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Transfer-Hammer! BVB sichert sich Toptalent für den Sturm

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Ein norwegischer Überflieger: Salzburgs Stürmer Erling Haaland war bei zahlreichen europäischen Topclubs heiß begehrt. Aber Dortmund macht das Rennen.

Ein norwegischer Überflieger: Salzburgs Stürmer Erling Haaland war bei zahlreichen europäischen Topclubs heiß begehrt. Aber Dortmund macht das Rennen.

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Sonntag, den 29. Dezember 2019:

Dortmund holt Haaland von Salzburg

Transfer-Hammer in der Bundesliga: Borussia Dortmund hat das Tauziehen um Toptalent Erling Haaland gewonnen. Wie der BVB bekannt gab, wechselt der 19 Jahre alte Norweger von Red Bull Salzburg ins Ruhrgebiet. Der Stürmer, der in dieser Champions-League-Saison bereits acht Tore erzielt hat, unterschrieb einen Vertrag bis 2024. Dortmund profitiert von einer Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro. Damit gehen unter anderem RB Leipzig, Juventus Turin und Manchester United leer aus.

„Trotz vieler Angebote absoluter Topclubs aus ganz Europa hat sich Erling Haaland für die sportliche Aufgabe beim BVB und die Perspektive, die wir ihm aufgezeigt haben, entschieden. Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. „Wir alle dürfen uns auf einen ehrgeizigen, athletischen und physisch starken Mittelstürmer mit ausgeprägtem Torinstinkt und beeindruckendem Tempo freuen, den wir in Dortmund weiterentwickeln möchten“, ergänzte Sportdirektor Michael Zorc.

Haaland sorgte in diesem Jahr für Furore, nicht nur in der Königsklasse. In der österreichischen Liga kommt der Norweger auf 16 Treffer in 14 Spielen. In Österreich wurde er unlängst zum Fußballer des Jahres gewählt. Für den BVB ist Haaland auch in der Champions League spielberechtigt.

Klopp als „Mann des Jahres“ geehrt

Nächste Auszeichnung für Jürgen Klopp: Der Welttrainer des Jahres und Teammanager des FC Liverpool ist vom "Kicker" zum „Mann des Jahres“ gewählt worden. Damit würdigte das Magazin sowohl die sportlichen Erfolge Klopps als auch „die Persönlichkeit und das Wirken im Fußball“.

Champions-League-Sieger Klopp erhält die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal. Erstmals wurde sie ihm vor sieben Jahren nach dem Double mit Borussia Dortmund verliehen. Im Vorjahr hatte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic die Ehrung erhalten.

Leno und Mustafi patzen: Arsenal verliert gegen Chelsea

Der FC Arsenal hat das London-Derby gegen den FC Chelsea durch späte Treffer mit 1:2 (1:0) verloren. Beim Heimdebüt von Trainer Mikel Arteta gingen die Gastgeber durch den früheren Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang nach einer Ecke von Mesut Özil in Führung (13. Minute). Jorginho (83.) nach einem Patzer von Torhüter Bernd Leno und Tammy Abraham (87.) drehten die Partie aber noch. Chelsea bleibt Tabellen-Vierter, Arsenal fiel auf Platz zwölf zurück.

Beim zweiten Auftritt unter Coach Arteta wurde die Handschrift des Spaniers lange Zeit sichtbar: Arsenal agierte deutlich aggressiver und hatte mit Özil einen klugen Spielgestalter. Zur Pause führten die Gunners verdient. Chelsea kam im zweiten Abschnitt deutlich besser ins Spiel und belohnte sich spät. Ein schlimmer Fehler von Leno, der an einer Freistoß-Flanke vorbei sprang, drückte Jorginho über die Linie. Abraham sorgte nur drei Minuten später für die Entscheidung. Diesmal patzte der eingewechselte Mustafi, der den Zweikampf gegen den Stürmer verlor.

Liverpool und Klopp setzen Rekordjagd fort

Der FC Liverpool hat mit Jürgen Klopp das Jahr 2019 standesgemäß mit einem Sieg beendet und strebt weiter unaufhaltsam dem Meistertitel entgegen. Die Reds siegten gegen das Überraschungsteam Wolverhampton Wanderers auch dank zweier Videobeweisentscheidungen 1:0 (1:0), der Vorsprung auf den ersten Verfolger Leicester City beträgt 13 Punkte, dazu hat der Champions-League-Sieger ein Spiel weniger absolviert.

Für die Gastgeber traf Sadio Mane (42.) zum 1:0, das Tor war zunächst wegen eines vermeintlichen Handspiels nicht anerkannt worden. Erst nach Konsultation der Videobilder zählte der Treffer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit jubelte Wolverhampton, das am Freitag Meister Manchester City 3:2 besiegt hatte, über den vermeintlichen Ausgleich. Doch das Tor wurde nach Auswertung der Fernsehbilder wegen einer Abseitsposition nicht gegeben. In der Endphase musste Liverpool noch zittern, die Gäste drängten auf das 1:1. Letztlich brachte das Klopp-Team den Sieg aber ins Ziel.

