Fußball-Ticker

Ex-HSVer Guerrero schießt Peru ins Copa-Halbfinale

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Ex-HSVer Guerrero schießt Peru ins Halbfinale

Peru hat bei der Copa América Uruguay im Elfmeterschießen mit 5:4 besiegt und steht damit im Halbfinale der Südamerikameisterschaft. Peru-Keeper Pedro Gallese hielt den ersten Strafstoß der Uruguayer durch Barcelona-Star Luis Suárez. Alle weiteren Schützen verwandelten ihre Elfmeter, darunter Perus Kapitän, der ehemalige Bayern- und HSV-Stürmer Paolo Guerrero.

Die Mannschaft des argentinischen Trainers Ricardo Gareca spielt nun gegen Titelverteidiger Chile um den Einzug ins Endspiel am kommenden Sonntag. Das andere Halbfinale bestreiten Gastgeber Brasilien und Argentinien.

Nach 90 Minuten hatte es am Samstag im ostbrasilianischen Salvador 0:0 gestanden. Dem zweimaligen Weltmeister Uruguay wurden drei Tore wegen Abseits aberkannt - eins in der ersten, zwei in der zweiten Spielhälfte. Eine Verlängerung wird bei der Copa erst ab dem Halbfinale gespielt.

Fordert Bayern Schadenersatz von BMW?

Bayern München fordert einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) zufolge Schadenersatz vom Automobilhersteller BMW. Hintergrund ist ein angepeilter gemeinsamer Sponsorendeal, der im Mai geplatzt war. Beide Partien wollten auf Anfrage der FAS keine Stellungnahme abgeben. Der Betrag soll zwischen 10 und 20 Millionen Euro liegen.

Der Sponsorenvertrag hätte 2025 in Kraft treten sollen. Im Gespräch war angeblich eine Vereinbarung über zehn Jahre mit einem Gesamtvolumen von geschätzten 800 Millionen Euro. Bis 2025 läuft derzeit der Vertrag mit dem langjährigen Sponsorenpartner Audi.

Hannover 96 schlägt Lüneburger SK

Hannover 96 hat in seinem vierten Testspiel den vierten Sieg erzielt. Gegen den Regionalligisten Lüneburger SK Hansa setzte sich die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka am Sonnabend allerdings nur knapp mit 3:2 (1:1) durch. Jonathas (41. Minute), Sebastian Soto (47.) und Benjamin Hadzic (67.) erzielten vor 1087 Zuschauern in Uelzen die Tore für den vom LSK geforderten Bundesliga-Absteiger. Für die wackeren Lüneburger war Sen Utku (34., 78./Foulelfmeter) gleich zweimal erfolgreich.

FC Bayern: Auch Tolisso genießt Gold-Steak

Nach dem Wirbel um Franck Ribéry hat ein weiterer Profi des FC Bayern anscheinend Geschmack an einem Gold-Steak gefunden. Mittelfeldspieler Corentin Tolisso zeigte sich in einem Video, das in der Nacht zum Sonnabend auf seinem Instagram-Konto veröffentlicht wurde, beim Verzehr eines Fleischstücks mit Blattgold-Überzug. "Das ist für Dich, großer Bruder", hieß es dazu an die Adresse von Ribéry gerichtet. Das Video sei auf der griechischen Insel Mykonos in einem Restaurant des türkischen Promi-Kochs Nusret Gökçe entstanden, berichtete die Bild-Zeitung.

Zu Jahresbeginn hatte der Franzose Ribéry mit ähnlichen Bildern für Aufsehen gesorgt. Während seines Urlaubs im Emirat Dubai war dem damaligen Münchner Mittelfeld-Star in einem anderen Edel-Steakhaus von Gökçe ein teures, mit Blattgold überzogenes Steak serviert worden. Ribéry war dafür stark kritisiert worden. Er hatte darauf mit heftigen Beleidigungen gegen Fans und Medien reagiert. Für diesen Ausraster erhielt er vom FC Bayern eine hohe Geldstrafe. Am Ende der abgelaufenen Saison hatten die Münchner den 36-Jährigen verabschiedet.

Landsmann Tolisso spielt seit 2017 für den FC Bayern. Der 24 Jahre alte Weltmeister zeigte neben Urlaubsbildern auch weitere Aufnahmen von seinem Besuch im Restaurant "Nusr-Et". Zum Gold-Steak ließ er wissen: "Es war so gut, @franckribery7".

U21-EM: Kuntz sieht Spanien als Favorit

DFB-Trainer Stefan Kuntz hat Spanien vor dem Finale der U21-EM gegen Deutschland zum Favoriten erklärt. "Wenn man nur von den Marktwerten ausgeht, liegt Spanien vor uns. Ich sehe sie ein bisschen mehr in der Favoritenrolle", sagte Kuntz einen Tag vor dem Endspiel am Sonntag (20.45 Uhr/ARD) in Udine, fügte aber auch an: "Am Ende interessiert uns das nicht."

