Fußball-Ticker

Neuer Trainer von Holstein Kiel: "Lage ist nicht einfach"

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Flensburgs Aufholjagd führt nicht zum Ziel

Der FC Energie Cottbus steht dicht vor dem Aufstieg in die 3. Fußball-Liga, Nord-Meister SC Weiche Flensburg hingegen muss schon nach dem Relegations-Hinspiel auf ein Wunder hoffen. Die gastgebende Mannschaft von Trainer Daniel Jurgeleit unterlag am Donnerstag im Kieler Holstein-Stadion den Cottbusern mit 2:3 (0:3). Streli Mamba (15. Minute) brachte Energie in Führung, die Maximilian Zimmer mit einem Doppelpack (28./37.) ausbaute. Nach der Pause trafen Christian Jürgensen (68.) und René Guder (90.) für Weiche. Das Rückspiel findet am Sonntag (14.00 Uhr) im Stadion der Freundschaft in Cottbus statt.

„Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht“, kommentierte Jurgeleit die Niederlage. „Die Antwort war in der zweiten Hälfte aber okay. Was das für das Rückspiel bedeutet, wird man sehen – wir haben nichts zu verlieren.“

Die 4000 mitgereisten Cottbuser Fans unter den rund 5000 Besuchern verließen unter „Nie mehr 4. Liga“-Gesängen das Holstein-Stadion. Zuvor hatten sie lange Einlasskontrollen über sich ergehen lassen müssen und kamen nur mit Personalausweis ins Stadion. Außerdem wurden Sitzplatzkarten und Blöcke umgetauscht, damit die Energie-Anhänger nicht mit anderen Fans zusammen trafen. Dies gehörte zu einem Sicherheitskonzept, das erst 24 Stunden vor dem Spiel beschlossen wurde. Andernfalls hätte die Partie abgesagt werden müssen. Im Stadion blieb die Lage dann weitgehend ruhig, erst nach dem Schlusspfiff zündeten einige Anhänger Pyrotechnik.

Wolfsburgerinnen verpassen das Triple

Für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ist der Traum vom zweiten Triple geplatzt. Fünf Tage nach dem DFB-Pokalsieg scheiterte der Deutsche Meister im Champions-League-Finale in der Verlängerung an der französischen "Übermannschaft" Olympique Lyon. Das Team von Trainer Stephan Lerch verlor in Kiew nach umkämpften 120 Minuten mit 1:4 (0:0) gegen den Titelverteidiger, der damit zum dritten Mal in Serie die Königsklasse der Frauen gewann. Amandine Henry (98.), Eugenie Le Sommer (99.) und Ada Hegerberg (102.) drehten innerhalb weniger Minuten das Spiel. Den Schlusspunkt setzte Camille Abily für Lyon (116.). Zuvor hatte die Dänin Pernille Harder Wolfsburg noch in Führung gebracht (93.).

Eine Deutsche durfte aber doch jubeln. Dzsenifer Marozsan triumphierte wie im Vorjahr mit Lyon und krönte eine weitere perfekte Saison. Die Mittelfeldspielerin war gerade erst zur Fußballerin des Jahres in Frankreich gewählt worden.

Tim Walter unterschreibt bei Holstein Kiel für zwei Jahre

Zweitligist Holstein Kiel hat nun auch offiziell die Verpflichtung von Trainer Tim Walter (42) bekannt gegeben, der Markus Anfang (demnächst 1. FC Köln) ersetzt. Walter erhält einen Zweijahresvertrag bis zum Juni 2020.

Walter kommt aus dem Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern, holte mit der dortigen B-Jugend die Deutsche Meisterschaft und trainierte eine Saison die zweite Mannschaft der Münchener in der Regionalliga Bayern. "Die Ausgangslage ist nicht einfach", wurde er zitiert. „Mit Tim haben wir unseren Wunschtrainer verpflichten können, der unser Konzept, junge Spieler zu fördern und zu entwickeln voll mitgeht“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Schwenke.

