Neugrabener CU-Arena

Lüneburgs Volleyballer wollen Niederlagenserie blocken

Stefan Hübner trainiert die SVG  Lüneburg seit 2014.

Stefan Hübner trainiert die SVG Lüneburg seit 2014.

Foto: Imago

An diesem Sonnabend soll gegen den Tabellenachten powervolleys Düren die Wende gelingen. Play-offs sind in Gefahr.

Hamburg. Auf diese Situation habe er eigentlich seit vier Jahren gewartet, sagt Stefan Hübner, der Trainer der SVG Lüneburg: „Es konnte nicht immer alles rund laufen, irgendwann musste das mal passieren.“ Fünf Spiele in Folge hat seine Mannschaft zuletzt verloren, die längste Niederlagenserie seit dem Aufstieg in die Volleyball-Bundesliga im Jahr 2014. Das Team fiel nach einem unerwartet guten Saisonstart jetzt vom vierten auf den sechsten Tabellenplatz zurück.

An diesem Sonnabend (15.10 Uhr, Sport1 live) soll in der Neugrabener CU-Arena (Am Johannisland 2–4) gegen den Tabellenachten powervolleys Düren die Wende gelingen, andernfalls könnte die Teilnahme an den Play-offs (Plätze eins bis acht) in der letzten Saisonphase doch noch in Gefahr geraten. 1100 der 1700 Eintrittskarten waren am Freitagabend verkauft. „Das ist kein einfacher Moment. Die Niederlagen nagen am Selbstvertrauen“, sagt Hübner. Im Training muss er die Balance zwischen Lob und Kritik finden, ansprechen, was schlecht läuft, hervorheben, was gelingt.

Konkurrenz hat aufgerüstet

Zwei Bausteine für die jüngsten Misserfolge hat der 44-Jährige ausgemacht: „Uns fehlt ein konstant hoher Aufschlagdruck, der es dem Gegner schwer macht, aus der Ballannahme einen geordneten Angriff zu entwickeln.“ Zudem arbeite der Block am Netz derzeit „recht unsauber“, was unnötige Punktverluste zur Folge hat.

Während die Lüneburger wegen ihres schmalen Saisonbudgets (rund 700.000 Euro) personell nicht auf Krisen reagieren können, hat die Konkurrenz zwischenzeitlich aufgerüstet. „Die Liga war noch nie so stark wie jetzt“, sagt Hübner. Trotz der jüngsten Pleiten könne er aber in Ruhe arbeiten, das Umfeld komme mit der Situation zurecht, stelle nicht plötzlich alles infrage. „Wichtig ist: Die Mannschaft bleibt positiv. Wir hatten in den vergangenen Wochen teamintern eine gute Atmosphäre, haben hochkonzentriert trainieren können. Das macht mir Hoffnung“, sagt der Coach.