Fußball-Ticker

Özil spuckt Eintracht Frankfurt in die Europa-League-Suppe

| Lesedauer: 15 Minuten
Mesut Özil besorgte Fenerbahces Führung gegen Eintracht Frankfurt.

Mesut Özil besorgte Fenerbahces Führung gegen Eintracht Frankfurt.

Foto: Imago/Kessler-Sportfotografie

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Donnerstag, den 16. September 2021:

Frankfurt rettet ein Remis gegen Fenerbahce

Eintracht Frankfurt hat auch zum Start in die Europa League den ersten Pflichtspiel-Sieg in dieser Saison verpasst. Die Hessen kamen gegen Fenerbahce Istanbul mit Ex-Weltmeister Mesut Özil nach schwachem Beginn trotz einer Leistungssteigerung nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Özil hatte die Gäste früh in Führung gebracht (10. Minute), Stürmer Sam Lammers gelang immerhin noch der Ausgleich (41.) für die Hessen.

Vor 25.000 Zuschauern hatte die Eintracht in der Nachspielzeit Glück, als ein Tor des deutschen U21-Europameisters Mergim Berisha nicht anerkannt wurde, weil er bei der Foulelfmeter-Parade von Kevin Trapp gegen Dimitris Pelkas zu früh in den Strafraum gelaufen war (90.+2). Nach dem Remis steht der Bundesligist vor den Partien gegen Royal Antwerpen und Olympiakos Piräus dennoch schon unter Druck.

Götze trifft für PSV – Startelf-Debüt für Boateng

Die früheren deutschen Nationalspieler Mario Götze und Jérôme Boateng sind mit ihren Clubs erfolgreich in die Europa League gestartet. Der 29 Jahre alte Götze erzielte beim 2:2 (1:2) der PSV Eindhoven gegen Real Sociedad San Sebastian am Donnerstag die Führung für den niederländischen Verein (31. Minute). Den Treffer von Cody Gakpo bereitete der Ex-Weltmeister vor (54.).

Der ehemalige Münchner Boateng stand beim 2:0 (1:0) bei den Glasgow Rangers erstmals seit seinem Wechsel in der Startelf von Olympique Lyon aus Frankreich. Trainer Peter Bosz wechselte den 33-Jährigen nach 65 Minuten aus.

Ebenfalls einen guten Start in die neue Europapokal-Saison erlebte die AS Monaco mit Coach Nico Kovac. Der Club aus der französischen Ligue 1 setzte sich mit 1:0 (0:0) gegen Sturm Graz durch. Der vom FC Bayern ausgeliehene Torhüter Alexander Nübel stand ebenso in der Startelf wie Nationalstürmer Kevin Volland, der nach 61 Minuten ohne Treffer ausgewechselt wurde.

Tottenham verpatzt Auftakt, AS Rom souverän

Mitfavorit Tottenham Hotspur ist mäßig in die Gruppenphase der neuen Conference League gestartet. Die Londoner kamen beim französischen Vertreter Stade Rennes nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Der frühere Bundesligaprofi Pierre-Emile Höjbjerg (76.) rettete die Spurs, die durch ein Eigentor von Loic Bade (11.) in Führung gegangen waren. Flavien Tait (23.) und Gaetan Laborde (71.) trafen für die Franzosen.

Der italienische Spitzenclub AS Rom startete souverän. Gegen den bulgarischen Vertreter ZSKA Sofia siegten die Römer mit 5:1 (2:1). Lorenzo Pellegrini (25., 62), Stephan El Shaarawy (38.), Gianluca Mancini (82.) und Tammy Abraham (85.) erzielten die Tore für die Römer, die mit drei Siegen in die Serie A gestartet sind.

Der FC Kopenhagen gab sich beim 3:1 (2:1) bei Slovan Bratislava keine Blöße. Der FC Basel hatte sich zum Auftakt dagegen mehr erhofft. Bei Qarabag Agdam aus Aserbaidschan kam der langjährige Schweizer Serienmeister nicht über ein 0:0 hinaus.

Barça beschließt 765-Millionen-Euro-Budget

Der finanziell angeschlagene FC Barcelona hat für die Saison 2021/2022 ein Budget in Höhe von 765 Millionen Euro abgesegnet. Das teilte der spanische Verein am Donnerstag nach einer Vorstandssitzung mit.

