Fußball-Ticker

Teutonia 05: Platz in Hamburg von Hooligans gestürmt

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Teutonia 05: Platz gestürmt

Holstein Kiels zweite Mannschaft hat den Aufstieg in die Regionalliga Nord geschafft. Das 4:2 (1:0) im abschließenden Spiel der Aufstiegsrunde bei Teutonia 05 wurde von einem Platzsturm beeinträchtigt. Etwa 80 Personen stürmten aus einem anliegenden Park kommend das Spielfeld und versuchten, die etwa 20 Kieler Fans anzugreifen. Ordnungsdienst und Polizei beruhigten die Lage, sodass Schiedsrichter Eric Müller nach 15 Minuten langer Unterbrechung die Partie zu Ende bringen konnte. Bei den Angreifern soll es sich um Anhänger des Hamburger SV und des VfB Lübeck gehandelt haben.

Julius Alt (20.), Laurynas Kulikas kurz nach dem Seitenwechsel und Doppel-Torschütze Timo Barendt (68./78.) sorgten sportlich für klare Verhältnisse. Teutonias Treffer durch Arne Gillich (58.) und Aytac Ermans (84.) änderten an der Dominanz der Gäste nichts. Nach dem Tor durch Ermans war es zu dem Platzsturm und zur Unterbrechung gekommen. Neben den Kielern sicherte sich auch der VfL Oldenburg den Aufstieg durch das 4:0 (1:0) beim Brinkumer SV.

Russland vor Eröffnungsspiel noch ohne Form

Russland ist rund zwei Wochen vor dem Eröffnungsspiel der WM gegen Saudi-Arabien (14. Juni) noch nicht in Form. In einem Länderspiel unterlagen die Russen in Innsbruck mit 0:1 (0:1) gegen Österreich. Der Schalker Alessandro Schöpf (28.) erzielte den Siegtreffer auf Vorlage des früheren Bundesligaspielers Marko Arnautovic, der sein 70. Länderspiel absolvierte und mit einem Wechsel zum englischen Topklub Manchester United in Verbindung gebracht wird. Dessen Teammanager Jose Mourinho zählte zu den 14.500 Zuschauern in Innsbruck.

Formfehler? KFC Uerdingen bangt um 3. Liga

Verwirrspiel um den Aufstieg: Ein möglicher Formfehler könnte den KFC Uerdingen um den Aufstieg in die 3. Liga bringen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gab am Mittwochabend bekannt, dass die Krefelder beim Zulassungsverfahren eine Frist versäumt haben könnten. Die geforderte Liquiditätsreserve "ging nach derzeitigem Stand am Dienstag möglicherweise erst nach Ablauf der Ausschlussfrist ein", teilte der DFB mit.

KFC-Präsident Michail Ponomarew wehrte sich vehement. "Im Lizenzverfahren haben wir alle Punkte in vollem Umfang erfüllt, zu 100 Prozent transparent und korrekt gearbeitet und finanzielle Garantien in einer Höhe abgegeben, die in dieser Liga in Deutschland einmalig sind", sagte der russische Unternehmer.

Jürgen Klopp der "beste Trainer der Welt"

Jürgen Klopp genießt auch zweieinhalb Jahre nach seinem Wechsel zum FC Liverpool großes Ansehen bei den Bundesliga-Profis. Bei der Sommerumfrage des "Kicker" (248 Spieler aller 18 Vereine befragt) stimmten auf die Frage "Wer ist derzeit der beste Trainer der Welt?" 35,7 Prozent und damit die meisten Spieler für Klopp. Knapp dahinter landete mit 31,1 Prozent Pep Guardiola, der Manchester City in dieser Saison zur Meisterschaft in der Premier League führte. Auch Jupp Heynckes schaffte es nach seinem Einsatz als Nothelfer beim deutschen Rekordmeister Bayern München über die 10-Prozent-Hürde. Er liegt gleichauf mit Zinedine Zidane (beide 10,9).

Eintracht Braunschweig hat Lieberknecht-Nachfolger

Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig hat den Dänen Henrik Pedersen (40) als Nachfolger des langjährigen Trainers Thorsten Lieberknecht verpflichtet. Pedersen erhielt einen Vertrag bis 2020 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Pedersen war bis Dezember 2017 Assistent von Jens Keller beim Zweitligisten Union Berlin.

