Feldhockey

Polos Hockeyherren wollen ein Stadtderby im Viertelfinale

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Björn Jensen
Matthias Witthaus trainiert die Hockey-Herrenmannschaft des Hamburger Polo Clubs

Matthias Witthaus trainiert die Hockey-Herrenmannschaft des Hamburger Polo Clubs

Foto: Herbert Höltgen / Funke Foto Services

Mit einem Sieg am Sonntag gegen den Berliner HC wäre das Ziel möglich – doch es gibt eine Menge Wenns und Abers.

Ausscheiden können sie nicht an diesem Sonntag. Dass Constantin Staib das letzte Hauptrundenspiel der Hockeyherren des Hamburger Polo Clubs, zu dem am Sonntag (14 Uhr) der Berliner HC am Hemmingstedter Weg gastiert, dennoch als Achtelfinale bezeichnet, ist bei einem Blick auf die Tabelle nachvollziehbar.

Punktgleich mit den Hauptstädtern belegen der Nationalstürmer und seine Teamkollegen aktuell Rang vier in ihrer Staffel der zweigeteilten Feldbundesliga. Gelingt ihnen kein Sieg gegen den BHC, dann wartet im Viertelfinale mit Titelverteidiger Uhlenhorst Mülheim die wohl härteste Aufgabe, die es aktuell geben kann im deutschen Herrenhockey.

Viel Wenn und Aber für den Hamburger Polo Club

Erschwert würde diese Aufgabe dadurch, dass das Viertelfinale möglicherweise im Modus „Best of 2“ ausgetragen wird. Die Entscheidung darüber fällt erst nach dem Wochenende, wenn klar ist, wie viele Spiele coronabedingt nachgeholt werden müssen. Bliebe das Wochenende 24./25. April frei, könnte der ursprünglich geplante „Best of 3“-Modus zur Anwendung kommen, bei dem am letzten Aprilwochenende das erste Duell beim schlechter platzierten Team und die Entscheidungsspiele dann am 1./2. Mai beim besser platzierten Vertreter stattfänden. Gäbe es viele Nachholspiele, bliebe nur das erste Maiwochenende für das Viertelfinale, da am 8./9. Mai die Endrunden der Damen und Herren in Mannheim anstehen.

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Viel Wenn und Aber also, und auch deshalb setzt Polos Cheftrainer Matthias Witthaus alles daran, mit seiner Mannschaft immerhin den dritten Rang zu erreichen. Klar wäre, dass man sich zumindest die Reisestrapazen ersparen würde, denn der Gegner für das Viertelfinale käme dann aus der eigenen Stadt. In der Parallelstaffel steht der Uhlenhorster HC aktuell auf Rang zwei und könnte diesen mit einem Derbysieg gegen den Club an der Alster (So., 14 Uhr, Wesselblek) gegen den Harvestehuder THC verteidigen. Dieser liegt zwar vier Zähler hinter dem UHC, hat aber am Sonnabend noch ein Nachholspiel in Krefeld und könnte mit einem weiteren Sieg am Sonntag in Mülheim sechs Punkte holen.

Trainer Witthaus lobt: Team hat langfristige Ausfälle gut aufgefangen

„Letztendlich werden wir es nehmen, wie es kommt. Ich traue meinem Team in jedem Fall zu, dass wir unser Ziel, die Endrunde zu spielen, erreichen“, sagt Witthaus. Damit zu hadern, dass seine Mannschaft mit 47 Zählern das punktbeste Hamburger Herrenteam, angesichts der Zweiteilung der Liga aber dennoch nur Vierter in seiner Staffel ist, hat er sich abgewöhnt. „Natürlich kann man sagen, dass es für uns unglücklich gelaufen ist, wenn man sieht, dass in den Top fünf der Gesamttabelle vier Teams aus unserer Staffel stehen. Aber es zeigt auch, dass wir mit den Topteams mithalten können, was für eine Mannschaft, die erst seit 2018 erstklassig spielt, ein toller Erfolg ist“, sagt er.

Vor allem rechne er dem Team hoch an, dass es die langfristigen Ausfälle der Leistungsträger Blair Tarrant, Nicholas Woods, Pietro Lago (alle coronabedingt in ihren Heimatländern Neuseeland und Italien) und Mathias Müller (verletzt) so gut verkraftet habe. Insbesondere Kapitän Jonathan Fröschle, der aus dem Angriff in die Innenverteidigung zurückgezogen wurde, um Nationalspieler Müller zu ersetzen, spiele eine wichtige Rolle. „Wir machen aus der Not eine Tugend. Mal schauen, wie weit uns das tragen wird“, sagt Witthaus. Ins Viertelfinale in jedem Fall, so viel ist sicher.

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