Floorball-Bundesliga

Warum die ETV-Piranhhas mit drei Auswärtsspielen starten

Mathis Wittneben führt die Floor­baller des ETV als Cheftrainer in ihre 18. Bundesligasaison in Serie.

Mathis Wittneben führt die Floor­baller des ETV als Cheftrainer in ihre 18. Bundesligasaison in Serie.

Foto: Andreas Laible

Die Floorball-Bundesliga wurde auf zwölf Teams aufgestockt. Neben dem Eimsbütteler TV ist auch Aufsteiger Schenefeld ist dabei.

Hamburg. Ein Flickenteppich sei dieser Saisonstart, sagt Mathis Wittneben. „Aber wir sind natürlich froh, dass es überhaupt wieder losgeht. Insofern versuchen wir, uns auf alles einzustellen, was uns erwarten wird.“ Wittneben ist Cheftrainer bei den Floorballmännern des Eimsbütteler TV, und weil vor dem Start der Bundesligasaison 2020/21 an diesem Wochenende die Ausgangslage in den beteiligten Bundesländern unterschiedlich ist, bleibt dem Coach nichts übrig, als sich in Flexibilität zu üben.

Für das Auftaktspiel an diesem Sonnabend (18 Uhr) tauschten die Piranhhas, wie sich das ETV-Team nennt, das Heimrecht mit den Red Devils Wernigerode. „In Hamburg gilt noch die Gruppengröße von 30 Personen, die miteinander Sport treiben dürfen. Da die Teams im Floorball in der Regel mindestens 17 Spieler umfassen, wollten wir zunächst einmal schauen, wie sich die Situation entwickelt, und starten deshalb mit drei Auswärtsspielen“, sagt Wittneben. Das erste Heimspiel ist für 27. September in der Sporthalle Hoheluft vorgesehen.

Corona in Hamburg: Verbote und Lockerungen ab 1. September

Corona in Hamburg: Verbote und Lockerungen ab 1. September

Gegner soll Lokalrivale Blau-Weiß 96 Schenefeld sein, der vom Corona-bedingten Abbruch der Saison 2019/20 profitierte und ohne Relegationsspiele den Wiederaufstieg schaffte. Dafür wurde die Bundesliga um zwei auf zwölf Teams aufgestockt, Absteiger gab es keine. In Schenefeld, das zu Schleswig-Holstein zählt, gilt keine Begrenzung der Sporttreibenden, dafür dürfen dort zum Auftakt am Sonnabend (15 Uhr, Achter de Weiden) gegen MFBC Leipzig keine Zuschauer zugelassen werden, die wiederum beim ETV erlaubt sind. „Für uns ist das essenziell, weil wir auf die Ticketeinnahmen angewiesen sind, um unseren Etat zu decken“, sagt Wittneben.

Regelmäßige Corona-Test sind nicht finanzierbar

In Bayern, wo die Red Hocks Kaufering beheimatet sind, darf noch gar kein Teamsport betrieben werden. „Deshalb wird es einige Verschiebungen im Terminkalender geben. Und was passiert, wenn es einen Corona-Fall gibt, weiß auch niemand“, sagt Wittneben. Regelmäßige Tests sind in einem Amateur-Nischensport wie Floorball nicht finanzierbar.

Lesen Sie auch:

In der Vorbereitung konnten die Piranhhas lediglich ein Kurzturnier im niedersächsischen Lilienthal bestreiten. Der Coach tut sich mit einer Einschätzung des Leistungsvermögens entsprechend schwer. Mit Martin Gladigau beendete ein Leistungsträger berufsbedingt seine Karriere.

Dafür kehrt der Finne Tipi Koivisto nach Babypause ins Aufgebot zurück. „Wir wollen ins obere Drittel“, gibt der Coach ein ambitioniertes Ziel aus. Das würde zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen, für die sich in dieser Saison nur die Top vier qualifizieren.