Anklage gegen Arturo Vidal

Mittelfeldspieler Arturo Vidal droht nach einem Streit in einer Münchner Diskothek juristischer Ärger: Die Staatsanwaltschaft München I hat Anklage gegen den 31 Jahre alten Chilenen vom deutschen Meister Bayern München erhoben, der Vorwurf lautet gefährliche Körperverletzung. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft dem Sport-Informations-Dienst.

Hintergrund ist ein Vorfall von September 2017, als aus einem Streit zwischen Vidal und seinen Freunden mit anderen Disco-Besuchern eine körperliche Auseinandersetzung entstanden war.

Vidals Verteidiger dürfen sich nun zunächst zu der Anklageschrift äußern. Im Anschluss kann das Gericht über ein Hauptverfahren entscheiden und einen Termin festsetzen.

Costa wird zum Rekordtransfer des FC Bayern

Der bislang ausgeliehene brasilianische Nationalspieler Douglas Costa wechselt endgültig von Bayern München zu Juventus Turin. Juves Geschäftsführer Giuseppe Marotta bestätigte am Donnerstag, was Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bereits im November angekündigt hatte. Turin bezahlt 46 Millionen Euro, was den Brasiliener zum Rekordverkauf des FC Bayern macht.

Der 27-jährige Costa war im Sommer 2015 von Schachtjor Donezk für 30 Millionen Euro nach München gewechselt, wo er einen Vertrag bis 2020 unterschrieben hatte. Im Juli 2017 wechselte Costa dann auf zunächst auf Leihbasis nach Italien.

Marotta bekräftigte zudem das Interesse an Nationalspieler Emre Can, der beim FC Liverpool unter Vertrag steht. Innerhalb der nächsten zehn Tage solle eine Entscheidung fallen.

EM-Termine in München stehen fest

Bei einer Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 würde die deutsche Nationalmannschaft als eines der letzten Teams ins Turnier starten. München wird gemeinsam mit Budapest die Spiele der Gruppe F ausrichten, die drei Vorrundenpartien in der Arena des FC Bayern finden am 16., 20. und 24. Juni statt. Zudem ist München als Spielort für ein Viertelfinale am 3. Juli vorgesehen. Die Europäische Fußball-Union teilte am Dienstag in Kiew Details des Spielplans für die EM in zwei Jahren mit.

Das Kontinentalturnier findet in zwölf Ländern mit 24 Teilnehmern statt. Jeweils zwei Städte aus zwei verschiedenen Ländern richten eine von sechs Gruppen aus. Sollte sich eine Gastgebernation qualifizieren, darf sie mindestens zwei Vorrundenspiele vor heimischer Kulisse austragen. Sollte Ungarn sich ebenfalls für die EM qualifizieren, wäre der Vize-Weltmeister von 1954 deutscher Gruppengegner.

Wenn Deutschland die Vorrunde als Sieger der Gruppe F abschließt, wäre das folgende Achtelfinale für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes am 28. Juni in Bukarest. Bei einem Sieg ginge es im Viertelfinale dann am 3. Juli in St. Petersburg weiter.

Das Eröffnungsspiel findet am 12. Juni 2020 um 21 Uhr MESZ in Rom statt, das Finale steigt am 12. Juli im Londoner Wembleystadion ebenfalls um 21 Uhr. Weitere Spielorte sind Baku, St. Petersburg, Kopenhagen, Amsterdam, Glasgow, Bilbao und Dublin.

Trostpreis? Istanbul erhält Champions-League-Finale

Das Endspiel der Champions League 2019/20 wird im Atatürk-Olympiastadion von Istanbul ausgetragen. Das entschied das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union Uefa am Donnerstag in Kiew, wo am Sonnabend das diesjährige Finale zwischen Titelverteidiger Real Madrid und dem FC Liverpool angepfiffen wird.

Istanbul war bereits 2005 Gastgeber des Champions-League-Finales. Der FC Liverpool gewann damals trotz eines 0:3-Rückstandes noch im Elfmeterschießen gegen den AC Mailand. Das Finale der Europa League 2019/20 findet in Danzig statt, Gastgeber des Champions-League-Finales der Frauen ist im gleichen Jahr Wien. Der Super Cup der Uefa wird in Porto gespielt.

