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Kiels Trainer Werner tritt zurück – früherer HSVer übernimmt

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Nach einem schwachen Saisonstart ist Holstein Kiels Trainer Ole Werner überraschend zurückgetreten.

Nach einem schwachen Saisonstart ist Holstein Kiels Trainer Ole Werner überraschend zurückgetreten.

Foto: Frank Molter / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Montag, den 20. September 2021:

Kiel-Coach Werner tritt zurück, Ex-HSVer übernimmt

Nach dem schwachen Saisonstart ist Trainer Ole Werner beim Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel überraschend zurückgetreten. „Ich habe nach reiflichen Überlegungen für mich entschieden, nicht mehr Cheftrainer der KSV Holstein zu sein“, erklärte Werner in einer am Montagabend veröffentlichten Mitteilung des Clubs aus Schleswig-Holstein.

Nach über 15 Jahren im Verein falle ihm dieser Schritt sehr schwer, er halte ihn dennoch für den richtigen und notwendigen. Der 33 Jahre alte Werner hatte zuvor das U23-Team der Kieler erfolgreich betreut, seit Mitte September 2019 war er Chefcoach. Vorläufiger Nachfolger des Fast-Bundesligisten wird Werners bisheriger Assistent Dirk Bremser, der 2019/2020 unter Dieter Hecking Co-Trainer beim HSV war.

Die Kieler waren in der vergangenen Saison erst in der Relegation zur Bundesliga am 1. FC Köln gescheitert. In dieser Saison haben sie nur eine der ersten sieben Partien gewinnen können. Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport der KSV, erklärte: „In den vergangenen zwei Tagen haben wir, meine Person und das gesamte Präsidium, dennoch in persönlichen Gesprächen versucht, ihn vom Gegenteil zu überzeugen und davon, den gemeinsam eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Leider konnten wir ihn nicht umstimmen. Nun gilt es, mit der nötigen Ruhe und mit Bedacht eine für den Verein zukunftsfähige Lösung zu finden“, hieß es.

Türkgücü München: Hyballa neuer Trainer

Drittligist Türkgücü München hat sich nach nur neun Spielen von seinem Trainer Petr Ruman getrennt. „Leider haben wir sportlich nicht die Entwicklung gesehen, die wir uns zu diesem Zeitpunkt der Saison gewünscht haben“, erklärte Geschäftsführer Max Kothny am Montagnachmittag laut Mitteilung.

Peter Hyballa, der zuletzt Esbjerg fB in der zweithöchsten dänischen Liga gecoacht hatte und bei der EM in diesem Sommer als Taktik-Experte im ZDF präsent war, werde neuer Cheftrainer. Hyballa sorgte zuletzt außerdem mit Berichten über seine Trainingsmethoden für Aufsehen. So soll der 46-Jährige laut dem dänischen Boulevardblatt "BT" einen Spieler mit den Worten "du hast größere Brüste als deine Frau" zu Liegestützen verdonnert haben. Nach dem 3. Spieltag der aktuellen Saison war für Hybala in Esbjerg schließlich Schluss.

Türkgücü wiederum reagierte nun mit der Entlassung von Ruman, der das Traineramt erst im Sommer übernommen hatte, auf den schwachen Saisonstart. Nach neun Spielen und zwölf Punkten belegen die Münchner lediglich Platz zehn in der Liga. Drei der letzten vier Spiele gingen verloren – darunter das 1:3 am Sonnabend beim 1. FC Saarbrücken.

Kreuzbandriss bei Dresdens Vlachodimos

Dynamo Dresden muss mehrere Monate auf Panagiotis Vlachodimos verzichten. Der 29 Jahre alte Außenbahnspieler hat sich am Sonntag gegen den SV Darmstadt 98 (0:1) einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen.

Aller Voraussicht wird sich der Deutsch-Grieche in der kommenden Woche in Augsburg einem operativen Eingriff unterziehen. Nach Robin Becker im Januar, Patrick Wiegers im April und Tim Knipping im August ist Vlachodimos bereits der vierte Dynamo-Akteur, der sich in diesem Kalenderjahr einen Kreuzbandriss zuzog.

Medien: Valencia will TSG-Torjäger Kramaric

Der spanische Erstligist FC Valencia will den kroatischen Nationalstürmer Andrej Kramaric vom Bundesligisten TSG Hoffenheim im kommenden Sommer verpflichten. Dies berichten spanische Medien am Montag.

