Fußball-Ticker

0:0 im Clásico: Barça und Madrid weiter Kopf an Kopf

Lionel Messi am Ball während des Spiels zwischen FC Barcelona und Real Madrid.

Lionel Messi am Ball während des Spiels zwischen FC Barcelona und Real Madrid.

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 18. Dezember 2019:

0:0 im Clásico: Barça und Madrid weiter Kopf an Kopf

Kein Sieger im Clásico: Im Topduell der spanischen Fußball-Liga haben sich die Erzrivalen FC Barcelona und Real Madrid 0:0 getrennt. Nach der hochklassigen und chancenreichen Partie am Mittwochabend im Camp Nou bleiben die beide Clubs punktgleich an der Spitze der Primera División. Madrid ist nunmehr seit zwölf, der amtierende Meister FC Barcelona seit zehn Spielen ungeschlagen.

Nach 17 Spieltagen führen Barça und Madrid die Tabelle mit je 36 Punkten an. Der FC Sevilla (31), das Überraschungsteam des FC Getafe (30) und Atlético Madrid (29) lauern dahinter.

Klopp mit Liverpool im Finale der Club-WM

Der Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino hat den FC Liverpool mit seinem Siegtreffer in der Nachspielzeit in das Endspiel der Club-WM geschossen. Der Brasilianer traf am Mittwochabend in Katar kurz vor dem Abpfiff zum 2:1 (1:1) gegen die mexikanische Mannschaft CF Monterrey. Das Team des deutschen Trainers Jürgen Klopp trifft am Samstag (18.30) im Finale auf Flamengo Rio de Janeiro mit den Ex-Bundesligaprofis Rafinha und Diego.

Liverpool ging vor rund 45 000 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Khalifa International Stadion durch den früheren Leipziger Naby Keita früh in Führung (12. Minute). Der ägyptische Stürmerstar Mohamed Salah hatte per Traumpass aufgelegt. Nur zwei Minuten später kassierte eine unorganisierte Liverpool-Abwehr den Ausgleich durch Rogelio Funes. Auch danach blieben die mutigen Mexikaner durch Konter gefährlich. Liverpools Torwart Alisson Becker musste mehrfach retten. Ein aufgebrachter Klopp sah in der zweiten Halbzeit die Gelbe Karte. Erst der kurz zuvor eingewechselte Firmino erlöste den Coach (90.+1).

FC St. Pauli beklagt nächsten Verletzten

Vor dem letzten Spiel des Jahres am Sonnabend (13 Uhr, Millerntor-Stadion/Sky und Onefootball) gegen Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld ist der Kader des FC St. Pauli weiter ausgedünnt. Innenverteidiger Florian Carstens erlitt beim 1:1 im Regionalliga-Derby beim HSV am Sonnabend (1:1) einen Bruch des linken Handwurzelknochens und "fällt vorerst aus", wie der Kiezclub am Mittwoch bekannt gab.

Carstens (21) kam in der laufenden Saison viermal für die Profis zum Einsatz, zuletzt allerdings vornehmlich für die U-23-Mannschaft in der Regionalliga Nord.

Salzburgs Minamino vor Wechsel nach Liverpool

Offensivspieler Takumi Minamino von RB Salzburg steht Medienberichten zufolge kurz vor einem Wechsel zum FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp. Der 24-Jährige sei zum Medizincheck in der nordenglischen Stadt, berichteten unter anderem BBC Sports und Sky Sports News am Mittwoch. Der japanische Nationalspieler soll bei den „Bullen“ eine Ausstiegsklausel in Höhe von 8,5 Millionen Euro haben.

Minamino gehört ähnlich wie Youngster Erling Haaland (19) zu den wichtigsten Köpfen der bisher erfolgreichen Saison von RB Salzburg. Die Bullen konnten sich zwar nicht ins Achtelfinale der Champions League spielen, fielen in ihrem ersten Jahr in der Königsklasse aber mit starken Leistungen auf. In der österreichischen Bundesliga sind die „Bullen“ mit 44 Punkten aus 18 Spielen Spitzenreiter.

Minamino, der bei Salzburg meist als Rechtsaußen eingesetzt wird, erzielte in der laufenden Saison bisher neun Tore und bereitete zudem elf Treffer vor. Beim 2:2-Unentschieden der Salzburger am vergangenen Samstag gegen den TSV Hartberg fiel der 24-Jährige mit Oberschenkelproblemen aus.

