Fussball-Ticker

Vor Finale: Vermummte prügeln in Kiew auf Liverpool-Fans ein

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der ehemalige peruanische Bundesligaprofi Paolo Guerrero zieht gegen seine Sperre wegen Kokainmissbrauchs vor das Schweizer Bundesgericht. Das teilte der peruanische Fußballverband FPF am Freitagabend mit. Der Kapitän der peruanischen Nationalmannschaft war vom Internationalen Sportgerichtshof CAS für 14 Monate gesperrt worden und verpasst damit die WM-Endrunde in Russland (14. Juni bis 15. Juli). Der Weltverband FIFA hatte den 34-Jährigen zunächst nur für sechs Monate gesperrt. Dagegen war die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vorgegangen. Zuletzt hatte Guerrero auch FIFA-Präsident Gianni Infantino erfolglos um Hilfe gebeten. Unter anderem war der frühere Stürmer des Hamburger SV und von Bayern München mit einer Unterschriftensammlung der Nationalmannschaftskapitäne Hugo Lloris (Frankreich), Michael Jedinak (Australien) und Simon Kjaer (Dänemark) zur FIFA nach Zürich gereist.

Das Trio der WM-Gruppengegner Perus hatte sich darin für eine vorübergehende Aussetzung der Sperre während der WM ausgesprochen. Peru hat sich erstmals seit 1982 wieder für eine Endrunde qualifiziert.

"Teddy" nicht mehr BVB-Torwarttrainer

Nach 32 Jahren als Torwart und Torwarttrainer bei Dortmund bekommt Wolfgang "Teddy" de Beer (54) in der kommenden Saison einen neuen Job beim BVB. Wer unter dem neuen Trainer Lucien Favre die Torhüter betreut, steht noch nicht fest. "Mein Kopf und mein Körper sagen mir nach all den wundervollen, spannenden, intensiven Jahren auf dem Platz, dass es nun an der Zeit ist, in meinem Verein noch eine andere Aufgabe wahrzunehmen. Eine, über die ich zwar noch nicht viel sagen kann und darf, die aber mit den Fans des BVB zu tun hat, denen ich mich sehr verbunden fühle und denen ich viel zu verdanken habe", sagte de Beer.

"Wir sind Teddy zu großem Dank verpflichtet und lassen ihn nur mit einer dicken Träne im Auge in den verdienten Trainer-Ruhestand gehen. Er ist und bleibt ein großes Stück BVB und hat seinen festen Platz in der Historie unseres Klubs", wurden Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc in einer Pressemitteilung zitiert.

Vermummte prügeln in Kiew auf Liverpool-Fans ein

Mehrere Fans des FC Liverpool sind vor dem Champions-League-Finale in Kiew in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zusammengeschlagen worden. Ein Dutzend Vermummter stürmte ein Restaurant in der Nähe des Olympiastadions im Stadtzentrum und begann auf die Fans einzuprügeln, wie Medien am Freitag berichteten. Nach Polizeiangaben wurden mindestens zwei Männer verletzt. Zwei Angreifer seien festgenommen worden. Details und Hintergründe der Tat waren zunächst nicht bekannt.

Am Samstag (20.45 Uhr/Sky und ZDF) stehen sich im Olympiastadion in Kiew Titelverteidiger Real Madrid mit Trainer Zinédine Zidane und Liverpool mit dem früheren Bundesliga-Coach Jürgen Klopp gegenüber.

Boateng hofft auf Neuer: „Er hat eine andere Ausstrahlung“

Für Jérôme Boateng wäre ein WM-Ausfall von Torhüter Manuel Neuer ein herber Verlust. „Es ist schon ein Unterschied, ob Manuel Neuer im Tor steht oder ein anderer“, sagte Boateng dem „kicker“ über seinen Münchner Teamkollegen. Neuer hat nach einem Mittelfußbruch seit September kein Pflichtspiel mehr bestritten. Derzeit bereitet er sich mit der deutschen Nationalmannschaft in Südtirol auf die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) vor.

„Manuel ist der beste Torhüter der Welt. Die anderen sind auch sehr gut, Marc-André ter Stegen hat sich super entwickelt, aber Manu hat eine andere Ausstrahlung als jeder andere“, sagte Boateng und fügte an: „Das ist überhaupt keine Abwertung der anderen, aber Manu ist eben Manu.“

Nach den ersten Trainingseinheiten in Eppan gab sich Joachim Löw in Sachen Neuer optimistisch. „Er hat auch bei der höchsten Belastung keine Probleme. Es sieht momentan sehr gut aus“, sagte der Bundestrainer.

