Fußball-Ticker

Bei Instagram verpostet: Plansch-Gate bei Werder Bremen

Instagram: Claudio Pizarro (41) hat Stress mit Werder Bremen wegen eines Urlaubsfotos aus Thailand.

Instagram: Claudio Pizarro (41) hat Stress mit Werder Bremen wegen eines Urlaubsfotos aus Thailand.

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 1. Januar 2020:

RB Leipzig will deutschen Nationalspieler

Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig bemüht sich weiter intensiv um die Verpflichtung von Nationalspieler Benjamin Henrichs. Der 22 Jahre alte Profi von AS Monaco und die Sachsen sollen sich einig sein. Noch liegen die Clubs in den Ablösevorstellungen weit auseinander. Monaco will laut "Bild" mindestens 25 Millionen Euro, Leipzig wolle aber nicht mehr als 20 Millionen zahlen.

Guardiola schlägt Ancelotti

Giganten-Duell in der Premier League: Pep Guardiola hat mit Manchester City dem FC Everton mit Carlo Ancelotti im Duell der Ex-Bayern-Trainer die erste Niederlage zugefügt. Pep-City gewann durch zwei Tore von Gabriel Jesus (51. Minute/58.) mit 2:1 (0:0). Richarlison (71.) konnte nur noch verkürzen. Mit 44 Punkten bleiben die Citizens auf Rang drei, elf Zähler hinter dem FC Liverpool. Das Team von Jürgen Klopp trifft am Donnerstag auf Sheffield United.

Leicester City bleibt durch ein problemloses 3:0 (2:0) bei Newcastle United einen Zähler vor Man City auf Platz zwei. Ayoze Pérez (36. Minute), James Maddison (39.) und Hamza Choudhury (87.) trafen für den Überraschungsmeister von 2016.

Mesut Özil und der FC Arsenal haben den ersten Sieg unter Neu-Trainer Mikel Arteta gefeiert. Im Traditionsduell geggen ManUnited gelang den Gunners ein verdienter 2:0 (2:0)-Erfolg. Nicolas Pépé (8.) und der frühere Bundesliga-Profi Sokratis (42.) waren für den Tabellenzehnten erfolgreich. Leipzigs Champions-League-Gegner Tottenham Hotspur verlor beim 0:1 (0:1) beim FC Southampton nicht nur zum siebten Mal in dieser Spielzeit, sondern bangt auch um Torjäger Harry Kane, der 15 Minuten vor dem Ende nach einem Abseitstor angeschlagen ausgewechselt werden musste.

Bayern München: Olli kommt nach Uli und Kalle

Nach Uli und Kalle kommt Olli: Der frühere Nationaltorwart Oliver Kahn geht seine neue Aufgabe als Vorstandsmitglied des FC Bayern München mit viel Enthusiasmus an. „Für mich persönlich stehen große Aufgaben bevor“, schrieb der 50-Jährige nach seinem offiziellen Amtsantritt in den sozialen Netzwerken. „Ich bin so glücklich zu diesem Club und in die @FCBayern-Familie zurückzukehren. Pack ma's!“ Seine Hasdhtags: „MiaSanMia“ und „WeiterImmerWeiter".

Kahn soll zum Nachfolger von Karl-Heinz Rummenigge aufgebaut werden und diesen Ende 2021 als Chef ablösen. „Oliver wird seine Erfahrung als früherer Weltklassespieler und inzwischen auch top vernetzter Geschäftsmann einbringen. Oliver wird uns bereichern. Wir werden gut zusammenarbeiten“, sagte Rummenigge bereits vor einiger Zeit.

Pizarro: Plansch-Gate bei Werder Bremen

Werder, o Gott, Werder! Was war das für ein seriöser, erfolgreicher Verein. Und nun? Ein Plansch-Gate in der Winterpause. Sportchef Frank Baumann hat nun ein Urlaubsfoto von Claudio Pizarro (41) scharf kritisiert. Auf dem Bild ist Pizarro in Thailand zu sehen, wie er – via Instagram – auf einem Boot offenbar Bier trinkt. „Sonne und Erholung sind wichtig. Das galt für mich früher als Spieler und gilt jetzt auch für Claudio. Aber das Foto ist in unserer Situation unglücklich. Wir werden sicher mit ihm darüber sprechen, wenn er wieder hier ist“, sagte der Werder-Geschäftsführer zu „bild.de“.

Claudio Pizarro bei Instagram

Die abstiegsgefährdeten Bremer steigen am Donnerstag in die Rückrunden-Vorbereitung ein. Noch ohne Pizarro. Einen Tag später jettet der Tabellen-17., wie auch der Sturm-Oldie, ins Trainingslager nach Mallorca.

