Fußball-Ticker

DFB-Pokal: Werder bucht letztes Halbfinal-Ticket

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Bremens Torschütze Yuya Osako feiert mit Milot Rashica (links) das Tor zum 0:1.

Bremens Torschütze Yuya Osako feiert mit Milot Rashica (links) das Tor zum 0:1.

Foto: dpa picture alliance/Armin Weigel

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 7. April 2021:

DFB-Pokal: Werder bucht letztes Halbfinal-Ticket

Dick eingepackt klatschte Werder Bremens Matchwinner Yuya Osako seine erleichterten Teamkollegen nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale ab. Mit seinem entscheidenden Treffer zum 1:0 (0:0)-Erfolg beim Jahn Regensburg hatte der Japaner (52. Minute) den Fußball-Bundesligisten in die Runde der letzten Vier geschossen. Die Defensivspezialisten aus dem Norden beendeten damit am Mittwochabend in der frostigen Oberpfalz die Pokal-Reise des Zweitligisten und dürfen selbst von ihrem siebten Cup-Coup träumen.

Die kämpferisch starken Regensburger, die sich durch die Runden zuvor jeweils im Elfmeterschießen erstmals bis ins Viertelfinale gezittert hatten, können sich nun ganz auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren. Erst in der Schlussphase der nachgeholten Viertelfinal-Partie drängte der Jahn auf den Ausgleich. Werder überstand die Phase mit Glück und blieb auch im vierten K.o.-Duell der Saison ohne Gegentor.

Im Halbfinale am 30. April könnte Werder gegen den Bundesliga-Zweiten RB Leipzig die erste Final-Reise nach Berlin seit 2010 buchen. Im zweiten Halbfinale am 1. Mai will sich Borussia Dortmund nicht von Regensburgs Liga-Konkurrenten Holstein Kiel aufhalten lassen.

"Abscheulich!" Liverpool-Profis rassistisch attackiert

Der FC Liverpool von Teammanager Jürgen Klopp (53) hat am Mittwoch die rassistischen Beleidigungen gegen Trent Alexander-Arnold, Naby Keita und Sadio Mané scharf kritisiert. Das Trio war nach dem 1:3 (0:2) im Hinspiel des Viertelfinals der Champions League bei Real Madrid in den sozialen Medien verunglimpft worden. „Am Morgen nach einem Fußballspiel diskutieren wir leider wieder über abscheuliche rassistische Beleidigungen. Das ist absolut inakzeptabel und muss aufhören“, teilten die Reds mit.

Liverpool verurteile „alle Formen der Diskriminierung“ und fordert Konsequenzen. „Als Verein bieten wir unseren Spielern jegliche Unterstützung an, die sie benötigen. Wir werden auch mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu identifizieren und wenn möglich strafrechtlich zu verfolgen“, hieß es weiter: „Wir wissen, dass dies nicht ausreichen wird, bis die Social-Media-Plattformen und die Regulierungsbehörden, die sie überwachen, die größtmöglichen Maßnahmen zur Prävention ergreifen.“

So wie sich die Situation derzeit darstelle, könne es nicht weitergehen: „Und es liegt an uns allen, dafür zu sorgen, dass dies nicht der Fall ist.“

Antisemitischer Fan: Halle muss Strafe zahlen

Drittligist Hallescher FC wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro belegt. Während des Drittligaspiels gegen den FSV Zwickau am 12. Oktober 2020 war es durch einen HFC-Anhänger zu einer antisemitischen Äußerung in Richtung des Schiedsrichters Franz Bokop gekommen. Der Verein distanzierte sich deutlich davon.

Holt Hertha Torwartlegende Kiraly in Trainerstab?

Bundesligist Hertha BSC sucht für die verbleibenden sieben Saisonspiele eine Nachfolgelösung für den am Dienstag freigestellten Torwarttrainer Zsolt Petry. Dabei soll einem Medienbericht zufolge auch der langjährige Schlussmann Gabor Kiraly im Gespräch sein. „Unser Sportdirektor Arne Friedrich arbeitet daran, möglichst zeitnah einen Nachfolger zu finden“, hieß es bei Hertha am Mittwoch auf Anfrage. Die „Bild“ hatte zuvor berichtet, dass Kiraly einer der Kandidaten sein könnte. Hertha machte zu diesem Aspekt keine Aussagen.

Der 45-jährige Ungar spielte von 1997 bis 2004 für die Berliner und stand dabei in einem Team mit dem gleichaltrigen aktuellen Hertha-Trainer Pal Dardai sowie Co-Trainer Andreas Neuendorf und zwei Spielzeiten lang auch mit Arne Friedrich. Der stets in einer grauen Jogginghose spielende Kiraly ist mit 107 Einsätzen Ungarns Rekordnationalspieler und betreibt in seiner Heimatstadt Szombathely ein Sportzentrum mit Torwartschule.

