Fußball-Ticker

Schwerer Zusammenprall: Sorgen um Ex-Dortmunder Subotic

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Subotic nach Zusammenprall ins Krankenhaus

Neven Subotic hat sich bei einem Zusammenprall am Kopf verletzt. Der langjährige Abwehrspieler von Borussia Dortmund, der seit Januar für den französischen Erstligisten AS Saint-Étienne spielt, stieß in der Ligapartie seines Teams am Mittwochabend bei Girondins Bordeaux unglücklich mit dem Knie seines Torwarts Stéphane Ruffier zusammen und musste blutüberströmt vom Platz gebracht werden. Der frühere serbische Nationalspieler werde nicht mit der Mannschaft zurückreisen, sondern müsse noch einige Tage im Krankenhaus in Bordeaux bleiben, sagte sein Trainer Jean-Louis Gasset nach der 2:3-Niederlage von Saint-Étienne.

Der BVB schickte dem 29 Jahre alten Subotic via Twitter Genesungswünsche. "Gute und vor allem ganz, ganz schnelle Besserung an Neven Subotic! Wir wissen, dass du ein Kämpfer bist, und hoffen, dass du ganz bald wieder auf den Beinen bist."

Barcelona locker in die nächste Runde

Der FC Barcelona ist im spanischen Pokal erwartungsgemäß mühelos eine Runde weitergekommen. Die Katalanen gewannen nach dem 1:0-Auswärtserfolg im Hinspiel der vierten Runde der Copa del Rey das Rückspiel vor heimischer Kulisse gegen den Drittligisten CD Leonesa mit 4:1 (3:0).

Die Gastgeber, die ohne den deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen und Superstar Lionel Messi angetreten waren, gingen durch Munir El Haddadi in der 18. Minute in Führung. Die weiteren Tore für Barça erzielten Denis Suárez (26./70.) und Malcom (43.). Señé gelang der Ehrentreffer für León (54.).

PSG wieder nur remis

Drei Tage nach dem Remis in Bordeaux hat der französische Meister Paris Saint-Germain erneut zwei Punkte liegen lassen. Am 16. Spieltag kam das Starensemble von Trainer Thomas Tuchel beim Liga-Achten Racing Straßburg nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus.

Nach einem Handspiel des deutschen Nationalspielers Thilo Kehrer erzielte Kenny Lala in der 40. Minute per Strafstoß zunächst die Führung für die Elsässer. Der Uruguayer Edinson Cavani war dann in der 71. Minute ebenfalls vom Elfmeterpunkt erfolgreich. Lala hatte den zur Pause eingewechselten französischen Jungstar Kylian Mbappé gefoult.

Thilo Kehrer und Nationalmannschaftskollege Julian Draxler spielten beim souveränen Tabellenführer PSG durch, der auf seinen verletzten brasilianischen Superstar Neymar verzichten musste. Nach dem Rückstand brachte Tuchel in Hälfte zwei Mbappé und damit gleich mehr Schwung in die Partie. PSG musste in der Nachspielzeit aber noch einmal zittern, doch ein Treffer von Adrien Thomasson wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

Liverpool siegt in Burnley, Arsenal punktet bei Man United

Der FC Liverpool bleibt Spitzenreiter Manchester City in der Premier League weiter auf den Fersen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp verkürzte den Rückstand auf den englischen Fußballmeister mit einem 3:1 (0:0) beim FC Burnley wieder auf zwei Punkte. Der FC Arsenal verpasste bei Manchester United den nächsten Sieg. Die Teams trennten sich im Old Trafford 2:2 (1:1).

Liverpool tat sich ohne den verletzten Sadio Mané und die Angreifer Mohamed Salah und Roberto Firmino, die beide auf der Bank saßen, zunächst schwer und geriet durch Jack Cork (54. Minute) in Rückstand. Doch James Milner (62.) und der kurz zuvor eingewechselte Firmino (69.) drehten die Partie. Xherdan Shaqiri (90.+1) besorgte den Endstand. Mit 39 Punkten belegen die Reds Platz zwei.

