Oddset-Pokal

Wegen ARD: Hamburger Finale wird was für Frühaufsteher

Im vergangenen Jahr wurde das Oddset-Pokalfinale an Pfingstmontag um 12.30 Uhr angepfiffen.

Im vergangenen Jahr wurde das Oddset-Pokalfinale an Pfingstmontag um 12.30 Uhr angepfiffen.

Foto: Witters

Ungewöhnliche Anstoßzeit an der Hoheluft. Der Präsident des Hamburger Fußball-Verbands sieht darin aber auch einen Vorteil.

Hamburg. TuS Osdorf, Eintracht Norderstedt, TuS Dassendorf und SC Victoria – zwei dieser vier Mannschaften werden am Sonnabend, den 25. Mai das Finale um den Hamburger Landespokal bestreiten. Und die Spieler der Endspielteilnehmer müssen dann besonders früh ran, denn der Anpfiff im Stadion Hoheluft ertönt dann bereits um 10.30 Uhr.

Dafür werden die Amateur-Fußballer nicht nur mit einem möglichen Triumph im Oddset-Pokal gelockt, sondern noch mit einem weiteren Bonbon: Denn das Duell wird im Rahmen einer bundesweiten Konferenz live in der ARD übertragen. Wie der DFB am Dienstag bekannt gab, kommt es dann zur vierten Auflage des "Finaltags der Amateure".

Früher Start auch in Bremen und MV

Bedeutet: Die 21 Landespokalendspiele werden am Tag des DFB-Pokalfinales ausgetragen. "Der Finaltag der Amateure ist ein Erfolgsprojekt", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der für die Amateure zuständig ist. "Der Amateurfußball erhält an einem Pokaltag eine bundesweite Aufmerksamkeit. Dieses ist auch der ARD als übertragende Sendeanstalt zu verdanken".

Die Landespokal-Konferenz beginnt um 10.30 Uhr mit den ersten vier Endspielen aus den Landesverbänden Berlin, Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die weiteren Partien werden um 14.15 Uhr und 16.15 Uhr angepfiffen. Da die Finalteilnehmer in einigen Verbänden noch nicht feststehen, wird über die genaue Verteilung der restlichen 17 Begegnungen bis Anfang Mai entschieden.

HFV-Präsident sieht einen Vorteil

Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) sieht den Vormittagstermin sogar eher als Vorteil. "Auch zur ungewöhnlichen Anstoßzeit werden viele Zuschauer ins Stadion Hoheluft kommen", sagte HFV-Präsident Dirk Fischer. "Hamburg hat den Vorteil, mit nur vier Landesverbänden parallel zu spielen, so dass es viele Einblendungen in der ARD von unserem Finale geben wird."

Im vergangenen Jahr sahen 4183 Zuschauer Dassendorfs Finalsieg gegen Niendorf. Auch in diesem Jahr ist der Titelverteidiger noch im Rennen, im Halbfinale muss der Oberligist am 20. April gegen Ligarivale "Vicky" ran, der im Falle eines Finaleinzuges wiederum ein Heimspiel an der Hoheluft hätte. Tags zuvor stehen sich bereits Osdorf (Oberliga) und Regionalligist Norderstedt gegenüber.

"Wir sind glücklich, dass durch die Live-Übertragung der Länderpokalfinalspiele unser Amateurfußball einem breiten Publikum präsentiert wird", ergänzte HFV-Boss Fischer. Der Oddset-Pokalsieger zieht in die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde 2019/20 ein. Spätestens dann wird das Zuschauer-Interesse bei einem attraktiven Los noch einmal anwachsen.