Fußball-Ticker

Schalker Spieler nach Abstieg von Fans attackiert und gejagt

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Schalkes Spieler sind nach dem Abstieg am Abgrund.

Schalkes Spieler sind nach dem Abstieg am Abgrund.

Foto: Imago / Jan Huebner

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 21. April 2021:

Schalker Spieler nach Abstieg von Fans attackiert

Nach dem vierten Bundesliga-Abstieg des FC Schalke 04 hat sich die Wut der Fans entladen. Nach der Rückkehr vom 0:1 (0:0) bei Arminia Bielefeld in der Nacht zu Mittwoch wurden die Spieler der Königsblauen an der Veltins-Arena von gewaltbereiten Anhängern attackiert. Es flogen Eier, Pyrotechnik wurde abgebrannt. „Die Spieler sind weggerannt, unsere Hundertschaft hat eingegriffen“, sagte Pressesprecher Matthias Büscher von der Gelsenkirchener Polizei. Ein Video aus den sozialen Netzwerken belegt die Fan-Attacke.

Insgesamt 500 bis 600 Fans hatten die Profis am Stadion erwartet. Der Verein suchte nach eigenen Angaben zunächst die Aussprache mit dem Anhang. Dann, so der Club in einer Pressemitteilung, „haben aus der Menge einzelne, bislang nicht zuzuordnende Personen Grenzen überschritten“. Die „körperliche Unversehrtheit seiner Spieler und Mitarbeiter“ sei „gefährdet“ gewesen, hieß es weiter.

Kimmich wünscht sich Flick als Bundestrainer

Bayern-Profi Joshua Kimmich wünscht sich seinen aktuellen Trainer Hansi Flick als künftigen Bundestrainer. „Jetzt hoffe ich natürlich, wenn es im Sommer so kommt, dass er danach beim DFB übernehmen wird“, sagte der deutsche Nationalspieler bei Sky. Flick (56) gilt nach seiner Ankündigung, seinen noch bis Mitte 2023 laufenden Vertrag beim FC Bayern am Saisonende vorzeitig auflösen zu wollen, als Topfavorit auf die Nachfolge von Joachim Löw als Bundestrainer.

Die Nachricht, dass er in München aufhören wolle, habe „einen traurig gestimmt“, sagte Leon Goretzka und verwies auf die „besondere und außergewöhnliche Zeit“ und den „Spirit im Team“. Trotzdem gelte es, Flicks Entscheidung „für uns alle zu akzeptieren“.

Alaba-Transfer zu Real Madrid wohl fix

Wir bleiben beim FC Bayern: Der Wechsel von David Alaba zu Real Madrid ist offenbar fix. Dies vermeldete Sky nach dem 2:0 des Rekordmeisters gegen Leverkusen. Demnach habe der österreichische Nationalspieler eine Einigung bis 2026 mit den Königlichen erzielt. Alaba (28) hatte bereits vor Wochen angekündigt, dass er die Bayern zum Saisonende nach 13 Jahren verlassen wird. Sein Vertrag läuft im Sommer aus.

„Real Madrid ist auf jeden Fall ein würdiger Verein. Es gibt nach Bayern München ja nicht so viele Steps, die man machen kann. Real ist nicht so schlecht“, sagte Kimmich bei Sky. Trainer Hansi Flick hielt sich dagegen bedeckt: „Dazu kann ich nichts sagen, David hat mir das noch nicht gesagt.“

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Roger Schmidt auf Bobic-Zettel für Hertha

Roger Schmidt soll laut der „Sport Bild“ ein Trainer-Kandidat für Hertha BSC sein. Alsbald sollen dem Bericht zufolge Gespräche aufgenommen werden. Schmidt steht dem Blatt zufolge auf der Liste von Fredi Bobic, des designierten Managers der abstiegsbedrohten Berliner. Derzeit trainiert der 54 Jahre alte Schmidt PSV Eindhoven und ist mit dem niederländischen Club Tabellenzweiter hinter dem klar führenden Spitzenreiter Ajax Amsterdam.

