Fußball-Ticker

"Sch...": Peter Neururer erzählt seinen Herzinfarkt nach

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Real mit Glück: Nur 1:1 bei Leganes

Real Madrid hat in der Primera Division erneut enttäuscht. Der spanische Rekordmeister kam bei CD Leganés zu einem glücklichen 1:1 (0:1). Karim Benzema (51.) rettete den Königlichen durch seinen Treffer wenigstens einen Punkt. Der freche Außenseiter war durch Jonathan Silva (45.) kurz vor der Pause in Führung gegangen und hatte auch nach dem Ausgleich noch gute Möglichkeiten. Bei Real fehlte der deutsche Nationalspieler Toni Kroos wegen Krankheit. Madrid liegt nach dem Unentschieden weiter auf Platz drei hinter dem FC Barcelona und dem Stadtrivalen Atletico.

Arsenal müht sich auf Platz vier

Der FC Arsenal hat Champions-League-Platz vier zurückerobert. Zum Abschluss des 34. Spieltages in England mühte sich das Team in Überzahl zu einem 1:0 (1:0) beim FC Watford und schob sich mit 66 Zählern am punktgleichen FC Chelsea und Manchester United (64) vorbei. Die Gunners haben zudem ein Spiel weniger absolviert als der Londoner Stadtrivale.

Watford machte es den zunächst ohne Özil spielenden Gästen in der Anfangsphase leicht: Nach einem Rückpass schoss Torwart Ben Foster im eigenen Fünfmeterraum Pierre-Emerick Aubameyang an, der per Abpraller sein 18. Saisontor erzielte (10.). Keine 60 Sekunden später fuhr Troy Deeney im Zweikampf mit Lucas Torreira den Ellbogen aus und flog mit Rot vom Platz.

Trotz Überzahl wackelte die Führung danach mehrfach. Keeper Bernd Leno musste gegen Craig Cathcart (20.) und Etienne Capoue (32.) sein ganzes Können abrufen. Auch Özils Einwechslung (46.) brachte keine Sicherheit, im Gegenteil: Die Londoner hatten Glück, als Adam Masina die Latte traf (62.). Beim Abschluss von Andre Gray kratzte Arsenals Ainsley Maitland-Niles den Ball für den geschlagenen Leno von der Linie (80.).

Düsseldorf findet Nachfolger für Vorstand Schäfer

Nach dem gesicherten Klassenerhalt stellt der Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf die Weichen für die Zukunft. Wie bereits am Wochenende bekannt geworden war, trennt sich der Aufsteiger von Vorstandsboss Robert Schäfer. Nachfolger des 43-Jährigen wird Thomas Röttgermann (58), der zuletzt bis Juni 2017 in der Geschäftsführung von Ligarivale VfL Wolfsburg tätig war. Er nimmt am 16. April bei der Fortuna seine Arbeit auf.

"Wir haben in den letzten Jahren die Weichen dafür gestellt, den Verein in enger Bindung an die Fans und Mitglieder Stück für Stück weiter nach vorne zu bringen. Mit Thomas Röttgermann haben wir eine Persönlichkeit für uns gewinnen können, die über große Erfahrung und Professionalität verfügt. Zugleich weiß er, wie ein Verein funktioniert und wie wichtig Verlässlichkeit sowie Zusammenhalt für die Fortuna sind", sagte Düsseldorfs Aufsichtsratschef Reinhold Ernst zu der Personalentscheidung an der Clubspitze.

Röttgermann äußerte: "Die Fortuna ist ein ganz besonderer Klub, in dem Tradition, Faszination und Unverwechselbarkeit zusammenkommen. Die großartigen Möglichkeiten, eine gute Rolle im deutschen Fußball zu spielen sind offensichtlich. Für mich ist es eine riesige Freude und gleichzeitig eine große Herausforderung, die Fortuna mit meiner langjährigen Erfahrung im Profifußball Schritt für Schritt weiterzuentwickeln."

