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Hobbyzocker finden am Nobistor eine neue Heimat

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Iris Mydlach
Tomislav Karajica (43) ist  Geschäftsführer der Home United Management GmbH und Hauptgesellschafter der Basketball-Bundesligamannschaft Hamburg Towers, im Hintergrund Mika Hansen (20).

Tomislav Karajica (43) ist Geschäftsführer der Home United Management GmbH und Hauptgesellschafter der Basketball-Bundesligamannschaft Hamburg Towers, im Hintergrund Mika Hansen (20).

Foto: Roland Magunia

Cross Community Space „Hamburger Ding“ lockt Freunde des eSports mit Highend-Geräten und superschnellem Internet.

Hamburg. Das gibt es so nur hier: Am Nobistor 16, mitten auf dem Kiez, ist am Freitag Deutschlands erste Heimat für Hobbyzocker eingeweiht worden – in den Räumlichkeiten des Cross Community Space „Hamburger Ding“. „Zu uns kommt man, wenn man Gaming fühlt und wenn man eSports lebt“, sagte Sebastian Lampe, Leiter von „United Cyber Spaces“, bei der Eröffnung. „Wir betrachten eSports als Sport und möchten den Menschen dieser Stadt, aber auch darüber hinaus, einen Ort bieten, um ihre Leidenschaft zu leben.“

Im „Hamburger Ding“ können bislang Büros gemietet und Veranstaltungen durchgeführt werden, eingebettet in ein Konzept, das auch die sportliche Betätigung am Arbeitsplatz ermöglicht. Gegründet wurde es von Tomislav Karajica, Geschäftsführer der Home United Management GmbH und Hauptgesellschafter der Basketball-Bundesligamannschaft Hamburg Towers.

Am Nobistor kann ab sofort gezockt werden

Auch die Hamburger Haie waren zur Eröffnung gekommen, sie absolvierten ein öffentliches Training. Das eSports-Team der TU Harburg bezieht im „United Cyber Spaces“ eine neue Heimat.

An 20 Plätzen, ausgestattet mit Highend-Geräten und superschnellem Internet, kann ab sofort am Nobistor gezockt werden. Gamer aller Altersklassen sind eingeladen, entweder allein zu kommen oder als Team. „Jeder, der anfängt, jeder der auf dem Weg dahin ist, richtig gut zu werden kann bei uns ein Zuhause finden“, sagte Lampe am Freitag. „Auch die, die schon richtig gut sind und den letzten Schritt gehen wollen, um Profi zu werden.“ Falls gewünscht, können professionelle Coaches die Spieler begleiten, ihnen Hilfestellungen geben oder sogar das Training leiten.

Das Angebot beschränkt sich derzeit auf League of Legends, das beliebteste PC-Spiel der Welt mit über 100 Millionen Nutzern – im Monat. Mika Hansen (20) von den Hamburger Haien ist einer von ihnen. Was ihn an League of Legends fasziniert? „Dass man im Team zusammenspielt, dass es auf jeden ankommt“, sagt Hansen, der im ersten Semester Lebensmittelchemie studiert. „Am Ende aber auch auf die eigenen Entscheidungen.“

Karajica möchte auch Senioren ansprechen

Diese Faszination möchten die Projektmacher nicht nur mit den Fans zelebrieren. Sondern auch deren Eltern vermitteln. „Es wird darüber hinaus Seminare geben für die Eltern, die verstehen möchten, was ihre Kinder antreibt. Was sie beim Spielen alles lernen – und warum das so wichtig ist.“ Zudem wird es, Stichwort „Golden Gaming“, Angebote für die älteren Generationen geben. „Es betrifft alle“, sagte Tomislav Karajica am Freitag, „und deshalb möchte ich hier allen Altersgruppen den Zugang zum Thema Gaming ermöglichen. Auch den Senioren.“

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Die Mitgliedschaft bei „United Cyber Spaces“ kostet 20 Euro im Monat. Für ein einmaliges Training mit Coach fallen rund zehn Euro an. Da Riot Games das Projekt als Trainingsstätte anerkannt hat, ist der kostenfreie Zugriff auf alle Champions und Skins zu Trainingszwecken möglich. Anmeldung und weitere Informationen unter gaming@unitedcyberspaces.com

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