Fußball-Ticker

Schockdiagnose für Leroy Sané – Alexander Meier in die USA?

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Kostic schießt Frankfurt Richtung Play-off

Eintracht Frankfurt hat einen riesigen Schritt in Richtung Europa-League-Play-off gemacht. Im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde gewann das Team von Trainer Adi Hütter am Donnerstag mit 5:0 (3:0) beim FC Vaduz aus Liechtenstein. Die Tore bei dem ungefährdeten Erfolg erzielten der frühere HSV-Profi Filip Kostic (11./27. Minute), Neuzugang Dominik Kohr (41.), Goncalo Paciencia (53.) und Mijat Gacinovic (63.). Das Rückspiel wird am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr/Nitro) in Frankfurt gespielt. Bei einem Weiterkommen würden die Hessen in den Play-offs auf den Sieger des Duells zwischen Racing Straßburg oder Lokomotive Plowdiw treffen.

Alexander Meier zum Probetraining in Philadelphia

Lässt "Fußballgott" Alexander Meier seine Karriere in den USA ausklingen? Nach Auslaufen seines Halbjahresvertrags beim FC St. Pauli suchte der Stürmer einen neuen Club – und hat ihn möglicherweise jetzt gefunden. Bereits seit Ende Juni trainiert Meier (36) bei Philadelphia Union, aktuell Tabellenführer der Oststaffel der Major League Soccer (MLS).

Der Kontakt kam durch Oka Nikolov (45), Meiers ehemaligen Mitspieler bei Eintracht Frankfurt und aktuellen Co-Trainer in Philadelphia zustande. Der frühere Torhüter hatte bereits im März in einem Interview mit dem Portal "Transfermarkt" Interesse an Meier angemeldet: „Leider haben wir schon sechs Stürmer, sonst hätten wir Alex sofort geholt“, sagte Nikolov damals. „Ich bin mir sicher, dass wir Alex irgendwann noch mal im amerikanischen Fußball sehen werden. Mit seiner Erfahrung und seiner Art würde er jedem Team helfen.“

Der einstige Bundesliga-Torschützenkönig Meier erzielte in der vergangenen Rückrunde für St. Pauli in 16 Zweitliga-Einsätzen sechs Tore.

Chemnitz' Ex-Kapitän Frahn will gegen Rauswurf vorgehen

Nach seiner Entlassung erwägt der Drittligaprofi Daniel Frahn offenbar rechtliche Schritte gegen den Chemnitzer FC. „Man muss sowieso dagegen vorgehen“, sagte Daniel Scheinhardt, der den ehemaligen Kapitän für die Beraterfirma Coaches & More vertritt, dem Internetportal „Sportbuzzer“.

Der CFC hatte sich am Montag von seinem Kapitän getrennt. Frahn wird Nähe zur rechten Szene vorgeworfen. Der Stürmer hatte während des Spiels am vergangenen Sonnabend beim Halleschen FC im Gästeblock zwischen CFC-Fans gesessen, die der mutmaßlich rechtsradikalen Szene zugeordnet werden. Sportdirektor Thomas Sobotzik war nach Frahns Rauswurf nach eigenen Angaben per WhatsApp-Nachrichten von Fans bedroht worden.

Die Anhänger des insolventen Clubs planen unterdessen vor dem DFB-Pokalspiel am Sonntag (18.30 Uhr/Sky und im Abendblatt-Liveticker) gegen den HSV einen Fanmarsch durch die Innenstadt. Laut einem am Donnerstag im Internet verbreiteten Aufruf unter dem Motto „Tot sind wir noch lange nicht! Für den Club – Für den Nachwuchs – Für den e.V.“ wollen sich die Fans vor der Partie am Karl-Marx-Monument im Stadtzentrum treffen und anschließend zum Stadion weiterlaufen.

