Fußball-Ticker

Löw beruft drei Neulinge in das DFB-Aufgebot

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw berief für die ersten Länderspiele nach der Corona-Pause drei Neulinge in seinen Kader.

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw berief für die ersten Länderspiele nach der Corona-Pause drei Neulinge in seinen Kader.

Foto: Christian Charisius / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 25. August 2020:

Weltfußballer Lionel Messi will FC Barcelona verlassen

Weltfußballer Lionel Messi will den FC Barcelona nach 20 Jahren verlassen. Wie eine Quelle des 26-maligen spanisches Meisters am Dienstagabend der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, hat der 33-jährige Argentinier den Verein zur Auflösung seines bis Sommer 2021 laufenden Vertrags aufgefordert.

Die Anwälte des Spielers hätten dem Club ein Fax geschickt, in dem sie den Wunsch Messis verkündet hätten, den Vertrag einseitig zu beenden. Eine entsprechende Klausel sei aber am 10. Juni abgelaufen, teilte die Quelle AFP mit. Der Club sei daher der Ansicht, dass Messis Vertrag noch bis zum 30. Juni 2021 gültig ist. Hier geht's zum ausführlichen Bericht.

Löw beruft drei Neulinge in DFB-Aufgebot

Bundestrainer Joachim Löw hat die Neulinge Robin Gosens, Florian Neuhaus und Oliver Baumann für den Neustart der deutschen Nationalmannschaft nach der Corona-Zwangspause nominiert. Wie erwartet nicht im Aufgebot stehen die vier Münchner Champions-League-Sieger Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry sowie die Leipziger Halbfinalisten Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg auf die Löw freiwillig verzichtet. Nach ihren Kreuzbandrissen aus dem Vorjahr gehören Leroy Sané und Niklas Süle wieder zum Löw-Kader.

Insgesamt berief der Bundestrainer am Dienstag 22 Akteure in sein Aufgebot für die Partien der Nations League am 3. September in Stuttgart gegen Spanien und drei Tage später in Basel gegen die Schweiz. Zum DFB-Team gehören auch Julian Draxler und Thilo Kehrer vom Paris Saint-Germain, die Löw trotz deren Endspielteilnahme in der Königsklasse nominierte. Nach langer Verletzungspause gehört auch Verteidiger Antonio Rüdiger vom FC Chelsea wieder zum DFB-Team.

Einen ausführlichen Bericht und das komplette Aufgebot finden Sie hier.

Keine Fans bei Länderspiel

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wollte für das Nations-League-Spiel der Nationalmannschaft am 3. September in Stuttgart gegen Spanien 500 Zuschauer zulassen. „Das wären systemrelevante Menschen gewesen“, äußerte Keller: „Aber die UEFA hat entschieden, gar keine Zuschauer zuzulassen. Sie will eine einheitliche Lösung. Dafür habe ich gewisses Verständnis.“

Polen verzichtet auf Lewandowski

Polens Nationalmannschaft wird die bevorstehenden Spiele in der Nations League gegen die Niederlande und Bosnien-Herzegowina ohne Stürmerstar Robert Lewandowski vom FC Bayern München bestreiten. Dies gab der nationale Verband PZPN bekannt. Nach dem Champions-League-Sieg der Bayern gegen Paris Saint-Germain brauche Lewandowski eine Pause, sagte Nationaltrainer Jerzy Brzeczek.

„Ich habe heute mit Robert gesprochen, und wir waren beide der Meinung, dass dies für ihn der beste Moment ist, um sich nach derart erschöpfenden Begegnungen physisch und psychisch zu erholen“, erklärte Brzeczek. Lewandowski bleibe aber der Kapitän und ein „Schlüsselspieler“ der polnischen Nationalmannschaft.

Werder-Aufsichtsratschef Bode für Gehaltsbudgets

Werder Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode hat sich für ein verstärktes Nachdenken über Reformen im Fußball ausgesprochen und in diesem Zusammenhang konkrete Denkanstöße gegeben. „Meiner Meinung nach muss der Fußball, Clubs, Ligen und Verbände, vielleicht sogar gemeinsam mit der Politik auf nationaler und europäischer Ebene, die Problematik bearbeiten“, sagte der 51-Jährige im Interview der „Sport-Bild“.

„Dabei kann es um eine veränderte Verteilung des TV-Geldes, um eine konsequente Anwendung des Financial Fair Play oder auch ein Soft Salary Cap gehen“, sagte Bode. „Dieses legt eine Gesamtsumme des Budgets für ein Team fest, statt das einzelne Spielgehalt zu begrenzen. Wer über sein Budget investiert, muss eine Gebühr in die Gemeinschaft zahlen.“ Um „wirklich gute Vorschläge“ zu bekommen, sollten an den Überlegungen aus Sicht des früheren Nationalspielers externe Experten beteiligt werden.

