Fußball-Ticker

Offiziell: Ralf Rangnick wieder Trainer bei RB Leipzig

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Can bei Juventus Turin vorgestellt

Für den deutschen Nationalspieler Emre Can hat sich durch den Wechsel zu Juventus Turin eine Prophezeiung bewahrheitet: "Mein erster Trainer, als ich anfing Fußball zu spielen, kommt aus Italien und ist ein großer Juventus-Fan. Ich erinnere mich: Als ich zwischen sechs und acht Jahre alt war, meinte er zu mir, eines Tages wirst du für Juventus spielen, und jetzt bin ich hier", sagte Can bei seiner Vorstellung am Montag.

Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler unterschrieb bei Juve einen Vertrag bis 2022. Obwohl Can nach eigener Aussage Angebote von anderen Vereinen hatte, entschied er sich für Juventus, weil die alte Dame "über viele Jahre Kontakt zu mir gehalten hat. Der Verein hat große Ziele, und ich möchte ein Teil davon sein", sagte Can.

Schalke investiert 70 Millionen in Clubgelände

Bundesligist FC Schalke 04 hat offiziell die letzte Phase der umfangreichen Modernisierung und Neugestaltung des Vereinsgeländes am Berger Feld eingeläutet. Im Beisein von Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski und Schalkes Aufsichtsratsvorsitzendem Clemens Tönnies wurden am Montag die Kreditverträge über 56 Millionen Euro mit einem Bankenkonsortium unter Federführung der Gelsenkirchener Sparkasse unterzeichnet.

Insgesamt umfassen die Investitionen für den zweiten und finalen Bauabschnitt ein Volumen von 70 Millionen Euro, 14 Millionen davon fließen direkt aus der Schalker Clubkasse in das Projekt. „Andere Vereine kaufen dafür einen Spieler. Wir investieren in die Zukunft des FC Schalke“, sagte Tönnies.

In den vergangenen drei Jahren hatten die Königsblauen bereits rund 25 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung des Geländes ausgegeben. Bis 2023 sollen unter anderem ein neues Sportzentrum für Profis und Nachwuchs und weitere Trainingsplätze entstehen. Zudem wird das alte Parkstadion zur Heimspielstätte für die Nachwuchsteams umgebaut. Es entsteht ein neuer Haupttribünen-Komplex, zudem wird die alte Gegengerade renoviert.

Rangnick wird wieder Trainer bei RB Leipzig

Vertraute Doppelrolle für Ralf Rangnick: Der Sportdirektor übernimmt bei RB Leipzig zum zweiten Mal auch den Trainerjob und führt die Sachsen ab Mitte August in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Das bestätigte der Club wenige Stunden vor dem Trainingsauftakt am Montag. Im Sommer 2019 rückt Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim) auf den Posten des Cheftrainers.

"Ich freue mich sehr darauf, dass es wieder los geht. Es wird wieder eine neue Aufgabe für mich. Dass diese Entscheidung reifen musste, ist klar", sagte Rangnick, für den die Doppelfunktion nicht neu ist. Bereits in der Saison 2015/16 hatte der Workaholic auch auf der Trainerbank von RB Platz genommen und den Verein am Ende der Saison in die Bundesliga geführt.

Im Anschluss übernahm Ralph Hasenhüttl den Trainerposten und erreichte die Champions League. Im zweiten Jahr war RB unter dem Österreicher nicht mehr so erfolgreich und musste sich nach Platz sechs mit der Qualifikation für die Europa League begnügen.

Nachdem sich RB und Hasenhüttl im Mai nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen konnten, verkündete der Klub im Juni die Einigung mit Nagelsmann und erntete damit viel Lob. Der 30-Jährige kostete fünf Millionen Euro Ablösesumme und erhielt einen Vertrag bis 2023.

Bis zuletzt war auch Jesse Marsch vom Schwesterverein New York Red Bulls ein Kandidat für das Übergangsjahr, der Amerikaner wird nun Assistent von Rangnick. "Jesse ist ein überaus erfolgreicher Trainer in der MLS, den es stark nach Europa gezogen hat", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Gemeinsam wird das Duo der Mannschaft die typische RB-DNA mit Pressing und rasantem Umschaltspiel einimpfen.

Die bisherigen Neuverpflichtungen lassen ebenfalls auf Vollgas-Fußball schließen, handelt es sich doch ausschließlich um junge, schnelle Spieler. In Angreifer Matheus Cunha (FC Sion) und den Defensivspielern Nordi Mukiele (HSC Montpellier) und Marcelo Saracchi (Club Atletico River Plate) verpflichtete der Klub drei Spieler für jeweils fünf Jahre, von denen keiner älter als 20 Jahre alt ist.

Rangnick blickt auf erfolgreiche Jahre als Chef-Trainer zurück, obwohl er nur einen Titel gewinnen konnte. 2011 holte er mit Schalke 04 den DFB-Pokal, nachdem er erst kurz zuvor Felix Magath als Coach abgelöst hatte.

Große Erfolge feierte Rangnick mit 1899 Hoffenheim, die er innerhalb von nur zwei Spielzeiten aus der 3. Liga in die Bundesliga geführt hatte. Nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit auf Schalke übernahm Rangnick 2012 den Job des Sportdirektors bei RB Leipzig.

Leipzig stand bei der Suche nach einem neuen Trainer zeitlich unter Druck. Als Tabellen-Sechster muss RB schon ab dem 26. Juli in der 2. Qualifikationsspiele für die Europa League antreten und trifft dort auf den Sieger des Vergleichs zwischen FK Liepaja aus Lettland oder BK Häcken aus Schweden. Die Entscheidung über den Gegner fällt am 19. Juli.

Das erste Bundesligaspiel der neuen Saison bestreiten die Leipziger am 25. August bei Borussia Dortmund.