Amateurfußball

Cordi-Torhüter Tim Burgemeister patzt doppelt

| Lesedauer: 4 Minuten
Mirko Schneider und Andre Matz
Nicht immer so aufmerksam wie hier! Concordias Keeper Tim Burgemeister trug beim 0:3 bei Teutonia 05 Mitschuld an zwei Gegentoren

Nicht immer so aufmerksam wie hier! Concordias Keeper Tim Burgemeister trug beim 0:3 bei Teutonia 05 Mitschuld an zwei Gegentoren

Foto: Andre Matz

Oberligist Concordia muss zweite Saisonniederlage hinnehmen, kurioser Abbruch in Eimsbüttel, NCG hilft Grieß.

Pieper schützt Keeper. Die zweite Saisonniederlage musste Oberligist Concordia am Sonntag bei Teutonia 05 hinnehmen. „Teutonia ist ja auch keine Laufkundschaft und wir brauchen noch vier Wochen, um alles so hinzubekommen wie wir es wollen“, sagte Neu-Trainer Frank Pieper nach dem 0:3. Die neu formierten Concorden konnten nur die ersten 30 Minuten mithalten, hätten am Ende noch deutlich höher verlieren können. Cordi-Torhüter Tim Burgemeister sah bei zwei Gegentreffern unglücklich aus, wurde jedoch vom Coach in Schutz genommen: „Er hat uns schon viel gerettet. Beim Torwart ist das Problem, dass der Ball meist drin ist, wenn er einen Fehler macht. Das muss er dann auch mittragen. Aber da mache ich mir bei Tim keine Sorgen – er ist mental stark genug, um das zu verarbeiten.“


Pech für Altona. Einen unglücklichen Tag erwischte Schiedsrichter Florian Pötter (FC Voran Ohe) beim Traditionsduell SC Victoria gegen Altona 93 (2:0) an der Hoheluft. Der Platzverweis für Vincent Book (40., Rot wegen Nachtreten) ließ sich nach Ansicht der Fernsehbilder kaum rechtfertigen, das 1:0 durch Dennis Bergmann hätte Pötter wegen gestrecktem Bein von Luca Ernst gegen Altonas Keeper Tobias Grubba schon in der Entstehung abpfeifen müssen.

SpSportUnglücklich zudem: Pötters Assistent hob während der Torszene die Fahne, senkte sie aber wieder. Mit Boock und Grubba wurden somit ausgerechnet zwei Ex-Victorianer zu Unglücksraben. „Der Schiedsrichter hat Sachen gesehen, die ich nicht gesehen habe“, ärgerte sich Altonas Trainer Berkan Algan. Seine Kritik an den zu vielen Pflichtspielen (vier in acht Tagen) für Altona nahm Victorias Trainer Jean-Pierre Richter auf. „Wir haben neulich drei Pflichtspiele in sechs Tagen bestritten. Da hat uns auch keiner in den Arm genommen. Auf der anderen Seite verstehe ich Berkan. In einem solchen Rhythmus spielen zu müssen ist schon grenzwertig.“


Abbruch wegen Zeitschaltuhr. Knie verdreht, Kreislaufkollaps, Krankenwagen, Flutlichtprobleme, Spielabbruch – so lautete am Freitag ab 21.10 Uhr die chronologische Reihenfolge der Partie Grün-Weiß Eimsbüttel gegen den Niendorfer TSV III (Bezirksliga Nord). In der 68. Minute verdrehte sich Eimsbüttels Finn Schaper das Knie, Physio Randolf Weitkus eilte auf den Platz und fiel dabei aufs Gesicht. Nachdem Weitkus auf die Niendorfer Bank geführt worden war, erlitt er einen Kreislaufkollaps.

Die herbeigerufenen Krankenwagen benötigten eine knappe halbe Stunde zum Platz, so dass die Partie beim Stand von 4:1 für Niendorf erst um 21.43 Uhr hätte fortgesetzt werden können. Das Problem: Die Zeitschaltuhr fürs Flutlicht an der Julius-Vosseler-Straße schaltet das Licht auf der Anlage um 22 Uhr automatisch ab. Aufgrund von nur 17 zur Verfügung stehenden Minuten bis zur Dunkelheit bei noch gut 20 Minuten Spielzeit brach Schiedsrichter Heiko Königstein (BU) die Partie ab.

Statistik Regionalliga Nord, Oberliga Hamburg

„Die Gesundheit der beiden Verletzten steht über allem. Unabhängig davon entstand der Eindruck, dass Eimsbüttel und der Schiedsrichter nicht unbedingt ein Interesse daran hatten, die Partie fortzusetzen“, sagte Niendorfs Trainer Jan-Hendrik Schmidt. Eine Neuansetzung ist wahrscheinlich. „Ich habe mir über die Wertung des Spiels keine Gedanken gemacht. Für mich war die Versorgung der Verletzten wichtig“, erklärte Eimsbüttels Coach Dennis Griep. Schaper und Weitkus geht es übrigens den Umständen entsprechend gut.


Bergedorf 85 vor dem Aus? Nach drei deftigen Niederlagen in Pokal und Liga ist der erst 2009 gegründete FC Bergedorf 85 zum Spiel der Bezirksliga Ost beim Oststeinbeker SV nicht angetreten. FCB-Präsident Ali Sözen wollte einen Rückzug während der laufenden Spielzeit nicht ausschließen. Tritt der FC Bergedorf 85 dreimal nicht an, wäre er abgestiegen – und müsste nächste Saison in der Kreisklasse B starten.


Geheimwaffe Grieß. Das Kellerduell der Kreisklasse 4 gegen Lohkamp rettete der nigerianische Club NCG FC Hamburg mit Grieß. Mangels einer Kreidemaschine wurden die Linien des Grandplatzes durch Bestreuen mit dem weißen Getreideerzeugnis hergestellt. Lohn der Kreativität: NCG holte mit 3:2 den ersten Saisonsieg.

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