"Totaler Überwachungsstaat": Köln zieht sich aus China zurück

Der 1. FC Köln hat seine geplante Kooperation mit dem chinesischen Fußball gestoppt. „Wir haben beschlossen, dieses Projekt in der derzeitigen sportlichen Situation nicht zu machen. Das hat mit dem Bündeln von Ressourcen und dem Setzen von Prioritäten zu tun“, sagte Werner Wolf, Präsident des vom Abstieg bedrohten Bundesligaclubs, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Stefan Müller-Römer, Vorsitzender des FC-Mitgliederrates, kommentierte den Verzicht der Kölner mit deutlichen Worten: „Ich verstehe, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht vollständig an der Wirtschaftskraft Chinas vorbeikommt und also insoweit ein Austausch stattfindet. Aber im Sport brauchen wir China nicht. Vielmehr will China bei uns Wissen absaugen, wie es das in der Wirtschaft seit über seit 20 Jahren tun kann, weil unsere Wirtschaftsführer in Teilen völlig naiv sind.“

Das geplante Engagement der Kölner sollte Bestandteil eines zwischen der deutschen und chinesischen Regierung im November 2016 beschlossenen und bis 2021 gültigen Abkommens sein, das in erster Linie auf einem Transfer von Wissen beruhen sollte. So sollten chinesische Talente nach Vorbild der erfolgreichen Kölner Nachwuchsakademie ausgebildet werden und der Bundesligist dabei die sportliche Leitung übernehmen.

Nach Meinung von Müller-Römer werden in China „Menschenrechte in massiver Form missachtet“. Dort werde „ein totaler Überwachungsstaat aufgebaut, wie ihn sich George Orwell nicht schlimmer hätte ausdenken können“, sagte der Jurist dem Stadtanzeiger. „Deswegen bin ich der Meinung, dass ein Verein wie der 1. FC Köln dort nicht aktiv sein sollte.“ Mit Vorwürfen an China hatte vor wenigen Tagen Ex-Weltmeister Mesut Özil für Aufsehen gesorgt.

Podolski trauert um seine Großmutter

Der frühere Weltmeister Lukas Podolski trauert um seine gestorbene Großmutter und hat sich mit rührenden Worten von ihr verabschiedet. „Du hast mich zu dem gemacht, der ich bin. Du hast immer an mich & meine Träume geglaubt und gemeinsam haben wir uns diese Medaille geholt - Weltmeister!“, schrieb der 130-malige Nationalspieler am Mittwoch auf Facebook unter ein gemeinsames Bild mit seiner Oma und der WM-Goldmedaille von 2014. „Ich lieb dich vom ganzen Herzen, Ruhe in Frieden da oben.“

Der gebürtige Pole gilt als Familienmensch. Mit den emotionalen Worten zeigte der 34-Jährige, wie viel ihm seine Großmutter bedeutet. „Liebe Oma, Du warst für mich mehr als nur die Oma: Du hast für mich gesorgt, auf mich aufgepasst, für mich lecker gekocht. Als kleiner Junge hab ich mit Dir Fußball gespielt - Du warst so stolz“, schrieb der zweifache Familienvater. „Jetzt bist du nicht mehr da und das macht mich mehr als traurig. Ich werde an die schönen Momente denken & du wirst immer bei mir sein.“

Podolski steht noch bis Jahresende in Japan bei Vissel Kobe unter Vertrag, sein letztes Spiel könnte am 21. Dezember das Pokal-Halbfinale sein. Der Club blockierte bisher jegliche Anfragen zu möglichen Verhandlungen mit Podolski. Es wird aber mit einem Weggang des Kölners gerechnet.

Serie A entschuldigt sich für Affen-Kampagne

Die höchste italienische Liga Serie A ist nach der heftigen Kritik an ihrer Anti-Rassismus-Kampagne zurückgerudert. Geschäftsführer Luigi De Siervo entschuldigte sich bei all jenen, die sich durch das Bild des Malers Simone Fugazzotto beleidigt gefühlt haben. Der Künstler hatte drei Bilder von Affenköpfen mit unterschiedlichen Farben für das Thema verwendet, was schnell zu lautstarker Kritik geführt hatte.

„Wieder einmal macht der italienische Fußball die Welt sprachlos. Es ist schwer zu begreifen, was sich die Serie A dabei gedacht hat. Wen haben sie konsultiert?“, hieß es in einem Tweet des internationalen Anti-Diskriminierungsnetzwerks FARE, das die Kampagne als „makabren Witz“ bezeichnete.