Lukaku-Wechsel zu Inter perfekt

Der belgische Nationalstürmer Romelu Lukaku wechselt wie erwartet vom englischen Rekordmeister Manchester United zum italienischen Spitzenklub Inter Mailand. Inter bestätigte den Transfer am Donnertag ohne weitere Angaben per Twitter. Die Ablöse für den 26 Jahre alten Stürmer, der in Italien einen Fünfjahresvertrag unterschrieben haben soll, liegt angeblich bei bis zu 80 Millionen Euro. Lukaku, der bei ManUnited noch bis 2022 bis unter Vertrag stand, wäre damit der der teuerste Zugang in der Geschichte des 18-maligen italienischen Meisters.

Zuletzt hatte der 26-Jährige, der bei Manchester noch bis 2022 unter Vertrag steht, das Training beim Premier-League-Club geschwänzt und soll dafür vom Verein laut Medienberichten mit einer Strafe von 400.000 Pfund (rund 386.000 Euro) belegt worden sein.

Am Montag hatte United Verteidiger Harry Maguire von Leicester City verpflichtet. Für den 26-Jährigen sollen die Red Devils 80 Millionen Pfund (ca. 88 Millionen Euro) überwiesen haben. Damit wäre Maguire der teuerste Verteidiger der Geschichte.

Doll wird Trainer auf Zypern

Thomas Doll tritt knapp anderthalb Monate nach seinem Aus beim Bundesliga-Absteiger Hannover 96 einen neuen Trainerjob an. Der 53-Jährige übernimmt den zyprischen Serienmeister Apoel Nikosia. Wie der Verein mitteilte, erhält Doll einen Vertrag bis 2021 und wird die Mannschaft schon in der kommenden Woche beim Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde der Champions League gegen den aserbaidschanischen Meister Qarabag Akdam betreuen.

Apoel, zuletzt viermal in Folge zyprischer Meister, hatte das Heimspiel gegen Qarabag am Dienstag daheim 1:2 verloren und sich im Anschluss von Trainer Paolo Tramezzani getrennt. Für den früheren HSV-Nationalspieler und -Coach Doll ist es nach Genclerbirligi Ankara (Türkei), Al-Hilal (Saudi-Arabien) und Ferencvaros Budapest (Ungarn) die vierte Trainerstation im Ausland.

Sané erlitt Kreuzbandanriss

Schock für Leroy Sané: Der vom FC Bayern umworbene Nationalspieler hat sich eine Kreuzbandverletzung im rechten Knie zugezogen und muss operiert werden. Das bestätigte sein Club Manchester City am Abend. Sané droht damit eine monatelange Pause.

Der 23 Jahre alte Flügelstürmer hatte sich die schwere Verletzung am vergangenen Sonntag im Community Shield (Supercup) gegen den FC Liverpool (5:4 i.E.) zugezogen. Zuvor hatten der "Kicker" und die "Bild"-Zeitung berichtet, dass sich Sané dabei einen Kreuzbandanriss zugezogen hatte.

Sané wurde am vergangenen Sonntag bereits in der 13. Minute ausgewechselt. Er hatte sich bei einem Zweikampf mit Trent Alexander-Arnold das Knie verdreht und musste minutenlang auf dem Rasen behandelt werden. „Der erste Eindruck war nicht gut, aber ich glaube, es ist nicht schlimm“, sagte Citys Teammanager Pep Guardiola im Anschluss.

Inwieweit sich die Verletzung auf Sanés Zukunft auswirkt, ist derzeit völlig offen. Zu befürchten ist, dass die Saison für Sané nahezu gelaufen ist. Selbst eine Teilnahme an der EM 2020 wird nun ein Wettlauf mit der Zeit.

Gabriel Jesus nach Protest für zwei Länderspiel-Monate gesperrt

Der brasilianische Nationalspieler Gabriel Jesus ist vom südamerikanischen Fußballverband Conmebol für zwei Monate gesperrt worden. „Der Spieler wird für offizielle Spiele und Freundschaftsspiele mit seiner Nationalmannschaft in diesem Zeitraum gesperrt“, teilte Conmebol in einer Mitteilung am Donnerstag mit. Jesus wurde zusätzlich mit einer Geldstrafe von 30.000 Dollar belegt und hat nun eine Woche Zeit, um Berufung einzulegen. Der brasilianische Verband wurde mit einer Strafe von 15.000 Dollar für Jesus' Verhalten belegt.

