Müller-Wieland : „Geschafft“

Hockey-Bund votiert für Doppelspitze und Ligareform

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Carola Morgenstern-Meyer war 2019 die erste Präsidentin  des Deutschen Hockey-Bundes und wurde nun  im Amt bestätigt.

Carola Morgenstern-Meyer war 2019 die erste Präsidentin des Deutschen Hockey-Bundes und wurde nun im Amt bestätigt.

Foto: Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

Der Bundesligen-Spielbetrieb ist ab sofort in den eigenständigen „Hockeyliga e. V." ausgegliedert. Was die Vorteile sind.

Hamburg. Aus der Nachricht, die Horst Müller-Wieland am Sonnabendnachmittag verschickte, sprach Erleichterung. „Geschafft“ stand dort in Versalien geschrieben, nachdem die Mitglieder des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) auf ihrer digitalen Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit von 1162 Stimmen bei 71 Neinstimmen und 76 Enthaltungen der Ausgliederung des Bundesligen-Spielbetriebs in den eigenständigen „Hockeyliga e. V.“ zugestimmt hatten.

Müller-Wieland, Präsident des Uhlenhorster HC und als einer der Sprecher der Bundesliga-Vereinsversammlung eine der treibenden Kräfte hinter dem Projekt, hatte mit seinen Mitstreitern vor zwei Jahren im ersten Versuch der Ausgliederung eine knappe Abstimmungsniederlage hinnehmen müssen.

„Hockeyliga e. V.“ leistete Überzeugungsarbeit

Seitdem leistete der „Hockeyliga e. V.“ nicht nur harte Überzeugungsarbeit in den Vereinen, so dass mittlerweile fast alle Erst- und die Mehrheit der Zweitligisten dem neuen Dachverband angehören. Man fand mit Vizepräsident Henning Fastrich auch im DHB einen Mitstreiter, der den Reformbedarf einzuschätzen wusste und die notwendigen Schritte einzuleiten half.

„Wir möchten uns ganz herzlich beim DHB sowie allen Hockeyvereinen und -verbänden im gesamtem Bundesgebiet für die Unterstützung und den Vertrauensvorschuss bedanken“, sagte Hockeyliga-Präsident Dirk Wellen (Krefeld).

Hockey-Spielbetrieb ab sofort eigenständig organisiert

Die Vorteile des eigenständigen Ligaverbands, mit denen dessen Vertreter in den vergangenen Monaten geworben hatten, liegen vor allem darin, den Spielbetrieb ab sofort eigenständig organisieren und auch die Vermarktung der Liga selbstbestimmt angehen zu können. Der dafür notwendige Grundlagenvertrag mit dem DHB trat durch die Zustimmung zur Satzungsänderung in Kraft.

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Fastrich, der seit Kurzem im Alten Land lebt und dort einen Obsthof modernisiert, sorgte zudem für ein Novum. Gemeinsam mit der Kölnerin Carola Morgenstern-Meyer, die in ihrem Amt als Präsidentin für zwei weitere Jahre bestätigt wurde, bildet der bisherige Vizepräsident Bundesliga die erste Doppelspitze in der DHB-Historie. „Hockey geht damit einmal mehr einen innovativen Weg im deutschen Sport, den wir mit Interesse beobachten“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der zugeschaltet war. Der Hamburger Klaus Täubrich wurde als Vizepräsident Vermarktung und Digitales wiedergewählt.

( bj )