Fugazzotto teilte mit, das Kunstwerk sollte verdeutlichen, „dass wir alle Affen sind“. De Siervo sagte: „Obwohl der Künstler erklärt hat, dass sein Werk eine Botschaft gegen den Rassismus beinhalte, wurde es als diskutabel bewertet.“ Er betonte, dass die Serie A von jeher zur Bekämpfung jeder Form von Diskriminierung und Rassismus im italienischen Fußball engagiert sei. Mehrere Clubs, darunter die AS Rom, der AC Mailand und Juventus Turin, hatten von der Kampagne mit dem Affenbild distanziert.

Rummenigge umreißt Profil des neuen Bayern-Trainers

Karl-Heinz Rummenigge bewertet das Beherrschen der deutschen Sprache als bedeutendes Kriterium für den künftigen Cheftrainer des FC Bayern München. „Natürlich ist das ein Vorteil. Wir hatten in den vergangenen zehn Jahren Top-Trainer wie van Gaal, Heynckes oder Guardiola. Das waren Trainer-Meilensteine, die ihre Fußspuren hinterlassen haben“, sagte der Münchner Vorstandschef Rummenigge im Interview der „Sport Bild“.

Einen weiteren Verbleib von Hansi Flick kann sich der 64-Jährige gleichwohl vorstellen. „Hansi ist ein anderer Typus, aber ich finde, er macht einen guten Job. Was wir brauchen, ist ein Trainer, der für Ballbesitzfußball auf dem Niveau eines van Gaal, Heynckes oder Pep Guardiola steht. Das ist die Philosophie von Bayern München“, sagte Rummenigge. Die wichtigste Qualität im Spiel sei „nicht exklusiv das nackte Ergebnis, sondern die Spielqualität. Man muss die Handschrift eines Trainers sehen. Und das ist bei uns wieder der Fall.“

Die Führung des FC Bayern will sich nach dem letzten Bundesligaspiel vor der Winterpause am 21. Dezember gegen den VfL Wolfsburg zusammensetzen und dann eine Entscheidung fällen. Der 54-jährige Flick sitzt seit der Trennung von Niko Kovac Anfang November bei den Bayern als Cheftrainer auf der Bank.

Großes Polizeiaufgebot sichert Clásico

Wegen der geplanten Kundgebungen katalanischer Separatisten sind in Barcelona schon vor dem Anpfiff des Clásicos zwischen Barça und Real Madrid mehrere Tausend Sicherheitskräfte im Einsatz. Neben 1000 Polizisten der katalanischen Regionalpolizei sollen 2000 private Sicherheitsleute des Erstligisten FC Barcelona sowie zahlreiche Einsatzkräfte der Nationalpolizei für einen reibungslosen Ablauf der Partie am Mittwochabend (20.00 Uhr) sorgen, berichtete das spanische Fernsehen. Sie sollen auch verhindern, dass Demonstranten das Spielfeld stürmen, hieß es.

Der Klassiker sollte eigentlich schon am 26. Oktober stattfinden. Nach politischen und sozialen Unruhen in Katalonien wegen der Gerichtsurteile gegen neun Separatistenführer wurde die Partie aber verschoben. Nun wollen Aktivisten der Organisation „Tsunami Democratic“ mit Barrikaden in der Nähe des Stadions Camp Nou und einer „Blockade“ des Real-Busses für ihre Sache werben. Mehr als 25 000 Menschen haben sich angemeldet. Die Demos der Separatisten sollen schon um 16.00 Uhr beginnen.

Sané hat sich offenbar für Bayern entschieden

Nationalspieler Leroy Sané soll sich nach einem Bericht der „Sport-Bild“ für einen Wechsel zum deutschen Fußball-Meister FC Bayern München entschieden haben. Der 23-Jährige wolle Englands Champion Manchester City am liebsten bereits in der Winterpause verlassen, berichtete das Magazin am Mittwoch, ohne auf Quellen zu verweisen. Sanés Vertrag in Manchester läuft bis 2021.

Die Münchner wollten den Flügelspieler bereits im Sommer holen. Doch Sané riss sich Anfang August das rechte Kreuzband an und musste operiert werden. Der Transfer platzte, die Bayern verpflichteten daraufhin den Kroaten Ivan Perisic (30) und liehen den Brasilianer Philippe Coutinho (27) aus.

Am Montag hatte Sané bei Instagram seine Rückkehr auf den Trainingsplatz verkündet. Der Zeitpunkt des Comebacks ist offen. Vor der Verletzung soll City eine Ablöse von 150 Millionen Euro für ihn gefordert haben.

Ex-Präsident Uli Hoeneß hatte zuletzt einen neuen Anlauf des FC Bayern bei Sané in Aussicht gestellt. „Wir müssen abwarten, wie sich seine Genesung gestaltet. Im Januar oder Februar werden sich die neuen Entscheidungsträger zusammensetzen und sich Gedanken machen“, hatte Hoeneß gesagt.