Der 22 Jahre alte Stürmer vom englischen Meister Manchester City hatte im Copa-América-Finale, das Brasilien mit 3:1 gegen Peru gewann, 20 Minuten vor dem Schlusspfiff die Gelb-Rote Karte gesehen und infolgedessen heftig protestiert. Neben obszönen Handgesten hatte er wütend gegen eine Wasserflasche getreten und die VAR-Kabine fast umgestoßen.

Real Madrid gibt Angebot für Neymar ab

Nun scheinen die Königlichen im Fall Neymar ernst zu machen. Wie die spanische Tageszeitung „Sport“ berichtet, soll Real Madrid ein Angebot von 120 Millionen Euro für den wechselwilligen Angreifer von Paris Saint-Germain gemacht haben. On top gäbe es noch Weltfußballer Luka Modric. Neymar selbst soll mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet werden.

Der 27 Jahre alte Brasilianer war 2017 für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris gewechselt. Der exzentrische Stürmer will PSG wieder verlassen und eigentlich zurück nach Barcelona. Doch der spanische Meister führt nach Aussagen von Vizepräsident Jordi Cardoner derzeit keine Verhandlungen über eine Rückkehr von Neymar. „Es gibt keinen 'Fall Neymar', wir sind passive Akteure“, sagte Cardoner unlängst dem spanischen Fernsehsender TV3. „Er ist nicht glücklich in Paris, aber diese Situation muss in Paris gelöst werden“, betonte Cardoner.

Tönnies verzichtet auf Stadionbesuche

Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies wird während seines dreimonatigen Rückzugs offenbar auf Stadionbesuche verzichten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. In diesen Zeitraum fallen auch die Heimspiele gegen Bayern München (24. August) und das Revierderby gegen Dortmund (26. Oktober).

Der S04-Ehrenrat hatte den Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies überraschend vom Vorwurf des Rassismus freigesprochen. Es soll der Vorschlag des Clubbosses gewesen sein, sein Amt drei Monate ruhen zu lassen. Am 15. August wird sich die Ethikkommission des DFB mit dem Fall beschäftigen.

Arsenal verpflichtet David Luiz

Nach dem Scheitern der Bemühungen um den Leipziger Dayot Upamecano hat der FC Arsenal der BBC zufolge Innenverteidiger David Luiz verpflichtet. Der 32 Jahre alte Brasilianer vom Stadtrivalen FC Chelsea erhält bei den Gunners einen Zweijahresvertrag. Die Ablöse liege bei umgerechnet 8,7 Millionen Euro. Der brasilianische Nationalspieler hatte zuletzt das Chelsea-Training geschwänzt, um einen Wechsel zu forcieren.

Mainz leiht Liverpool-Stürmer aus

Mainz 05 hat einen Vertreter für seinen verletzten Topstürmer Jean-Philippe Mateta verpflichtet. Die Rheinhessen machten die angekündigte Ausleihe von Taiwo Awoniyi vom FC Liverpool perfekt. Der 21 Jahre alte Nigerianer Awoniyi steht bereits seit 2015 bei den Reds unter Vertrag, absolvierte bisher aber noch kein einziges Spiel für das Team von Trainer Jürgen Klopp. Nach dem FSV Frankfurt, NEC Nijmegen, Royal Excel Mouscron und KAA Gent wird Mainz seine fünfte Leihstation sein.

Sabitzer sieht RB-Jugendstil kritisch

Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer hat RB Leipzig erneut zum Umdenken bei seiner Transferpolitik aufgefordert. „Wenn du ganz nach oben willst oder auch mal einen Pokal gewinnen möchtest, ist es hilfreich, auch den einen oder anderen routinierten Spieler an Bord zu holen“, sagte der Österreicher dem „Kicker“. Er stehe weiter zu seiner Meinung, dass die Sachsen nicht nur junge Spieler holen sollen.