Arsenal, bei dem Ex-Nationalspieler Mesut Özil erneut nicht im Kader stand, ging im Old Trafford durch den deutschen Weltmeister Shkodran Mustafi (26.) und Alexandre Lacazette (68.) zweimal in Führung, doch Rekordmeister Man United gelang durch Anthony Martial (30.) und Jesse Lingard (69.) jeweils kurz darauf der Ausgleich. In der Tabelle fielen die Gunners zurück auf den fünften Platz.

Auf Platz vier steht wegen der besseren Tordifferenz der FC Chelsea, der sich auswärts beim Aufsteiger Wolverhampton Wanderers blamierte. Trotz anfänglicher Führung unterlagen die Blues mit 1:2 (1:0) und fielen hinter den Lokalrivalen Tottenham Hotspur (Platz drei) zurück. Die Spurs setzten sich mit 3:0 (1:0) gegen den FC Southampton durch, dessen neuer Trainer Ralph Hasenhüttl die Niederlage von der Tribüne des Wembley-Stadions verfolgte. Am Donnerstag soll Hasenhüttl erstmals das Training leiten.

Potsdam stoppt Wolfsburgs Siegesserie

Turbine Potsdam hat die beeindruckende Siegesserie des VfL Wolfsburg in der Frauen-Bundesliga gestoppt. Die Brandenburgerinnen trotzten dem Spitzenreiter im Topspiel des elften Spieltags beim 1:1 (0:0) einen Punkt ab. Viktoria Schwalm glich am Mittwochabend sieben Minuten vor Ende der Partie die Wolfsburger Führung von Ewa Pajor (65.) noch aus. Der Titelverteidiger aus Niedersachsen hatte zuvor alle Ligaspiele der laufenden Saison gewonnen und führt die Tabelle weiter souverän an.

Wolfsburgs erster Verfolger bleibt der FC Bayern München. Die FCB-Frauen hatten wie erwartet vor heimischer Kulisse gegen Borussia Mönchengladbach keine Mühe und besiegten den Tabellenletzten 9:0 (7:0). Die deutsche Nationalspielerin Sara Däbritz traf dreifach (19./26./40.), die weiteren Tore erzielten Jovana Damnjanovic (10./29.), Jill Roord (12./24.), Lina Magull (83.) und Mandy Islacker (85.). Der Rückstand der Münchnerinnen auf Wolfsburg beträgt nun fünf Punkte.

1899 Hoffenheim setzte sich mit 4:0 (1:0) gegen den SC Sand durch, Die SGS Essen schlug Bayer Leverkusen 5:0 (1:0). Der 1. FFC Frankfurt und der MSV Duisburg trennten sich 0:0. Zum Auftakt des Spieltags hatte der SC Freiburg bereits am Vormittag 3:0 bei Werder Bremen gewonnen.

Hildmann übernimmt Kaiserslautern

Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat die Nachfolge des freigestellten Cheftrainers Michael Frontzeck geregelt. Nach Informationen der "Rheinpfalz" haben die Roten Teufel Sascha Hildmann als neuen Coach verpflichtet. Der 46-Jährige, der im Oktober beim Liga-Rivalen SG Sonnenhof Großaspach beurlaubt worden war, soll einen Vertrag bis zum Sommer 2020 erhalten und am Donnerstag offiziell vorgestellt werden. Zuletzt waren der frühere HSV-Trainer Joe Zinnbauer und Jens Härtel als heißeste Anwärter auf den vakanten Posten gehandelt worden.

Sky weist Kritik an Zweitliga-Übertragung zurück

Sky hat die Kritik vieler Zweitligisten an der Berichterstattung des Pay-TV-Senders über die Spiele im Unterhaus zurückgewiesen. "Die 2. Liga in Deutschland befindet sich, bezogen auf die finanzielle Ausstattung und die Sendezeiten, im europäischen Vergleich in einem Schlaraffenland", sagte Unternehmenssprecher Ralph Fürther.

Einige Vereine der 2. Bundesliga, darunter der FC St. Pauli, hatten sich darüber beschwert, dass Sky nicht mehr bei allen Spielen mit einem Livekommentator oder Fieldreporter vor Ort sind. Die Clubs beklagen, dass dadurch keine Interviews vor den jeweiligen Sponsorenwänden mehr übertragen würden. Für Sky gibt es aber "keinen Grund zur Beschwerde". Der Sender erklärte, dass die Reduzierung des Livereporter im Unterhaus keine Sparmaßnahme sei, "sondern wir setzen das Geld vielmehr an anderer Stelle ein – Stichwort Champions-League-Rechte exklusiv im Pay-TV".