Max Kruse singt in türkischer "Voice"-Show

Max Kruse kann nicht nur für Fenerbahce Istanbul Tore schießen, der Ex-Nationalspieler hat auch seine Gesangskünste unter Beweis gestellt. Der frühere Kapitän von Bundesligist Werder Bremen hat mit dem Klassiker „Sway“ von Dean Martin in der türkischen Version der Castingshow „The Voice“ für Aufsehen gesorgt und bei einem Prominenten-Special am Silvestertag drei der vier Juroren überzeugt.

„Ich singe viel unter der Dusche. Aber es ist das erste Mal, dass es Zuschauer gibt“, sagte der Torjäger vor seinem Auftritt in englischer Sprache.

Der 31 Jahre alte Kruse wechselte im vergangenen Sommer von Werder Bremen nach Istanbul und erzielte für den Traditionsclub in zwölf Einsätzen zwei Treffer und legte sechs Tore auf.

Hannover 96: Kind hakt Wiederaufstieg ab

Geschäftsführer Martin Kind von Zweitligist Hannover 96 hat den sofortigen Wiederaufstieg der Niedersachsen abgehakt. „Man muss ganz klar sagen: Wir haben versagt, wir haben unser Ziel und unser Versprechen nicht erfüllt“, erklärte der Ex-Präsident in einem Interview auf der 96-Homepage.

Die Norddeutschen nehmen aktuell den 13. Tabellenplatz ein, nur zwei Punkte von Relegationsrang 16 entfernt. Dennoch beschäftige man sich nicht mit dem Abstieg. Kind: „Wir kennen unsere derzeitige sportliche Situation, sind aber überzeugt, dass die Mannschaft einen sicheren, mittleren Tabellenplatz erreichen kann.“

Angetan ist der 75-Jährige vom neuen 96-Trainer Kenan Kocak. „Er ist ein Arbeiter des Fußballs, der diesen Sport lebt und vorlebt. Er hat die Mannschaft im positiven Sinne in den Griff gekriegt“, sagte Kind. Kocak hatte im November die Nachfolge seines glücklosen Vorgängers Mirko Slomka angetreten.

KFC Uerdingen trauert um Krefelder Affen

Drittligist KFC Uerdingen hat mit Entsetzen auf den Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos reagiert. Bei dem Feuer waren in der Silvesternacht mehr als 30 Tiere ums Leben gekommen. „Das Jahr hätte für unsere Stadt nicht schlimmer beginnen können“, schrieb der KFC auf Facebook: „Wir sind zutiefst bestürzt und werden uns in den kommenden Tagen Gedanken dazu machen, wie wir am besten helfen und unterstützen können.“

Der Zoo liegt in unmittelbarer Nähe zur Krefelder Grotenburg, der eigentlichen Heimspielstätte des KFC. Derzeit trägt Krefeld seine Spiele allerdings in Düsseldorf aus, da sich die Grotenburg im Umbau befindet. „Den Kollegen und Freunden des Krefelder Zoos wünschen wir viel Kraft. Wir sind in Gedanken bei euch“, schrieb der KFC weiter.

Nach Angaben der Polizei waren die Einsatzkräfte um 0.38 Uhr über das Feuer informiert worden, bei ihrem Eintreffen kurz darauf habe das Affenhaus bereits gänzlich in Flammen gestanden. Das Feuer soll ersten Angaben der Brandermittler zufolge durch brennende „Himmelslaternen“, von denen eine auf dem Dach des Affenhauses niedergegangen sein soll, ausgelöst worden sein.

Werder an Osnabrücks Agu interessiert?

Der Osnabrücker U21-Nationalspieler Felix Agu ist in der Bundesliga heiß begehrt. „Ich weiß, dass sich mehrere Clubs für Felix interessieren“, sagte VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Rechtsverteidiger wird vor allem mit dem abstiegsbedrohten Bundesligisten Werder Bremen in Verbindung gebracht. Werder Bremens Sportchef Frank Baumann will sich zu möglichen Kandidaten nicht äußern.

Auch wenn laut Schmedes „derzeit noch niemand“ auf die Niedersachsen wegen eines Winter-Wechsels des 20-Jährigen zugekommen ist, scheint ein Transfer bis zum 31. Januar nicht unmöglich. Der Vertrag des flexiblen Außenbahnspielers läuft zum Saison-Ende aus, somit hätten die Osnabrücker nur noch im Winter eine Chance auf eine Ablösesumme. Für den VfL kam das Osnabrücker Eigengewächs in der Hinrunde auf 13 Einsätze und fünf Torvorlagen.

Hohe Verluste für den FC Chelsea

Der FC Chelsea, in der Champions League Achtelfinalgegner des FC Bayern München, hat das Finanzjahr 2019 mit umgerechnet 114 Millionen Euro Verlust abgeschlossen. Als Grund führten die Londoner, die in der vergangenen Saison die Europa League gewonnen hatten, die Verpflichtung einiger Spieler, die damit verbundenen Kosten sowie fehlende Einnahmen durch das Verpassen der Champions League an. Chelsea hatte unter anderem den US-Youngster Christian Pulisic für gut 65 Millionen Euro von Borussia Dortmund verpflichtet.