Gleichzeitig bestätigte Barça für die vergangene Saison Verluste in Höhe von 481 Millionen Euro. Präsident Joan Laporta hatte diese Größenordnung bereits im August angekündigt. Barças Schulden liegen demnach bei 1,35 Milliarden Euro.

Erst Anfang August hatte die spanische Liga die von Barça angestrebte Vertragsverlängerung mit Lionel Messi untersagt, obwohl der Superstar sogar auf die Hälfte seines Gehalts verzichtet hätte.

Leverkusen startet mit Sieg in die Europa League

Bayer Leverkusen ist trotz eines frühen Rückstandes erfolgreich in die neue Europa-League-Saison gestartet. Der Bundesligist gewann am Donnerstag zu Hause mit 2:1 (1:1) gegen den ungarischen Rekordmeister Ferencvaros Budapest.

Gegen die Mannschaft des früheren Bundesliga-Coaches Peter Stöger starteten die Gastgeber schwach und gerieten durch einen Treffer von Ryan Mmaee (8. Minute) früh in Rückstand. Der Bundesliga-Sechste brauchte einige Zeit, um zurück ins Spiel zu finden.

Exequiel Palacios (37.) und der deutsche Nationalspieler Florian Wirtz (69.) sicherten dem Team von Coach Gerardo Seoane mit ihren Toren dann aber den enorm wichtigen Auftaktsieg in der Gruppe mit Betis Sevilla und Celtic Glasgow.

Union startet mit Niederlage in die Conference League

Union Berlin ist mit einer Niederlage in die Gruppenphase der neuen Conference League gestartet. Beim tschechischen Meister Slavia Prag verlor das Team von Trainer Urs Fischer am Donnerstagabend 1:3 (0:1).

Nach dem Rückstand durch Alexander Bah (18.) und Gelb-Rot gegen Paul Jaeckel (40.) sorgte Unions Kevin Behrens (70.) in Unterzahl zunächst für den Ausgleich. Jan Kuchta (84.) und Ivan Schranz (88.) trafen jedoch in der Schlussphase.

Hiobsbotschaft für Bochum: Zoller erleidet Kreuzbandriss

Aufsteiger VfL Bochum muss im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga monatelang auf Stürmer Simon Zoller verzichten. Der 30-Jährige hat sich am Mittwoch im Training einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen, teilte der Verein mit. Der VfL erklärte zudem, dass Zoller auf „unbestimmte Zeit“ ausfallen, „in Kürze operiert“ und „danach eine Reha beginnen“ werde. Die „Bild“ und der „Kicker“ hatten zuvor berichtet.

„Das ist natürlich sehr bitter“, sagte Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz am Donnerstag. „Simon ist ein wesentlicher Faktor in unserem Spiel und hat sich auch in dieser Saison in sehr guter Form präsentiert.“

In der laufenden Saison hatte er zuletzt beim 1:2 in Köln und beim 1:3 gegen Hertha BSC getroffen. Mit 15 Toren und zehn Torvorlagen hatte Zoller zudem in der vergangenen Saison maßgeblichen Anteil an der Bundesliga-Rückkehr des VfL Bochum.

DFB bestraft Aue für Vorfälle bei Spiel gegen St. Pauli

Der FC Erzgebirge Aue muss 6760 Euro Geldstrafe zahlen, weil seine Anhänger Pyrotechnik zündeten und Toilettenpapierrollen auf das Spielfeld warfen. Das teilte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Donnerstag mit.

Unmittelbar vor Beginn des Zweitligaspiels am 1. August 2021 gegen den FC St. Pauli (0:0) hatten die Auer Anhänger acht pyrotechnische Gegenstände abgebrannt, so dass sich der Anpfiff um eine Minute verzögerte. Zudem wurde die Partie in der 52. Minute gestört, als Toilettenpapierrollen auf das Spielfeld flogen.

Für Spieler und Schulden: Dortmund stößt Kapitalerhöhung an

Mit einer Kapitalerhöhung will sich Borussia Dortmund frisches Geld besorgen. Geplant sei die Ausgabe von knapp 18,4 Millionen neuen Stammaktien, teilte der Bundesligaclub am Donnerstag mit.

Mit dem Bruttoerlös von etwa 86,5 Millionen Euro will das Management Schulden begleichen und Verluste aus der Pandemie kompensieren. Auch Investitionen in neue Spieler seien denkbar.

Die neuen Aktien sollen bisherigen Aktionären angeboten werden. Als Angebotszeitraum nannte das Management den 20. September bis einschließlich 4. Oktober.