Dortmunds Jungstar Sancho im England-Aufgebot

Jadon Sancho steht im Aufgebot für die kommenden Nations-League-Spiele der englischen Nationalmannschaft in Island und Dänemark. England-Trainer Gareth Southgate nominierte den 20 Jahre alten Profi vom Bundesligisten Borussia Dortmund am Dienstag wie erwartet. Die beiden Länderspiele werden am 5. September in Rejkjavik und am 8. September in Kopenhagen ausgetragen.

In seinen Kader berief Southgate auch Manchester Uniteds Kapitän Harry Maguire, der sich in seinem Sommerurlaub vor der griechischen Justiz verantworten muss. Nach einem Zwischenfall auf Mykonos, in den Maguire und seine Begleiter verwickelt worden waren, wird dem 27-Jährigen Körperverletzung, Angriff auf einen Polizisten und versuchte Bestechung vorgeworfen. Maguire bestreitet die Vorwürfe.

Die Berufung sei keine einfache Entscheidung gewesen, sagte Southgate am Dienstag. „Ich kann mich nur auf die Informationen verlassen, die ich habe. Und ich habe mit Harry gesprochen“, erklärte der Coach. „Sollten sich die Fakten ändern, müsste ich das natürlich überdenken. Aber ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln, was er mir gesagt hat.“

Lahm lobt Bayern-Umbruch und sieht neuen Trend

Philipp Lahm traut den Münchner Triple-Siegern eine Ära zu. Der Triple-Kapitän von 2013 sagte der „Sport-Bild“ über seine Nachfolger: „Alle großen Mannschaften, die in den vergangenen Jahrzehnten eine Ära gestartet haben, ob der FC Barcelona, Real Madrid oder Manchester United, waren geprägt durch die hohe Identifikation und den Charakter von eigenen Nationalspielern. Das ist in der 2020er Generation bei Bayern wieder der Fall. Und verspricht eine große und erfolgreiche Zukunft.“

Lahm (36) lobte den personellen Umbruch der Münchner, die am Sonntag in Lissabon zum zweiten Mal das Triple aus Königsklassen-Titel, Meisterschaft und DFB-Pokal geholt hatten. „Der FC Bayern hat mit dem erneuten Champions-League-Sieg nach 2013 den Wandel auf ganz hohem Niveau vollzogen. Dabei hat er es geschafft, seinen Werten treu zu bleiben“, befand der frühere Außenverteidiger.

Der Weltmeister-Kapitän von 2014 erkennt auch einen Wandel im europäischen Spitzen-Fußball. Das Finale habe gezeigt, „dass sich eine neue Philosophie im europäischen Spitzen-Fußball durchgesetzt hat. Der Stil geht eindeutig Weg vom komponierten Spiel, wie es Pep Guardiola fast bis zur Perfektion spielen ließ“, meinte Lahm. „Der Trend geht aber nun weg vom Tiki-Taka. Es dominiert jetzt ein Fußball aus Leidenschaft, Begeisterung und starker Physis, wie ihn Liverpool, Paris Saint-Germain und auch der FC Bayern vorleben.“

Längere Pause für Champions-League-Finalist Paris

Champions-League-Finalist Paris Saint-Germain wird sein Saisonauftaktspiel gegen den RC Lens nicht am kommenden Sonnabend (29. August, 21.00 Uhr) bestreiten. Die Liga gab einem Antrag von PSG auf Verlegung statt, die Begegnung wird am 10. September nachgeholt.

Aufgrund der Finalrunde der Königsklasse hatte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel schon ihr erstes Ligue-1-Spiel der Saison gegen den FC Metz am vergangenen Wochenende nicht austragen können. PSG bestreitet das erste Saisonmatch erst nach der Länderspielpause. Das Spiel gegen Metz wird am 16. September nachgeholt.

UEFA-Supercup Bayern – Sevilla vor Fans

Triple-Gewinner Bayern München könnte den möglichen Gewinn des europäischen Supercups wohl mit seinen Fans im Stadion feiern. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat am Dienstag ihren Plan bestätigt, wonach die Partie des deutschen Champions-League-Gewinners am 24. September in Budapest gegen den spanischen Europa-League-Titelträger FC Sevilla als „Pilotprojekt“ vor Zuschauern ausgetragen werden soll.