Richtlinie der Leipziger war bislang, in aller Regel Spieler unter 24 Jahren zu verpflichten. In diesem Sommer kamen Ademola Lookman (21), Christopher Nkunku (21), Hannes Wolf (20), Luan Candido (18) und Ethan Ampadu (18) zu RB. Nur der neue Ersatzkeeper Philipp Tschauner ist bereits 33 Jahre alt.

Hoffenheim verleiht Adams an Düsseldorf

1899 Hoffenheim hat Innenverteidiger Kasim Adams für ein Jahr an den Ligarivalen Fortuna Düsseldorf verliehen. Der 24-Jährige kam im vergangenen Sommer von Young Boys Bern zur TSG, bei der er einen Vertrag bis 2023 besitzt. „Kasim ist ein Spieler mit Potenzial, der aber auch weiterhin regelmäßig Spielpraxis braucht, um sich in der Liga zu etablieren. Gemeinsam sind wir nun zur Entscheidung gekommen, dass eine Leihe dafür die beste Lösung ist“, begründete Hoffenheims Profi-Chef Alexander Rosen den Wechsel.

Adams hatte in der Vorsaison lediglich 15 Pflichtspiele für die Kraichgauer absolviert. Die Düsseldorfer versprechen sich einiges von dem Nationalspieler aus Ghana, der zuletzt beim Afrika-Cup geglänzt hatte. „Kasim Adams ist ein physisch präsenter und kopfballstarker Innenverteidiger, den ich durch meine Zeit in Hoffenheim sehr gut kenne. Er verfügt über eine ausgesprochen gute Zweikampfführung und Spieleröffnung“, sagte Fortunas Sportvorstand Lutz Pfannenstiel.

Mainz holt Verteidiger aus Rotterdam

Mainz 05 hat Innenverteidiger Jeremiah St. Juste unter Vertrag genommen. Der 22-Jährige kommt vom niederländischen Erstligisten Feyenoord Rotterdam und unterschrieb einen Vierjahreskontrakt bis 2023. Der Profi war Stammspieler beim Europa-League-Teilnehmer und absolvierte in der Vorsaison 26 Pflichtspiele (3 Tore, 3 Assists). Der 1,84 Meter große Defensivspezialist durchlief seit der U18 alle U-Nationalteams der Niederlande.

Spielertausch zwischen City und Juve

Manchester City hat den portugiesischen Rechtsverteidiger Joao Cancelo von Juventus Turin verpflichtet. Der 25-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum Sommer 2025 und soll 60 Millionen Pfund (65 Millionen Euro) Ablöse gekostet haben. Im Gegenzug wechselte der Brasilianer Danilo (28) für 34 Millionen Pfund (37 Millionen Euro) nach Turin, wo er einen Fünfjahresvertrag erhält. In England schließt am Donnerstag das Transferfenster.

Welbeck geht nach Watford

Der 42-malige englische Nationalspieler Danny Welbeck spielt künftig für den FC Watford. Der 28 Jahre alte Stürmer war seit Juni vereinslos, nachdem sein seit 2014 laufender Kontrakt bei Arsenal ausgelaufen und nicht verlängert worden war. Welbeck hatte zuletzt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Er hatte sich im November 2018 den Knöchel gebrochen und fehlte monatelang.

Fürth verpflichtet Angreifer Hrgota

Greuther Fürth hat den ablösefreien Angreifer Branimir Hrgota (26) verpflichtet. Der Schwede, dessen Arbeitspapier bei Eintracht Frankfurt zum Ende der vergangenen Saison ausgelaufen war, unterzeichnete bei den Franken einen Zweijahresvertrag. „Er ist offensiv flexibel einsetzbar und belebt den Konkurrenzkampf weiter“, sagte Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi.