schuss im Pokalfinale 2020 gegen SGS Essen wurde zum „Tor des Monats“ gewählt.

„Ich denke an zahlreiche Erfolge zurück, aber auch an Begegnungen mit tollen Menschen, die mich und mein Leben geprägt haben. Daher wird der Verein auch immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben“, sagte die Abwehrspielerin. Nach Angaben des Sportlichen Leiters der VfL-Frauen, Ralf Kellermann, wird der Verein Blässe nicht nur als Spielerin, sondern auch als Mensch vermissen. „Sie zählt ohne Zweifel zu den prägenden Persönlichkeiten des Wolfsburger Frauenfußballs und hat eine Entwicklung beim VfL mitgestaltet, die bei ihrem Wechsel zu uns niemand für möglich gehalten hätte.“

Blässe hat sich parallel zum Sport als Wirtschaftsfachwirtin weitergebildet und strebt nun einen Abschluss als Fitnesscoach an. Vor ihrem Abschied nach dieser Saison hofft sie aber noch auf mindestens einen weiteren Titel mit dem VfL. Die Wolfsburgerinnen haben noch gute Chancen auf die Meisterschaft und sind auch in Champions League und DFB-Pokal noch im Wettbewerb.

BVB-Chefscout Pilawa soll Hertha-Sportdirektor werden

Borussia Dortmunds Chefscout Markus Pilawa soll neuer Sportdirektor bei Hertha BSC werden. Wie die Zeitungen des Berliner Verlags und der „Kicker“ am Donnerstag berichten, ist der 42-Jährige Topkandidat auf die Nachfolge von Arne Friedrich, der den Berliner Bundesligisten im Sommer nach gut zweieinhalb Jahren wieder verlässt. Pilawa ist seit zehn Jahren beim BVB tätig, zuvor war er beim VfL Bochum als Scout angestellt.

Herthas Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic merkte am Donnerstag an, dass er Pilawa nicht persönlich getroffen habe. „Ich weiß, dass er BVB-Kaderplaner ist. Persönlich bin ich ihm noch nie begegnet. Das war eine interessante Geschichte, die ich heute gelesen habe“, meinte Bobic zu den Berichten.

Friedrich hatte die Rolle des Sportdirektors vor gut einem Jahr nach der Trennung von Geschäftsführer Michael Preetz übernommen. Ende 2019 war er vom damaligen Trainer Jürgen Klinsmann als sogenannter Performance Manager zur Hertha geholt worden.

Kalajdzic erwägt Abschied vom VfB Stuttgart

Stürmer Sasa Kalajdzic beschäftigt sich einem Medienbericht zufolge mit einem Abschied vom abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Die Gespräche über eine Verlängerung des im Juni 2023 auslaufenden Vertrages des Österreichers seien aufgeschoben worden, berichtete der „Kicker“ (Donnerstag). Kalajdzic wolle sich aufgrund der unsicheren sportlichen Situation der Schwaben derzeit nicht festlegen. Da der Vertrag keine Ausstiegsklausel enthalten soll, muss der VfB den Angreifer nicht ziehen lassen. Jedoch würde dann im kommenden Sommer die wohl letzte Chance auf eine Ablösesumme für ihn verstreichen.

Der VfB liegt nach neun sieglosen Spielen in Serie auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nationalspieler Kalajdzic ist ein Hoffnungsträger von Trainer Pellegrino Matarazzo, wurde in der laufenden Saison aber immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Nach 16 Toren in der Vorsaison traf Kalajdzic, den vorrangig Clubs aus England und Italien locken sollen, in dieser Spielzeit erst einmal. Durch die längere Ausfallzeit dürfte sein ursprünglich auf 20 Millionen Euro geschätzter Marktwert inzwischen gesunken sein.

Untreue-Verdacht: Razzia in DFB-Zentrale

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird rund eine Woche vor den Präsidentenwahlen am 11. März von einer neuerlichen Razzia der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main erschüttert. Die Behörden durchsuchten am Donnerstag die DFB-Zentrale sowie die Wohnung eines früheren Funktionärs und Geschäftsräume von fünf Unternehmen. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Untreue.

Konkret geht es laut der Behörde um einen Vertrag in Höhe von 360.000 Euro, den ein ehemaliger Funktionär im Namen des DFB mit einer Kommunikationsagentur abgeschlossen hat. Es besteht der Verdacht eines sogenannten Scheinvertrags, wonach es für die Zahlung keine Gegenleistung gegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft nannte keine Namen. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

Ex-Schalke-Finanzchef Peters sieht sich von Gazprom getäuscht

Der einstige Schalker Finanzchef Peter Peters blickt selbstkritisch auf den damaligen Deal mit dem russischen Sponsor Gazprom zurück. „Es war definitiv eine Fehleinschätzung. Wir haben uns darauf verlassen, dass die Dinge in Ordnung kommen und es ehrliche Versuche gibt, alles im Frieden zu lösen. Heute wissen wir, dass wir getäuscht wurden“, sagte der DFB-Präsidentschaftskandidat dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Der russische Staatskonzern, einer der großen Gasversorger Deutschlands, war bislang wichtigster Geldgeber des mit rund 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasteten Traditionsclubs. Inzwischen hat der Club die eigentlich bis 2025 laufende Zusammenarbeit beendet.

