Hamburger Dragqueen

Olivia Jones: Petition nach Uefa-Verbot für EM-Beleuchtung

Olivia Jones fordert, dass Conchita Wurst die deutsche Nationalhymne singt.

Olivia Jones fordert, dass Conchita Wurst die deutsche Nationalhymne singt.

Foto: Imago / Chris Emil Janßen

Das wäre ein Hammer: Olivia Jones fordert, dass Conchita Wurst die Nationalhymne singt. Eine andere Petition hat enormen Erfolg.

Hamburg/München. Nach dem Uefa-Verbot für eine Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogenfarben hat die Hamburger Dragqueen Olivia Jones gefordert, dass Sängerin Conchita Wurst am Mittwoch dort die Nationalhymne singen sollte. Eine entsprechende Petition mit dem Titel „BUH-EFA! Conchita for Nationalhymne!“ hatte Jones am Dienstag auf der Plattform change.org gestartet.

Olivia Jones macht Ansage an Uefa

Es sei traurig, dass das Stadion nun doch nicht in Regenbogenfarben leuchten dürfe, schreibt sie in der Petition. „Ihr nennt das 'Politik'. Wir als Olivia-Jones-Familie finden: Wenn man ein wichtiges Zeichen der Solidarität, für Toleranz und gegen Ausgrenzung setzt, ist das keine Politik, sondern eigentlich eine Selbstverständlichkeit im 21. Jahrhundert.“

Um ein Zeichen zu setzen, könne am Mittwoch doch beispielsweise Dragkünstler Tom Neuwirth auftreten, forderten Jones und weitere Befürworter weiter. „Lasst Conchita Wurst oder eine/n andere/n bekennend Homosexuelle/n morgen die Deutsche Nationalhymne im Stadion singen. Damit den ewig Gestrigen dieser Welt ordentlich die Augen und Ohren klingeln. Einigkeit und Recht und Freiheit für ALLE!“ Nach zwei Stunden hatten die Petition mehr als 300 Menschen online unterzeichnet.

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170.000 Unterschriften für andere Petition

Eine andere Petition mit dem Titel „#AllianzArena in Regenbogenfarben leuchten lassen – Ungarn ein Zeichen senden!“, die schon länger im Internet stand, war bis Dienstagnachmittag mehr als 170.000-mal unterschrieben worden.

Die Uefa hatte am Dienstagmorgen einen entsprechenden Antrag des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD) abgelehnt und das mit dem politischen Kontext begründet. Die Entscheidung des Fußball-Dachverbandes war nicht nur von vielen Politikern und Politikerinnen kritisiert worden. Mehrere Stadien sollen zudem am Mittwoch in Regenbogenfarben beleuchtet werden.

( dpa/HA )