Haspa Marathon

Olympia: Zwillinge wollen in Hamburg nach Tokio laufen

Deborah (l.) und Rabea Schöneborn laufen in Hamburg nach Tokio.

Deborah (l.) und Rabea Schöneborn laufen in Hamburg nach Tokio.

Foto: HOCH ZWEI/Malte Christians / Hoch Zwei

Die Langstreckenläuferinnen Deborah und Rabea Schöneborn wollen sich für Olympia qualifizieren – beim 35. Haspa Marathon.

Hamburg.  In zwei Monaten fällt der Startschuss für den 35. Haspa Marathon – und die Liste der namhaften TeilnehmerInnen wird stetig länger: So werden am 19. April auch die deutschen Langstreckenläuferinnen Deborah und Rabea Schöneborn über die 42,195 Kilometer starten. Das gaben die 25 Jahre alten Zwillinge (beide LG Nord Berlin), Schwestern der Fünfkampf-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Lena Schöneborn (33), jetzt bekannt. Bis vor drei Jahren hatten sich die beiden ebenfalls im Modernen Fünfkampf versucht, ehe sie zur Leichtathletik wechselten, seither diverse Laufdisziplinen ausprobierten.

Haspa Marathon: Zwillinge wollen sich für Olympia qualifizieren

Beide wollen den Haspa Marathon nutzen, um sich für die Sommerspiele in Tokio zu qualifizieren. Hierfür müssten sie in Hamburg unter der Olympianorm von 2:29:30 Stunden bleiben. Während Deborah Schöneborn im vergangenen Oktober bei ihrem Marathondebüt in Köln nahezu konkurrenzlos in 2:31:18 Stunden siegte, wird Rabea Schöneborn in Hamburg ihr Marathondebüt geben.

„Wir freuen uns sehr auf den gemeinsamen und hoffentlich erfolgreichen Start am 19. April“, sagte Deborah Schöneborn. Und ihre Schwester ergänzte: „Hamburg ist eine tolle Stadt und ein klasse Laufpflaster, wie wir noch aus früheren Tagen wissen. Wir werden unser Bestes geben, um am Ende hoffentlich beide ein Olympiaticket zu bekommen.“

Nach Tokio laufen – in höchstens 2:27:26 Stunden

Die Zwillinge bewegen sich in ihrer Vorbereitung derweil in einem ähnlichen Leistungsbereich: Beim Halbmarathon in Barcelona am vergangenen Wochenende konnte Deborah als Achte ihre persönliche Bestzeit auf 71:36 Minuten steigern, Rabea kam nur drei Sekunden später als Neunte ins Ziel, ebenfalls mit neuer Bestmarke. Den Wettkampf bezeichneten sie als „guten Gradmesser“, um in Hamburg nun Kurs auf Olympia zu nehmen.

Da sich allerdings nur drei deutsche Athletinnen für Tokio qualifizieren, wollen die Zwillinge in der Hansestadt sogar möglichst unter 2:27:26 Stunden bleiben. Diese Zeit war Konkurrentin Katharina Steinruck (LG Eintracht Frankfurt) Ende Oktober 2019 in Frankfurt am Main gelaufen.

Von den 14.000 Startplätzen beim Haspa Marathon sind bislang mehr als 12.000 vergeben, der Halbmarathon (3900 Startplätze) und die Staffel (1600 Startplätze à vier Teilnehmer) sind dagegen schon lange ausgebucht.