Der 30-Jährige erzielte in der vergangenen Saison 20 Treffer für die Kraichgauer in der Bundesliga. Der Vertrag von Kramaric bei der TSG läuft am 30. Juni 2022 aus, er wäre somit ablösefrei zu haben.

Romeo Beckham: Auf den Spuren des Vaters

Der berühmte Vater verfolgte den historischen Tag seines Sohnes auf dem Laptop. Und hinterher teilte David Beckham seinen 68,5 Millionen Followern bei Instagram dann mit: „Gut gemacht, mein großer Junge, ich bin stolz darauf, dass du dein Profidebüt gegeben hast.“ Der große Junge heißt Romeo, ist 19 Jahre alt und der Zweitgeborene von Victoria „Posh Spice“ und David Beckham – und nun eben offiziell Profifußballer.

Romeo Beckham war Spieler in der Nachwuchsabteilung des FC Arsenal, Anfang September unterschrieb er dann einen Vertrag bei Fort Lauderdale CF. Der Club spielt in der 3. US-Liga, allerdings handelt es sich dabei auch um die zweite Mannschaft, also das Farmteam von Inter Miami. Dort wiederum ist Papa David Miteigentümer. Trainer von Inter Miami ist Phil Neville, wie Beckham einer aus der legendären „Class of 92“ von Manchester United.

Beim 2:2 gegen South Georgia Tormenta spielte Beckham junior, der im Gegensatz zum Vater (7) die Rückennummer 11 trug, 79 Minuten. „Gesegnet“ sei er, sein Profidebüt gegeben zu haben, ließ Romeo seine eigenen 3,1 Millionen Follower bei Instagram wissen.

Die Premiere verlief eher unspektakulär, seine vielversprechendste Szene hatte er bei einem Zusammenspiel mit Harvey Neville, Sohn von, genau, Phil Neville und seit Mai in Fort Lauderdale. „Jetzt voller Fokus auf das nächste Match“, teilte Romeo Beckham, übrigens ein vielseitig einsetzbarer Angreifer, seiner Instagram-Gefolgschaft noch mit. Nächster Gegner am übernächsten Sonnabend ist Greenville Triumph. Auch große Jungs müssen klein anfangen.

Bayern: Musiala und Ulreich verletzen sich

Bayern Münchens Jungstar Jamal Musiala soll nach Medienberichten das Training am Montag angeschlagen abgebrochen haben. Wie die „Bild“-Zeitung (online) berichtet, humpelte der 18-Jährige nach einem Foul mit einem Tape am Sprunggelenk in die Kabine.

Zuvor soll sich auch Ersatztorhüter Sven Ulreich nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler verletzt haben. Nähere Informationen zu den Verletzungen waren zunächst unklar.

Bundestrainerin erfreut über TV-Quote

Nach ihrer Kritik am mangelnden Interesse für die Frauen-Nationalmannschaft hat sich Martina Voss-Tecklenburg erfreut über die Zahl der Fernsehzuschauer gezeigt. „Das ist eine tolle Quote für uns, es war ja auch der Spieltag der 1., 2. und 3. Männer-Liga. Die Quote zeigt doch, dass viele Menschen uns sehen und unterstützen wollen“, sagte die Bundestrainerin am Montag über die durchschnittlich 1,11 Millionen Zuschauer in der ARD beim 7:0 in der WM-Qualifikation gegen Bulgarien am Samstag in Cottbus.

Der Marktanteil betrug damit 9,9 Prozent. Voss-Tecklenburg hatte sich vor dem Anpfiff bitterlich über die Anstoßzeit (16.05 Uhr) sowie das mangelnde Medien- und Zuschauerinteresse beklagt und gesagt: „Wir spielen für die, die da sind. Wir spielen für die, die am Fernseher sind und für die, die kein Interesse haben, spielen wir auch.“ Ins Stadion kamen nur 1534 Fans. Viel mehr werden auch gegen Serbien am Dienstag (16 Uhr/ZDF) ebenfalls in der WM-Qualifikation nicht erwartet. Am Montag waren 1200 der 5000 Online-Tickets verkauft.

Die WM 2023 findet in Australien und Neuseeland statt. Im kommenden Jahr steht im Juli die EM an. Die 53 Jahre alte Bundestrainerin lobte in einer Pressekonferenz ihre Spielerinnen der jungen Generation wie die Frankfurterinnen Sjoeke Nüsken (20) und Sophia Kleinherne (21).

„Es zeichnet sie aus, dass sie sehr lernbegierig und strukturiert sind“, sagte Voss-Tecklenburg. Gegen Bulgarien hatte unter anderem die erst 18 Jahre junge Jule Brand (TSG 1899 Hoffenheim) geglänzt. Gleich sechs Talente mit 21 Jahren oder jünger kamen zum Einsatz.