Hertha hatte sich am Dienstag von Petry getrennt, nachdem der 54-Jährige in der ungarischen Tageszeitung „Magyar Nemzet“ mit homophoben und migrationsfeindlichen Aussagen zitiert wurde. Das Torwarttraining übernahm anschließend der 69 Jahre alte Nello di Martino, der seit 1971 beim Verein angestellt ist.

Trotz Champions League: Gladbach schreibt rote Zahlen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch dem Bundesligisten Borussia Mönchengladbach die Jahresbilanz verhagelt. Trotz Teilnahme an der Champions League vermeldete der fünfmalige deutsche Meister für das Geschäftsjahr 2020 einen Fehlbetrag von 16,8 Millionen Euro.

„Unser Geschäftsergebnis wurde maßgeblich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst, also in einem Zeitraum von neuneinhalb Monaten fehlende Zuschauereinnahmen, geringere TV-Einnahmen und entgangene Sponsoring- und Werbeeinnahmen“, sagte Geschäftsführer Stephan Schippers.

Der Umsatz sank gegenüber 2019 von 213 auf 163,4 Millionen Euro. Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember auf 86 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote lag weiterhin bei 43 Prozent. „Dass wir das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 16,8 Millionen Euro abschließen, ist unter diesen extrem schwierigen Rahmenbedingungen als Erfolg zu verbuchen“, sagte Schippers.

Nächster Rückschlag für Ex-HSV-Profi Mangala

Der VfB Stuttgart muss weiter auf Mittelfeldspieler Orel Mangala verzichten. Der Belgier hat sich im Training am Dienstagnachmittag erneut eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen, wie der Bundesligist am Mittwoch mitteilte. Der 23-Jährige werde bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen und die kommenden Spiele verpassen, hieß es.

Mangala hatte wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel bereits in den vergangenen beiden Liga-Partien des VfB beim FC Bayern München (0:4) und gegen Werder Bremen (1:0) gefehlt. Auch die Länderspiele des belgischen A-Nationalteams, für das der frühere HSV-Profi erstmals nominiert worden war, konnte er nicht bestreiten.

Fürth verlängert mit früherem HSV-Profi Green

Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat den auslaufenden Vertrag mit Mittelfeldspieler Julian Green bis 2022 verlängert. Wie die Fürther am Mittwoch mitteilten, zogen sie die im bisherigen Vertrag verankerte Option. Der 25 Jahre alte frühere HSV-Profi spielt seit 2017 für die Franken.

„Julian hat sich zu einem absoluten Eckpfeiler in unserem Team entwickelt. Er ist nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des Rasens ein wichtiger Teil für unser Mannschaftsgefüge“, sagte Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi. In der laufenden Saison stand Green bislang in 23 von 27 Partien auf dem Feld und steuerte neben sieben Treffern auch zwei Torvorlagen bei.

Bayern-Boss Rummenigge gegen Boykott der WM in Katar

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (65) hält nichts von einem Boykott der WM 2022 in Katar. „Die Spieler haben das gute Recht, ihre Bedenken vorzubringen“, sagte der frühere Nationalspieler dem Internet-Portal „The Athletic“. „Wir sind der Meinung, dass Veränderung nicht durch Zurückweisung geschieht, sondern nur durch Dialog. Und Veränderung passiert nicht über Nacht, sie braucht Zeit.“

WM-Gastgeber Katar steht international wegen des Umgangs mit Gastarbeitern in der Kritik. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hält einen Boykott der WM in Katar ebenfalls für nicht sinnvoll und räumt einen Reformprozess in dem Land ein.

„Man sollte nicht vergessen, dass Katar erst seit 50 Jahren eine unabhängige Nation ist. Es ist Teil der islamischen Welt, mit einem anderen kulturellen und religiösen Hintergrund“, sagte Rummenigge. „Wir verlangen von ihnen, dass sie Rechte verankern, für die wir in Europa Hunderte von Jahren gebraucht haben, um sie zu verwirklichen. Kennen Sie Paragraf 175 des deutschen Strafgesetzbuches? Er stellt Homosexualität unter Strafe und wurde 1871 eingeführt. Es hat bis 1994 gedauert, bis er endlich abgeschafft wurde.“

Man City verlängert langfristig mit De Bruyne

Der belgische Mittelfeldstar Kevin De Bruyne hat seinen Vertrag beim englischen Tabellenführer Manchester City um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Das gab Man City am Tag nach dem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund im Viertelfinalhinspiel der Champions League bekannt. Der 29-jährige De Bruyne spielt bereits seit Sommer 2015 für die Citizens und ist einer der Leistungsträger.