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) teilte mit: "Sky ist seit langer Zeit ein verlässlicher Partner, der mit seinen Investitionen auch maßgeblich zur Weiterwicklung der 2. Bundesliga beigetragen hat. Anders als in anderen Ländern Europas werden alle Spiele der 2. Bundesliga live mit einer hohen Programmqualität übertragen. Natürlich ist der Weg, nicht alle Spiele mit einem Vor-Ort-Reporter zu besetzen, ungewohnt, wurde aber offen kommuniziert."

Abschaffung der Montagsspiele? Sky reagiert gelassen

Sky äußerte sich am Mittwoch auch zur Abschaffung des Zweitligaspiele am Montag ab 2021: "Wir befinden uns gerade erst in der Mitte unseres zweiten Vertragsjahres. Von daher ist es noch viel zu früh, sich bereits zu einzelnen Konstellationen einer neuen Ausschreibung zu äußern. Unsere gesamte Aufmerksamkeit gilt der aktuellen Berichterstattung und da erfreut sich das Montagsspiel bei unseren Kunden großer Beliebtheit."

Im Übrigen trage das aktuelle Modell auch dazu bei, dass die 2. Liga in der laufenden Saison neue Umsatzhöchstwerte erziele (700 Millionen Euro) – TV-Gelder von Sky (200 Millionen) machten dabei einen Riesenanteil an den Umsätzen aus. Mit diesem Umsatz stelle die 2. Liga nicht nur die englische Konkurrenz in den Schatten, sondern lasse auch die ersten Ligen in den Niederlanden, Dänemark, Schweden oder Österreich teilweise ganz weit hinter sich.

St. Pauli muss auch um Buballa bangen

Der FC St. Pauli beklagt einen weiteren angeschlagenen Spieler. Linksverteidiger Daniel Buballa setzte aufgrund von Problemen am Sprunggelenk mit dem Training aus und ließ sich stattdessen behandeln, teilte der Zweitligaclub am Mittwoch mit. Ein Reha-Programm absolvierten hingegen Marvin Knoll (Zerrung), Richard Neudecker (Außenbandriss) und Christopher Buchtmann (Muskelfaserriss), während Mats Möller Daehli (Knieprellung) und Dimitrios Diamantakos (muskuläre Probleme) individuell arbeiteten.

Dafür geht es Johannes Flum nach auskurierter Krankheit besser. Der 30-Jährige konnte am Mittwoch wieder Teile des Mannschaftstrainings mitmachen. Er ist damit eine Option für das nächste Punktspiel des Kiezclubs am Montag (20.30 Uhr/Sky) beim VfL Bochum.

Nach Schlägerei: Russische Nationalspieler bleiben in Haft

Die russischen Nationalspieler Alexander Kokorin und Pawel Mamajew müssen wegen einer möglichen Verwicklung in mehrere Schlägereien in Untersuchungshaft bleiben. Die beiden könnten Einfluss auf die Ermittlungen nehmen und Zeugen beeinflussen, entschied ein Moskauer Gericht der Agentur Interfax zufolge am Mittwoch. Deshalb werde ihre U-Haft bis 8. Februar verlängert.

Die beiden Fußballer sollen im Oktober in einem Café und in einem Restaurant mehrere Menschen angegriffen und verletzt haben. Sie sollen dabei auch einen Mitarbeiter des Industrie- und Handelsministeriums verletzt haben. In die Schlägereien sollen auch der Bruder des Stürmers Kokorin und ein weiterer Bekannter verwickelt gewesen sein.

Für die WM 2018 in Russland wurden Kokorin von Zenit St. Petersburg und der Mittelfeldspieler Mamajew von FC Krasnodar nicht berücksichtigt. Sie waren bereits 2016 in die Schlagzeilen geraten, weil sie nach dem frühen EM-Aus der Sbornaja bei einer Party in Monaco für etwa 250.000 Euro Champagner bestellt hatten.

