Rudern

Doppelvierer muss beim Weltcup in Zagreb überzeugen

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Björn Jensen
Tim Ole Naske ist seit der Saison 2020 Schlagmann im deutschen Doppelvierer. Seit Montag ist er 25 Jahre alt.

Tim Ole Naske ist seit der Saison 2020 Schlagmann im deutschen Doppelvierer. Seit Montag ist er 25 Jahre alt.

Foto: Witters

Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbands mit dem Hamburger Tim Ole Naske steht vor einer wichtigen Bewährungsprobe.

Hamburg. Auf den ersten Blick ist es nur der erste von drei Weltcups in der Olympiasaison. Aber weil Marcus Schwarzrock selbstverständlich genauer hinschaut in seiner Funktion als sportlicher Leiter und Disziplintrainer des männlichen Skullerbereichs, hat die Reise nach Zagreb an diesem Wochenende eine herausragende Bedeutung.

Für den Doppelvierer, der als Paradeboot des Deutschen Ruderverbands zweimal in Folge Olympiagold gewinnen konnte, steht in Kroatiens Hauptstadt nach dem Verzicht auf die EM in Varese (Italien) Anfang April nun der erste Wettkampf des Jahres auf dem Programm. „Da werden wir sehen, wo wir im internationalen Vergleich stehen, und das wird sehr spannend“, sagt Schwarzrock.

Der Doppelvierer hat stürmische Monate hinter sich

Tatsächlich hat der Doppelvierer stürmische Monate hinter sich. Nach Platz fünf bei der WM 2019 in Linz hatte es eine Umbesetzung gegeben. Der Hamburger Tim Ole Naske (25/RG Hansa) war aus dem Doppelzweier für Timo Piontek (29/Koblenz) auf die Position des Schlagmanns gerückt und rudert seitdem mit dem zweifachen Olympiasieger Karl Schulze (33/Berlin), 2016-Goldgewinner Hans Gruhne (32/Potsdam) sowie Max Appel (25/Magdeburg).

Bei der EM 2020 in Posen (Polen), dem einzigen Wettkampf im Corona-Jahr, reichte es dennoch nur zu Platz sechs. Anschließend wurden Diskussionen um das Leistungsvermögen des Quartetts laut.

Naske: „Wir sind auf einem richtig guten Weg“

Geht es nach Tim Ole Naske, sollten diese vom Wochenende an endgültig Vergangenheit sein. Nachdem Appel Ende 2020 wegen einer Knieoperation vier Wochen nicht trainieren konnte und das Wintertrainingslager in Portugal Ende Januar wegen der hohen Inzidenzzahlen in Südeuropa ausfallen musste, hatte sich das Team dazu entschlossen, anstelle der EM ein zweiwöchiges Trainingslager in Lago Azul einzuschieben.

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„Wir waren von der Performance her nicht da, wo wir für eine EM hätten sein müssen. Die 14 Tage in Portugal haben wir genutzt, um die nötigen Umfänge in den hohen Schlägen gemeinsam zu trainieren. Jetzt sind wir auf einem richtig guten Weg“, sagt Naske.

In allen Bereichen persönliche Bestwerte

Er selbst habe körperlich in allen Bereichen persönliche Bestwerte vorzuweisen. „Physisch bin ich auf extremst gutem Niveau. Mental habe ich irre Bock, wieder Rennen zu fahren“, sagt er. Bundestrainer Schwarzrock hofft, dass nach den Weltcups in Zagreb, Luzern (Schweiz/21. bis 23. Mai) und Sabaudia (Italien/4. bis 6. Juni) keine erneute Personaldebatte entsteht. „Stand jetzt steht unser Aufgebot für Olympia. Aber wir müssen nun sehen, dass wir in die Form kommen, die wir in Tokio brauchen.“

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