Der Zuschlag für Istanbul könnte als Trostpreis mit Blick auf die Vergabe der EM 2024 am 27. September in Nyon gewertet werden. Die Türkei ist der einzige Konkurrent der deutschen Bewerbung. DFB-Boss Reinhard Grindel wollte die Entscheidung aber „nicht bewerten“, zeigte sich nach dem Treffen mit den Exekutivmitgliedern aber zuversichtlich. „Ich gehe davon aus, dass viele meiner Kollegen sich die Frage stellen: Was ist gut für die Uefa? Und gut für die Uefa ist, wenn man einen verlässlichen, erfahrenen Partner und einen Ausrichter hat, der wirtschaftlichen Erfolg für die EM verspricht“, sagte Grindel der Deutschen Presse-Agentur.

Grindel verweist auf die Nachhaltigkeit der DFB-Bewerbung und die Zusammenarbeit mit Transparancy International. Punkte, die die Türkei auch aufgrund der politischen Verhältnisse nicht zu bieten hat. Uefa-Chef Aleksander Ceferin stellte im Anschluss der Sitzung im Intercontinental Hotel aber auch fest: „Wir können kein Urteil über die politische Situation fällen. Wir haben unsere Regeln. Politik sollte beim Entscheidungsfindungsprozess keine Rolle spielen.“

Bologna entlässt Donadoni

Der italienische Erstligist FC Bologna hat sich von Trainer Roberto Donadoni getrennt. Das gab der Club am Donnerstag bekannt. Der ehemalige italienische Nationalcoach hatte den Verein im Oktober 2015 übernommen, sein Vertrag lief noch bis 2019. Der FC Bologna hatte die Saison der Serie A auf Platz 15 beendet.

Uefa stellt neue Finanzregeln auf

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) feilt weiter an ihren umstrittenen Regeln zum Financial Fair Play. Künftig sind die Vereine, die an europäischen Wettbewerben teilnehmen, verpflichtet, "finanzielle Informationen, unter anderem über Zahlungen an Vermittler, offenzulegen", beschloss das Uefa-Exekutivkomitee am Donnerstag in Kiew.

Zudem sieht das angepasste Reglement "ein proaktiveres Vorgehen zur Vermeidung finanzieller Probleme vor". Dabei helfen soll die Einführung von neuen finanziellen Indikatoren, die eine striktere Überwachung der Vereinsbudgets durch die Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) ermöglichen.

"Im Einzelnen handelt es sich um den Schuldennachhaltigkeitsindikator, der ein besseres Monitoring der Schuldensituation von Klubs ermöglicht, sowie den Spielertransferdefizitindikator, durch den die Transferausgaben von Klubs über einem bestimmten Betrag besser im Auge behalten werden können", teilte die Uefa mit.

SPD-Politiker beleidigt Özil und Gündogan

Ein SPD-Politiker aus dem osthessischen Bebra hat die beiden türkischstämmigen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan wegen ihres Treffens mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schwer beleidigt. Der Erste Stadtrat Bernd Holzhauer kommentierte auf Facebook die vorläufige Auswahl des DFB für die Weltmeisterschaft mit den Worten: „Das vorläufige deutsche Aufgebot zur WM – 25 Deutsche und zwei Ziegenficker.“ Er entschuldigte sich am Donnerstag für seine verbale Entgleisung.

Holzhauer sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Das war eine Situation, wo mir die Pferde durchgegangen sind und wo ich vielleicht nicht gleich überlegt habe.“ Er betonte, nicht ausländerfeindlich zu sein. Er sei verärgert gewesen, dass sich die beiden deutschen Kicker mit einem Staatspräsidenten von zweifelhaftem Ruf fotografieren ließen. „Aber ich möchte das jetzt auch nicht schönreden: Das war scheiße. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich dadurch beleidigt fühlen. Die Wortwahl war nicht gut.“ Er bereue die Sache.

Der bereits vor einigen Tagen erschienene Eintrag auf dem privaten Account des Kommunalpolitikers ist mittlerweile gelöscht. Die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“, die zuvor über den Fall berichtet hatte, veröffentlichte ein Bildschirm-Foto des Kommentars. Die örtliche CDU forderte Holzhauer zum Rücktritt auf.

