Towers, HSVH und Crocodiles

Wie die 2G-Regel sich im Hallensport auswirkt

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2G in Hamburg: Maskenpflicht und Zuschauergrenze fallen weg

2G in Hamburg: Maskenpflicht und Zuschauergrenze fallen weg

Der Hamburger Senat hat die Corona-Verordnung der Stadt gelockert.

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Geschäftsführer der Crocodiles hofft auf Ausnahmeregelung, der HSV Hamburg will sich die Verordnung erst mal im Detail anschauen.

Hamburg.  Die Eishockeymänner der Crocodiles können ihr für diesen Sonntag geplantes erstes Heimspiel der Oberligasaison 2021/22 gegen die Icefighters Leipzig nicht austragen, weil das von ihnen angemeldete kombinierte Modell – 2G auf den Tribünen, 3G im Spielfeldbereich – nur in Hallen mit Fassungsvermögen von mindestens 3000 Menschen zulässig ist.

Nur in solchen sei laut Verordnung die Einhaltung eines Mindestabstands von fünf Metern zwischen Zuschauer- und Spielerbereich möglich. Das Eisland Farmsen, Heimspielstätte der Crocodiles, fasst 1955 Fans.

Crocodiles Hamburg hoffen auf Ausnahmeregelung

Allerdings hofft Geschäftsführer Sven Gösch auf eine Ausnahmeregelung, da Eisfläche und Tribünen durch eine massive Bande mit Plexiglasaufbau getrennt sind. Um diese zu erhalten, ist allerdings eine Ortsbegehung des zuständigen Bezirksamtes Wandsbek vonnöten, die so zeitnah nicht umgesetzt werden kann. Gösch hofft, bis zum zweiten Heimspiel am 3. Oktober gegen die Hammer Eisbären die nötige Genehmigung erhalten zu können.

Die Alternative, auch im Zuschauerraum auf 3G umzustellen, sei wirtschaftlich nicht darstellbar, da dann lediglich 350 Fans zugelassen wären. Für das Leipzig-Spiel waren bereits 700 Tickets verkauft. Im Spielerbereich könne man hingegen 2G nicht garantieren, da im Profisport kein Berufsverbot für Ungeimpfte erteilt werden dürfe. Bei den Crocodiles warten noch drei Spieler auf ihre Zweitimpfung, der Rest ist durchgeimpft.

Hamburg Towers können 2600 Plätze besetzen

Bei den Basketballern der Hamburg Towers liegt die Impfquote (Team und Betreuer) bei 100 Prozent – und dieser Quote nähert sich der Club nun auch bezüglich der Auslastung beim ersten Heimspiel der neuen Saison gegen Chemnitz am kommenden Mittwoch an. Vorbehaltlich der finalen Abstimmungen mit dem Gesundheitsamt Hamburg-Mitte können maximal 2600 Plätze besetzt werden.

In den Spielen danach soll die Zuschauerzahl auf 3100 steigen. Schon beim letzten Testspiel gegen Göttingen am vergangenen Freitag war die 2G-Regel (mit 752 Zuschauern) in der Wilhelmsburger edel-optics.de Arena erfolgreich praktiziert worden. Ab heute, 17 Uhr sind Einzeltickets für die ersten sechs Heimspiele verfügbar.

Eventuell mehr Plätze für Spiel des HSV Hamburg

Bei den Handballern des HSV Hamburg (HSVH) startete am Dienstag der Vorverkauf für die kommenden Bundesligaheimspiele gegen die HSG Wetzlar (30. September) und die SG Flensburg-Handewitt (10. Oktober). Zunächst sind aber wie zuletzt nur 5000 der 13.000 möglichen Tickets in der Barclays Arena im Verkauf.

„Wir werden uns die Verordnung erst einmal im Detail anschauen und dann weitere Schritte in der Planung einleiten. Da wir ja bereits eine Genehmigung über 5000 Zuschauer unter 2G haben, können wir schon mit dem Ticketverkauf starten und dann gegebenenfalls noch mehr Plätze freigeben“, sagt Geschäftsführer Sebastian Frecke. Nach Abendblatt-Informationen arbeitet das Sportamt an diesem Mittwoch die Details der Verordnung aus.

( bj/lx/bron )

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