Mit Manchester City gewann der frühere Bremer und Wolfsburger Bundesliga-Profi bisher zweimal die englische Meisterschaft, einmal den FA Cup und viermal den Ligapokal. In der laufenden Saison benötigt das Team von Trainer Pep Guardiola noch maximal elf Punkte für den Meistertitel. Man City steht außerdem im Endspiel des Ligapokals und im Halbfinale des FA Cups. De Bruyne wurde 2020 in der Premier League zum Spieler des Jahres gekürt.

Rom-Leihgabe Kluivert will bei RB Leipzig bleiben

Der von der AS Rom ausgeliehene Justin Kluivert will bei Bundesligist RB Leipzig bleiben. Das sagte der niederländische U-21-Nationalspieler dem „Algemeen Dagblad“. Laut dem Bericht habe RB keine Kaufoption für den bis Saisonende ausgeliehenen Kluivert. „Ich fühle mich hier wohl. Ob ich bleiben möchte? Ja“, sagte der 21-Jährige und lobte Trainer Julian Nagelsmann: „In Leipzig weiß man zu Beginn der Woche nicht, wer am Sonnabend spielt. Wir haben 20 Topspieler und haben einen guten Teamgeist.“

Als weiteren Grund für eine Zukunft in Leipzig nannte Kluivert die Verpflichtung von Brian Brobbey. Der Stürmer kommt im Sommer ablösefrei von Ajax Amsterdam. „Es wäre schön, ihm zu zeigen, wie hier alles funktioniert. Für ihn wäre es großartig, wenn er nicht der einzige Niederländer hier wäre“, sagte Kluivert.

Der Sohn des einstigen Sturm-Stars Patrick Kluivert kam in der Bundesliga bisher 13-mal zum Einsatz und erzielte dabei ein Tor. Anfang des Jahres war spekuliert worden, RB hätte eine Kaufoption für 13 Millionen Euro.

Sky-Reporter Fuss kehrt zu Sat.1 zurück

Wolff Fuss kehrt zum Fernsehsender Sat.1 zurück und wird dort ab der kommenden Saison Fußballspiele kommentieren. Das bestätigte der Sender am Mittwoch. Zuvor hatten darüber die „Sport Bild“ und das Internetportal „Sportbuzzer“ berichtet. Fuss wird parallel auch weiter bei Sky im Einsatz sein.

Sat.1 zeigt insgesamt neun Partien pro Saison live im Free-TV. Zu den Begegnungen gehören der Supercup sowie Erstliga-Partien am 1., 17. und 18. Spieltag. Dazu kommen vier Relegationsspiele und das Auftaktspiel der 2. Bundesliga.

„Es ist wie das Wiedersehen mit guten alten Freunden. Wir hatten tolle Zeiten, haben uns nie aus den Augen verloren und freuen uns jetzt darauf, wieder mehr Zeit miteinander verbringen zu können. Das wird herrlich!“, sagte der 44-jährige Fuss, der bereits von 2009 bis 2012 die Champions League in Sat.1 kommentierte, in einer Mitteilung.

BVB-Star Haaland gibt Unparteiischem Autogramm

Ein Autogramm von Sturmjuwel Erling Haaland steht hoch im Kurs – nicht nur bei den Fans. Nach dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Manchester City (1:2) bat der rumänische Schiedsrichter-Assistent Octavian Sovre den Torjäger des Bundesligisten Borussia Dortmund um eine Unterschrift.

Haaland kam dieser fragwürdigen Bitte nach und unterschrieb beim Gang in die Kabine auf einer Gelben und einer Roten Karte.

FIFA suspendiert zwei Verbände

Der Fußball-Weltverband FIFA hat die nationalen Verbände Pakistans und des Tschad mit sofortiger Wirkung suspendiert. Wie die FIFA am Mittwoch mitteilte, sei im Falle der Zentralafrikaner unerlaubte Einflussnahme der Regierung der Grund für diesen Schritt. Im Falle Pakistans stelle die Einmischung Dritter „einen schweren Verstoß gegen die FIFA-Statuten“ dar.

Im Tschad hatten Regierungsbehörden dem nationalen Fußballverband FTFA die ihm übertragenen Befugnisse dauerhaft entzogen, ein nationales Komitee für die vorübergehende Verwaltung des Fußballs eingesetzt und die Kontrolle über die Räumlichkeiten des FTFA übernommen.

In Pakistan bestrafte die FIFA die „feindliche Übernahme“ des Hauptquartiers des Fußballverbandes PFF in Lahore durch eine Gruppe von Demonstranten sowie die Absetzung der von der FIFA eingesetzten Normalisierungskommission. Die beiden Suspendierungen werden erst aufgehoben, wenn diese Maßnahmen rückgängig gemacht werden.