Die spanische Mannschaft sei "sehr spielstark", sagte Kuntz weiter. "Sie möchten ihren Ballbesitzfußball durchbringen, sind stark im Zentrum, haben sehr gute Einzelspieler und eine gute Passqualität und Technik", so der DFB-Trainer vor der Neuauflage des Endspiels von 2017, das Deutschland mit 1:0 gewonnen hatte. Wie damals gelte der alte Spruch seines Vorgängers Horst Hrubesch: "Wenn wir schon mal hier sind, macht Verlieren keinen Sinn."

Vergleiche zum Finale von 2017 ließ Kuntz aber nicht zu. "Auf beiden Seiten sind nicht mehr viele Spieler von damals dabei. Daher bedeutet das nichts für den Ausgang am Sonntag", sagte der 56-Jährige. Er selbst sei im Vergleich zu 2017 aber "ruhiger". Kuntz erklärte darüber hinaus, dass alle 23 Spieler des DFB-Kaders fit seien, ein Elfmeterschießen habe er nicht trainiert.

Kuntz warnte außerdem davor, wegen des aktuellen Erfolges der U21 die eingeleiteten Reformen im deutschen Fußball zu vernachlässigen. "Ich kann nur davor warnen, dass wir gleich wieder sagen, ist ja doch nicht alles so schlimm. Die Arbeitsgruppen sind auf jeden Fall notwendig, damit wir nicht den Kontakt verlieren", sagte er.

Wie der HSV: KSC gliedert Profi-Abteilung aus

Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC wird seinen Profibetrieb ausgliedern. Das beschloss eine außerordentliche Mitgliederversammlung am Samstag mit 88 Prozent Ja-Stimmen, für die notwendigen Satzungsänderungen war eine Dreiviertel-Mehrheit notwendig. Ausgegliedert werden neben der Profimannschaft unter anderem auch die U17 und U19.

"Mit der Ausgliederung stellen wir eine entscheidende Weiche für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther: "Der KSC war vor der Ausgliederung der KSC und wird es auch danach bleiben. Wir überführen den Profibetrieb nun in ein modernes und zukunftsfähiges Unternehmen. Dabei ist es uns auch in Zukunft sehr wichtig, jederzeit die 50+1-Regel und die Rechte der Vereinsmitglieder zu wahren."

Mit der Entscheidung befinden sich die Badener in Gesellschaft mehrerer Traditionsvereine, darunter der HSV. Die Hamburger hatten ihre Fußballabteilung 2016 nach einem Mitgliedervotum aus dem Gesamtverein ausgegliedert.

Frauen-WM: Halbfinal-Premiere für Holland

Europameister Niederlande hat zum ersten Mal das Halbfinale der Frauenfußball-Weltmeisterschaft erreicht und ist dort ein potenzieller Gegner der deutschen Auswahl. Die Mannschaft von Trainerin Sarina Wiegmann setzte sich am Samstag im Viertelfinale in Valenciennes mit 2:0 (0:0) gegen Italien durch. Die Tore im Stade du Hainaut erzielten die ehemalige Bayern-Stürmerin Vivianne Miedema (70. Minute) und Stefanie van der Gragt (80.) jeweils per Kopf.

Die Oranjeleeuwinnen treffen in der Vorschlussrunde am 3. Juli in Lyon auf Deutschland oder Schweden. Dieses Viertelfinal-Duell stand am frühen Samstagabend (18.30 Uhr/ARD ud DAZN) in Rennes auf dem Programm. Im ersten Halbfinale am kommenden Dienstag kämpfen England und Titelverteidiger USA ebenfalls in Lyon um den Einzug ins WM-Endspiel in Frankreich.

Ex-St.-Paulianer Gonther nach Aue

Abwehrspieler Sören Gonther wechselt von der SG Dynamo Dresden zum sächsischen Zweitliga-Rivalen FC Erzgebirge Aue. Der 32 Jahre alte ehemalige St.-Pauli-Profi beendet sein Engagement in Dresden vor Ablauf des Vertrags in einem Jahr. Über die Wechselmodalitäten machten Dynamo und der FCE keine Angaben. Gonthers Kontrakt in Aue ist bis zum 30. Juni 2021 gültig.

"Willkommen im Schacht Sören", twitterte FCE-Präsident Helge Leonhardt über einem Foto mit dem sechsten Neuzugang für die kommende Saison. "Schön, dass ich hier bin", meinte Gonther: "Ich freue mich brutal auf die Aufgabe."