Der Plan des UEFA-Exekutivkomitees sieht vor, dass trotz der Corona-Pandemie bis zu 30 Prozent der Zuschauerkapazität genutzt werden soll. Demnach dürften rund 20.000 Besucher in die Arena, in der auch Begegnungen der ins kommende Jahr verschobenen EM-Endrunde stattfinden sollen.

„Obwohl es wichtig war, dass der Fußball auch in schwierigen Zeiten ohne Fans weitermachen kann, hat das Spiel einen Teil seines Charakters verloren“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: „Wir hoffen, den Supercup als Pilotprojekt nutzen zu können, um die Rückkehr der Anhänger zu ermöglichen. Wir arbeiten eng mit dem ungarischen Verband und den Behörden zusammen. Wir werden die Gesundheit der Menschen nicht gefährden.“

Vorgänger Seitz ersetzt Hoeneß bei Bayern II

Nach dem Abschied von Sebastian Hoeneß wird Holger Seitz (45) neuer Trainer der zweiten Mannschaft des FC Bayern. Wie die Münchner am Dienstag mitteilten, übernimmt Seitz den Posten beim U-23-Team für ein Jahr. Er hatte die Mannschaft im Mai 2019 aus der Regionalliga in die 3. Liga geführt. Anschließend wurde Seitz stellvertretender sportlicher Leiter am FC Bayern Campus. Hoeneß (38) hatte die Münchner in der vergangenen Saison zur Meisterschaft in der 3. Liga geführt und war danach zu Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim gewechselt.

Von Sommer 2021 an übernimmt Seitz dann die sportliche Leitung der Nachwuchsschmiede. Diesen Posten hatte seit 2017 Hermann Gerland (66), der sich künftig nur auf seine Tätigkeit als Co-Trainer bei den Profis von Hansi Flick konzentrieren soll. Der Chef des FC Bayern Campus ist Jochen Sauer. Die Saison der 3. Liga beginnt am 18./19. September.

Bayern-Frauen lange ohne Damnjanovic

Die Frauen des FC Bayern München müssen monatelang ohne Angreiferin Jovana Damnjanovic auskommen. Die 25-Jährige hat sich im Champions-League-Viertelfinale am vergangenen Sonnabend gegen Olympique Lyon (0:1) das vordere rechte Kreuzband gerissen. Das gaben die Bayern am Dienstag im Anschluss an eine Untersuchung nach der Rückkehr aus Bilbao bekannt. Die Serbin fällt damit für mindestens sechs Monate aus.

„Für Jovi, die mit jeder Faser den FC Bayern München lebt, tut es mir unendlich leid. Sie hat in den letzten Monaten eine unglaubliche Entwicklung gemacht und ist auf und neben dem Platz eine wichtige Persönlichkeit“, sagte Bianca Rech von der sportlichen Leitung der FCB-Frauen.

Boateng fällt mit Muskelfaserriss vorerst aus

Triple-Sieger Bayern München muss zum Saisonstart voraussichtlich auf Abwehrspieler Jerome Boateng verzichten. Der Rio-Weltmeister hat sich im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain (1:0) einen Muskelfaserriss im rechten hinteren Oberschenkel zugezogen. Das gaben die Bayern am Dienstag bekannt.

Boateng (31) war im Endspiel am vergangenen Sonntag in der 25. Minute gegen Niklas Süle ausgewechselt worden. Süle dürfte damit auch im Erstrundenspiel der Münchner im DFB-Pokal am 11. September (20.45 Uhr/Sport1 und Sky) gegen Fünftligist 1. FC Düren gesetzt sein, mit dem der deutsche Rekordmeister in die neue Saison startet.

Bremer Ultras für St.-Pauli-Vorschläge

Die Bremer Ultragruppe „Caillera“ hat Werder aufgefordert, sich gemeinsam mit dem FC St. Pauli für Reformen im Profifußball einzusetzen. In einem am Dienstag veröffentlichten Offenen Brief an die Geschäftsführung des Bundesligisten fordern die Fans, „statt nun weitere Forderungen, Positionen und Ideen in die Waagschale zu werfen, dem FC St. Pauli vor den anderen Vereinen der DFL zur Seite zu springen und sich für die strukturellen Reformen, die im Positionspapier der Hamburger vorgestellt werden, in ihrer Gänze einzusetzen, eine entsprechende Umsetzung zu fordern und sich maßgeblich daran zu beteiligen.“

Zweitligist St. Pauli hatte in einem gemeinsam mit Fans verfassten Positionspapier unter anderem eine gerechtere Verteilung der TV-Gelder und mehr Einfluss der Fans thematisiert. Die Forderungen der Hamburger zielen auf einen ausgeglicheneren Wettbewerb sowie eine Regulierung von Ausgaben insbesondere für Spielergehälter, Beraterhonorare und Ablösesummen. Außerdem soll nachhaltiges Wirtschaften belohnt und das Gemeinwohl stärker berücksichtigt werden.

