Zweitligist entlässt Trainer

Hammer! Nürnberg trennt sich vor Relegation von Keller

Jens Keller fand kein Konzept gegen den drohenden Abstieg und muss Nürnberg nun nach nur sieben Monaten und einem Punkteschnitt von 1,10 wieder verlassen.

Jens Keller fand kein Konzept gegen den drohenden Abstieg und muss Nürnberg nun nach nur sieben Monaten und einem Punkteschnitt von 1,10 wieder verlassen.

Foto: Cathrin Mueller/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg greift vor der Relegation um den Klassenerhalt nach dem letzten Strohhalm. Eine Club-Ikone übernimmt.

Nürnberg. Nach dem zunächst verpassten Klassenverbleib in der Zweiten Liga hat sich der 1. FC Nürnberg überraschend von Trainer Jens Keller getrennt. In der anstehenden Relegation werden die Franken von Michael Wiesinger als Chefcoach und Club-Ikone Marek Mintal als dessen Assistent betreut, teilte der Verein mit. Damit greift der Verein in einer hilflosen Verzweiflungstat nach dem letzten Strohhalm.

„Wir sind nach reiflichen Überlegungen, zahlreichen Gesprächen und einer intensive Analyse zu dem Entschluss gekommen, dass wir noch einmal einen neuen Impuls setzen wollen“, ließ sich Sportvorstand Robert Palikuca in einem Kommuniqué zitieren. „Michael Wiesinger und Marek Mintal waren für uns dabei die einzige sinnvolle Lösung. Beide kennen die Mannschaft, das Umfeld und können ohne Eingewöhnung direkt loslegen.“

Nürnberg droht Absturz in die Dritte Liga

Der „Club“ droht nach einer katastrophalen Saison direkt von der Bundesliga in die Dritte Liga durchgereicht zu werden. Um dieses Debakel noch zu vermeiden, muss sich der FCN in der Relegation nächste Woche gegen einen Drittliga-Vertreter durchsetzen.

Keller war im November als Nachfolger von Damir Canadi zum FCN gekommen. Dem sogar mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Traditionsverein aber konnte er nicht zum Erfolg verhelfen. Nach der Corona-Pause gewann er nur eines von neun Spielen.

Am Sonntag spielte Nürnberg 1:1 in Kiel – mit einem Sieg hätte die Rettung geklappt. Der gebürtige Stuttgarter holte in 21 Spielen nur fünf Siege und acht Remis und damit einen noch schlechteren Punkteschnitt als Canadi.