Beachvolleyball

Emotionale Laura Ludwig glaubt an Siegchance bei Olympia

Erster Turniersieg für Laura Ludwig (l.) und Margareta Kozuch.

Erster Turniersieg für Laura Ludwig (l.) und Margareta Kozuch.

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Peter Webervia www.imago-images.de / imago images / Beautiful Sports

Die Hamburger Olympiasiegerin dankt ihrer Partnerin Maggie Kozuch: „Du bist großartig“. Wie es jetzt weitergeht.

Rom/Hamburg. Laura Ludwig schrie ihre ganze Freude ins Mikrofon, Margareta Kozuch kämpfte mit den Tränen. Dann tanzten die Hamburgerinnen mit der ersten gemeinsamen Trophäe wie entfesselt über den Sand. „Ich bin einfach unglaublich stolz auf das, was wir geschafft haben“, sagte Beachvolleyball-Olympiasiegerin Ludwig, ihre Partnerin fand vor lauter Erleichterung keine Worte. „Manchmal hat man schwierige Momente und ist frustriert und dann denkt man, vielleicht ist es nicht mehr deine Zeit. Aber wir haben die ganze Saison gekämpft, das liebe ich“, sagte Ludwig (33) nach dem 2:0 im Endspiel des World-Tour-Finales in Rom gegen die Brasilianerinnen Agatha/Duda.

Nach der Auftaktniederlage gegen Karla Borger und Julia Sude holten Ludwig/Kozuch in der italienischen Hauptstadt sechs Erfolge in Serie und krönten ihren Lauf mit dem Titel. „Dieser Sieg, nach so einer langen Zeit, der fühlt sich wirklich an wie ein Comeback“, sagte Ludwig. „Es ist unglaublich zu sehen, wie Maggie in ihrem ersten großen Finale gespielt hat. Sie ist viel ruhiger auf dem Court geworden, und das ausgerechnet in so einem wichtigen Spiel.“

Ludwig glaubt wieder an Siegchance bei Olympia

Hatte Kozuch (32) zuvor in brenzligen Situationen oft die falsche Entscheidung getroffen, trugen die harte Arbeit und die vielen Trainingsstunden jetzt Früchte. Und sie waren wieder auf den Punkt fit, ein Verdienst Jürgen Wagners, der sich als Chefcoach zurücknahm, aber weiter die Trainingssteuerung verantwortet. „Ich liebe den Wettkampf und jetzt weiß ich, dass wir noch gewinnen können. Das bedeutet mir sehr viel“, sagte Ludwig. Zunächst steht aber erst einmal Abschalten auf dem Programm. Alles weitere wird in den kommenden Wochen gemeinsam mit dem Trainerteam entschieden.

1200 Ranglistenpunkte erhielten die beiden, als 14. des Olympiarankings hat sich ihnen die Tür zu den Spielen 2020 in Tokio weit geöffnet, die ersten 15 qualifizieren sich. Insgesamt werden die acht besten Resultate eines Jahres gewertet.

Zwei Veranstaltungen stehen in diesem Jahr noch aus, ob das Duo sowohl beim Drei-Sterne-Turnier in Zhongwei/China (30. Oktober bis 3. November) als auch beim Vier-Sterne-Event in Chetumal/Mexiko (13. bis 17. November) antritt, ist noch nicht entschieden. Je mehr Sterne ein Turnier hat, desto mehr Punkte werden dort für die Ranglisten vergeben.