Schmidts Vertrag ist bis Ende Juni nächsten Jahres gültig. Das trifft auch auf das Arbeitspapier des aktuellen Hertha-Coaches Pal Dardai zu. Der Vertrag soll dem Bericht zufolge aber aufgelöst werden können, sollte Dardai nicht mindestens 24 Punkte holen. Der 45 Jahre alte Ungar hatte den Posten Ende Januar erst wieder übernommen und kommt bisher auf sechs Zähler.

Sechs Spiele muss Hertha noch bestreiten in dieser Saison. Wegen Corona-Fällen – auch Dardai war positiv getestet worden – befindet sich die Mannschaft derzeit aber komplett in Quarantäne. In der Tabelle ist Hertha bereits auf den Abstiegsrelegationsrang abgerutscht.

Köln beschäftigt sich mit Stöger-Rückkehr

Der 1. FC Köln beschäftigt sich offenbar mit einer Rückkehr von Trainer Peter Stöger zur neuen Saison. Wie die „Sport Bild" berichtet, soll der Österreicher dem FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle in einem Telefonat seine grundsätzliche Bereitschaft für ein zweites Engagement gegeben haben – auch im Falle eines Abstieges. Stöger (55) hatte den FC bereits von 2013 bis 2017 mit Erfolg trainiert. Neben dem Aufstieg 2014 stach vor allem der Einzug in die Europa League 2017 heraus.

Momentan ist Stöger beim österreichischen Traditionsclub Austria Wien tätig, wo er jedoch kürzlich seinen Abschied im Sommer angekündigt hatte. Köln ist seit der Trennung von Markus Gisdol auf der Suche nach einem neuen Trainer. Interimsmäßig betreut derzeit Friedhelm Funkel den Tabellenvorletzten.

FC Bayern: Lewandowski vor Comeback

Weltfußballer Robert Lewandowski steht im Bundesligaspiel am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) bei Mainz 05 vor seinem Comeback bei Bayern München. „Er ist für Samstag absolut eine Option. Wir sind froh, dass es bei ihm so schnell geht“, sagte Trainer Hansi Flick. Lewandowski hatte nach seiner am 28. März erlittenen Knieverletzung in der vergangenen Woche wieder mit dem Training begonnen.

Schalker Serdar will Champions League spielen

Der viermalige Nationalspieler Suat Serdar vom FC Schalke hat seine Zukunft über den Sommer hinaus offen gelassen. „Ich weiß wirklich nicht, was im Sommer passiert. Das darf jetzt auch kein Thema sein. Wir haben die Pflicht, die Saison so anständig es überhaupt noch möglich ist, zu Ende zu bringen“, sagte der 24-Jährige der „Sport Bild“. „Fakt ist außerdem, dass ich einen Vertrag auf Schalke habe. Langfristig will ich möglichst dauerhaft in der Champions League spielen und Titel gewinnen. Das war auch immer schon ein großer Wunsch von mir, ebenso irgendwann im Ausland Fußball zu spielen.“

Grammozis will Schalker Team verändern

Passend zu Serdars Aussagen sucht Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis für die 2. Bundesliga Spieler, die sich mehr mit dem Traditionsclub identifizieren. „Wir müssen schauen, dass wir wieder Jungs für den Verein gewinnen, die das Emblem würdig tragen“, sagte der Coach, „die wissen, was Schalke ist, worauf sie sich einlassen und was die Anforderungen sind.“

Auch wenn er seine Spieler trotz schwacher Leistungen immer wieder in Schutz nahm, wünscht sich Grammozis in Zukunft andere Typen. „Wir wollen eine Mannschaft auf den Platz stellen, auf die die Fans wieder stolz sein können“, sagte er und versprach: „Wir werden alles dafür tun, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen, damit wir den Wiederaufstieg schaffen.“

( sid/dpa/HA )

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