HSV Hamburg

Edvardsson wieder im Tor, Schröder hielt durch

Dominik Vogt hat Düsseldorfs Philipp
Pöter voll im Griff.

Dominik Vogt hat Düsseldorfs Philipp Pöter voll im Griff.

Foto: Witters

Die Handballer des HSV Hamburg besiegen den Tabellenletzten Rhein Vikings Düsseldorf 34:26, überzeugen aber nicht.

Hamburg.  Der HSV Hamburg hat seine Pflichtausgabe in der 2. Handballbundesliga erledigt, überzeugen konnte die Mannschaft beim 34:26 (14:11)-Sieg über den insolventen Tabellenletzten Rhein Vikings aus Düsseldorf allenfalls in der Schlussphase, als dem Gegner die Kräfte ausgingen. „Nach drei Spielen wieder mal gewonnen, das tut uns gut, wir müssen uns jedoch steigern, wollen wir die Klasse halten. Dieser Gegner war kein Maßstab“, sagte Sportchef Martin Schwalb. 3211 Zuschauer in der Sporthalle Hamburg hatten dennoch ihren Spaß. Mannschaftskapitän Lukas Ossenkopp war mit sieben Treffern, darunter zwei Siebenmetern, bester Schütze der Hamburger. Der Rückraumlinke Philipp Bauer und der reaktivierte Weltmeister Stefan Schröder (37), der 60 Minuten durchspielte, trafen sechsmal.

Das Spiel begann mit einer Schweigeminute und anschließendem Applaus für den vor einer Woche verstorbenen langjährigen Hallensprecher und Sat.1- Moderatoren Marco Heinsohn, der im Alter von 49 Jahren an den Folgen einer Darmkrebserkrankung gestorben war.

Edvardsson erzielte sogar einen Treffer

Beim HSVH gab in der zweiten Halbzeit Torhüter Aron Edvardsson mit neuer Frisur sein Comeback. Der Isländer hatte sich Anfang Januar einem Eingriff am Bauch unterziehen müssen, weil nach einer Blinddarmoperation die Narbe nicht optimal verheilt war. Edvardsson war seine mangelnde Spielpraxis anfangs anzumerken, in der 47. Minute erzielte er aber sogar einen Treffer, als er den Ball übers ganze Feld zum 23:18 ins leere Düsseldorfer Tor warf. Junioren-Nationaltorwart Marcel Kokoszka hatte in den ersten 30 Minuten ebenfalls einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, in den letzten fünf Minuten durfte Neuzugang Lukas Baatz sein Debüt geben.

Im Angriff fehlten den Hamburgern im Formationsspiel sechs gegen sechs erneut Ideen, Dynamik und Durchschlagskraft – gegen die schwächste Mannschaft der Liga, was auf der Tribüne bei Schwalb die eine oder andere Unmutsäußerung auslöste: „Wir bewegen uns zu wenig, wirken oft gehemmt. Das muss sich schnellstens ändern.“