Neuer trainiert beschwerdefrei

Mit allen verfügbaren Nationalspielern hat Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstag in Südtirol die richtige Trainingsarbeit für die Weltmeisterschaft in Russland aufgenommen. 16 Feldspieler und drei Torhüter standen in Eppan auf dem Platz. Nach der Ankunft am Vortag hatte es nur einen lockeren Trainingsaufgalopp gegeben.

Kapitän Manuel Neuer absolvierte das Torwarttraining nach seinem Mittelfußbruch unter voller Belastung. Löw will sich in Italien ein genaues Bild von dem 32 Jahre alten Weltmeister machen. „Stand heute gibt es keinerlei Probleme, auch nicht bei den höchsten Belastungen. Es sieht momentan sehr gut aus“, sagte Löw am Donnerstag im Trainingslager in Eppan: „Wenn wir das Gefühl haben, dass er 100 Prozent Leistung bringen kann, dann kann er dabei sein. Wir schauen mal von Tag zu Tag.“

Am Freitag werden weitere sieben Spieler aus dem vorläufigen WM-Kader, darunter die Weltmeister Mats Hummels und Thomas Müller, als Nachzügler in Italien erwartet. Toni Kroos wird das 27-köpfige Aufgebot erst nach dem Champions-League-Finale mit Real Madrid gegen den FC Liverpool komplettieren. Die DFB-Auswahl bereitet sich bis zum 7. Juni in Südtirol auf die am 14. Juni beginnende WM-Endrunde vor. Bis zum 4. Juni muss Löw noch vier Akteure aus dem Kader streichen.

Entlassener Halihodzic verklagt Japans Verband

Der ehemalige japanische Nationaltrainer Vahid Halilhodzic hat seinen Ex-Arbeitgeber sowie den Verbandspräsidenten Kozo Tashima auf den symbolischen Betrag von einem Yen (0,7 Cent) verklagt, um seine "Ehre" wiederherzustellen. Die Gründe für die Entlassung Anfang April seien "diffamierend und schädlich" für den Coach gewesen, sagte Halilhodzics Rechtsanwalt Lionel Vincent der französischen Nachrichtenagentur AFP.

"Angesichts der Äußerungen von Präsident Tashima, die nicht hinnehmbar sind, hatte ich keine andere Wahl, als meine Anwälte einzuschalten und Klage einzureichen", sagte Halilhodzic. Der japanische Verband (JFA) hat bereits Akira Nishino als Nachfolger des 65-jährigen Bosniers installiert.

Verbandspräsident Tashima begründete den Schritt damals mit einer "Notfallmaßnahme" nach enttäuschenden Ergebnissen. Auch der autoritäre Führungsstil von Halilhodzic soll immer wieder für Kritik gesorgt haben. Zudem habe es laut Tashima einen Mangel an "Kommunikation und Vertrauen" zwischen Halilhodzic und den Spielern gegeben.

"Wir fordern einen Entschuldigungsbrief und einen symbolischen Yen als Entschädigung", sagte Vincent. Halilhodzic hatte die japanische Nationalmannschaft 2015 übernommen und zur sechsten WM-Teilnahme in Folge geführt. Bei der Endrunde in Russland trifft Japan in der Gruppe H auf Polen, Senegal und Kolumbien.

Iniesta wechselt zu Podolski

Der spanische Mittelfeldstar Andrés Iniesta hat am Donnerstag seinen Vertrag beim japanischen Verein Vissel Kobe unterschrieben und ist damit künftig Teamgefährte vom deutschen Ex-Nationalspieler Lukas Podolski. Dies sei ein „sehr spezieller Tag“ für ihn und eine „wichtige Herausforderung“ in seiner Karriere, sagte der 34-jährige Weltmeister von 2010 bei der Vertragsunterzeichnung in Tokio. „Dies ist ein Land, das ich wirklich liebe“, sagte Iniesta an der Seite von Hiroshi Mikitani, dem Besitzer des japanischen Clubs. Der Geschäftsmann ist Chef eines Online-Konzerns, für den auch der FC Barcelona auf dem Trikot wirbt.

