Basketball

Warum die NBA eine Schulliga in Hamburg startet

Die Partner (v.  l. n. r.): Boris Schmidt (HBV), Wolfgang Brenscheidt (DBB), Neal Meyer (NBA), die Senatoren Andy Grote und Ties Rabe, Jan Fischer (Towers), Julian Kulawik (Hamburger Sportjugend).

Die Partner (v.  l. n. r.): Boris Schmidt (HBV), Wolfgang Brenscheidt (DBB), Neal Meyer (NBA), die Senatoren Andy Grote und Ties Rabe, Jan Fischer (Towers), Julian Kulawik (Hamburger Sportjugend).

Foto: Daniel Schaefer / BIS

25 Mannschaften treten in Trikots der Profiteams an. Der VTG-Supercup wird als Vorbereitung auf die Olympia-Qualifikation vorgezogen.

Hamburg. Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA kommt nach Hamburg. Von Montag, dem 17. Februar, an werden bis Anfang Juni 25 Basketballteams aus hiesigen Schulen mit Trikots der 32 NBA-Clubs auf Korbjagd gehen. Wer in welchen Farben aufläuft, wurde am Sonnabend in der Wilhelmsburger Edel-optics.de Arena ausgelost, fünf Stunden vor dem Tip-off zum Bundesligaspiel der Hamburg Towers gegen den Tabellenzweiten Ludwigsburg.

Das Auftaktturnier bestreiten am 17. Februar um 14.30 Uhr in der Gruppe Hamburg Süd das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium mit den Stadtteilschulen Wilhelmsburg und Stübenhofer Weg. Gespielt werden 4 x 6 Minuten. Parallel dazu laufen in der Gruppe Hamburg Nord in der Erich-Kästner-Schule, die Stadtteilschule am See und das Johannes-Brahms-Gymnasium aufs Feld.

NBA-Profi soll zum Finalturnier kommen

Training und Begegnungen finden während des schulischen Ganztags zwischen 13 und 16 Uhr statt. Die 25 Teams im Alter von elf bis 13 Jahren, also Fünft- und Sechstklässler, treten in fünf Divisionen an. Die Play-offs sind für den 4. Juni in der Edel-optics.de Arena angesetzt. Ein deutscher NBA-Profi wird bei dem Finalturnier wahrscheinlich zu Gast sein.

Hamburg ist der erste Standort in Deutschland, an dem die Jr. NBA ihre Schulliga wirft. Partner sind der Deutsche Basketball-Bund (DBB/machte die Verträge mit der NBA), die Hamburg Towers als Organisator vor Ort (Ansprechpartner: Oliver Eckardt) , der Hamburger Basketball-Verband (HBV), die Hamburger Sportjugend (HSJ) sowie Sport- und Schulbehörde. Die Vereinbarungen laufen über zunächst vier Jahre.

Die NBA stellt Trikots, Bälle und weitere Ausrüstungsgegenstände, bietet Seminare für Lehrer, Trainer und Übungsleiter an. Die Stadt Hamburg finanziert über das Modul Schule/Verein die zusätzlichen Trainerstunden mit 40.000 Euro.

Deutschland ist das 25. Land der Jr. NBA

15 Vereine unterstützen das Projekt, die Towers gehen mit Basketball-AGs an zwölf Schulen voran. Die NBA-Schulliga setzt auf die Grundschulliga der Towers auf, Klassen eins bis vier, an denen aktuell 31 Mannschaften teilnehmen. Über Spielformen für ältere Jahrgänge soll nachgedacht werden, wenn die ersten Erfahrungen mit der NBA-Schulliga ausgewertet sind, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Die Jr. NBA existiert seit sechs Jahren, startete 2014 in London, Deutschland ist jetzt das 25. Land. 80 Teams spielen in den verschiedenen Schulligen, mittelfristig sei ein kontinentales Finalturnier mit den nationalen Champions in Planung, sagte Neal Meyer, NBA-Vizepräsident für Veranstaltungen in Europa und dem Mittleren Osten, bei der Vorstellung im Hamburger Rathaus.

In der Saison 2019/20 erreichten die NBA und ihre Teams mehr als 60 Millionen Kinder und Jugendliche in 72 Ländern über ihre Schulligen, AGs, Lehrgänge, Skill-Wettbewerbe und weitere Events.

VTG-Supercup wird vorgezogen

Dass Hamburg den Zuschlag für den ersten nationalen Standort erhielt, geht auf Gespräche von Sportsenator Andy Grote (SPD) während der Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro mit NBA-Vertretern zurück. Grote wollte ein NBA-Punktspiel nach Hamburg holen, nachhaltiger, versicherten ihm die NBA-Gesandten, sei aber die Installierung einer Schulliga.

„Mit der NBA-Schulliga setzen wir neue Impulse für Basketball in Deutschland. Wir wollen gerade die Popularität der Liga und ihrer Teams nutzen, um noch mehr Kinder und Jugendliche für Sport und Bewegung zu begeistern, die wir bisher noch nicht erreicht haben“, sagte Grote.

Hamburg bleibt auch für den Deutschen Basketball-Bund ein Hotspot. Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt kündigte an, das Viernationenturnier VTG-Supercup aus dem August in den Juni vorzuziehen und ihn als Vorbereitungsturnier für die Olympia-Qualifikation der Nationalmannschaft (23. bis 26. Juni in Split/Kroatien) in Wilhelmsburg spielen zu lassen. „Die Vereinbarungen mit den drei anderen Teams, die ebenfalls in der Olympia-Quali antreten müssen, werden in den nächsten Tagen unterschrieben“, sagte Brenscheidt.

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