Boxen

Poularde und Knockouts: EC lädt zum Dinnerboxen

Karo Murat (re.)  von EC Boxing gegen Travis Reeves (Archivbild)

Karo Murat (re.) von EC Boxing gegen Travis Reeves (Archivbild)

Foto: picture alliance / Photowende

„Night of the Champions“ steigt am Sonnabend in der Sporthalle Hamburg. Chef des Profistalls verspricht hochwertige Kämpfe.

Hamburg.  Knockouts, das weiß Erol Ceylan aus seiner mittlerweile neun Jahre währenden Karriere als Boxpromoter, kann man nicht erzwingen und deshalb auch nicht versprechen. Zwei feste Zusagen traute sich der 46 Jahre alte Chef des Hamburger Profistalls EC Boxing für die „Night of the Champions“ an diesem Sonnabend (acht Kämpfe, erster Gong 18.45 Uhr/Hamburg 1) in der Sporthalle Hamburg dennoch zu machen. „Es gibt hochwertiges Essen und hochwertige Kämpfe“, sagte Ceylan am Donnerstag auf der Pressekonferenz im Hard Rock Café an den Landungsbrücken.

Ersteres liegt in der Hand der Spitzenköche Michael Wollenberg und Karlheinz Hauser, die die 800 VIP-Gäste im Innenraum mit einem weihnachtlichen Viergängemenü – Kürbissuppe, Trüffelravioli, Maispoulardenbrust und Schokokuchen – verwöhnen wollen, während es im Ring rund geht. Zweiteres liegt in den Fäusten der drei Hauptkämpfer. Mit Spannung wird vor allem das Schwergewichtsduell zwischen dem rumänischen EC-Hoffnungsträger Christian Hammer (31) und dem Münchner Michael Wallisch (33) erwartet. Für Wallisch, der vor einigen Jahren selbst bei EC unter Vertrag stand und aktuell von Wollenberg gemanagt wird, ist es die letzte Chance, auf dem Weg, sich den Traum von einem WM-Kampf zu erfüllen, einen entscheidenden Schritt voranzukommen.

Einen WM-Titel hat Karo Murat (35) schon, allerdings beim unbedeutenden Weltverband IBO. Diesen verteidigt der Halbschwergewichtler in einem stallinternen Duell gegen den Schweden Sven Fornling (30). Der in 19 Profikämpfen unbesiegte Publikumsliebling Sebastian Formella (31), der als Containerfahrer im Hamburger Hafen arbeitet und eine breite Fanbasis hinter sich weiß, steigt eine Gewichtsklasse ab und kämpft im Weltergewicht gegen Bethuel Ushona (36) aus Namibia um den neu geschaffenen Globaltitel des Weltverbands WBO. „Das Gewichtmachen war kein Problem, ich habe mich nach dem Training trotzdem wie gewohnt mit Schokolade belohnt. Ich erhoffe mir vom Wechsel der Gewichtsklasse mehr Power, um meine Gegner auszuknocken“, sagte Formella. Ein Versprechen war das nicht ...

Restkarten (27 Euro) an der Abendkasse.