Fussball-Ticker

Incredibile! Zweitliga-Torwart schießt Eigentor des Jahres

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Incredibile! Perucchini schießt Eigentor des Jahres

Was hat sich Filippo Perucchini dabei bloß gedacht? Es lief die 26. Minute im Spiel der italienischen zweiten Liga (Serie B) bei US Palermo, als der Torhüter von Ascoli Calcio nach einem Rückpass den Ball mit dem Fuß annahm. Doch anstatt den sicheren Pass zu einem Mitspieler nach außen zu spielen oder wenigstens den Ball weit nach vorn zu dreschen, ging Perucchini (27) ins Dribbling. Und was dann passierte – sehen Sie selbst.

"Incredibile!" Dem Ausruf des Reporters zu diesem Eigentor des Jahres ist nichts hinzuzufügen. Besonders bitter: "Pippo" Perucchini hatte sich den Startplatz in Ascolis Tor gerade erst zurückerkämpft. Es war der Treffer zum 1:0, Palermo siegte am Ende 3:0 und behauptete die Tabellenführung. Ascoli ist Elfter.

Rassismus: Haftbefehl für Zweitligaprofi in England

Gegen Fernando Forestieri vom englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday ist wegen rassistischer Beleidigungen und eines geschwänzten Gerichtstermins ein Haftbefehl erlassen worden. Der italienische Stürmer soll am 24. Juli während einer Schlägerei nach dem Testspiel bei Mansfield Town rassistische Äußerungen getätigt haben. Am Freitag erschien Forestieri nicht zu dem anberaumten Gerichtstermin in Mansfield.

Vom englischen Verband FA war Forestieri bereits im September zu einer Sperre von drei Spielen sowie einer Geldstrafe in Höhe von 27.700 Euro verurteilt worden. Die beiden Vereine wurden jeweils zu einer Strafzahlung von 22.000 Euro verurteilt. Forestieri wechselte 2015 vom FC Watford nach Sheffield und erzielte in 101 Partien 35 Tore.

Bobic lobt „phänomenale Entwicklung“

Kurz vor dem Jahreswechsel hat Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic eine äußerst positive Bilanz gezogen. „Die Entwicklung in den vergangenen 30 Monaten ist phänomenal. Und ich spreche von der Entwicklung des gesamtem Vereins“, wird Bobic auf der vereinseigenen Webseite zitiert. Natürlich sei dabei der Sport der Motor. „Wie aber praktisch jeder Mitarbeiter des Vereins bis zur letzten Faser infiziert ist und jeder in seinem Bereich malocht, um das große Ganze weiter nach vorne zu bringen, ist schon beeindruckend“, lobte Bobic.

Ein glänzendes Zeugnis stellte der 47-Jährige dem vor Saisonbeginn als Nachfolger von Niko Kovac von Young Boys Bern geholten Trainer Adi Hütter aus. „Was er hier seit Sommer leistet, dafür gibt es kaum die richtigen Worte“, sagte Bobic. Dabei sei Hütters Verpflichtung zunächst durchaus auf Skepsis gestoßen. „Inzwischen wird er im gesamten Stadion und dem Umfeld des Vereins gefeiert. Zu Recht“, betonte der Sportvorstand.

Trotz des ersten Pokal-Triumphs seit 30 Jahren sowie der glänzenden Hinrunde mit 27 Punkten in der Bundesliga und der historischen Siegesserie in der Europa League mahnte Bobic zur Besonnenheit. „Gerade in solchen Momenten müssen wir in der Führung hellwach sein. Denn es gibt zwei ebenso blöde wie richtige Floskeln: Im Erfolg macht man die größten Fehler sowie Stillstand ist Rückschritt“, sagte er.