Kramer meldet sich im Training zurück

Christoph Kramer hat sich nach dreiwöchiger Trainingspause am Mittwoch im Mannschaftstraining von Bundesligist Borussia Mönchengladbach zurückgemeldet. Der Weltmeister von 2014, der zuletzt wegen einer Sprunggelenksverletzung pausieren musste, konnte zum Start in die neue Trainingswoche einen Teil der Übungen mitmachen.

Verletzungsbedingt aussetzen müssen nach wie vor Matthias Ginter (Fraktur der Augenhöhle und des Kiefers), Jonas Hofmann (Muskelverletzung im Hüftbeuger) und Mamadou Doucoure (Muskelbündelriss im Oberschenkel)

Trainer Dieter Hecking warnte nach dem Training angesichts von Tabellenplatz zwei vor einer zu hohen Erwartungshaltung. "Wir sind ambitioniert und würden natürlich gerne so lange es geht vorne dabei bleiben, aber wir wissen auch, dass es in jedem Spiel harte Arbeit ist, diese tolle Ausgangssituation zu verteidigen", sagte er vor dem Duell gegen Abstiegskandidat VfB Stuttgart am Sonntag (18 Uhr/Sky).

Kritisierter Geschäftsführer Voigt verlässt Braunschweig

Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt wird den abstiegsgefährdeten Drittligisten Eintracht Braunschweig auf eigenem Wunsch verlassen. Voigt, der seit 2001 für die Niedersachsen als Geschäftsführer tätig ist, wird bis zum 31. Januar 2019 im Verein bleiben und bis zum 31. März 2019 den Verein insbesondere in Sachen Lizenzierungsverfahren für die Saison 2019/20 unterstützen. Dies gab der Club am Mittwoch bekannt.

Voigt steht seit Wochen in der Kritik. Ihm wird eine Mitverantwortung für den Absturz des Zweitliga-Absteigers angelastet. Er ist neben den bereits entlassenen Manager Marc Arnold und Trainer Henrik Pedersen für die Kaderzusammenstellung des Tabellenletzten der 3. Liga verantwortlich. Für die am Donnerstag stattfindende Jahreshauptversammlung hatte eine Mitgliederinitiative unter anderem die Entlassung Voigts gefordert.

"Trotz der internen Meinungsverschiedenheiten der vergangenen zwölf Monate bin ich dem Verein für die jahrelange konstruktive Zusammenarbeit zu großem Dank verpflichtet", wird Voigt in einer Vereinsmitteilung zitiert. Aufsichtsratschef Sebastian Ebel lobte die Leistungen mit dem Aufbau des Nachwuchsleistungszentrums und dem Stadionumbau.

Bierhoff möchte Özil nicht zurück

Für Mesut Özil gibt es keinen Weg zurück in die deutsche Nationalmannschaft. "Ich bin traurig darüber, wie es zu Ende gegangen ist, aber dieses Kapitel ist vorbei", sagte Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff (50) der englischen Boulevardzeitung The Sun.

Özil (30) war nach der Erdogan-Affäre und dem historischen Vorrunden-Aus bei der WM in Russland geräuschvoll aus der DFB-Auswahl zurückgetreten. Seither hat er mehrere Versuche der sportlichen Leitung der Nationalmannschaft um Bundestrainer Joachim Löw abgeblockt, das durch seinen Abschied zerrüttete Verhältnis in einem klärenden Gespräch wieder zu verbessern.

Löw (58) hat seine Bemühungen dahingehend inzwischen eingestellt. "Nein. Im Moment ist das nicht geplant", sagte er der "Bild"-Zeitung auf die Frage, ob er in der Weihnachtszeit noch einmal einen Kontaktversuch zu seinem früheren Lieblingsschüler unternehmen wolle.

Offiziell: Hasenhüttl übernimmt Southampton

Ralph Hasenhüttl ist nun auch offiziell neuer Teammanager beim englischen Erstligisten FC Southampton. Das gaben die Saints am Mittwoch bekannt. Der 51-Jährige erhält bei Southampton einen Vertrag bis Sommer 2021. Bis vergangenen Mai hatte der Österreicher den Bundesligisten RB Leipzig trainiert.

