Zweite Bundesliga

FC St. Pauli: Jan-Marc Schneider liebäugelt mit Abschied

Stürmer Jan-Marc
Schneider (24) ist
bei den Fans wegen seines Einsatzes sehr beliebt.

Stürmer Jan-Marc Schneider (24) ist bei den Fans wegen seines Einsatzes sehr beliebt.

Foto: Getty Images

Der Stürmer des FC St. Pauli will mehr spielen. Wechsel in die Dritte Liga ist möglich. In sieben Partien nur 142 Einsatzminuten.

Hamburg. Auf den Montag freut sich Jan-Marc Schneider bereits. „Da können mir meine Mitspieler schön ein Lied trällern. Da bestehe ich drauf. Das können die ganz gut“, scherzt der Stürmer des FC St. Pauli, der am 25. März seinen 25. Geburtstag feiert und somit im besten Fußballeralter ist.

Aus diesem Grund denkt der gebürtige Hamburger derzeit genau über seine berufliche Zukunft nach. Der Vertrag des Publikumslieblings läuft am 30. Juni aus. Der Profi macht keinen Hehl daraus, dass er gerne mehr Spielanteile haben möchte. In der aktuellen Spielzeit stand „Janne“, wie ihn die Kollegen nennen, in keinem Zweitliga-Pflichtspiel in der Startelf.

In sieben Partien kam der lauf-und kampfstarke Stürmer auf lediglich 142 Einsatzminuten. „Vor der Saison habe ich mir vorgenommen, auf meine Einsatzzeiten zu kommen und mich persönlich weiterzuentwickeln. Sowohl was Spielverständnis als auch Fitness betrifft. Das ist mir, denke ich, gelungen“, sagt Schneider: „Das mit den Einsätzen hat sich etwas schwierig gestaltet. Auch wenn es zuletzt wieder mehr wurde.“

Schneider will über Jokerrolle hinauskommen

In der Tat hatte Trainer Markus Kauczinski Schneider in den vergangenen sechs Partien in den Kader berufen und immer mal wieder eingewechselt. Auf Dauer möchte Schneider aber über die Jokerrolle hinauskommen. Deshalb spricht die Berateragentur „Team One“, die Schneider unter Vertrag hat, nicht nur mit dem Kiezclub. Sollte der Profi sich für einen Wechsel entscheiden, würde er erstmals seine Komfortzone verlassen. Bislang hat er seine gesamte Zeit im Fußball in Hamburg und Umgebung verbracht. Im Jugendbereich lief Schneider für den HSV auf, ehe er über die SV Blankenese, Eintracht Norderstedt und die SV Halstenbek-Rellingen 2015 den Weg zu St. Pauli fand.

„Es ist alles offen, aber als Fußballer muss man sich auch andere Optionen anschauen“, sagt Schneider, der sich vorstellen kann, einen Schritt zurück zu machen, um so seine Karriere voranzutreiben. „Ich fühle mich in der Zweiten Liga angekommen, aber auch in der Dritten Liga gibt es geile Vereine. Ich setze mir keine Grenzen, was die Ligen betrifft“, sagt der Angreifer, der am Donnerstag beim 1:0-Sieg im Testspiel gegen Vejle BK Siegtorschütze war und Werbung in eigener Sache betreiben konnte.