Nach dem Erfolg ist Liverpool, das in dieser Saison bisher 55 der 57 möglichen Punkte holte, seit fast einem Jahr in der Liga ohne Niederlage. Das letzte Mal verlor die Mannschaft am 3. Januar 2019 (1:2 bei Manchester City).

Ter Stegen ist erstmals Vater geworden

Babyfreude bei Marc-André ter Stegen kurz vor dem Jahreswechsel: Barças Torhüter ist zum ersten Mal Vater geworden. Seine Frau Daniela habe einen Jungen zur Welt gebracht, schrieb der deutsche Nationaltorhüter auf Instagram. „Ein unvergesslicher Tag in unseren Leben. Willkommen auf der Welt und in unserer Familie, Ben ter Stegen. Wir lieben Dich“, schrieb das Paar zu einem Foto, auf dem es strahlend mit dem Neugeborenen zu sehen ist.

Der 27-jährige ter Stegen, der früher bei Gladbach unter Vertrag stand, war 2014 zum FC Barcelona gewechselt. Die Zeitung „Sport“ schrieb stolz, dass Ben wohl auch in Barcelona aufwachsen werde.

Wechsel? Arsenals Xhaka nicht im Kader gegen Chelsea

Die Zeichen stehen auf Abschied: Der von Hertha BSC umworbene Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka stand bei Arsenal Heimspiel gegen Chelsea (1:2) nicht im Kader. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler verpasse das Londoner Derby angeblich wegen einer Krankheit, wie Arsenal mitteilte. Xhaka hatte Arsenal nach Angaben seines Beraters um die Freigabe für einen Wechsel zu den Berlinern gebeten.

„Wir sind uns mit Hertha einig“, zitierten die „Bild“ und die Schweizer Zeitung „Blick“ zuletzt den Agenten. „Granit möchte gerne wieder nach Deutschland wechseln“, sagte José Noguera dem „Blick“. Arsenal sei über alle Schritte informiert. Es geht somit nur noch um die Ablöse. Laut dem „Blick“ hat Berlin rund 25 Millionen Euro geboten und das Angebot schriftlich hinterlegt.

Transfer von VfB-Profi zu Hertha rückt näher

Hertha BSC will offenbar die Verpflichtung von Stuttgarts Santiago Ascacibar bereits in den kommenden Tagen perfekt machen. Der 22 Jahre alte Argentinier soll einen Vertrag bis Sommer 2024 unterschreiben und möglichst schon zum Start des Teams von Trainer Jürgen Klinsmann ins Trainingslager in den USA am 2. Januar dabei sein, schrieben die „Bild am Sonntag“ und die „Berliner Morgenpost“.

Kind sucht neuen Sportchef

Hannover-Boss Martin Kind ist offenbar auf der Suche nach einem neuen Sportchef. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll es bereits Gespräche zwischen dem Geschäftsführer Zweitligisten und Fabian Wohlgemuth gegeben haben. Der 40-Jährige war bis Oktober bei Holstein Kiel als Manager tätig und besitzt beim Ligarivalen noch einen Vertrag bis 2021. Die „Bild“ brachte den Club zudem mit dem ehemaligen 96-Profi Harald Gärtner, zuletzt Sportchef beim FC Ingolstadt, in Verbindung.

Offen ist die Zukunft von Jan Schlaudraff. Dass es zwischen dem seit Sommer 2019 amtierenden Sportdirektor und Kind nicht immer reibungslos ablief, gibt selbst Schlaudraff zu. „Dass man dabei auch mal unterschiedlicher Meinung ist, das ist normal“, sagte der frühere Offensivspieler der „Bild“. „Aber es müssen Entscheidungen getroffen werden – und die letzte liegt immer beim Geschäftsführer. Natürlich gibt es Bereiche, wo es sinnvoll ist, dass ich mich als Sportchef mehr einbringe.“

Hertha-Star vom Training freigestellt

Der von Trainer Jürgen Klinsmann forcierte Umbruch bei Hertha hat erste Konsequenzen für einen prominenten Spieler. Offensiv-Routinier Salomon Kalou (34) steht wie erwartet vor dem Absprung bei den Berlinern. Der Ivorer wurde vom Trainingsbetrieb freigestellt, um sich auf die Suche nach einem neuen Club zu konzentrieren.

Kalou, der 2012 mit dem FC Chelsea die Champions League gewann, zählt bei der Hertha wie etwa auch Mittelfeldspieler Ondrej Duda zu den Streichkandidaten. Klinsmann will den aufgeblähten Kader im Winter verkleinern.

( sid/dpa/HA )

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