Kroos nimmt Mannschaftstraining bei Real wieder auf

Ex-Nationalspieler Toni Kroos (31) hat am Montag nach einer langwierigen Schambeinentzündung das Mannschaftstraining beim spanischen Rekordmeister Real Madrid wieder aufgenommen. Am 3. August hatten die Königlichen den Ausfall des 2014er-Weltmeisters bekannt gegeben.

Ob der Ex-Münchner und -Leverkusener allerdings bereits am kommenden Mittwoch im Heimspiel gegen Real Mallorca (22 Uhr/Dazn) wieder mitwirken kann, erscheint zweifelhaft. Kroos hatte nach dem Achtelfinal-K.o. bei der EM in London gegen Gastgeber England seinen Abschied aus der DFB-Auswahl verkündet.

„2G plus“: Mainz erhöht Stadionkapazität

Mainz 05 plant bei Heimspielen künftig wieder mit einer Stadionkapazität von 25.000 Fans. Das teilten die Rheinhessen am Montag mit. Möglich wird dies durch die Anwendung der Regel „2G plus“ aus der Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz, die Geimpften und Genesenen wieder mehr Freiräume ermöglicht.

Im Heimspiel gegen Union Berlin am 3. Oktober sollen große Teile der Mainzer Arena erstmals wieder für Geimpfte und Genesene ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Demnach entfallen die Maskenpflicht und Abstandsregeln, Eintrittskarten müssen nicht mehr personalisiert werden. Zudem werden die Stehplätze wieder geöffnet.

Auf einzelnen Tribünen sollen Zuschauerinnen und Zuschauer weiter im Schachbrettmuster sitzen, um Abstand halten zu können. Nur in diesen Bereichen erhalten abhängig von der geltenden Warnstufe maximal 1000 getestete Fans Zutritt.

Fast 3000 Zuschauer mehr für Bielefeld

Arminia Bielefeld darf im nächsten Heimspiel am 3. Oktober gegen Bayer Leverkusen fast 3000 Zuschauer mehr als bisher ins Stadion lassen. Wie der Verein am Montag bekannt gab, dürfen „in Einklang mit der Corona-Schutzverordnung NRW sowie nach Absprache mit den Bielefelder Behörden und den guten Erfahrungen bei den bisherigen Heimspielen“ 16.250 Tickets abgesetzt werden. Am vergangenen Sonnabend war die Schüco-Arena mit 13.750 Zuschauern offiziell ausverkauft.

Zudem sollen im Stadionumlauf keine Sektorentrennungen mehr gelten, so dass sich die Heim-Fans frei bewegen können. Die Pflicht eines 3G-Nachweises beim Einlass bleibt bestehen.

Zahlen, bitte! Der Bundesliga-Check nach dem 5.Spieltag
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Liverpool zunächst ohne Thiago

Liverpools Teammanager Jürgen Klopp muss schon wieder auf Thiago verzichten. Der frühere Münchner (30) werde wegen seiner Wadenverletzung zumindest im Ligapokal bei Norwich City (Dienstag) und in der Premier League beim FC Brentford (Sonnabend) fehlen, bestätigte Klopps Assistent Pepijn Lijnders.

Thiago hatte sich am Wochenende beim 3:0-Sieg der Reds über Crystal Palace verletzt. Wie lange er genau ausfallen wird, sollen weitere Untersuchungen zeigen. „Das ist schade, weil er zuletzt immer besser reingekommen ist“, sagte Lijnders über die Blessur.

Thiago kam in fünf der sechs Pflichtspiele Liverpools in dieser Saison zum Einsatz. In seiner ersten Spielzeit stand er nur in 30 von 52 Partien auf dem Platz. Wegen einer Knieverletzung und einer Corona-Erkrankung fiel er zweimal länger aus.

Tabellenspitze: Chelseas Tuchel schließt zu Klopp auf
Tabellenspitze: Chelseas Tuchel schließt zu Klopp auf

Düsseldorf monatelang ohne Kownacki

Fortuna Düsseldorf muss mehrere Monate auf Angreifer Dawid Kownacki verzichten. Der polnische Nationalstürmer hatte sich im Training vor dem Spiel gegen Jahn Regensburg am Sonnabend (1:1) einen Außenbandriss im rechten Knie zugezogen. Das teilte die Fortuna am Montag nach genaueren Untersuchungen mit.