Mo Salah bei der WM dabei

Entwarnung für Ägypten? Stürmerstar Mohamed Salah könnte zum zweiten Vorrundenspiel bei der WM in Russland auf den Rasen zurückkehren. Wie der ägyptische Fußballverband mitteilte, werde 25-Jährige nach seiner Schulterverletzung "bei der WM dabei sein und nicht länger als drei Wochen" ausfallen.

Das erste Spiel Ägyptens in Gruppe A steht am 15. Juni - und damit 20 Tage nach Salahs Verletzung - gegen Uruguay auf dem Plan. Salah hatte hatte sich im Champions-League-Finale gegen Real Madrid (1:3) bei einer rüden Attacke von Sergio Ramos eine Verletzung an der linken Schulter zugezogen und war nach 31 Minuten ausgewechselt worden.

Schneider kritisiert Özil

Der Trainerstab um Joachim Löw ist mit den bisherigen Trainingsleistungen von Weltmeister Mesut Özil in Südtirol nicht zufrieden. „Wir erwarten, dass er sich selbst fordert in den Einheiten, um Substanz aufzubauen“, sagte Löws Assistent Thomas Schneider am Mittwoch in Eppan. Der 29 Jahre alte Özil gilt im DFB-Team als Fixkraft für die Weltmeisterschaft in Russland. Der Spielmacher des FC Arsenal hat aber auch weiter mit Rückenproblemen zu kämpfen. „Mesut ist immer wieder in Behandlung“, berichtete Schneider. Er sei aber im Training dennoch „voll belastbar“.

Auf Mario Gomez trifft das aktuell nicht zu. Der 32 Jahre alte Angreifer des VfB Stuttgart muss wegen muskulärer Probleme mit dem Teamtraining aussetzen. Gomez droht damit auch für das Testspiel an diesem Sonnabend in Klagenfurt gegen Österreich auszufallen. Verpassen werden das erste von zwei Länderspielen vor der WM definitiv Jérôme Boateng, der sich noch im Aufbautraining befindet, sowie Toni Kroos. Der Champions-League-Sieger von Real Madrid stößt erst am Spieltag zum vorläufigen deutschen WM-Kader.

St. Paulis verkauft Choi und verleiht Litka

Mittelfeldspieler Kyoungrok Choi (23) verlässt den FC St. Pauli und wechselt zum 1. Juli 2018 zum Drittligisten Karlsruher SC. Das gab der Hamburger Zweitligist am Mittwoch bekannt. „Wir bedanken uns bei Kyoungrok Choi für die gemeinsame Zeit. Die Entscheidung einer Veränderung ist die richtige für seine Entwicklung, und dafür wünschen wir ihm alles Gute“, wird Sportchef Uwe Stöver in einer Vereinsmitteilung zitiert. Sein Vertrag hatte noch ein Jahr gegolten.

„Ich habe das Gefühl, dass der Schritt, zum Karlsruher SC zu wechseln, für meine sportliche Entwicklung genau der richtige ist. Aber ich werde meine Zeit hier in Hamburg in guter Erinnerung behalten, denn hier bin ich Profi geworden, und dafür danke ich dem FC St. Pauli“, sagte Choi. Zur Ablöse machte St. Pauli keine Angaben. Der Südkoreaner wechselte 2013 zur U19 der Braun-Weißen und stand 2014 erstmals bei einem Zweitligaspiel im Kader. In der abgelaufenen Saison war er vorwiegend für die Regionalligamannschaft zum Einsatz gekommen.

Nur für ein Jahr verlässt Eigengewächs Maurice Litka den FC St. Pauli und wechselt auf Leihbasis zum Drittliga-Aufsteiger KFC Uerdingen 05. „Eine Ausleihe zum jetzigen Zeitpunkt macht absolut Sinn. Wir hoffen, dass Maurice viele Spiele bestreitet und einen nächsten Schritt in seiner Entwicklung vollzieht“, sagte Sportchef Stöver.

Linksaußen Litka (22) war 2006 als Zehnjähriger zum Kiezclub gekomen und hatte im Oktober 2014 einen Profivertrag erhalten.

Neuer besteht weiteren Härtetest

Manuel Neuer hat seine Belastung im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft weiter gesteigert. Doch auch nach dem zweiten Übungsspiel gegen die U-20-Auswahl des DFB in Südtirol will die Sportliche Leitung beim Kapitän „weiter von Tag zu Tag schauen“, erklärte Co-Trainer Thomas Schneider am Mittwoch in Eppan. „Das kann man mit Sicherheit noch nicht sagen“, antwortete der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw auf die konkrete Frage, ob damit Neuers WM-Teilnahme bereits feststehe.