Trotz des hohen Verlusts zum Stichtag am 30. Juni 2019 sei die Einhaltung der Regularien zum Financial Fair Play der Europäischen Fußball-Union aber nicht gefährdet, teilte der Club mit. Chelsea trifft in der ersten K.o.-Runde der Königsklasse am 25. Februar in London und am 18. März in München auf den deutschen Rekordmeister.

Weigl wechselt vom BVB zu Benfica

Lange Zeit schien es für die Karriere von Julian Weigl nur zwei Varianten zu geben: Entweder der Mittelfeldspieler erobert seinen Stammplatz bei Borussia Dortmund zurück. Oder er folgt dem früheren BVB-Trainer Thomas Tuchel zu Paris Saint-Germain. Am Silvester-Tag fand die Geschichte eine unerwartete Pointe: Der 24-Jährige wechselt zum portugiesischen Meister Benfica Lissabon.

Die Dortmunder erhalten für den fünfmaligen Nationalspieler und EM-Teilnehmer von 2016 eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro. Das gab Benfica, das in Portugal auch in dieser Saison wieder Tabellenführer ist, offiziell bekannt. Weigls Vertrag in Dortmund wäre noch bis zum Sommer 2021 gelaufen.

„Julian ist mit diesem Wunsch zu uns gekommen, und wir haben - auch aufgrund seiner Verdienste für den Verein - zugestimmt“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. „Ich bedanke mich bei meinen Mannschaftskollegen, den BVB-Mitarbeitern und allen Fans dieses großartigen Clubs für eine tolle Zeit und werde Borussia Dortmund immer im Herzen tragen“, erklärte Weigl, der in den nächsten Tagen zur Erledigung aller Formalitäten in Lissabon erwartet wird.

Auf den ersten Blick überrascht auch der Zeitpunkt des Wechsels. Denn in den letzten drei Bundesligaspielen des Jahres hatte der 2015 von 1860 München verpflichtete Weigl jeweils über 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Allerdings hatte er dabei von den verletzungsbedingten Ausfällen der Platzhirsche Axel Witsel und Thomas Delaney profitiert. Unter normalen Umständen war Weigl vor allem wegen seines Tempo-Defizits zuletzt häufig Ersatz. Für die Nationalmannschaft war er seit März 2017 nicht nominiert worden.

Herthas U-Nationalspieler Friede nach Wehen

Der SV Wehen Wiesbaden hat sich für den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga mit Mittelfeldspieler Sidney Friede verstärkt. Der 21-Jährige wechselt von Hertha BSC zu den Hessen, bei denen er am Neujahrstag einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieb.

"Mit Sidney bekommen wir einen Akteur dazu, der gerade als Verbindungsspieler von Box zu Box seine Stärken hat“, begründete SVWW-Sportdirektor Christian Hock die Verpflichtung. Der Aufsteiger ist in der 2. Liga mit 17 Punkten Tabellenvorletzter.

Friede durchlief nahezu die komplette Jugend von Hertha BSC und war zuletzt deutscher U20-Nationalspieler. In der Rückrunde der Vorsaison spielte er auf Leihbasis für den belgischen Erstligisten Royal Mouscron.

"Er bringt ein hervorragendes Passspiel mit und verfügt über eine sehr gute Dynamik, die er sowohl in der Offensive als auch in der Defensive auf den Platz bringt“, sagte Wehen Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm über den Neuzugang.

Neue Geschäftsführung beim Chemnitzer FC

Drittligist Chemnitzer FC treibt seine Neuausrichtung voran. Wie die Sachsen mitteilten, ist Michael Reichardt zum neuen Geschäftsführer der Fußball-GmbH berufen worden, unter deren Dach die Profis angesiedelt sind. Der Rechtsanwalt löst den ehrenamtlichen Geschäftsführer Uwe Hildebrand ab, der in den Aufsichtsrat wechselt.

„Ich freue mich, meine Erfahrungen aus vielen Arbeitsjahren im Geschäftsleben nun beim Chemnitzer FC einbringen zu können. Mit unserer Arbeit in der Geschäftsstelle möchte ich weiter unserem Sportdirektor, dem Cheftrainer und der Mannschaft den Rücken freihalten“, sagte der 70 Jahre alte gebürtige Berliner.

Erst am 29. Dezember hatte der CFC Armin Causevic als neuen Sportchef installiert. Der 34-Jährige wird ebenso wie Reichardt in den kommenden Tagen der Öffentlichkeit vorgestellt.