Belgien will am 11. September Stadien öffnen

Fans der Clubs der ersten belgischen Liga sollen ab September wieder zurück in die Stadien dürfen. Dies teilte die Pro League am Dienstag mit. Abhängig von der Kapazität sollen zwischen 400 und 5000 Zuschauer auf den Rängen zugelassen werden. Die Regelung soll ab 11. September gelten.

„Wir sind davon überzeugt, dass unsere Vereine und ihre Fans alles tun werden, um die Rückkehr in die Stadien so sicher wie möglich zu gestalten“, sagte Pierre Francois, Generaldirektor der Pro League, in einer Erklärung.

Der Spielbetrieb in der Pro League wurde am 8. August wieder aufgenommen – ohne Zuschauer. Drei der 34 Spieltage wurden bereits absolviert.

UEFA bestraft Clubs in Quarantäne

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat weitreichende Entscheidungen in Bezug auf zwei Europa-League-Qualifikationsspiele getroffen, die aufgrund von Corona-Quarantäne-Maßnahmen nicht durchgeführt werden konnten. Leidtragende Klubs waren Slovan Bratislava aus der Slowakei und der FC Pristina (Kosovo), die die Partien am grünen Tisch mit 0:3 verloren. Die Gegner, KI Klaksvik von den Färöern und Lincoln Red Imps FC aus Gibraltar, zogen in die nächste Runde ein.

Slovan und Pristina waren nach Coronafällen unter Quarantäne gestellt worden und konnten jeweils nicht antreten. Wegen Nichtantretens der Gästeteams wurden die Begegnungen für die Heimmannschaften gewertet.

Kurze Pause: Foda nominiert Alaba

Der Münchner Champions-League-Sieger David Alaba steht im Kader der österreichischen Nationalmannschaft für die ersten Länderspiele nach der Corona-Zwangspause. Bundestrainer Franco Foda nominierte am Dienstag zudem Konrad Laimer und Marcel Sabitzer von Königsklassen-Halbfinalist RB Leipzig. Die Österreicher treffen in der Nations League am 4. September in Oslo auf Norwegen und dann am 7. September in Klagenfurt auf Rumänien. Im 23er-Kader stehen insgesamt 18 Deutschland-Legionäre.

„Marcel Sabitzer und Konrad Laimer haben nach ihrem Aus eine Woche Pause gehabt“, meinte Leipzig mit Blick auf das 0:3 der Leipziger gegen Paris Saint-Germain am 18. August. Die Rückmeldungen seien „sehr, sehr positiv“ gewesen. „Mit David habe ich über WhatsApp sehr oft kommuniziert“, berichtete Foda weiter. „Auch da gab es keine negativen Rückmeldungen, deshalb gehe ich davon aus, dass alle Spieler am Wochenende zur Nationalmannschaft kommen werden und ich sie auch einsetze.“

Drei weitere Corona-Fälle bei Marseille

Der französische Topclub Olympique Marseille hat drei weitere Coronafälle zu beklagen. Dies teilte der Champions-League-Sieger von 1993 am Dienstag mit. Wegen fünf positiver Coronafälle bei OM war das Eröffnungsspiel der Ligue 1 am vergangenen Freitag gegen AS Saint-Étienne abgesagt worden.

Die Krankheitsverläufe der fünf bereits infizierten Spieler, deren Namen nicht bekannt gegeben wurden, sind nach Angaben des Vereins alle asymptomatisch. Neben Marseille sind mehrere andere Vereine der Ligue 1 von Covid-19 betroffen. Darunter Nîmes, Montpellier, Lens, Nizza, Angers, Monaco und Brest.

Ex-Weltfußballer Ronaldinho wieder auf freiem Fuß

Nach fast einem halben Jahr in Gefängnis und Hausarrest in Paraguay ist der brasilianische Ex-Fußballstar Ronaldinho wieder frei. Ein Richter in Asunción verfügte am Montag unter Auflagen die Freilassung des 40-jährigen Brasilianers und seines Bruders Roberto de Assis Moreira. Beide waren Anfang März nach ihrer Einreise nach Paraguay festgenommen worden, weil sie mit gefälschten Pässen unterwegs waren. Zur Strafe müssen sie Entschädigungszahlungen leisten.