Mit Schäfer, der noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, laufen laut Pressemitteilung aktuell Gespräche über eine einvernehmliche Beendigung des Vorstandsvertrages. "Robert Schäfer hat den Verein in einer wichtigen Phase begleitet, gemeinsam mit uns weiterentwickelt und viele wichtige Projekte mit auf den Weg gebracht. Dafür möchten wir ihm ausdrücklich danken", so Ernst.

Zudem rückt Christian Koke als Vorstand Marketing in die Klubführung, wie die Rheinländer einen Tag nach der 1:4-Niederlage gegen Bayern München via Twitter bekannt gaben.

Neuer "Club"-Sportchef plant Personalien

Nürnbergs neuer Sportvorstand Robert Palikuca will sich in der Trainerfrage beim abstiegsbedrohten Bundesligisten Zeit lassen. "Wir werden in den nächsten Wochen eine Entscheidung treffen, wie wir uns sportlich aufstellen wollen", sagte Palikuca, der von Fortuna Düsseldorf geholt wurde.

Die Franken hatten sich im Februar von Michael Köllner getrennt und werden seitdem vom bisherigen Assistenten Boris Schommers betreut, unter dem der "Club" eine positive Entwicklung genommen hat. Der 40-jährige Palikuca möchte noch einen Kaderplaner und Chefscout holen.

Spatenstich für DFB-Akademie am 3. Mai

Der Spatenstich für den Bau der DFB-Akademie in Frankfurt erfolgt am 3. Mai. Dies teilte der DFB am Montag mit. Bei dem Festakt werden unter anderen die beiden Vizepräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball, die den Verband nach dem Rücktritt von Präsident Reinhard Grindel derzeit kommissarisch führen, Generalsekretär Friedrich Curtius und der für die Akademie zuständige DFB-Direktor Oliver Bierhoff vor Ort sein.

Die vorbereitenden Maßnahmen für das maximal 150 Millionen Euro teure Projekt sind nahezu abgeschlossen. Bereits Ende Januar hatte der DFB von der Stadt Frankfurt die Baugenehmigung erhalten. Nach den ursprünglichen Plänen sollte bereits im Frühjahr 2018 mit dem Bau auf der ehemaligen Galopprennbahn begonnen werden. Mehrere Gerichtsprozesse sorgten jedoch für eine Verzögerung. Die Eröffnung der Akademie ist für 2021 geplant.

Schalkes Embolo und Teuchert setzen aus

Die beiden Angreifer Breel Embolo und Cedric Teuchert müssen bei Schalke 04 aufgrund eines grippalen Infekts vorerst mit dem Training aussetzen. Dies teilten die Königsblauen am Montag via Twitter mit. Ein Einsatz der beiden Stürmer am Sonnabendabend (20.30 Uhr/Eurosport-Player) gegen die TSG Hoffenheim sei aktuell aber nicht gefährdet.

Peter Neururer spricht über Herzinfarkt

Der frühere Bundesliga-Trainer Peter Neururer (63) hat sehr offen über seinen schweren Herzinfarkt vor sieben Jahren gesprochen. "Meine letzte Erinnerung war die, dass ich einen traumhaften Abschlag am 17. Loch unseres Golfclubs gemacht habe", sagt der neue Botschafter der Björn Steiger Stiftung gegen den Herztod in einem Video. "Dann bin ich zusammengesackt, wie man mir berichtete." Er habe vorher "gar nichts geahnt". Möglicherweise habe Nikotin die Kranzgefäße so weit verengt, dass es zum Zusammenbruch kam.

Aufgewacht sei er auf der Intensivstation. "Ich blicke an mir runter und sehe nur Schläuche." Er habe zu seinem Arzt gesagt: "'Was soll diese Scheiße denn hier?'", so Neururer. Da habe der Arzt zu seiner Frau gesagt: 'Antje, mach dir keine Sorgen – der wird wieder.'"