Groningen will Arjen Robben zurück

Der niederländische Erstligist FC Groningen hofft auf eine Rückkehr seines "verlorenen Sohnes" Arjen Robben. "Es wäre der ultimative Traum, wenn er seine Karriere beim FC Groningen beenden würde", sagte Manager Hans Nijland dem "Dagblad van het Noorden".

Robben (34) hatte am vergangenen Wochenende angekündigt, dass er Bayern München im Sommer nach zehn Jahren verlassen werde, die Fortsetzung seiner Karriere aber offen gelassen. In der Vergangenheit hatte er immer wieder betont, dass er seine Laufbahn gerne in Groningen ausklingen lassen würde. Dort hatte Robben, der aus dem nahen Bedum stammt, 2000 als 16-Jähriger sein Profidebüt gefeiert.

Robben verließ die Grün-Weißen nach 52 Spielen (zwölf Tore) eineinhalb Jahre später und ging zur PSV Eindhoven. Über den FC Chelsea und Real Madrid kam er 2009 nach München.

Nijland berichtete, dass Robbens Vater und Berater Hans ihn am vergangenen Sonntag von den Plänen des Altstars unterrichtet habe. Am Montag habe er Arjen dann eine Nachricht geschickt, in der er ihm seinen Respekt über die Entscheidung mitgeteilt habe. Ein Angebot an Robben habe es aber noch nicht gegeben. "Träumen darf man ja", sagte Nijland, "aber wir sind bodenständige Nordländer und müssen unseren Platz kennen. Wir sprechen von einem der besten Fußballer der Welt."

Groningen kämpft als Tabellen-16. der Eredivisie gegen den Abstieg. Allerdings: Robben soll in Groningen derzeit ein neues Haus bauen lassen, das in Kürze fertiggestellt sei.

Hannover: 12 Millionen für Durchschnittsprofi?

Hannover 96 muss den bislang ausgeliehenen Abwehrspieler Kevin Wimmer bei einer bestimmten Anzahl von Pflichtspielen fest verpflichten. Dies bestätigte Clubchef Martin Kind dem „Sportbuzzer“. Demnach greife eine Klausel, wonach der abstiegsbedrohte Bundesligist 12 Millionen Euro an Stoke City überweisen muss, sollte der Österreicher in der laufenden Saison auf 24 Einsätze kommen. „Ja, es gibt diese Klausel“, sagte Kind. Hannovers bisheriger Rekordeinkauf war der Brasilianer Jonathas, für den 96 im Jahr 2017 etwa neun Millionen Euro zahlte.

Der Innenverteidiger kam im Sommer für rund 1,5 Millionen Euro auf Leihbasis vom englischen Premier-League-Absteiger Stoke City zu den Niedersachsen. Der 26-Jährige sollte den zum FC Schalke 04 abgewanderten Salif Sané ersetzen und war zu Saison-Beginn in der Abwehr gesetzt. In den vergangenen Begegnungen verlor Wimmer allerdings seinen Stammplatz.

Augsburg-Keeper spielt mit kaputtem Finger

Torhüter Andreas Luthe ist trotz eines gebrochenen Fingers für den FC Augsburg im Einsatz. Der 31 Jahre alte Schlussmann erzählte der „Sport Bild“, dass im Sommer-Trainingslager in Südtirol eine alte Verletzung aufgebrochen sei und er deshalb mit einem Spezialhandschuh spiele. „Der kleine Finger ist jetzt leider so kaputt, dass ich ihn nicht alleinlassen kann. Deshalb tape ich ihn immer mit dem Ringfinger zusammen.“

Luthe war als Ersatzkeeper in die Saison gegangen, schaffte es am 5. Spieltag aber in die Anfangsformation der Schwaben und ist seitdem gesetzt. Die Blessur behindere ihn nicht, sagte er. „Ich kann es mir jetzt gar nicht mehr anders vorstellen.“ Um die zwei Gelenke mit einem Tapeverband verbinden zu können, spielt Luthe mit einem Spezialhandschuh, bei dem die beiden Finger zusammengenäht sind.

