Förderkredit wegen Corona

Coronavirus: Fünf Millionen Euro für den Sport in Hamburg

Hilfe im Doppelpass: Finanzsenator Andreas Dressel (l.) und sein Kollege aus dem Ressort Sport, Andy Grote.

Hilfe im Doppelpass: Finanzsenator Andreas Dressel (l.) und sein Kollege aus dem Ressort Sport, Andy Grote.

Foto: picture alliance / Daniel Reinhardt

Die Stadt Hamburg legt einen Nothilfefonds an mit nicht zurückzuzahlenden Zuschüssen. Weitere Maßnahmen sind geplant.

Hamburg.  Die Stadt baut ihre Unterstützungsmaßnahmen für den Hamburger Sport noch einmal kräftig aus. Neben den bereits bestehenden Förderoptionen Soforthilfe und Sportförderkredit bei der Hamburger Investitions- und Förderbank (IFB) wird in Abstimmung mit der Finanzbehörde als dritter Baustein jetzt ein Nothilfefonds aufgelegt.

Das Volumen dieser nicht zurückzuzahlenden Zuschüsse werde zunächst fünf Millionen Euro betragen, sagte Sportsenator Andy Grote (SPD). Eine Aufstockung der Summe sei bei Bedarf möglich. Die Modalitäten, wie und wann diese Gelder beantragt werden können, werden noch erarbeitet. Sie sollen im Laufe dieser Woche bekanntgegeben werden.

„Wir wollen möglichst passgenaue Lösungen für den Sport in seiner ganzen Breite anbieten können. Mit dem Notfallfonds als dritte Säule schaffen wir ein Auffangnetz für all diejenigen, für die die ersten beiden Säulen nicht geeignet sind. Wir stellen unsere Coronahilfen für den Sport damit auf eine noch breitere Basis. Unser Anspruch muss sein, den Hamburger Sport gut durch die Krise zu bringen“, sagte Grote.

Hamburg plant weitere Corona-Hilfe

Unterstützung erhält er dabei von Finanzsenator Andreas Dressel (SPD): „Auch für den Sport spannen wir den Schutzschirm auf. Es gilt auch hier: Wir machen möglich, was nötig ist!“

Vom heutigen Montag an können Sporteinrichtungen, -vereine und -verbände über die IFB neben der Corona-Soforthilfe auch Förderkredite bis zu einer Höhe von 150.000 Euro beantragen, zum Beispiel zur Deckung von Betriebskosten, die trotz des Shutdowns anfallen. Die Anträge können online eingereicht werden. Das Gesamtvolumen für diese Kredite wurde von 25 auf 50 Millionen Euro verdoppelt.

Weitere Förderinstrumente sind seitens des Senats und der IFB in Vorbereitung. Für Kultureinrichtungen soll ebenfalls in der kommenden Woche ein spezieller Förderkredit Kultur an den Start gehen. Hinzu kommt als weiteres Förderinstrument der HamburgKredit-Liquidität (HKL), der zielgerichtet kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Kreditvolumen von je bis zu 250.000 Euro ausstattet.