Kownacki ist mit einer Ablöse von rund sieben Millionen Euro der teuerste Einkauf der Clubgeschichte, schaffte es seit 2019 aber nie richtig, sich in Düsseldorf durchzusetzen.

WM-Debatte: Fifa lädt zu „Online-Gipfel“

Im Streit um die angedachte Verkürzung des WM-Zyklus auf zwei Jahre ist die Fifa offenbar um Entspannung bemüht. Bei einem „Online-Gipfel“ am 30. September sollen die Pläne zum internationalen Spielkalender ab 2024 mit den Mitgliedsverbänden und anderen Interessengruppen diskutiert werden, teilte der Weltverband mit.

Es gehe in den kommenden Monaten darum, eine „konstruktive und offene Debatte auf globaler und regionaler Ebene zu führen, der die Fifa zuversichtlich entgegensieht“, schrieb der Weltverband in einer Mitteilung. In einer „neuen Phase der Konsultation“ sollen die Gespräche Ende September laut Fifa „eine von mehreren Gelegenheiten“ für Diskussionen sein.

Der DFB hatte die Pläne zur Verkürzung des WM-Zyklus am Freitag kritisiert und sich auf die Seite der Uefa geschlagen. Der DFB befürchtet bei einer WM-Austragung im Zweijahres-Rhythmus „massive Auswirkungen auf den Fußball in Deutschland, in Europa, aber auch weltweit“.

Neben DFB und Uefa, die beide Gespräche über die Vorschläge gefordert hatten, sprach sich auch der südamerikanische Kontinentalverband CONMEBOL klar gegen die Fifa-Idee aus. Bei der afrikanischen Konföderation CAF und dem asiatischen Kontinentalverband AFC stießen die Pläne dagegen auf Zustimmung.

Mainzer Szalai fällt erstmal aus

Der FSV Mainz 05 muss zumindest vorerst auf seinen Stürmer Adam Szalai verzichten. Der 33 Jahre alte Ungar hat sich nach Angaben des Bundesligisten vom Montag beim 0:0 gegen den SC Freiburg eine Meniskusverletzung im linken Knie zugezogen.

„Der Angreifer wird sich am Dienstag einem arthroskopischen Eingriff unterziehen, welcher Aufschluss über die voraussichtliche Ausfallzeit geben wird“, teilten die Mainzer mit.

Aue: Personalsorgen und Trainersuche

Beim kriselnden Zweitligisten Erzgebirge Aue hat sich nach der Entlassung von Trainer Alexej Schpilewski auch die Personalsituation in der Mannschaft verschärft. Mittelfeldspieler Omar Sijaric erlitt im Spiel gegen den SC Paderborn (1:4) eine Nasenbeinfraktur und fällt für das Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Jahn Regensburg am kommenden Freitag (18.30 Uhr/Sky) aus. Bei den angeschlagenen Spielern Philipp Riese und Florian Ballas erfolgten am Montag MRT-Untersuchungen.

Derweil sucht das Schlusslicht mit Hochdruck nach einem Nachfolger für Schpilewski. Die Entlassung des 33-Jährigen aus Belarus nach nur 80 Tagen hatte Präsident Helge Leonhard am Sonntag auf der Pressekonferenz verkündet. „Nach einem Gespräch mit Alexej im Anschluss des Spieles, sind wir zur Auffassung gekommen, dass wir getrennte Wege gehen“, so Leonhardt: „Das Projekt ist damit gescheitert, was ich persönlich sehr bedauere“.

Aue kassierte gegen Paderborn im siebten Saisonspiel die vierte Niederlage in Serie. Unter Schpilewski, der zu Saisonbeginn die Nachfolge des ebenfalls entlassenen Dirk Schuster angetreten hatte, verbuchten die Veilchen lediglich drei Unentschieden. Aues Rückstand zu Holstein Kiel auf dem ersten Nichtabstiegsplatz beträgt zwei Punkte.

Lewandowski erhält „Goldenen Schuh“

Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski erhält am Dienstag den „Goldenen Schuh“ für den erfolgreichsten Torschützen Europas der Saison 2020/21. Der Angreifer soll die unter allen Stürmern begehrte Auszeichnung im FC Bayern Museum in der Allianz Arena entgegennehmen.

Lewandowski hatte in der vorigen Bundesliga-Spielzeit 41 Treffer für den deutschen Rekordmeister erzielt und so die bis dahin legendäre 40-Tore-Marke von Gerd Müller geknackt. Der 33-jährige Pole erhält die Auszeichnung, die seit 1968 vergeben wird, zum ersten Mal in seiner Karriere und folgt auf Ciro Immobile von Lazio Rom.

Lionel Messi, der den Preis vor Immobile dreimal in Folge gewonnen hatte, belegt mit 30 Toren Platz zwei, vor Cristiano Ronaldo mit 29 Treffern. Die Auszeichnung wird im Auftrag der European Sports Media vergeben. Dem Zusammenschluss von europäischen Sport-Magazinen gehört auch der „Kicker“ an.

Fährmann über Schalke: „Steiniger Weg“

Torhüter Ralf Fährmann fühlt sich auch nach dem Abstieg in die Zweitklassigkeit „wahnsinnig wohl bei Schalke 04“. Damit begründete er im „Kicker“-Interview, warum er im Gegensatz zu 30 seiner ehemaligen Mannschaftskameraden nach dem Abstieg den Vertrag bei den Gelsenkirchenern bis 2025 verlängerte. „Ich möchte auch die nächsten Jahre meiner Laufbahn hier verbringen und nach der aktiven Zeit in der Region wohnen bleiben. Sie ist zu meiner Heimat geworden“, sagte der 32 Jahre alte Schlussmann.

Er habe noch viel vor mit Schalke und würde am liebsten natürlich schnellstmöglich wieder in die Bundesliga aufsteigen. „Ich möchte jedoch warnen: Es ist ein steiniger Weg. Es ist nicht so einfach, wie man sich das wünschen würde“, unterstrich der Keeper. Seit seinem Einstand vor fast genau 13 Jahren beim 3:3 gegen Borussia Dortmund am 13. September 2008 absolvierte er mehr als 200 Einsätze im S04-Torwartdress. Nach sieben Spieltagen liegt Schalke nur auf dem elften Platz der Tabelle und hat drei Punkte Rückstand auf die Aufstiegszone.

Wechsel-Knatsch: Pochettino rüffelt Messi

Trainer Mauricio Pochettino hat Superstar Lionel Messi nach dem Wechsel-Knatsch im Topspiel der französischen Ligue 1 einen Rüffel erteilt. „Wir sind hier, um Entscheidungen zu treffen. Ob es den Leuten gefällt oder nicht“, sagte der Coach von Paris St. Germain nach dem Last-Minute-Sieg gegen Olympique Lyon (2:1) streng.

Pochettino hatte seinen argentinischen Landsmann in der 76. Minute vom Platz genommen, was Messi sichtlich missfiel: Der Neuzugang aus Barcelona schien dem Trainer den Handschlag zu verweigern.

Der neue Superstar hatte bei seiner Heimpremiere eine ordentliche Leistung gezeigt. Nach dem Rückstand durch Lucas Paqueta (54.) glich Neymar per Foulelfmeter aus (66.), ehe Messis eingewechselter Landsmann Mauro Icardi für den Tabellenführer in der Nachspielzeit (90.+3) zum Sieg traf.

Bei PSG kam Nationalspieler Thilo Kehrer über die volle Distanz zum Einsatz. Rio-Weltmeister Jerome Boateng, seit Saisonbeginn unter Trainer Peter Bosz bei Lyon aktiv, wurde in der 65. Minute ausgewechselt. Lesen Sie hier mehr zum Wechsel-Knatsch um Messi.

Messi bei Heimdebüt ausgewechselt: "Großer Fehler des Trainers"
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Deutsche U21: Thomfordes Zukunft offen

Der DFB will nach dem Abschied von U21-Trainer Stefan Kuntz in die Türkei einen Aderlass im Nachwuchs verhindern. „Wir tun alles dafür, das übrige Trainerteam der U21, das in den vergangenen Jahren herausragende Arbeit geleistet hat, beim DFB zu halten, und sind guter Dinge, dass uns das gelingt“, sagte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, dem Kicker.

Kuntz unterschrieb am Montag beim WM-Dritten von 2022 einen Dreijahresvertrag. Sein Nachfolger steht noch nicht fest. Der Kicker nennt den DFB-Rekordtorschützen Miroslav Klose als Kandidaten. Der Weltmeister von 2014 hatte zuletzt aber bekundet, dass es ihn als Coach in den Clubfußball ziehe.

Von Kuntz' Zuarbeitern dürfte Co-Trainer Daniel Niedzkowski sehr wahrscheinlich bleiben, fungiert er doch auch als Leiter des Fußballlehrer-Lehrgangs. Bei Antonio di Salvo (Co), Klaus Thomforde (Torhüter) und Jannis Scheibe (Analyst) scheint die Zukunft offen.

( HA/sid/dpa )

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