Ronaldinho akzeptierte bei dem dreistündigen Gerichtstermin die Konditionen seiner Freilassung. Zu ihnen gehört, dass er eine Entschädigung von umgerechnet etwa 76.000 Euro zahlen muss. Außerdem muss der Brasilianer die paraguayische Justiz verständigen, wenn er im Laufe der kommenden zwölf Monate seinen ständigen Wohnort wechselt. Vorbestraft ist Ronaldinho anders als sein Bruder durch die Gerichtsentscheidung nicht.

Ronaldinhos Bruder, der als Manager für den früheren Fußball-Weltmeister arbeitet, muss umgerechnet rund 93.000 Euro zahlen und bekommt einen Eintrag in sein Vorstrafenregister. Außerdem gelte für ihn eine zweijährige Bewährungszeit, sodass er sich alle vier Monate bei einem Richter in Brasilien melden müsse.

Wolfsburg holt französischen Innenverteidiger Lacroix

Der VfL Wolfsburg hat den 20 Jahre alten Innenverteidiger Maxence Lacroix bis 2024 unter Vertrag genommen. Der französische U-20-Nationalspieler wechselt vom Zweitligisten FC Sochaux-Montbeliard zu den Niedersachsen.

Die Norddeutschen setzen somit bei ihren Transferaktivitäten bislang weiterhin auf Nachwuchsakteure. Bereits in der vergangenen Woche hatte der 18 Jahre alte polnische Stürmer Bartosz Bialek ebenfalls einen Kontrakt bis 2024 unterzeichnet.

Corona-Fall: Bochums Test gegen Lübeck abgesagt

Ein Corona-Befund innerhalb des Mannschaftskreises hat die Saisonvorbereitung des VfL Bochum empfindlich gestört. Wie der Zweitligist am Dienstag mitteilte, wurde das geplante Kurztrainingslager in Barsinghausen abgesagt. Nach dem Befund bei einer namentlich nicht genannten Person bei der am Montagmorgen durchgeführten regelmäßigen Testung informierte der Verein die lokalen Gesundheitsbehörden, die daraufhin häusliche Quarantäne für die Spieler, das Trainerteam und den Betreuerstab anordnete.

Auch das für Mittwoch geplante Testspiel gegen den Drittligisten VfB Lübeck entfällt. Zudem befindet sich der VfL im Austausch mit Borussia Dortmund wegen des für Freitag (28. August) geplanten Tests. Ob dieses Spiel zustande kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Corona: Schalke gibt Teilentwarnung

Schalke 04 hat nach einem Corona-Fall in einer weiteren Testung ausschließlich negative Ergebnisse bekannt gegeben. Die gesamte Trainingslager-Delegation in Österreich sowie die Mitarbeiter des Teamhotels, die im für Schalke reservierten Bereich gearbeitet haben, wurden nach Clubangaben getestet.

Die Königsblauen verkündeten, dass das Mannschaftstraining unter Beachtung aller behördlichen Auflagen fortgesetzt wird. „Um mögliche gesundheitliche Risiken für die Allgemeinheit zu reduzieren, werden die verbleibenden Einheiten in Längenfeld ohne Fans stattfinden“, teilten die Königsblauen mit.

Schalke werde auch weiterhin auf detaillierte Angaben zur betroffenen Person verzichten, um deren Privatsphäre zu schützen, gab der Club bekannt. Am Montag war das Testspiel gegen Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers aufgrund des Coronafalls bei S04 abgesagt worden.

Beckham-Club an Stuttgarts Badstuber interessiert

Inter Miami soll an einer Verpflichtung des beim VfB Stuttgart in die Regionalliga-Mannschaft abgeschobenen Abwehrspielers Holger Badstuber interessiert sein. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Zu den Eigentümern des US-Clubs gehört auch der ehemalige englische Nationalspieler David Beckham.

Badstuber war vor einer Woche in die Reserve des VfB degradiert worden und daraufhin nicht mehr mit ins Trainingslager der Bundesliga-Mannschaft nach Österreich gereist. Der „Sport-Bild“ sagte er vor einigen Wochen, dass er nach seiner Zeit in Stuttgart gerne noch eine Auslandserfahrung machen würde. Aktuell gilt ein Wechsel des 31-Jährigen aber noch als unwahrscheinlich. Sein gut dotierter Vertrag beim VfB gilt noch bis Ende Juni 2021. Vorige Woche sagte er, dass er seine neue Aufgabe im Viertliga-Team annehmen wolle.