Der Münchner Torhüter agierte im Test 70 Minuten als Keeper der Juniorenmannschaft, musste so die Schüsse seiner Nationalmannschaftskollegen abwehren. „Er hat auch einiges auf das Tor bekommen und er hat ein paar sehr gute Paraden dabei gehabt“, berichtete Schneider. Das Übungsspiel, das die Nationalelf durch Treffer von Thomas Müller und Julian Draxler mit 2:0 gewann, fand wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der 32 Jahre alte Bayern-Profi soll am Sonnabend in Klagenfurt gegen Österreich sein erstes Länderspiel seit Oktober 2016 bestreiten. Danach will Löw entscheiden, ob Neuer hundertprozentig fit ist und mit nach Russland geht. „Ich habe schwer in die Röhre geguckt, als Manuel nach seiner Verletzung sofort wieder durch die Bude geflogen ist. Seine Ausstrahlung ist einmalig. Er ist der Beste“, erklärte Bayern-Kollege Niklas Süle. Auch der DFB-Trainerstab räumt Neuer eine Sonderstellung zu. „Wenn ein Torwart so unfassbar gut ist, möchte man ihm die Tür so lange wie möglich offen halten“, sagte Schneider.

Wagner verlängert in Huddersfield

Der deutsche Trainer David Wagner hat seinen Vertrag beim englischen Premier-League-Club Huddersfield Town bis 2021 verlängert. Das gab der Verein am Mittwoch bei Twitter bekannt. Neben dem 46 Jahre alten Wagner bleiben auch die Co-Trainer Christoph Bühler und Andrew Hughes für die kommenden drei Jahre.

„Es ist mir nicht schwergefallen, meinen Vertrag hier zu verlängern. Wir haben zusammen schon unglaubliche Dinge erreicht und jetzt freue ich mich auf die Zukunft“, sagte Wagner.

Wagner, der seit November 2015 Cheftrainer bei Huddersfield Town ist, wurde in der Vergangenheit immer wieder mit möglichen Engagements bei Bundesliga-Clubs in Verbindung gebracht. Zuletzt als Nachfolger von Niko Kovac bei Eintracht Frankfurt. Er hatte sein Team im letzten Jahr sensationell in die Premier League geführt. Die Premieren-Saison in der englischen Elite-Liga hatte Huddersfield auf Rang 16 beendet.

Beister und Uerdingen müssen nach Duisburg

Drittliga-Aufsteiger KFC Uerdingen muss seine Heimspiele in der kommenden Saison voraussichtlich in Duisburg austragen. Dies berichtet die "Rheinische Post". Demnach habe der DFB die Heimspielstätte der Krefelder für nicht tauglich erklärt.

Statt im Grotenburg-Stadion werde der frühere Bundesligist seine Heimspiele in der Duisburger Schauinsland-Arena austragen. "Wir können die Informationen nicht bestätigen, werden am Donnerstag jedoch eine gemeinsame Pressemitteilung mit einem anderen Stadion herausgeben", sagte Pressesprecher Jan Filipzik dem SID.

Uerdingen mit dem ehemaligen HSV-Profi Maxi Beister wurde Meister in der Regionalliga West und setzte sich in den Relegations-Playoffs gegen Waldhof Mannheim durch. Nach dem Hinspiel (1:0) wurde das Rückspiel mit 2:0 zugunsten der Uerdinger gewertet, das beim Stand von 2:1 von Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) abgebrochen worden war. In der Schlussphase hatten Zuschauer im Mannheimer Bereich massiv Pyrotechnik gezündet, die auch aufs Spielfeld geworfen beziehungsweise geschossen wurde.

Meier schwer enttäuscht über Eintracht-Aus

Alexander Meier ist nach dem für ihn anscheinend überraschenden Ende bei Eintracht Frankfurt schwer getroffen. "Es ist ganz komisch", sagte der 35-Jährige der Frankfurter Rundschau: "Ich kann mir gar nicht vorstellen, aus dem Urlaub zu kommen, nicht in Frankfurt zu landen und bei der Eintracht das Training aufzunehmen. Es ist sehr traurig, ich bin sehr traurig. Ich wollte meine Karriere doch bei der Eintracht beenden."