Sein Lebenswandel habe sich geändert, so der TV-Fußballexperte sowie Trainer mehrerer Erst- und Zweitligisten. "Ich rege mich nicht mehr über Sachen auf, von denen ich meine, glaube oder auch weiß, dass ich keinen Einfluss darauf nehme und keinen Einfluss darauf habe."

Er habe viel Glück gehabt und werbe daher nun aus Überzeugung für Erste Hilfe. "Von Kindesbeinen auf kann man mit Sachen konfrontiert werden. Von Kindesbeinen auf kann man demzufolge auch Lösungen finden. Je früher man sich bewusst macht, das jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann, um Menschenleben zu retten, desto besser ist es."

Fifa sperrt Funktionär lebenslang

Die Ethikkommission der Fifa hat den früheren brasilianischen Verbandspräsidenten Jose Maria Marin lebenslang gesperrt. Zudem muss der 86-Jährige eine Million Schweizer Franken (882.000 Euro) Strafe zahlen.

Marin war im August des vergangenen Jahres in New York für seine Verbrechen im Weltfußball zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Zudem wurde er mit einer Strafe von 1,2 Millionen Dollar (rund eine Million Euro) und Rückzahlungen in Höhe von 3,3 Millionen Dollar (2,8 Millionen Euro) belegt.

Marin war unter anderem wegen Erpressung, Korruption und Geldwäsche schuldig gesprochen worden, er hat über Jahre für die Vergabe von TV-Rechten in Südamerika Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen.

Marin gehört zu jenen Funktionären, die im Mai 2015 in einem Zürcher Luxushotel verhaftet worden waren. Der Zugriff löste damals den großen Fifa-Skandal aus.

Nächste Pause für Fortune Sobottka

Fortuna Düsseldorfs Marcel Sobottka hat sich im Bundesligaspiel gegen Bayern München am Sonntag (1:4) einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zugezogen. Der Mittelfeldspieler falle "bis auf Weiteres aus", teilte der Aufsteiger am Montag mit. Sobottka hatte im neuen Jahr wegen eines Bänderisses im Sprunggelenk lange pausieren müssen.

Drees: Schiris sollen mit Pfiff länger warten

Nach den beiden zu früh abgepfiffen Szenen am 29. Spieltag der Bundesliga sollen die Schiedsrichter zukünftig länger die "Luft anhalten". Dies fordert Videobeweis-Chef Jochen Drees (49) als Folge der Situationen in den Partien 1. FC Nürnberg gegen Schalke 04 (1:1) und TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC (2:0).

Von den Unparteiischen und ihren Assistenten werde grundsätzlich erwartet, "bei Zweifeln mit dem Pfiff beziehungsweise der Abseitsanzeige zu warten, bis der Ball im Tor ist oder die betreffende Situation abgeschlossen ist", sagte Projektleiter Drees auf der Internetseite des DFB: "Dann hat der Video-Assistent noch die Möglichkeit, die Situation zu überprüfen, und der Schiedsrichter kann gegebenenfalls nach Ansicht der Bilder seine Entscheidung noch ändern."

Die Leidtragenden waren am Freitag der Nürnberger Hanno Behrens und am Sonntag der Hoffenheimer Ishak Belfodil. Beiden Profis wurde ein eigentlich reguläres Tor aberkannt.

Pavard zum Bayern-Medizincheck?

Weltmeister Benjamin Pavard absolviert nach Informationen des "Kicker" am Montag seinen Medizincheck beim FC Bayern München. Von beiden Vereinen gab es dazu auf Nachfrage keinen Kommentar, aber auch nach dpa-Informationen befindet sich der französische Abwehrspieler am Montag für die Untersuchung bei den Münchnern. FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte den bevorstehenden Transfer des 23-Jährigen, der im Sommer zum Rekordmeister wechselt, Anfang des Jahres bekanntgegeben.