Kießling schummelte in den Vorbereitungen

Fünf Monate nach seinem Karriere-Ende als Fußballprofi hat der ehemalige Nationalspieler Stefan Kießling kleine Schummeleien beim individuellen Trainingsprogramm eingestanden. „Ich habe in keiner Vorbereitung alle Läufe zu hundert Prozent gemacht. Nicht einmal“, sagte der frühere Torjäger von Bayer Leverkusen, der seit 1. Oktober beim Werksverein als Assistent von Sport-Geschäftsführer Rudi Völler arbeitet, der „Sport Bild“ (Mittwoch).

Den Grund dafür, dass seine Versäumnisse in der Sommer- oder Winterpause nie auffielen, verriet der 34-Jährige ebenfalls. „Man bekommt eine Pulsuhr, auf der alle Läufe gespeichert werden. Da meine Frau sehr sportlich ist, hat sie mit der Pulsuhr auf dem Cross-Trainer den einen oder anderen Lauf nach den Vorgaben für mich gemacht – so gut, dass es niemand nachvollziehen konnte.“ Kießling: „Aber wenn es auf den Platz ging, war ich immer vorne dabei.“

RB Leipzig plant Transferoffensive

RB Leipzig plant im Januar eine Offensive auf dem Transfermarkt. "Wir haben einen kleinen, feinen Kader. Im Sommer haben manche Verpflichtungen nicht geklappt, die wir gerne realisiert hätten. Das mussten wir akzeptieren und waren uns dieser Situation auch bewusst", sagte RB-Boss Oliver Mintzlaff der Sport Bild: "Im Winter werden wir das nun nachholen und uns definitiv verstärken. Wir sind handlungsfähig."

Angeblich stehen bis zu 35 Millionen Euro für neue Profis bei den Sachsen zur Verfügung. Die Mittelfeldspieler Tyler Adams (19/ablösefrei aus New York) und Amadou Haidara (20/15 Millionen von RB Salzburg) stehen bereits als Zugänge fest, weitere sollen folgen.

Hamburger Tipper erzielt Riesengewinn

Geldsegen für einen Fan aus Hamburg: Ein 34-Jähriger hat beim Wettanbieter Tipico am vergangenen Wochenende mit nur fünf Euro Einsatz über 100.000 Euro gewonnen. Der Spieler hatte bei 30 parallel laufenden Partien in England jeweils die Mindestanzahl an Toren korrekt vorhergesagt. Die Gesamtquote des Wettscheins lag bei 16.436,81, die Gewinnsumme beinhaltete noch einen Bonusbetrag von rund 20.500 Euro.

Der Gewinner musste dabei besonders lange bis zum Glücksmoment warten. Der entscheidende Treffer fiel erst in der Nachspielzeit.

Steinhaus widerspricht Völler nach Wasserschlacht

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat sich für den "Wasser-Ball" zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen am Montagabend (1:1) gerechtfertigt. "Auch wenn das Wetter sicher nicht zu besten Bedingungen beigetragen hat, war der Platz nach den Fußballregeln bespielbar", sagte sie der Bild-Zeitung. Es habe "zu keiner Zeit eine Gesundheitsgefährdung für die Spieler" vorgelegen, ergänzte Steinhaus (39/Langenhagen).

Die Leverkusener hatten sich nach dem Spiel über aus ihrer Sicht mindestens grenzwertige Bedingungen beschwert. "Ich hätte nicht angepfiffen", sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler. Besonders in der zweiten Halbzeit, als sich bei phasenweise wolkenbruchartigem Dauerregen immer mehr Pfützen auf der fränkischen Seenplatte bildeten, habe das "mit Fußball nichts zu tun gehabt". Bayer-Trainer Heiko Herrlich empfand die Verhältnisse als "eigentlich irregulär".

Nürnberg sah sich aufgrund des tiefen Geläufs sogar bevorteilt. "Die Bedingungen haben uns sicher in die Karten gespielt. Man muss fairerweise sagen, dass wir es bei normalen Verhältnissen schwer gehabt hätten", sagte Abwehrspieler Georg Margreitter.

Doch Bayern-Transfers im Winter?