Es handele sich um einen mehrjährigen Vertrag, erklärte ein Sprecher des Vereins, ohne Einzelheiten zu nennen. Iniesta fand lobende Worte für den japanischen Fußball. Die J-League habe Spieler von „sehr hohem Niveau“, so Iniesta. Er wolle zum Erfolg seiner neuen Mannschaft und zur Förderung des Fußballs in Japan insgesamt beitragen. Der Spielmacher hatte am Sonntag nach 22 Spielzeiten den FC Barcelona verlassen, mit dem er in 22 Jahren insgesamt 32 Titel holte und viermal die Champions League gewann.

Lukas Podolski hatte schon zuvor seine Freude darüber kundgetan, künftig mit Iniesta zu spielen. „Iniesta ist ein großartiger Spieler, einer von denen, die man in jeder Mannschaft haben möchte“, sagte der ehemalige deutsche Nationalspieler.

Uefa-Chef kritisiert Hotel-Wucher

Die Hotelpreise in Kiew haben bei den Fans von Real Madrid und dem FC Liverpool vor dem Champions-League-Finale für mächtig Ärger gesorgt. Zimmer, die normalerweise rund 90 Euro kosten, wurden für den Endspiel-Zeitraum mitunter für mehr als 1000 Euro angeboten. „Es ist wirklich unglaublich, wie sich die Hotelpreise entwickelt haben. Das ist ein Missbrauch, absolut unfair. Auch die Fluggesellschaften sollten keine Fantasiepreise nehmen“, sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin dem „Kicker“.

Beiden Clubs stehen beim Endspiel jeweils 16 626 Tickets für die eigenen Fans zur Verfügung. Das Spiel wird am Sonnabend (20.45 Uhr MESZ/Sky und ZDF) im 63.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion ausgetragen.

Mukiele vor Wechsel nach Leipzig

Der robuste Rechtsverteidiger Nordi Mukiele von HSC Montpellier soll nach übereinstimmenden Medienberichten der vierte Franzose im Kader des Bundesligisten RB Leipzig werden. Laut einem Bericht der französischen Sportzeitung „L’Equipe“ vom Donnerstag sollen sich beide Vereine schon über einen Wechsel einig sein. Die Ablöse für den 20-jährigen U-21-Nationalspieler soll demnach bei 16 Millionen Euro liegen.

Drei Landsmänner von Mukiele, Ibrahima Konaté, Dayot Upamecano und Jean-Kevin Augustin, spielen bereits bei den Leipzigern, die sich mit Platz sechs in der Bundesliga für die Europa League qualifiziert haben. Der Rechtsverteidiger mit kongolesischen Wurzeln könnte Benno Schmitz ersetzen, der von RB bereits die Freigabe für einen Wechsel in diesem Sommer bekommen hat und mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht wird.

Bayern bleibt Bundesliga-Krösus

Der FC Bayern München rangiert in der weltweiten Fußball-Geldliga weiter auf dem vierten Platz. Nach der am Donnerstag veröffentlichten deutschen Version einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte kommt der Rekordmeister in der Saison 2016/17 auf einen Umsatz von 587,8 Millionen Euro, ist damit in der „Football Money League“ weiter das dominierende Bundesliga-Team und belegt seit zehn Jahren einen Platz in den Top 5 der Welt.

Mit Borussia Dortmund (332,6 Mio. Euro) und dem FC Schalke 04 (230,2 Mio.) befinden sich zwei weitere deutsche Clubs mit Rekordumsätzen auf den Rängen zwölf beziehungsweise 16 unter den 20 umsatzstärksten Fußballclubs der Welt. Bei der Borussia lag der Umsatz dank zusätzlicher TV-Erlöse aus der Champions League um 48,7 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Der Umsatzrekord des FC Schalke basiert auf der Teilnahme an der Europa League.

Mit gehörigem Abstand folgen Borussia Mönchengladbach (169,3 Mio.) und der nach der abgelaufenen Saison abgestiegene HSV (121,5 Mio.) auf den nächsten Plätzen im deutschen Ranking.

Das internationale Rangliste, die Deloitte bereits zu Jahresbeginn veröffentlicht hatte, wird von Manchester United (676,3 Mio.), Real Madrid (674,6 Mio.) und dem FC Barcelona (648,3 Mio.) angeführt. Die Gesellschaft erstellt die Liste auf Basis veröffentlichter Jahresabschlüsse. Transfererlöse werden nicht einberechnet, weshalb die Zahlen teils deutlich von Angaben der Vereine abweichen.