KSC holt sich bei Konkurrenz Quarantäne-Tipps

Der Karlsruher SC setzt beim Umgang mit seinem nächsten Corona-Fall und der damit verbundenen Quarantäne für seinen Profi-Kader auch auf Tipps der Konkurrenz. Die Badener hätten Informationen von den auch schon von einer solchen Situation betroffenen Zweitligisten Jahn Regensburg und Holstein Kiel eingeholt, berichten die „Badischen Neuesten Nachrichten“. „Da ging es um einen Austausch. Was wurde dort und was wie oft gemacht? Wie waren die Empfindungen, als es dann wieder losging?“, zitierte das Blatt Trainer Christian Eichner.

Ein Profi des KSC war am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt habe daraufhin eine 14-tägige Quarantäne für den Kader der Karlsruher angeordnet. Nur die Spieler, die nicht im Mannschaftskreis trainiert haben, seien nicht von der Isolation betroffen. Nach Clubangaben muss nun die Verlegung von gleich drei Spielen bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) beantragt werden. Diese betrifft auch die Partien gegen den HSV (20. April).

Der positiv getestete Spieler weist keine Symptome auf, wie der Club mitteilte. Bereits vorige Woche waren zwei seiner Profis positiv getestet worden. Sie hätten sich außerhalb des Teams infiziert.

Bayer-Boss Carro fordert fairere Geldverteilung

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro hat vor gravierenden Folgen einer Reform der Champions League ab 2024 gewarnt. Auf die Frage, ob die durch eine Aufstockung auf 36 Clubs avisierte Erhöhung der Einnahmen die Kluft zur Europa League vergrößere, sagte Carro der „Sport Bild“: „Das Risiko ist absolut gegeben. Deshalb sage ich: Das Thema Geldverteilung ist ein ganz wichtiges. Wenn am Ende die Champions League noch mehr und die Europa League noch weniger bekäme, wird die Schere noch größer.“

Carro sitzt in der Clubwettbewerb-Kommission der Europäischen Fußball-Union UEFA, die am 19. April über die Reform entscheiden will. „Leistung muss belohnt werden, ganz klar. Aber wir müssen auch unbedingt dafür Sorge tragen, dass ein gewisses Maß an Chancengleichheit bestehen bleibt. Dafür kämpfe ich. Meine These: Wenn die europäische Geldverteilung künftig so fair gestaltet werden würde wie die in der Bundesliga, wäre die Kluft nicht so groß“, unterstrich Carro.

Kantersieg: Farke mit Norwich vor Aufstieg

Teammanager Daniel Farke steht mit Norwich City nach dem höchsten Sieg der Clubgeschichte seit fast 70 Jahren kurz vor der Rückkehr in die englische Premier League. Der Traditionsclub bezwang Huddersfield Town am Dienstag mit 7:0 (5:0) und führt die zweitklassige Championship souverän an. Für die Canaries war es der höchste Sieg in einem Ligaspiel seit dem 8:1 gegen Shrewsbury Town im September 1952.

Dreifacher Torschütze war der Ex-Schalker Teemu Pukki (8./20./61.). Norwich braucht aus den letzten sechs Spielen nur noch fünf Punkte, theoretisch könnte das Team den Aufstieg schon am Sonnabend perfekt machen.

Farke hatte Norwich 2017 in der zweiten Liga übernommen und 2019 in die Premier League geführt, stieg dort aber nach nur einer Saison als Schlusslicht ab. Dennoch hielt der Club an dem heute 44-Jährigen fest.

Nach 1:3 in Madrid: Klopp schimpft mit Brych

Trainer Jürgen Klopp hat nach der 1:3-Niederlage des FC Liverpool im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid den deutschen Schiedsrichter Felix Brych kritisiert. Schon auf dem Weg in die Katakomben war über die Mikrofone zu hören, wie Klopp am Dienstagabend in Madrid zu Brych sagte: „Das ist unfair.“

Auf der Pressekonferenz nach der Niederlage erklärte Klopp seinen Ärger: „Die Situation mit Sadio, da muss ich sagen, was der Schiedsrichter da heute Abend gemacht hat, verstehe ich nicht. Für mich war das etwas Persönliches“, sagte Klopp. Er habe das Gefühl gehabt, Mané habe nach einer Situation, die Brych womöglich als Schwalbe gesehen hatte, kein Foul gegen sich mehr gepfiffen bekommen. „Das ist einfach nicht richtig, das habe ich ihm nach dem Spiel gesagt.“ Klopp betonte auch, dass Liverpool nicht wegen des Bundesliga-Schiedsrichters verloren habe. „Wir waren nicht gut genug“, sagte er.

Real Madrid gegen FC Liverpool: die Höhepunkte

In der Neuauflage des Endspiels von 2018 gewann Madrid dank zweier Tore von Vinicius Junior (27./65.) und einem Treffer von Marco Asensio (36.). Nationalspieler Toni Kroos überzeugte mit starken Pässen. Für Liverpool traf nur Mohamed Salah (51.). Das Rückspiel in England ist am 14. April.