Diese Gefahr bestehe bei ihm kaum. „Ich bin ein Treiber und will immer weiter“, stellte Bobic klar. Dabei müsse jedoch stets der Blick auf das Wesentliche gewahrt bleiben. „Wo die Grenzen sind, kann seriös nicht beurteilt werden. Aber bei aller Entwicklung darf das Tagesgeschäft nicht vergessen werden“, sagte er. „Die Bundesliga ist unsere Heimat.“

Ajax' Toptalent vor Wechsel zu Barca

Die Liste der Interessenten reichte vom FC Bayern über Manchester City und Paris bis nach Spanien zu Real Madrid und dem FC Barcelona. Nun soll eine Entscheidung bei Frenkie de Jong, Mittelfeldspieler von Ajax Amsterdam, gefallen sein. Laut der spanischen Zeitung "Sport" sollen die Katalanen den Zuschlag für das 21 Jahre alte Ausnahmetalent erhalten. Der Niederländer soll sich mit dem spanischen Tabellenführer auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt haben.

Bevor de Jong Teamkollege von Lionel Messi wird, müssen sich beide Vereine noch auf eine Ablöse einigen. Momentan sollen sie knapp 15 Millionen Euro auseinanderliegen. Während Ajax eine Transferentschädigung von 75 Millionen Euro fordert, soll Barca bislang 60 Millionen Euro bieten.

FCK vor Insolvenz? Club-Ikone wehrt sich

Horst Eckel will das drohende Aus für den 1. FC Kaiserslautern nicht akzeptieren. "Sollte es zu einer Insolvenz kommen, dann bedeutet das nicht das Ende. Man muss eben weitermachen – und an den Verein glauben", sagte der letzte noch lebende "Held von Bern" bei Sport1. Der chronisch klamme Traditionsclub aus der Pfalz, der im zu Ende gehenden Jahr erstmals in die 3. Liga abgestürzt ist, steht wieder einmal vor existenzbedrohenden Problemen. Bis zum März braucht der FCK zwölf Millionen Euro. Die Suche nach einem Investor läuft zwar seit langer Zeit, Erfolge konnte die Chefetage aber noch nicht präsentieren.

"Ich mache mir natürlich Gedanken, was mit meinem Verein passiert", äußerte Eckel. Der 86 Jahre alte Weltmeister von 1954 würde am liebsten auf den Rasen des Betzenbergs zurückkehren: "Wenn ich könnte, dann würde ich wieder meine Fußballschuhe schnüren und der Mannschaft auf dem Platz helfen."

Nach Krawallen: Italiens Regierung will Risikospiele am Abend verbieten

Nach den Krawallen am Rande des Spiels zwischen Inter Mailand und Neapel (1:0), bei denen ein Inter-Fan ums Leben gekommen ist, will die italienische Regierung die Sicherheitsvorkehrungen rund um Spitzenspiele verschärfen. Innenminister Matteo Salvini kündigte an, dass Partien mit heikler Sicherheitslage künftig nicht mehr abends ausgetragen werden sollen. In der kommenden Woche wird Salvini zusammen mit Sportminister Giancarlo Giorgetti die Managements der Clubs sowie Vertreter von Schiedsrichtern und organisierter Fangemeinschaften zu einem Treffen in Rom einladen. "Wir wollen zusammen prüfen, wie wir Ordnung und Ruhe in und rund um die Stadien zurückbringen können", sagte Salvini.

Die Meisterschaft werde jedoch nach Plan fortgesetzt. "Die Arenen zu schließen und den Fans die Auswärtsspiele zu verbieten, sind Maßnahmen, welche die wahren Tifosi benachteiligen, die nichts mit Kriminellen zu tun haben", sagte Salvini. Bei Zusammenstößen rivalisierender Fans im Anschluss an die Partie am vergangenen Mittwoch in Mailand waren vier Neapel-Anhänger durch Messerstiche verletzt worden. Ein Inter-Fan wurde in der Nähe des Giuseppe-Meazza-Stadions von einem Lieferwagen überfahren und war an den Verletzungen gestorben.