DFB ermittelt gegen Eintracht und Bayern

Nach dem unerlaubten Feuerwerk beim DFB-Pokal-Finale ermittelt der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes gegen Eintracht Frankfurt und den FC Bayern München. Dies bestätigte ein DFB-Sprecher am Donnerstag. Anhänger beider Clubs hatten beim 3:1-Sieg der Frankfurter zu Beginn der zweiten Halbzeit am Sonnabend in Berlin Pyrotechnik abgebrannt. Beide Clubs wurden zu einer Stellungnahme aufgefordert, es droht ihnen eine Geldstrafe.

Der deutsche Meister muss sich zudem für Plakate verantworten. Auf einem großen Banner war zu lesen: „Heynckes lebt – Stand jetzt.“ Dies bezog sich auf den 73-jährigen Bayern-Coach Jupp Heynckes und Aussagen seinen Nachfolgers Niko Kovac: Der bisherige Eintracht-Coach hatte vor seinem bekannt gewordenen Wechsel mehrfach betont, dass er „Stand jetzt“ Trainer in Frankfurt bleibe.

Werder will mit Baumann verlängern

Werder Bremen will den nach der kommenden Saison auslaufenden Vertrag mit Sport-Geschäftsführer Frank Baumann verlängern. „Wir werden sicherlich in den nächsten Monaten mit ihm über eine Vertragsverlängerung sprechen“, sagte Marco Bode, Chef des Aufsichtsrats beim Fußball-Bundesligisten im Interview des „Weser Kurier“. „Ich hoffe und bin mir auch sicher, dass Frank weiter an dieser Werder-Entwicklung mitarbeiten will. Und das wollen wir als Aufsichtsrat auch gerne.“

Sportlich sieht Bode Werder auf einem guten Weg. „Ich finde, dass im Moment eine Aufbruchsstimmung spürbar ist“, sagte der Ex-Profi. Diese wollen die Hanseaten nutzen, um in der neuen Spielzeit und in den Jahren danach nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. „Wir wollen einstellige Tabellenplätze und zwar dauerhaft und nicht nur hin und wieder. Das ist ambitioniert, aber wenn das gelingt, ist viel erreicht“, sagte Bode.

Neben Baumann sieht Bode Trainer Florian Kohfeldt als Garanten für den Aufschwung. „Frank und Florian sind einfach ein perfektes Tandem“, sagte Bode. Mit Kohfeldt wurde der Vertrag deshalb vor kurzem bereits um drei Jahre verlängert. Langfristig will Bode, der mit Werder 1992 in Lissabon den Europapokal der Pokalsieger gewann, mit Bremen wieder international spielen. „Wir wollen auf die europäische Bühne zurück. Darum kämpfen wir, und ich bin überzeugt, dass uns das gelingt.“

Russen bei WM-Dopingtests außen vor

Bei den Dopingtests während der Weltmeisterschaft will der Weltverband Fifa den russischen Gastgeber komplett außen vor lassen. Der Prozess „vom Beginn bis zum Ende“ solle „ohne russisches Eingreifen“ geschehen, sagte Fifa-Chefarzt Michel D’Hooghe der englischen Zeitung „The Times“. „Das bedeutet, dass die Chaperons, die die Spieler vom Feld geleiten, von der Fifa eingesetzt und nicht-russisch sein werden.“ Die bei der Weltmeisterschaft (14. Juni bis 15. Juli) entnommenen Proben werden im Labor in Lausanne analysiert.

Am Dienstag hatte die Fifa erklärt, dass es bei einer Untersuchung keine Beweise für Doping-Vergehen aktueller russischer Nationalspieler gebe. Gegen mehrere Spieler, die nicht bei der WM im Einsatz sein werden, laufen hingegen noch Untersuchungen. Im 2016 veröffentlichten Report des Doping-Ermittlers Richard McLaren zum Staatsdoping in Russland waren 154 Proben von russischen Fußballern erwähnt worden. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 gab es einen großen Dopingskandal um manipulierte Proben.