Saison für Magdeburgs Türpitz gelaufen

Für Mittelfeldspieler Philip Türpitz vom Zweitligisten 1. FC Magdeburg ist die Saison aller Voraussicht nach vorzeitig beendet. Der 27-Jährige erlitt am Sonnabend im Spiel gegen Darmstadt 98 (0:1) eine Muskelverletzung im linken vorderen Oberschenkel. Das ergab eine MRT-Untersuchung am Montag.

Hertha-Coach Dardai trotzt Trennungsgerüchten

Herthas Trainer Pal Dardai spürt trotz der Negativserie von zuletzt fünf Niederlagen nacheinander keinen Vertrauensverlust im Verein. "Das ist ein Verein, in dem Nachwuchsspieler weitergebildet werden. Ich habe vom Manager noch nicht gehört, dass er mit mir unzufrieden ist. Wenn das so ist, muss er es sagen. Ich erwarte ehrliche Kritik und komme damit klar", sagte Dardai einen Tag nach der 0:2 (0:1)-Niederlage bei der TSG Hoffenheim.

Er habe gut geschlafen, betonte der Ungar, dessen Zukunft bei den Berlinern dennoch ungewiss scheint. "Ich mache meinen Job mit Spaß. Ich habe jeden Tag Spaß, so lange ich das Vertrauen der Spieler, des Managers und des Präsidenten habe. Wenn das nicht da ist, will man das hören. Dann muss man sich zusammensetzen und reden", sagte Dardai. Das Vertrauen in seine Arbeit sei aber vorhanden.

Nach der guten Hinrunde (24 Punkte) stagniert Berlin mit nur elf Zählern in der zweiten Saisonhälfte im Tabellenmittelfeld. Als Ziel für den Rest der Spielzeit gab Dardai eine Top-10-Platzierung aus.

Die Niederlage in Hoffenheim hat Dardai abgehakt. "Die Motivation war kein Problem. Die Mannschaft hat es versucht. Der Gegner war besser", sagte er.

Der Fokus richtet sich stattdessen auf das kommende Heimspiel gegen Schlusslicht Hannover 96 (Sonntag, 18.00 Uhr/Sky): "Es ist meine Aufgabe, die Jungs zu schützen und dafür zu sorgen, dass am Wochenende eine Mannschaft mit Selbstvertrauen spielt, die gegen Hannover gewinnt. Der Rest ist Nebensache."

Otto Addo zurück nach Dortmund?

Borussia Dortmund steht laut übereinstimmenden Medienberichten vor der Verpflichtung von Ex-Profi Otto Addo (43), der zurzeit beim Ligakonkurrenten Borussia Mönchengladbach die Nachwuchsspieler auf eine Karriere in der Lizenzspielermannschaft vorbereiten soll. In gleicher Funktion soll er auch bei den Westfalen tätig sein. Das berichten der "Kicker" und die "Rheinische Post".

Addo hatte zwischen 1999 und 2005 97 Bundesligaspiele für den BVB (13 Tore) bestritten. Sein Vertrag bei den Fohlen läuft im Sommer aus.

Eggestein-Brüder machen Werder Hoffnung

Maximilian und Johannes Eggestein können sich vorstellen, dauerhaft bei Werder Bremen zu bleiben. "So eine Geschichte, wie sie beispielsweise Steven Gerrard bei Liverpool geschrieben hat, finden Maxi und ich natürlich schön und interessant. Auch wenn das ein großer Name ist, mit dem wir uns nicht vergleichen. Aber so jemand ist schon ein Vorbild", sagte der 20 Jahre alte Johannes Eggestein im "Kicker"-Interview mit beiden Brüdern. Der ehemalige englische Nationalspieler Gerrard hat in seiner Karriere 17 Jahre lang für den FC Liverpool gespielt, ehe er noch ein Jahr für Los Angeles Galaxy auflief.