RB-Boss Mintzlaff hat verlängert

Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat seinen Vertrag bis 2023 verlängert. „RB Leipzig hat aus meiner Sicht alles, um perspektivisch ein echter Top-Club zu werden“, sagte er in einer Vereinsmitteilung. Mintzlaff, der seit 2014 bei RB arbeitet, soll zuletzt auch Angebote von zwei Bundesligisten gehabt haben.

Wolfsburger Final-Drama beschert Sport1 Rekordquote

Die dramatische Final-Niederlage des deutschen Meisters VfL Wolfsburg in der Champions League gegen Olympique Lyon (1:4 n.V.) hat dem übertragenden Spartensender Sport1 am Donnerstagabend eine Rekordquote für Frauenfußball beschert. Im Schnitt verfolgten 520.000 Zuschauer das Endspiel in Kiew. Das entspricht einem Marktanteil von 2,6 Prozent. In der Spitze lag der Wert bei bis zu 940.000 Zuschauern.

Die bisherige Sport1-Bestmarke bei Frauenfußball-Übertragungen stammte vom Viertelfinal-Rückspiel zwischen Paris Saint-Germain und Bayern München in der Vorsaison der Königsklasse. Damals verfolgten im Schnitt 470.000 Zuschauer (MA: 1,6 Prozent) die Begegnung am Fernseher.

Löw lobt Liverpools Salah: „Die größte Überraschung der Saison“

Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool den ägyptischen Stürmer Mohamed Salah (25) als „größte Überraschung der Saison“ gewürdigt. „Er ist nicht nur ein starker Torjäger, sondern auch ein richtig guter Fußballer. Liverpool und Kloppo haben Salah sehr viel zu verdanken – ein herausragendes Jahr für ihn“, sagte Löw der „Bild“. Es gebe „in diesem Jahr nur sehr wenige Spieler, die solche Glanzpunkte wie Salah gesetzt haben“.

Der ägyptische Nationalspieler erzielte in der Premier League 32 Treffer in 38 Spielen und traf in der Champions League zehn Mal. Am Sonnabend (20.45 Uhr/Sky und ZDF) stehen sich im Olympiastadion in Kiew Titelverteidiger Real Madrid mit Trainer Zinédine Zidane und Liverpool mit dem früheren Bundesliga-Coach Jürgen Klopp gegenüber.

Auch bei Titelgewinn: Boateng setzt DFB-Karriere fort

Jérôme Boateng würde auch im Fall eines erneuten Titelgewinns bei der WM in Russland seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen. „Ich höre nicht auf“, sagte der 29 Jahre alte Innenverteidiger dem „kicker“. Auch als zweimaliger Weltmeister könne die EM 2020 noch reizvoll sein, „weil ich die EM noch nie im A-Team gewonnen habe, nur mit der U21“.

Nach einer Adduktorenverletzung kann Boateng derzeit noch nicht mit der DFB-Auswahl trainieren. Löw macht sich hinsichtlich einer WM-Teilnahme Boatengs aber keine Sorgen. Alles sei „im Plan. Wir wollen jetzt keinen Fehler machen. Ich will auch keinen genauen Zeitpunkt nennen. Aber ich denke, dass er im Laufe der nächsten Woche ins Mannschaftstraining oder zumindest teilweise ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, sagte der Bundestrainer.

Reus glaubt bei seinem WM-Debüt an den Titel

Marco Reus glaubt bei seiner ersten WM-Teilnahme an den ganz großen Wurf. „Ich bin fest davon überzeugt: Wenn das Team sich findet und die Automatismen greifen, spricht viel für Deutschland“, sagte der Offensivspieler von Borussia Dortmund. Der immer wieder von Verletzungen geplagte Reus hat das bisher letzte seiner 29 Länderspiele im März 2016 bestritten. Nun fiebert er seinem WM-Debüt entgegen. „Ich habe schon den Anspruch, dass ich der Mannschaft helfen möchte – auf dem Platz. Zu Beginn des Turniers bin ich dann auch 29. Ich weiß, was ich kann“, sagte Reus.