Der frühere Fifa-Chefmediziner Jiri Dvorak sieht derweil Versäumnisse im Kampf gegen Doping in Russland. Er habe sich vergeblich für biologische Pässe von Spielern in der russischen Liga eingesetzt, sagte der Tscheche der „Neuen Zürcher Zeitung“. Auf diesen Vorschlag habe er keine Antwort bekommen, sagte Dvorak. „Es war ein rationeller Vorschlag. Und diesem Vorschlag wurde nicht gefolgt. Punkt.“ Dvorak hatte den Posten im November 2016 verlassen. Einem Bericht des britischen „Guardian“ zufolge soll dies in seinen Ermittlungen zu Dopingvorwürfen gegen russische Fußballer vom Weltverband erzwungen worden sein. Die Fifa wies diese Darstellung als haltlos zurück.

Nach Romeros Ausfall: Wer hütet Argentiniens Tor?

Argentinien beschäftigt wenige Wochen vor der Weltmeisterschaft die Torwartfrage. Nach dem Ausfall des langjährigen Stammkeepers Sergio Romero wegen einer Knieverletzung bleibt Trainer Jorge Sampaoli die Wahl zwischen Keepern, die alle jeweils über 30 Jahre alt sind, aber kaum Länderspielerfahrung mitbringen. „Romeros Verletzung ist ein schwerer Verlust, nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich“, betonte Mittelfeldroutinier Javier Mascherano bei einer Pressekonferenz am Mittwoch bei Buenos Aires: „Er ist seit zehn Jahren Stammspieler in der Nationalmannschaft.“

Die Zeitung „La Nación“ sieht nun den 36 Jahre alten Willy Caballero im Vorteil. Auch wenn dieser erst zwei Länderspiele bestritt, beide in diesem Jahr beim 2:0-Sieg über Italien und der 1:6-Pleite gegen Spanien. Gegen die Iberer war Caballero eingewechselt worden, nachdem sich Romero in der Partie auch schon am nun erneut lädierten rechten Knie verletzt hatte.

Für Caballero vom FC Chelsea spreche der Spielstil, meinte „La Nación“. Er spiele besser mit den Füßen mit als Konkurrent Franco Armani von River Plate. Hinzu komme die Erfahrung in Europa, die für Caballero spreche, während Armani selbst für die meisten Mitspieler ein Unbekannter ist. Der 31-Jährige bestritt noch gar keinen Einsatz in der Auswahl des zweimaligen Weltmeisters, der am 16. Juni gegen Island sein erstes Gruppenspiel hat. Weitere Gegner sind Kroatien und Nigeria.

Mexiko ohne Araujo zur WM

Schmerzhafter Ausfall für den deutschen WM-Auftaktgegner Mexiko: Innenverteidiger Nestor Araujo verpasst wegen einer Sehnenentzündung im linken Knie die Endrunde in Russland. Der 26-Jährige vom Landesmeister Santos Laguna habe bereits das Trainingscamp von „El Tri“ verlassen, sein Club würde jetzt über die nächsten Schritte im Heilungsprozess entscheiden, hieß es auf dem Twitterkanal des Verbandes FMF.

Araujo war im vergangenen Jahr beim Halbfinal-Aus im Confed-Cup gegen Deutschland eine der Stützen des Teams gewesen. Am 28. März hatte er sich im Testspiel gegen Kroatien (0:1) einen Meniskus-Anriss und Bänderdehnungen zugezogen, war bereits am folgenden Tag operiert worden, und hat seitdem kein Spiel mehr bestritten. Die Mexikaner sind am 17. Juni (17 Uhr MESZ/ZDF) in Moskau in der Gruppe F erster Gegner der DFB-Elf bei der Mission Titelverteidigung.

Nationaltrainer Juan Carlos Osorio hatte vergangene Woche 28 Spieler in seinen vorläufigen Kader berufen und muss sein endgültiges 23er-Aufgebot erst am 4. Juni bekannt geben. Welche vier Spieler nach dem Ausfall Araujos noch gestrichen werden, hängt davon ab, ob die ebenfalls angeschlagen Andrés Guardado (Kapitän), Diego Reyer sowie die Brüder Giovani und Jonathan Dos Santos für die WM rechtzeitig fit werden.