Ex-Profi kritisiert Bundesliga-Geschäft

Jan Rosenthal hat sich sehr kritisch über den Profi-Fußball geäußert. „Mich haben viele Dinge zunehmend genervt: Der Egoismus in dem Geschäft – es geht in vielen Vereinen vorrangig um Macht, Status und nicht um die Sache an sich, also das, was dem Mannschaftserfolg dient“, sagte der frühere Mittelfeldspieler von Hannover, Freiburg, Frankfurt und Darmstadt dem „Sportbuzzer“. Rosenthal, der im Sommer seine Karriere beendete, moniert zudem die Oberflächlichkeit der Profi-Fußballer. „Die TV-Interviews sind doch fast alle gleich, das spiegelt den ganzen Schein der Branche gut wieder“, sagte der 200-fache Bundesligaspieler. „Viel Fassade, meist wenig Inhalt.“

Auch sein eigenes Verhalten analysierte er selbstkritisch. „Natürlich kann man nie verallgemeinern, aber vielerorts wird die eigene Welt komplett überhöht – da beziehe ich mich auch genauso mit ein. Nicht zuletzt bei all den politischen Fragen heutzutage merke ich im Nachhinein, wie ich mich geradezu der Lächerlichkeit preisgegeben habe“, sagte der 32-Jährige. „Man denkt, man wäre sonst wie wichtig – dieser Eindruck wird einem eben auch permanent von außen vermittelt –, aber tatsächlich ist das Quatsch.“

Gerade bei jungen Spielern gehe es häufig nur um die Profilierung über Statussymbole. „Mal eine Uhr, mal ein Auto, oder die neuen teuren Klamotten. Man bedient das Image des Profis, weil genau diese Dinge Gesprächsthema in der Kabine sind“, sagte der Offensivspieler.

Tedesco bekommt Hilfe bei S04

Schalke-Trainer Domenico Tedesco erhält möglicherweise bereits zum Auftakt in die Vorbereitung auf die Rückrunde die gewünschte Unterstützung. „Ja, es gibt auf jeden Fall ein paar Ideen, so zwei, drei Kandidaten haben wir im Kopf“, sagte der 33-Jährige bei Sky. „Eine Deadline“ habe man sich nicht gesetzt, aber es könne laut Tedesco für den Trainingsauftakt im Januar durchaus „passen“ mit dem neuen Co-Trainer.

Wichtigster Punkt neben einer fachlichen Qualifikation sei, dass es „menschlich“ passen müsse. Erfahrung wäre ein „Nice to have“, wie Tedesco weiter erklärte. Der Schalker Chefcoach betonte einmal mehr, dass nicht die schlechte Hinrunde mit nur 18 Punkten zu der Erkenntnis geführt habe, das Trainerteam zu erweitern. Die Idee habe man bereits „im Sommer“ gehabt. Sportvorstand Christian Heidel hatte nach dem 3:1 der Schalker in Stuttgart zum Hinrundenabschluss über die Erweiterung des Trainerteams gesprochen.

„Kein großes Geheimnis“ sei zudem laut Tedesco, dass man den Kader „verkleinern“ möchte. „Wir sind jetzt dabei, die entsprechenden Gespräche zu führen“, sagte Tedesco. Als mögliche Streich-Kandidaten gelten die Offensivspieler Franco di Santo, Jewgeni Konopljanka und Breel Embolo.

Robinho wechselt innerhalb der Türkei

Der frühere brasilianische Nationalspieler Robinho wechselt zum türkischen Spitzenreiter Basaksehir Istanbul. Robinho, der unter anderem für die Topclubs Real Madrid, AC Mailand und Manchester City gespielt hatte, kommt vom Ligakonkurrenten Sivasspor. Im November 2017 war er in Italien wegen des Vorwurfs der Gruppenvergewaltigung zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Robinho wies die Vorwürfe zurück und legte gegen das Urteil Einspruch ein.

Hasenhüttl verliert mit Southampton

Teammanager Ralph Hasenhüttl hat mit dem FC Southampton einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Premier League hinnehmen müssen. Die Saints verloren gegen West Ham United 1:2 (0:0) und liegen als 16. nur drei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Zuvor hatte Southampton zwei Siege in Serie gefeiert, beim Debüt des ehemaligen Bundesligatrainers hatte es eine Niederlage gegeben.