Die Eggesteins verlängerten in der vergangenen Woche ihre Verträge bei Werder, obwohl vor allem der 22 Jahre alte Maximilian auch Anfragen von Top-Clubs hatte. "Titel sind schön und wichtig, aber es gibt noch andere Dinge, die zählen", sagte Maximilian Eggestein, der im März von Bundestrainer Joachim Löw erstmals in den Nationalkader berufen worden war. "Jojo und ich sind beide nicht die Typen, die es darauf anlegen, in ihrer Karriere möglichst häufig zu wechseln."

Ribéry vor dem Absprung nach Katar?

Altstar Franck Ribery von Bayern München wird seine erfolgreiche Karriere wohl in Katar ausklingen lassen. Der "Kicker" berichtet, dass es inzwischen einen klaren Trend zu einem Wechsel des 35-Jährigen ins Emirat gebe. Demnach werben zwei Clubs aus Katar um Ribery, unter anderem der Al-Sadd Sport Club, bei dem auch der spanische Welt- und Europameister Xavi aktiv ist.

Zudem haben die Western Sydney Wanderers aus Australien bei Ribery angefragt. "Wir haben weiterhin Interesse an Franck Ribery", sagte Trainer Markus Babbel dem Kicker, "aber es müssen erst die Konditionen im Detail ausgelotet werden". Der Kontakt zwischen beiden Seiten besteht laut dem Blatt weiter.

Ribery erhält beim deutschen Rekordmeister nach zwölf Jahren mit bisher acht Meisterschaften, fünf Pokalsiegen und dem Champions-League-Triumph 2013 keinen neuen Vertrag mehr. Der Franzose will seine Karriere aber fortsetzen. Anschließend ist eine Rückkehr zum FC Bayern in einer noch nicht genau definierten Funktion angedacht.

Ärger um provokanten Trikotjubel in Italien

Ein provokanter Trikotjubel der AC-Mailand-Spieler Tiemoue Bakayoko und Franck Kessie am Ende des 1:0-Sieges ihrer Mannschaft gegen Lazio Rom am Sonnabend beschäftigt jetzt Italiens Fußball-Justiz. Der Ermittler des italienischen Verbandes, Giuseppe Pecoraro, erwägt beim Sportgericht Strafen für die beiden Akteure wegen unsportlichen Verhaltens zu beantragen.

Beide hatten nach dem Sieg das Trikot des Lazio-Verteidigers Francesco Acerbi als Trophäe und als Geste der Schmähung vor den Lazio-Fans geschwenkt. Der Franzose Bakayoko hatte nach Ende der Partie mit Acerbi das Trikot getauscht. Daraufhin war es auf dem Feld zu Rangeleien gekommen. Milan-Coach Gennaro Gattuso musste dazwischengehen, um schwerere Auseinandersetzungen der Kicker beider Teams zu verhindern.

Der Trikot-Vorfall sorgte für hitzige Reaktionen auf dem Apennin gesorgt. Sportminister Giancarlo Giorgetti sprach von "dummer und skandalöser Geste". "Die beiden Spieler sind des Trikots unwürdig, das sie tragen. Sie kennen die Werte des Sports nicht. Ich hoffe, dass angemessene Maßnahmen gegen sie ergriffen werden", sagte Giorgetti.

"Hass im Fußball zu nähren, ist ein Zeichen der Schwäche", kommentierte Acerbi auf Twitter. Kritisch zeigte sich auch Lazio-Kapitän Ciro Immobile, der die beiden Spieler als "zwei kleinliche Männer" bezeichnete. Milan verteidigte die Spieler. "Sie wollten lediglich einen für ihre Mannschaft wichtigen Sieg feiern, hatten jedoch weder aggressive, noch antisportliche Absichten", schrieb Milan in einer Presseerklärung.

Bakayoko und Kessie entschuldigten sich auf Instagram bei Acerbi. "Ich wollte nicht respektlos sein, und ich entschuldige mich bei meinem Freund Acerbi, wenn er sich beleidigt gefühlt hat", äußerte Bakayolo. "Meine aufrichtige Entschuldigung an Acerbi, Respekt für alle", schrieb der 22-jährige Kessie.