Dank Diego: Flamengo im Finale um Club-WM

Diego spielt die Saison seines Lebens. Zuletzt krönte sich der Ex-Bundesligaprofi mit seinem Club Flamengo Rio de Janeiro innerhalb von 24 Stunden erst zum Südamerika- und dann zum Brasilienmeister. Und jetzt könnte der 34-Jährige noch einen draufsetzen: Nach dem Sieg im Halbfinale gegen Al-Hilal SFC aus Saudi-Arabien steht er mit seiner Elf im Finale der Club-WM in Katar.

Wie schon im Endspiel der Copa Libertadores änderte sich für Flamengo auch diesmal alles, als Diego das Spielfeld betrat. Während die Mannschaft von Trainer Jorge Jesus in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel fand, drehte sie nach der Einwechslung des ehemaligen Bremers und Wolfsburgers richtig auf. An beiden Toren der Brasilianer war Diego beteiligt. „Das ist ein historischer Moment für uns“, sagte er nach dem Abpfiff. „Wir haben dafür hart gearbeitet.“ Und Coach Jesus schwärmte von Diego: „Er ist in unserem Team der entscheidende Spieler. Wenn er ins Spiel kommt, macht das den Unterschied aus.“

Den Gegner am Sonnabend spielen an diesem Mittwochabend Champions-League-Sieger FC Liverpool und der CF Monterrey aus Mexiko aus.

Augsburger wünschen Max Nominierung fürs Nationalteam

Nach dem nächsten Bundesliga-Doppelpack von Philipp Max haben sich Spieler und Verantwortliche des FC Augsburg für eine Einladung des Linksfußes zur Fußball-Nationalmannschaft stark gemacht. „Philipp ist der beste deutsche Linksverteidiger, das ist klar. Ich glaube, dass Philipp auch in der Nationalmannschaft in Deutschland spielen muss“, meinte Teamkollege Tin Jedvaj nach dem 3:0 (1:0) am Dienstagabend gegen Fortuna Düsseldorf. Zum zweiten Mal nacheinander hatte Max zwei Treffer in einem Spiel erzielt.

Manager Stefan Reuter lobte den 26-Jährigen als „unheimlich fokussiert“. Zum Thema Nationalmannschaft und Max sagte Reuter: „Ich bin Fan der deutschen Nationalmannschaft, schaue das sehr gerne, und es würde uns natürlich wahnsinnig stolz machen, wenn auch ein Spieler des FC Augsburg nominiert wird.“ Max galt in der Vergangenheit immer mal wieder als Kandidat für die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw. Die ersten Testspiele im EM-Jahr 2020 bestreitet das Nationalteam Ende März gegen Spanien und Italien.

Liverpool scheitert mit C-Team im Ligapokal

Jürgen Klopp und seine Stars saßen machtlos in ihren Hotelzimmern in Doha vor dem Fernseher, als der erste Titel der Saison rund 7000 Kilometer entfernt verloren ging. Die U23 des FC Liverpool hat im Viertelfinale des englischen Ligapokals eine Sensation deutlich verpasst. Die für die bei der Club-WM befindliche Profimannschaft eingesprungenen Youngster unterlagen beim Erstligisten Aston Villa trotz couragierter Anfangsphase letztlich klar mit 0:5 (0:4).

Die Ansetzung der Partie im League-Cup hatte bereits seit Wochen für Diskussionen gesorgt. Klopp und seine Top-Stars um Mo Salah und Virgil van Dijk sind als Champions-League-Sieger bei der Club-WM in Katar dabei und müssen dort am Mittwoch (18.30 Uhr/DAZN) – nicht einmal 24 Stunden nach dem Ligapokalspiel – das Halbfinale gegen CF Monterrey aus Mexiko bestreiten.

Klopp hatte daraufhin entschieden, seine besten Spieler mit nach Katar zu nehmen und die in der englischen Nachwuchsliga aktive U23 zum Ligapokalspiel in Birmingham zu entsenden. „Wir hätten es uns anders gewünscht“, beteuerte der deutsche Teammanager.

Und es kam wie erwartet: Ein Freistoß von Conor Hourihane (14.), ein Eigentor von Morgan Boyes (17.) und ein Doppelpack von Jonathan Kodjia (37., 45.) sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse zugunsten des Premier-League-Aufsteigers. Wesley (90.+2) setzte den Schlusspunkt. Die weiteren drei Viertelfinals des League Cup werden am Mittwoch ausgetragen.