Bayern Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat Wintertransfers in Aussicht gestellt. "Wenn irgendetwas auf dem Markt ist und wir der Meinung sind, dass wir etwas tun müssen und da einer ist, der und kurz- oder mittelfristig helfen kann, werden wir das tun", sagte der 41-Jährige der Sport Bild.

Zuvor hatte Präsident Uli Hoeneß eine "sehr offensive Transferpolitik" angekündigt – allerdings erst für Sommer. Die Kassen seien "gut gefüllt", ergänzte er. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich in dieselbe Richtung, als er meinte: "Das Pulver ist trocken."

Doch die Bayern spüren offenbar den Druck, sofort zu handeln. In der Bundesliga rangieren sie nur auf Tabellenplatz vier, der Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund beträgt bereits neun Punkte. Als erster Winterzugang steht der kanadische Nationalspieler Alphonso Davies (18) fest, der schon mit der Mannschaft trainiert und ab Januar spielberechtigt ist.

Fan nach Attacke auf Boca-Bus festgenommen

Nach der Attacke auf den Bus mit den Spielern des argentinischen Spitzenclubs Boca Juniors in Buenos Aires ist der erste mutmaßliche Angreifer festgenommen worden. Dabei handelt es sich um einen 31 Jahren alten Mann, der aufgrund von Videoaufnahmen identifiziert wurde.

Der Verdächtige hatte sich mittlerweile die Haare geschnitten und den Schnurrbart abrasiert, wurde aber dennoch erkannt. Er wird wegen schwerer Gewalt und vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt.

Anhänger des Erzrivalen River Plate hatten vor dem Finalrückspiel der Copa Libertadores (Hinspiel: 2:2) am letzten November-Sonnabend den Mannschaftsbus der Boca Juniors mit Flaschen, Steinen sowie anderen Gegenständen angegriffen und dabei Spieler verletzt. Infolge der Krawalle musste die Begegnung an dem Wochenende zweimal abgesagt werden, ehe der Südamerika-Verband CONMEBOL das Match für den 9. Dezember (Sonntag) in die spanische Hauptstadt Madrid verlegte.

Sané trifft für ManCity mit der Brust

Spitzenreiter Manchester City hat seinen Vorsprung in der Premier League auch dank Nationalspieler Leroy Sané zumindest vorübergehend wieder auf fünf Punkte ausgebaut. Beim 2:1 (1:0)-Sieg des Meisters beim FC Watford erzielte Sané am Dienstag mit der Brust in der 40. Minute die Führung der Gäste. Der Algerier Riyad Mahrez, der Sanés Tor mit einer Eingabe vorbereitet hatte, traf in der 51. Minute zum 2:0. Abdoulaye Doucouré sorgte mit seinem Anschlusstreffer (85.) noch für eine spannende Schlussphase. DFB-Auswahlakteur Ilkay Gündogan wurde bei Manchester City in der 73. Minute eingewechselt.

Verfolger FC Liverpool mit dem deutschen Trainer Jürgen Klopp kann am Mittwoch wieder auf zwei Punkte an die Mannschaft von Coach Pep Guardiola heranrücken. Liverpool tritt dann am 15. Spieltag beim FC Burnley an.

Das vom deutschen Trainer David Wagner betreute Team von Huddersfield Town bleibt nach der 1:2 (1:2)-Niederlage beim AFC Bournemouth in der Gefahrenzone und kann an diesem Mittwoch sogar auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

EU fordert Schritte gegen Piratensender BeoutQ

Die Europäische Union fordert von Saudi-Arabien zügige Maßnahmen gegen den Piratensender BeoutQ, der illegal Spiele der Fußball-Topligen Europas überträgt. Wegen des Schutzes von Urheberrechten in Saudi-Arabien gebe es Sorgen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus der EU-Kommission. Dazu zähle die unerlaubte Ausstrahlung europäischer Sportwettbewerbe über Satellit und Internet-Streaming. „Wir erwarten von Saudi-Arabien, schnell zu reagieren und seine Bemühungen gegen die Piraterie zu verstärken.“

BeoutQ zeigt Spiele unter anderem der Champions League, der Bundesliga und anderer nationaler Ligen, ohne dafür die Rechte zu besitzen. Diese liegen für die arabische Welt beim in Katar ansässigen Sender beIN Sports - dessen Inhalte BeoutQ übernimmt. Das Programm des Piratensenders wird nach Erkenntnissen von beIN Sports über den in Riad ansässigen Satelliten-Anbieter Arabsat ausgestrahlt.