Gladbach ohne Hofmann gegen Augsburg

Borussia Mönchengladbachs Trainer Adi Hütter muss im Bundesligaspiel beim FC Augsburg am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) auf Nationalspieler Jonas Hofmann verzichten. Der 29-Jährige wurde am vergangenen Sonntag gegen Arminia Bielefeld (3:1) wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt. Bei Außenverteidiger Ramy Bensebaini (26) stehe nach dessen Leistenverletzung „mehr als ein dickes Fragezeichen“ hinter einem Einsatz, sagte Hütter.

Sicher im Kader stehen wird Manu Kone. Die Fohlen hatten den 20-jährigen Franzosen im Januar für neun Millionen Euro vom FC Toulouse verpflichtet, ihn aber direkt wieder an die Franzosen verliehen. Für die Gladbacher stand der zentrale Mittelfeldspieler noch nicht auf dem Feld.

Deutschland holt in Weltrangliste auf

Unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick hat die deutsche Nationalmannschaft in der Weltrangliste des Weltverbandes FIFA nach ihrem Absturz im August wieder etwas Boden gutgemacht. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes, die in der WM-Qualifikation drei Siege aus drei Spielen geholt hatte, verbesserte sich im Vergleich zum Vormonat vom 16. auf den 14. Rang.

Belgien (1.) und Brasilien (2.) liegen weiterhin vorn, der WM-Zweite England verdrängte dahinter Weltmeister Frankreich von Platz drei. Die Franzosen waren in der Qualifikation für Katar 2022 nur zu einem Sieg und zwei Unentschieden gekommen. England war zuletzt vor neun Jahren Dritter. Europameister Italien ist Fünfter.

DFB-Frauen starten mit Turnier in England ins EM-Jahr

Mit einem Vierländerturnier in England startet die Frauennationalmannschaft ins EM-Jahr 2022. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wird vom 14. bis 24. Februar unter anderem auf EM-Gastgeber England und Spanien treffen. Der vierte Teilnehmer sowie weitere Details zu dem Turnierformat und den Spielorten sollen in Kürze bekannt gegeben werden.

„Dieses Turnier ist eine gute Möglichkeit, uns zum einen mit europäischen Spitzenteams zu messen und damit zum Start ins EM-Jahr echte Härtetests zu absolvieren“, sagte Voss-Tecklenburg: „Zum anderen freuen wir uns, im Land des EM-Gastgebers erste Eindrücke zu erleben und die Atmosphäre dort aufzunehmen.“

Die Frauen bereiten sich aktuell in Dresden auf die WM-Qualifikation vor. Am Sonnabend (16.05 Uhr/ARD) trifft das Team in Cottbus auf Bulgarien, am Dienstag (16.00 Uhr/ZDF) ist in Chemnitz Serbien der Gegner.

Trotz Oktoberfest-Absage: Bayern spielt mit Wiesn-Trikot

Das berühmte Oktoberfest fällt in diesem Jahr pandemiebedingt aus – der FC Bayern wird am Sonnabend im Heimspiel gegen den VfL Bochum dennoch ein Wiesn-Trikot tragen. Damit will der deutsche Rekordmeister seine „Verbundenheit mit seiner Heimatstadt und ihren Traditionen ausdrücken und zeigen“, teilten die Münchner am Donnerstag mit.

Da die Wiesn „zur bayerischen Lebensart gehört und fest in den Herzen verankert ist“, so die Bayern weiter, bringe der Klub mit Partner adidas ein Sondertrikot heraus. Das Dress ist in einem dunklen Grün gehalten mit goldenem Logo und Streifen. Das Logo wird zudem von Stickereien geziert, im Nackenbereich ist das Oktoberfest-typische Alpen-Edelweiß abgebildet.

Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann wird das Trikot einmalig am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Bochum tragen.

Kuntz konkurriert offenbar mit Schewtschenko

Der türkische Verband hat offenbar nicht nur Stefan Kuntz als möglichen neuen Nationaltrainer im Visier. Nach „Kicker“-Informationen befindet sich neben dem Coach der deutschen U21 auch Andrej Schewtschenko in der Auswahl. Der ehemalige Weltklassestürmer hatte Anfang August seinen Vertrag als ukrainischer Trainer nicht verlängert.

Am vergangenen Freitag hatte sich der türkische Verband von Senol Günes nach etlichen Misserfolgen getrennt. Dem 69 Jahre alten Coach wurde die sportliche Talfahrt in den vergangenen Wochen und Monaten zum Verhängnis. Auch die Qualifikation für die WM-Endrunde 2022 in Katar ist in Gefahr.

Goretzka verlängert langfristig bei Bayern

Nach Joshua Kimmich hat auch Leon Goretzka seinen Vertrag beim FC Bayern München langfristig verlängert. Der 26-Jährige unterschrieb nach längeren Verhandlungen bis 2026. Goretzkas bisheriger Vertrag beim deutschen Rekordmeister wäre am Saisonende ausgelaufen. Er wolle „weiter Geschichte schreiben. Mit diesem Verein, in dieser Ära ist alles möglich“, sagte Goretzka.

Einen ausführlichen Bericht zu Goretzkas Vertragsverlängerung lesen Sie hier.

Podolski nach Corona-Infektion noch geschwächt

Lukas Podolski fühlt sich nach überstandener Corona-Infektion noch nicht wieder in bester Verfassung. Durch die Quarantäne zu Hause sei er geschwächt, sagte der Fußball-Weltmeister von 2014 dem „Kicker“. „Ich konnte da relativ wenig trainieren. Deshalb werde ich erst nach der nächsten Länderspielpause wieder bei 100 Prozent sein“, fügte der Torjäger hinzu.

Podolski spielt derzeit in der polnischen Liga für Gornik Zabrze, kam aber wegen seiner im August festgestellten Infektion mit dem Coronavirus bisher nur zweimal für seinen neuen Club zum Einsatz.

Paris bangt um Stürmerstar Mbappé

Nach dem enttäuschenden Start in die Champions League droht Paris Saint-Germain ein Ausfall des französischen Weltmeisters Kylian Mbappé. Beim ersten gemeinsamen Königsklassen-Auftritt an der Seite von Superstar Lionel Messi wurde Mbappé kurz nach der Halbzeitpause des 1:1 beim FC Brügge angeschlagen ausgewechselt. „Er hat sich den Knöchel verdreht und hatte bereits Probleme an beiden Knöcheln“, sagte Trainer Mauricio Pochettino am Mittwochabend bei RMC Sport. „Wir werden am Donnerstag sehen, ob wir genauere Informationen haben werden.“

Das Star-Ensemble von PSG mit Neuzugang Messi, Mbappé und Neymar konnte noch nicht für den erwarteten Glanz sorgen. „Wir brauchen Zeit, damit sie ein Verständnis füreinander entwickeln“, sagte der Argentinier Pochettino. „Das ist klar und wir haben es bereits die vergangenen Tage gesagt. Wir müssen noch ein Team kreieren. Wir hatten keinen guten Abend. Wir müssen ruhig bleiben, weiter arbeiten und die Zeit nehmen, die wir brauchen. Es wird besser werden.“

WM alle zwei Jahre? UEFA meldet Gesprächsbedarf an

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat offenbar dringenden Redebedarf beim Weltverband FIFA wegen der angedachten Verkürzung des WM-Zyklus auf zwei Jahre angemeldet. Nach einem Treffen der 55 UEFA-Mitgliedsverbänden am Dienstag soll der Kontinentalverband einen „Brandbrief“ an FIFA-Boss Gianni Infantino geschickt haben. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe.

Das UEFA-Schreiben sei ein „durchdachter Gegenangriff, mühsam verpackt als Gesprächsangebot“, schreibt die SZ. Demnach soll die FIFA schnellstens ihren Plan zur Halbierung des bisherigen Abstands von vier Jahren zwischen WM-Endrunden offenlegen. „So ein Treffen ist unerlässlich, da, wie Sie wissen, keine Entscheidung in einer so wichtigen Sache getroffen werden kann ohne die einstimmige Zustimmung der europäischen Verbände und des europäischen Fußballs“, zitiert die SZ aus dem Brief.

Die seit Mai von Infantino verfolgte Verkürzung des WM-Zyklus wurde weltweit unterschiedlich aufgenommen. Nach der afrikanischen Konföderation CAF hatte sich am Dienstag auch die asiatische Dachorganisation AFC auf die Seite der FIFA geschlagen. Die UEFA sowie der Südamerika-Verband CONMEBOL positionierten sich klar dagegen.

Zum Fußball-Ticker von Mittwoch, den 15. September 2021

( SID/dpa )

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