Preisverleihung

Hamburg sucht die Sporttalente des Jahres 2021

Lesedauer: 3 Minuten
Maximilian Bronner
Rafael Miroslaw, Björn Lengwenus, Umut Savac, Christoph Holstein, Ingrid Unkelbach und Mark Borchert am Olympiastützpunkt.

Rafael Miroslaw, Björn Lengwenus, Umut Savac, Christoph Holstein, Ingrid Unkelbach und Mark Borchert am Olympiastützpunkt.

Foto: Witters

In drei Kategorien sollen Nachwuchssportler bis zum Jahrgang 2003 bei der Ehrung „Hamburger SportTalente 2021“ ausgezeichnet werden.

Hamburg sucht die Sporttalente des Jahres. Nachdem die Ehrung „Hamburger SportTalente“ im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfiel, wollen der Hamburger Sportbund (HSB), die Bewegung Active City, der Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein sowie die Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg (ATW) die Auszeichnungen in diesem November wieder verleihen.

In kurzen Videos sollen die Nominierten in den drei Kategorien Mädchen, Jungen und Mannschaft (jeweils bis Jahrgang 2003) vorgestellt werden. Eine Fachjury mit Vertretern der Veranstalter und Unterstützer des Wettbewerbs entscheidet über die Sporttalente. Das Unternehmen Barclaycard finanziert die Preisverleihung.

Hamburger musste Olympia-Qualifikation absagen

„Es ist wichtig, junge Menschen zu ehren, die im vergangenen Jahr wegen Corona nur sehr schlechte Trainingsmöglichkeiten hatten“, sagte ATW-Schulleiter Björn Lengwenus bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Mitunter habe er erlebt, wie „Schüler durch den Kanal geschwommen sind, weil die Schwimmbäder geschlossen waren“, berichtet der Schulleiter.

Im Jahr 2019 wurde der Hamburger Schwimmer Rafael Miroslaw (20) mit dem Preis ausgezeichnet. „Das ist eine wundervolle Art von Anerkennung, die zeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist“, sagte Miroslaw, der nach Beginn der Pandemie in einem provisorischen Kraftraum im Keller trainierte, die Olympia-Qualifikation in diesem Jahr aber wegen Schulterproblemen absagen musste.

Preis als Signal für Sportler in Hamburg

Auch Hamburgs Sportstaatsrat Christoph Holstein weiß, dass insbesondere junge Sportlerinnen und Sportler im vergangenen Jahr oft zurückstecken mussten. „Ich habe großen Respekt vor diesen jungen Menschen, die dem Sport so viel unterordnen und sich trotz der großen aktuellen Herausforderungen dazu entschieden haben, an ihren Zielen festzuhalten. Ziele, die bis vor einem Jahr ganz klar waren, pandemiebedingt aber heute schwieriger zu erreichen sind“, sagte Holstein. Der Preis sei nun auch ein Signal, dass sich der Sport „zurück in Richtung Normalität“ bewege.

Lesen Sie auch:

Wenn es nach Mark Borchert, Referatsleiter Leistungssportentwicklung beim HSB geht, könnte es noch mehr Öffnungen im Sport geben. „Die Euphorie ist groß, langsam wieder in geregelte Wettkämpfe eintreten zu können“, sagte Borchert. „Im Nachwuchsbereich haben sich einige aber bereits aus dem Leistungssport verabschiedet.“

Preisgelder für Hamburger Sporttalente

Die ersten drei Plätze jeder Kategorie erhalten bei der Ehrung Preisgelder zwischen 1500 und 500 Euro. Geld, dass die Nachwuchssportlerinnen und -sportler gut gebrauchen können, weiß Ingrid Unkelbach, Leiterin des Olympiastützpunkts. „Das Geld ist nicht dafür da, damit sie sich später ein Eis kaufen können, sondern soll der sportlichen Unterstützung dienen“, betonte Unkelbach.