Der Club hatte die Öffentlichkeit am Montag darüber informiert, dass Meier keine Vertragsverlängerung angeboten werde. Der Stürmer spielte insgesamt 14 Jahren für die Hessen, von der Fankurve wird er als "Fußballgott" gefeiert.

"Es tut mir sehr leid, dass ich mich nicht einmal von den Fans verabschieden konnte. Im Stadion oder auf anderem Wege", sagte Meier, der offen ließ, ob er zur angedachten Verabschiedung beim Supercup gegen Bayern München im August überhaupt im Stadion sein wird: "Wer weiß, wo ich da bin." Wie es weitergehe und zu welchem Club er wechseln könnte, "weiß ich ja gar nicht".

Der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter war in die Entscheidung gegen Meier nicht eingebunden. "Ich habe jedenfalls keinen Kontakt zu ihm gehabt", sagte Meier der Frankfurter Neuen Presse. In seinem USA-Urlaub werde er sich nun in Form halten. "Damit ich gleich einsteigen kann", sagte der Stürmer: "Ich bin absolut gesund, ich bin absolut fit und ich bin der Meinung, dass ich noch mithalten kann."

Berater: Lewandowski will Bayern verlassen

Robert Lewandowski will nach Angaben seines Beraters den FC Bayern München vor Beginn der neuen Saison verlassen. „Robert fühlt, dass er eine Veränderung und eine neue Herausforderung in seiner Karriere braucht. Die Verantwortlichen des FC Bayern wissen darüber Bescheid“, sagte Pini Zahavi der „Sport Bild“ (Mittwoch).

Der 29 Jahre alte polnische Nationalstürmer steht beim deutschen Rekordmeister noch bis 2021 unter Vertrag, will nun aber demnach die sofortige Freigabe für einen Wechsel in diesem Sommer. Seine Beweggründe seien „nicht Geld oder ein bestimmter Club, denn fast alle Top-Clubs hätten gerne den besten Stürmer der Welt in ihren Reihen“, sagte Zahavi.

Lewandowski hatte sich Ende Februar nach zehn Jahren von seinem Berater Cezary Kucharski getrennt und den 74 Jahre alten Israeli Zahavi engagiert. Dass diese Entscheidung mit einem möglichen Transferwunsch in Zusammenhang stehe, bestritt Lewandowski damals.

Zahavi hofft bei seinem Vorstoß auf das Verständnis von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. "Jeder in der Clubführung des FC Bayern hat selbst eine große Karriere vorzuweisen. Sie sollten seine Situation verstehen."

Lewandowski wird seit geraumer Zeit immer wieder mit Champions-League-Sieger Real Madrid in Verbindung gebracht. Laut Sport Bild haben die Königlichen Abstand von einer Verpflichtung genommen, Paris St. Germain, der FC Chelsea und Manchester United sollen aber Interesse am Torjäger haben.

Farfán widmet Guerrero Länderspieltreffer

Peru hat in der WM-Vorbereitung sein letztes Länderspiel vor eigenem Publikum gewonnen. In der Hauptstadt Lima setzte sich "La Blanquirroja" mit 2:0 (1:0) gegen Schottland durch. Am Mittwoch reisen die Peruaner nach Europa.

Christian Cueva per Elfmeter (38.) und der frühere Schalker Jefferson Farfán (48.) machten den Sieg perfekt. Stürmer Farfán widmete seinen Treffer Kapitän Paolo Guerrero, der derzeit wegen Kokainmissbrauchs gesperrt ist. Am Freitagabend hatte der peruanische Verband FPF mitgeteilt, dass der ehemalige HSV-Profi in der Angelegenheit vor das Schweizer Bundesgericht zieht.

Peru trifft bei der WM-Endrunde in der Gruppe C auf Titelkandidat Frankreich, Australien und Dänemark. Panama, das es in der Gruppe G mit Belgien, Tunesien und England zu tun bekommt, trennte sich am Dienstag in Panama-Stadt torlos von Nordirland.

Favre "sehr dankbar" für den BVB-Job

Dortmunds neuer Trainer Lucien Favre hat den BVB als „einen der spannendsten Vereine Europas“ bezeichnet. Er freue sich riesig darauf, wieder nach Deutschland zurückzukehren und sei „sehr dankbar“, dass er den Bundesligisten in der kommenden Saison übernehmen dürfe, schrieb der 60 Jahre alte Schweizer in seiner am Mittwoch veröffentlichten letzten Kolumne für das Portal Sportbuzzer.