In Gonther habe man einen sehr erfahrenen Innenverteidiger verpflichtet. "Das zeigen auch seine über 200 Zweitligaspiele. Und er war in Dresden als Führungsspieler anerkannt", kommentierte Trainer Daniel Meyer. Er hatte den Innenverteidiger im Urlaub angerufen und mit ihm ein erstes längeres Gespräch geführt.

Gonther war im Sommer 2017 vom FC St. Pauli in die sächsische Landeshauptstadt gekommen. Im September 2017 erlitt er erneut einen Kreuzbandriss und musste fast ein Jahr lang aussetzen. Gegen Ende der abgelaufenen Saison war er wegen eines Rippenbruchs ausgefallen. In den vergangenen beiden Spielzeiten kam Gonther so lediglich auf 22 Pflichtspiele für Dynamo Dresden.

"Sören Gonther ist mit dem Wunsch nach einem Vereinswechsel an uns herangetreten, auch weil er sich davon zukünftig mehr Einsatzzeiten verspricht", erklärte Dresdens Sport-Geschäftsführer Ralf Minge. "Wir wünschen ihm - bis auf die Sachsenderbys gegen uns - viel Erfolg bei seiner neuen Herausforderung im Erzgebirge."

Grujic offenbar weiter bei der Hertha

Nach Informationen des Kicker wird Mittelfeldspieler Marko Grujic auch in der kommenden Saison für Hertha BSC auflaufen. Demnach haben der Spieler und dessen Berater Hertha-Manager Michael Preetz final zugesagt. Der 23-Jährige würde damit wie in der vergangenen Spielzeit vom Champions-League-Sieger FC Liverpool ausgeliehen werden.

Grujic lief in der vergangenen Saison 22-mal in der Liga auf und erzielte dabei fünf Tore. Angeblich soll zuletzt auch der Ligakonkurrent Werder Bremen interessiert gewesen sein.

Leipzig-Neuzugang Wolf erst spät dabei

RB Leipzigs Neuzugang Hannes Wolf rechnet mit der Rückkehr auf den Trainingsplatz erst in ein paar Monaten. "Im besten Fall kann ich im Oktober wieder normal trainieren", sagte der 20 Jahre alte Österreicher der Bild-Zeitung. Sechs Wochen müsse er den verletzten Fuß komplett ruhigstellen, sagte der neue Spieler des sächsischen Bundesligisten.

Wolf erlitt bei der U21-EM mit der österreichischen Mannschaft einen Bruch des rechten Außenknöchels. Er war in der Partie gegen Serbien (2:0) am 17. Juni gefoult worden.

Wie Wolf nun berichtete, verliefen die Minuten und Stunden danach «recht chaotisch, es hat alles sehr lange gedauert». Erst nach einer Stunde sei er im Krankenhaus gewesen. Bis zum Röntgen habe es noch mal «ewig» gedauert. «Und dann wurde mein Bein falsch eingerichtet, war schief im Gips. In Salzburg wurde mir dann noch mal ein neuer Gips angelegt», erzählte Wolf.

Zum 1. Juli wechselt der offensive Mittelfeldspieler von Red Bull Salzburg nach Leipzig. Bei den Sachsen unterschrieb er einen Vertrag bis 30. Juni 2024.

Schalke: Auch Konopljanka kann gehen

Schalke 04 will sich noch vor dem Saisonstart von einem Trio trennen. Neben Hamza Mendyl und Nabil Bentaleb kann auch Jewgeni Konopljanka den Bundesligisten vorzeitig verlassen. Dies bestätigte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider auf der Vereinshomepage.

«Wir sind gemeinsam mit Hamza Mendyl und dessen Berater zu dem Entschluss gekommen, dass er sich nach einem neuen Verein umschaut und dafür die Zeit bekommt. Mit Nabil Bentaleb haben wir ebenfalls gesprochen. Er absolviert derzeit sein Reha-Programm in Lille. Parallel dazu schaut er sich ebenso wie auch Jewgeni Konopljanka nach einer neuen Herausforderung um», sagte Schneider.

Der ukrainische Nationalspieler Konopljanka war 2016 vom FC Sevilla gekommen, Mendyl war im Sommer 2018 als Linksverteidiger vom OSC Lille verpflichtet worden, der offensive Mittelfeldspieler Bentaleb kam 2016 von Tottenham Hotspur. Bentaleb und Konopljanka erhielten Verträge bis 2021, Mendyl bis 2023.

Den bisherigen Rekordtransfer Breel Embolo hat Schalke nach drei Jahren, in denen der Angreifer oft verletzt fehlte und sich nicht durchsetzen konnte, kurz vor dem Trainingsauftakt am kommenden Montag an Borussia Mönchengladbach abgegeben.