Tennis

Mischa Zverev besiegt Juschni und fordert jetzt den Maestro

Mischa Zverev musste gegen Qualifikant Michail Juschni alles reinlegen

Mischa Zverev musste gegen Qualifikant Michail Juschni alles reinlegen

Foto: Alex Grimm / Getty Images

Der Hamburger will nach seinem Auftaktsieg in Stuttgart Roger Federer das Comeback verderben. Witthöfts Krise verschärft sich.

Stuttgart.  Volleyspezialist Mischa Zverev hat das interessante Achtelfinalduell mit Tennis-Topstar Roger Federer beim Rasenturnier in Stuttgart perfekt gemacht. Mit 7:6 (7:5), 6:3 gegen den russischen Qualifikanten Michail Juschni zog der Hamburger am Montag als dritter deutscher Tennisprofi nach Routinier Florian Mayer und Talent Rudolf Molleker in die zweite Runde ein und sicherte sich die besondere Herausforderung gegen den Schweizer.

„Hoffentlich schaffe ich es, bis Mittwoch mein bestes Tennis auf die Reihe zu kriegen. Dann wird es hoffentlich ein gutes Match“, sagte der 30-Jährige. Bislang hat Mischa Zverev alle fünf Duelle mit dem Rekord-Grand-Slam-Sieger verloren, nun will er zum Spielverderber für das Comeback des Schweizers nach einer rund zweieinhalb Monate langen Turnierpause werden. Auf die Sandplatzsaison inklusive der French Open in Paris hatte Federer freiwillig verzichtet.

„Die Auslosung ist hart. Beide sind für mich etwa gleich stark. Es wird eine erste Runde sein, die happig ist“, hatte Federer vor dem Auftaktspiel von Mischa Zverev gesagt.

Molleker überrascht gegen Struff

Vor dem Hamburger hatten am ersten Turniertag schon Mayer und Molleker ihre Aufgaben gemeistert. Der 17-jährige Molleker überraschte mit dem 6:4, 6:7 (5:7), 6:3 gegen Daviscup-Spieler Jan-Lennard Struff. „Ich habe von Anfang an gut aufgeschlagen und an meine Stärken geglaubt“, sagte der 303. der Weltrangliste aus Oranienburg in Brandenburg, der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerückt war. Molleker trifft nun auf den an Position zwei gesetzten Titelverteidiger Lucas Pouille aus Frankreich.

Mayer setzte sich auf seiner Abschiedstournee ungefährdet gegen Wildcard-Inhaber Yannick Maden aus Stuttgart 6:4, 6:1 durch und bekommt es jetzt mit dem Augsburger Philipp Kohlschreiber oder dem Usbeken Denis Istomin zu tun. „Klar weiß ich, dass ich auf Rasen noch einige ärgern kann. Aber ich habe eigentlich keine Erwartungen mehr. Jeder Sieg ist für mich ein Erfolg mittlerweile“, sagte der 34-Jährige. Mayer hatte angekündigt, nach den US Open seine Karriere zu beenden.

Am Dienstag werden von den deutschen Profis noch Kohlschreiber und Paris-Achtelfinalist Maximilian Marterer erstmals ins Turnier eingreifen. Peter Gojowczyk musste seine Teilnahme wegen einer Hüftverletzung absagen.

Witthöft strauchelt erneut bei Auftakthürde

Unterdessen hat sich die Krise von Carina Witthöft verschärft. Nach ihrem Erstrunden-Aus bei den French Open ist die Hamburgerin in ‘s-Hertogenbosch (Niederlande) erneut an der Auftakthürde gescheitert. Die 23-Jährige unterlag Lokalmatadorin Bibiane Schoofs am Montag nach 1:28 Stunden mit 4:6, 5:7.

In der ersten Runde von Paris hatte sich Witthöft zuletzt der französischen Wildcard-Starterin Fiona Ferro geschlagen geben müssen. In ‘s-Hertogenbosch erlitt sie beim zwölften Start bei Grand-Slam-, WTA- und Challenger-Turnieren in diesem Jahr bereits die zehnte Auftaktpleite.