„Ich möchte diese Herausforderung seriös und mit Herzblut angehen“, sagte der ehemalige Trainer von Borussia Mönchengladbach und sprach von einer „großen Aufgabe“. Beim BVB tritt Favre am 1. Juli als Nachfolger von Peter Stöger seinen Posten an.

Cincinnati wird in MLS aufgenommen

Der FC Cincinnati wird zur kommenden Saison als 26. Team in die Major League Soccer (MLS) aufgenommen. Das gab die nordamerikanische Profiliga bekannt. Derzeit spielt die Franchise noch in der zweitklassigen United Soccer League (USL).

Cincinnati, im Vorjahr überraschend im Pokal-Halbfinale, trägt seine Heimspiele im Nippert Stadium der Universität vor gut 20.000 Zuschauern aus. Es gibt aber Pläne für einen Neubau, der zur Saison 2021 fertiggestellt sein könnte.

Die MLS hat seit 2005 insgesamt 16 neue Klubs aufgenommen. Das Ziel sind 28 Mannschaften, Nashville und Miami haben Interesse.

Messi in WM-Form: Hattrick gegen Haiti

Vizeweltmeister Argentinien hat sich wie erhofft beim Abschied vor den heimischen Fans den nötigen WM-Motivationsschub geholt. Beim 4:0 (1:0) gegen Sparringspartner Haiti zeigte sich vor allem Superstar Lionel Messi mit drei Toren in WM-Form. "Wir haben die Unterstützung gespürt. Wir alle wollen nur das eine: einen bedeutenden Titel für die Selección", versprach der 30-Jährige nach seiner Gala im Bombonera-Stadion von Buenos Aires.

Vor der Partie wurde Javier Mascherano für sein 143. Länderspiel ausgezeichnet, womit er den bisherigen Rekordhalter Javier Zanetti ablöste. Die Wiedergutmachung nach der jüngst erlittenen 1:6-Schmach in Spanien brachte trotz totaler Dominanz der Gauchos aber zunächst nur ein Elfmetertor durch Messi (18.). Nach der Pause setzte der Barcelona-Star jedoch den Torreigen (58., 66.) fort, ehe der eingewechselte Sergio Aguero (69.) bei seinem ersten Einsatz nach fast zweimonatiger Verletzungspause den Schlusspunkt setzte.

Am Mittwochabend geht es Richtung Trainingscamp Barcelona weiter. Am 8. Juni steht in Jerusalem gegen Gastgeber Israel der letzte Formtest auf dem Programm. Der Weltmeister von 1978 und 1986 startet am 16. Juni gegen Island ins WM-Turnier und trifft in der Vorrundengruppe D noch auf Kroatien (21. Juni) und Nigeria (26. Juni).

Neuer bei Geheimtest erneut im Tor

Drei Tage vor dem anvisierten Länderspiel-Comeback gegen Österreich bekommt der lange verletzte Manuel Neuer eine neue Chance, Spielsicherheit für die WM zu sammeln. Wenn das deutscheNationalteam am Mittwochvormittag in Südtirol zum zweiten Übungsspiel gegen die U20-Auswahl des DFB antritt, soll Kapitän Neuer wieder eine Spielhälfte lang im Tor stehen.

„Es geht um Spielverständnis. Manuel ist auf dem Wege, wie wir uns es alle vorstellen“, erklärte Bundestorwartcoach Andreas Köpke. Der Test gegen die Junioren wird erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen, auch Medienvertreter haben keinen Zugang.

„Dass es keine einfache Situation war, war uns von vornherein bewusst“, bemerkte Köpke. Neuer war nach achtmonatiger Verletzungspause ohne jede Spielpraxis ins Vorbereitungscamp nach Eppan gekommen. Die Sportliche Leitung um Bundestrainer Löw sei ständig im Kontakt mit Neuer, den Medizinern und Physiotherapeuten, berichtete der einstige Nationaltorwart Köpke und ergänzte: „Der Fuß ist vollkommen ausgeheilt. Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl.“

Am kommenden Sonnabend in Klagenfurt soll dann Neuer nach anderthalb Jahren Pause sein Comeback in der Nationalmannschaft feiern. Danach muss Löw entscheiden, ob es für den Kapitän und Weltmeister für die WM-Teilnahme reicht. Am kommenden Montag muss der Bundestrainer sein endgültiges Aufgebot mit 23 Akteuren der Fifa melden.