Leipzig-Assi wird neuer Salzburg-Chef

Jesse Marsch wird neuer Trainer beim amtierenden österreichischen Meister RB Salzburg. Der Assistent von RB Leipzigs Cheftrainer und Sportdirektor Ralf Rangnick wird dort Nachfolger von Marco Rose, der in der kommenden Saison Borussia Mönchengladbach trainieren wird. Beide Vereine bestätigten den Wechsel am Montag auf ihren Webseiten. Der ehemalige Cheftrainer vom Major-League-Club New York Red Bulls soll in Salzburg offiziell aber erst nach Saisonende vorgestellt werden.

"Das ist eine neue Herausforderung für mich und ich bin bereits voller Vorfreude auf diese Aufgabe. Aber bis es so weit ist, habe ich mit RB Leipzig noch viel zu tun, um die Saison bestmöglich abzuschließen", sagte der 45-Jährige laut der Vereinsmitteilung. "Darauf konzentriere ich mich voll und ganz, bevor dann mein neues Kapitel beim FC Red Bull Salzburg beginnt." Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund meinte zur Verpflichtung: "Wir sind sowohl fachlich als auch menschlich restlos von ihm überzeugt. Er kennt unsere Philosophie sowie unsere Art, Fußball zu spielen, sehr gut."

Leipzigs Cheftrainer Rangnick hatte zuletzt in höchsten Tönen über die Arbeit von Marsch in Sachsen gesprochen, betonte aber, dass die Entscheidung "RB Salzburg selber treffen muss, da haben wir keinen Einfluss. Natürlich traue ich ihm zu – egal wo – auch Cheftrainer zu sein, in Deutschland, aber auch in Österreich".

Fahrverbot für BVB-Profi Marius Wolf

Das Fahrverbot für BVB-Profi Marius Wolf wegen Fahrens ohne Führerschein ist auf zwei Monate festgelegt worden. Das teilte das Amtsgericht im unterfränkischen Kitzingen am Montag mit. Es bestätigte zudem eine Geldstrafe von 200.000 Euro für Wolf, der laut Gericht Ende März 2018 auf der Autobahn 3 bei Kitzingen bei einer Kontrolle erwischt worden war. Damals spielte der Profi für Eintracht Frankfurt. Zuerst hatte die "Main-Post" über das Urteil berichtet.

PSG nach Debakel unter Schock

Paris St. Germain muss nach einer Demütigung weiter auf die erfolgreiche Titelverteidigung in der Ligue 1 warten. Das Starensemble von Trainer Thomas Tuchel verlor am 32. Spieltag ein turbulentes Topspiel bei Verfolger OSC Lille krachend 1:5 (1:1). Für Paris war es die höchste Pflichtspielniederlage seit dem denkwürdigen 1:6 im Champions-League-Achtelfinale beim FC Barcelona im März 2017.

"Wir werden zwar Meister, aber so darf man nicht verlieren", sagte Weltmeister Kylian Mbappe, "das ist eine Frage der fehlenden Persönlichkeit, wenn man drei, vier oder fünf Gegentore bekommt. Dass man verliert, passiert, aber das war nicht normal."

Die Pleite in Lille war die schlimmste Niederlage für PSG in der Ligue 1 seit dem 0:4 in Bordeaux 2009. Fünf Gegentore in der Meisterschaft hatte der Hauptstadtklub zuletzt beim 1:5 in Sedan im Jahr 2000 hinnehmen müssen.

Trotz der zweiten Saisonniederlage liegt Paris sechs Spieltage vor Saisonende weiter komfortable 17 Punkte vor Lille. PSG hat zudem noch ein Spiel in der Hinterhand. In der Nachholpartie beim FC Nantes am Mittwoch hat Paris den nächsten Matchball. Bereits in der Vorwoche hätte Paris ein Sieg zum Titelgewinn gereicht, ein 2:2 gegen Racing Straßburg inklusive einer kuriosen "Klärungsaktion" des früheren Bundesligaprofis Eric Maxim Choupo-Moting war jedoch zu wenig.