Einsicht, die auch Altkanzler Gerhard Schröder zeigen sollte. Bei ihm gebe es keine zwei Meinungen. „Er muss sich von allem distanzieren. Dazu gehört die klare Botschaft, Fehler einzugestehen. Die Welt hat sich geändert. Wir betrachten seine Rolle alle mit dem gleichen Blickwinkel“, so Peters. Borussia Dortmund hatte Schröder bereits die Ehrenmitgliedschaft entzogen. Auch der Deutsche Fußball-Bund hat den Altkanzler aufgefordert, auf die „Funktionen in russischen Staatskonzernen“ zu verzichten oder seine Ehrenmitgliedschaft im DFB aufzugeben.

Trennung von Gazprom: Terodde stolz auf Schalke

Schalkes Stürmer Simon Terodde begrüßt das Ende der Zusammenarbeit seines Arbeitgebers mit dem bisherigen Haupt- und Trikotsponsor Gazprom. Er sei „sehr stolz auf den Verein, weil sie sich sehr klar und frühzeitig positioniert haben“, sagte der Zweitliga-Rekordtorjäger am Donnerstag. „Das war auch Thema innerhalb der Mannschaft.“ Schalke war zuletzt mit dem Schriftzug „Schalke 04“ auf der Brust aufgelaufen.

Nach jahrelanger Partnerschaft hatte der Club die Zusammenarbeit mit Gazprom als Folge der russischen Invasion in die Ukraine beendet. Der russische Staatskonzern war seit 2007 der wichtigste Geldgeber des mit rund 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasteten Traditionsclubs. Als möglicher Sponsor-Nachfolger wird das Wohnungsunternehmen Vivawest gehandelt. Schalke hat Gespräche mit dem Unternehmen bestätigt.

Rund um die Gelsenkirchener Arena werden derzeit Banden und Logos von Gazprom entfernt. Bis zum kommenden Heimspiel in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FC Hansa Rostock am Samstag (13.30 Uhr/Sky) werden aber nicht alle Hinweise auf den Konzern weg sein, sagte ein Vereinssprecher. Das sei aufgrund der Vielzahl der Logos und Schriftzüge nicht möglich.

Tuchel kann sich Chelsea ohne Abramowitsch nicht vorstellen

Teammanager Thomas Tuchel sieht nach dem angekündigten Verkauf des FC Chelsea durch den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch eine ungewisse Zukunft auf den Champions-League-Sieger zukommen. „Ich konnte mir Chelsea bisher nur mit Roman Abramowitsch vorstellen“, sagte der deutsche Coach nach dem Sieg im Achtelfinale des englischen FA-Cups beim Zweitligisten Luton Town (3:2): „Ich habe es noch nicht wirklich realisiert. Es ist natürlich eine massive Veränderung.“

Zuvor hatte Abramowitsch erklärt, dass er den Londoner Club verkaufen und mit dem Reinerlös die Opfer des Kriegs in der Ukraine unterstützen will. Abramowitsch hatte Chelsea im Jahr 2003 übernommen und mit großen Investitionen unterstützt. Seither gewann der Club 19 Titel, darunter zweimal die Champions League (2012, 2021) und fünf englische Meistertitel.

„Ich bin nicht allzu besorgt, denn ich fühle mich weiter privilegiert und an einem guten Platz“, äußerte Tuchel: „Ich hoffe das Beste und ich habe nie Angst vor Veränderungen.“

Nübel und Volland verlassen französisches Pokalfinale

Die beiden deutschen Profis Alexander Nübel und Kevin Volland haben mit der AS Monaco den Einzug ins französische Pokalfinale verpasst. Das Team verlor gegen den FC Nantes auswärts im Elfmeterschießen am Mittwochabend 2:4. Nach 90 stand es 2:2.

Der in der 73. Minute eingewechselte Volland traf seinen Elfmeter, konnte das Aus damit aber nicht verhindern, weil Ben Yedder und Aurélien Tchouaméni zuvor ihre Versuche bereits vergeben hatten und alle vier Schützen von Nantes trafen. Im Finale am 8. Mai trifft Nantes nun auf OGC Nizza, das sich tags zuvor 2:0 gegen den Viertligisten FC Versailles durchgesetzt hatte.

Valencia wirft Pokalschreck Bilbao raus

Für Favoritenschreck Athletic Bilbao ist im spanischen Pokal im Halbfinale Endstation gewesen. Die Basken scheiterten auf dem Weg zum 24. Pokaltriumph nach vorherigen Erfolgen gegen die nationalen Renommierclubs FC Barcelona und Real Madrid am FC Valencia durch ein 0:1 im Rückspiel (Hinspiel: 1:1).

Valencia wartet im Endspiel auf den Sieger des zweiten Semifinals zwischen Rayo Vallecano und Betis Sevilla. Für das entscheidende Duell am Donnerstag hat Betis nach seinem 2:1-Hinspielerfolg eine gute Ausgangsposition.

( SID/dpa )

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