Zahlreiche Hinweise legen den Schluss nahe, dass BeoutQ seinen Sitz in Saudi-Arabien hat. Die Deutsche Fußball Liga DFL spricht vom „saudi-arabischen Piratenangebot“ BeoutQ. Der Sender sei in keiner Weise autorisiert, Bundesliga-Inhalte zu verbreiten, erklärte die DFL. Diese behält sich nach eigenen Angaben weitere Maßnahmen vor, „um ihre Rechte und die Rechte ihres Lizenznehmers Bein (Sports) zu schützen“. Saudi-Arabien weist die Vorwürfe zurück. Auf eine aktuelle Anfrage der dpa zu dem Fall reagierte die Regierung in Riad nicht.

Durch die Piraterie sieht beIn Sports das System der Rechtevergabe bedroht, ein Milliardengeschäft. Hinter dem Konflikt steckt der scharfe politische Streit zwischen Saudi-Arabien und Katar. Die Regierung des Königreichs und verbündete Staaten hatten im vergangenen Jahr eine Blockade über das Emirat verhängt. Sie werfen Katar Terrorunterstützung und zu enge Beziehungen zum Iran vor, der ein Erzfeind Saudi-Arabiens ist. Katar weist die Vorwürfe zurück. Das Emirat ist Ausrichter der nächsten Fußball-WM in vier Jahren.

Lettland trennt sich von finnischem Coach

Der lettische Fußballverband und Nationaltrainer Mixu Paatelainen gehen getrennte Wege. Nach Verbandsangaben wird der zum Jahresende auslaufende Vertrag mit dem 51-jährigen Finnen nicht verlängert. Die Entscheidung sei in einem gemeinsamen Gespräch getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Auch Paatelainen teilte Medienberichten zufolge kurz zuvor mit, nicht mehr weiter mit dem lettischen Team zusammenzuarbeiten zu wollen.

Paatelainen hatte die Auswahl des Baltenstaates im Mai übernommen, um sie bei der Nations League zu betreuen – mit der Option auf eine weitere Zusammenarbeit bei der EM-Qualifikation. Lettland holte in dem neu geschaffenen Wettbewerb in sechs Spielen nur vier Unentschieden. In drei weiteren Partien unter Paatelainens Führung gelang auch nur ein Sieg – ein 1:0 bei seinem Debüt gegen Estland.

Ex-Fifa-Funktionar gesteht WM-Betrug

Der ehemalige Fifa-Funktionär Rafael Salguero hat sich bei den US-Ermittlungen rund um die Vergabe der WM 2018 in vier Fällen für schuldig bekannt. Das geht aus Dokumenten aus dem Jahr 2016 hervor, die am Dienstag vom Gericht in New York veröffentlicht wurden. Der ehemalige Präsident des Fußballverbandes von Guatemala gab unter anderem zu, dass ihm für seine Stimme bei der WM-Vergabe "Hunderttausende Dollar" geboten worden.

Dem heute 72 Jahre alten Salguero, von 2007 bis 2015 Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees, wurde demnach 2010 auf einem Flug von Mexiko nach Guatemala erstmals Geld angeboten. Der Name der Kontaktperson ist in den Dokumenten ebenso unkenntlich gemacht wie das Land, für das Salguero stimmen sollte. Er habe sich mehrmals mit der Person getroffen und letztlich auch für den betreffenden Bewerber gestimmt, so Salguero, das Geld jedoch nicht erhalten.

"Drei oder vier Wochen nach der Abstimmung versuchte ich, die mir mitgeteilte Nummer anzurufen, aber es ging nie jemand ans Telefon oder rief zurück. Ich wollte der Person mitteilen, dass ich für das Land (Name geschwärzt, d.Red.) gestimmt habe und das Geld abholen wollte", wird Salguero in den Akten zitiert.

Das Urteil für Salguero wird noch in dieser Woche erwartet.

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