Thomas Meunier (7.) per Eigentor, der unter anderem mit den Bayern in Verbindung gebrachte Nicolas Pepe (51.), Jonathan Bamba (65.), Gabriel (71.) und Jose Fonte (84.) trafen für Lille. Der ehemalige Münchner Juan Bernat erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich (11.), wurde nach einer Notbremse aber noch in der ersten Halbzeit vom Platz gestellt (36.).

Ex-Weltmeister Julian Draxler stand in der Startelf, Thilo Kehrer wurde in der 16. Minute für den verletzten Kapitän Thiago Silva eingewechselt. Insgesamt dauerte die erste Halbzeit infolge intensiver Diskussionen nach dem Platzverweis gegen Bernat 53 (!) Minuten. In der zweiten Halbzeit hatte Kehrer beim Stand von 1:1 eine große Chance zur Führung, köpfte aber aus fünf Metern knapp vorbei (48.).

Stindl nach Schienbein-OP wieder optimistisch

Kapitän Lars Stindl von Borussia Mönchengladbach hat sich nach seiner Operation am gebrochenen Schienbein optimistisch gezeigt. "OP gut überstanden! Jetzt steht erst mal Reha auf dem Programm, aber das kriegen wir schon hin! Drücke den Jungs die Daumen für die letzten Spiele!", schrieb der 30-Jährige am Montag in den Sozialen Netzwerken.

Stindl war noch am Sonnabendabend in Hannover operiert worden, wo er sich kurz zuvor bei einem heftigen Zusammenprall mit 96-Abwehrspieler Matthias Ostrzolek schwer verletzt hatte. "Ein riesiges 'Danke' für die unfassbar vielen Nachrichten", schrieb Stindl, der vermutlich mehrere Monate ausfallen wird.

Puma startet Spanien-Offensive

Puma baut sein Fußballengagement aus. Der Konzern wird offizieller technischer Partner der spanischen LaLiga, wie das Herzogenauracher Unternehmen am Montag mitteilte. Ab der Saison 2019/20 werde Puma den Ball und andere Produkte für die Spiele der wichtigsten Ligen des spanischen Fußballs liefern. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Die Partnerschaft mit LaLiga ergänze Kooperationen mit einigen Topspielern wie Luis Suárez oder Antoine Griezmann, hieß es. Zu Beginn der Saison 2019/20 wird Puma zudem die Teams des FC Girona und des FC Valencia ausrüsten. Die spanische Liga ist eine der größten der Welt. Puma zufolge erreicht sie jährlich 2,7 Milliarden Zuschauer in 183 Ländern und mehr als 80 Millionen Follower in sozialen Medien. Bislang hatte der weltgrößte Sportartikelhersteller, der US-Konzern Nike, den Ball gestellt.

Puma will durch den Vertrag in Spanien seine Position als weltweite Fußball-Marke stärken. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren sein Fußball-Engagement erheblich ausgebaut. In Deutschland rüstet er unter anderem Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach aus. Vor kurzem zogen die Herzogenauracher zudem einen dicken Fisch in der englischen Premier League an Land und werden ab Sommer Manchester City ausstatten.

Union gibt Stürmer Taz Bundesliga-Vertrag

Zweitligist Union Berlin setzt auch in Zukunft auf die Dienste von Angreifer Berkan Taz. Der Aufstiegsaspirant verlängerte den Vertrag mit dem 20-Jährigen bis 2021. Der neue Kontrakt besitzt auch für die Bundesliga Gültigkeit.

"Berkan Taz hat in den letzten eineinhalb Jahren erhebliche Fortschritte als Spieler gemacht. Wir sind mit seinem Werdegang sehr zufrieden und freuen uns, dass er sein Talent und seine Leistungsbereitschaft auch in Zukunft für Union einsetzen wird", sagte Geschäftsführer Oliver Ruhnert.