Neymar macht angeblich große Fortschritte

Neymars Einstieg ins Balltraining fast drei Monate nach seiner schweren Mittelfußverletzung hat im Lager von Rekordweltmeister Brasilien die Hoffnungen auf einen WM-Einsatz des Superstars geschürt. „Seine Fortschritte sind besser als erwartet“, sagte Brasiliens Fitnesstrainer Fabio Mahseredjian im Trainingscamp der Seleção in Teresópolis.

Zuvor hatte der Stürmerstars von Paris Saint-Germain an der Seite von Gabriel Jesus und Danilo (beide Manchester City) eine erste Übungseinheit mit seinem Arbeitsgerät offenbar beschwerdefrei absolvieren können. Vor einer Medienschar zeigte der 26-Jährige bei Dribblings und Schüssen vor versammelter Medienschar, dass sein rechter Fuß schon belastbar ist.

Auch Brasiliens Mannschaftsarzt Rodrigo Lasmar ist mit Neymars Genesung nach der notwendigen Operation zufrieden: „Seine normalen Bewegungsabläufe kommen Stück für Stück zurück. Die nächsten Schritte sind zuerst die Teilnahme am Mannschaftstraining und danach Einsätze in Spielen.“

Neymars Testlauf war für den teuersten Spieler der Welt und seine Begleiter eine Sonderschicht. Für den Rest des Kaders stand erst am Mittwoch (Ortszeit) das erste Training mit Ball auf dem Programm.

Neymar hatte die Verletzung am 25. Februar im Ligaspiel von Frankreichs Doublegewinner Paris gegen Olympique Marseille erlitten und war am 3. März in Belo Horizonte operiert worden. Geplant ist sein Comeback für den 3. Juni im WM-Härtetest gegen Kroatien in London.

Löw würde Müller zum WM-Kapitän machen

Falls Torwart Manuel Neuer nicht mit zur WM nach Russland fährt, könnte ihn Thomas Müller als Nationalmannschafts-Kapitän ersetzen. Bundestrainer Joachim Löw sagte im Interview der „Bild“-Zeitung: „Thomas kann diese Aufgabe hervorragend ausfüllen, weil er ein Spieler ist, der zu allen in der Mannschaft ein sehr gutes Verhältnis hat. Er verliert bei aller Ernsthaftigkeit nie den Spaß.“ Als weiteren Kandidaten für das Amt des Spielführers nannte Löw Mittelfeldspieler Sami Khedira.

Über die Verfassung des 32-jährigen Neuer, der wegen Fußverletzungen seit September kein Spiel mehr bestritten hat, sagte Löw: „Ich bin optimistisch und gehe davon aus, dass Manuel Neuer es schaffen kann.“ Rückschläge dürfe es in der Vorbereitung aber nicht mehr geben. Löw bereitet die Mannschaft derzeit im Südtiroler Eppan auf die WM vor. Löw machte mit Blick auf die endgültige Kadernominierung klar: „Manuel geht mit als hundertprozentig einsatzfähiger Spieler oder nicht.“

Hack hört nach 22 Jahren in Fürth auf

Helmut Hack tritt bei Zweitligist SpVgg Greuther Fürth Ende Juli als Präsident des Hauptvereins und Geschäftsführer der Profifußball-Kapitalgesellschaft zurück. Seine Demission nach 22 Präsidenten-Jahren und 15-jähriger Tätigkeit an der Spitze des Profi-Bereichs bestätigte der 68-Jährige in den Nürnberger Nachrichten. Nachfolger für Hack stehen auf beiden Positionen noch nicht fest. Als Vizepräsident der DFL bleibt der Kaufmann bis zum Ende der Wahlperiode im Sommer 2019 im Amt.

"Es ist gut, jetzt loszulassen", begründete Hack die Entscheidung für seinen Rückzug aus Fürths Führungsämtern: "Nach 22 Jahren tut ein Wechsel allen gut. Es ist der richtige Zeitpunkt, um Dinge zu verändern."

Hack war 1996 der Initiator zur Verschmelzung der Fußball-Abteilung des TSV Vestenbergsgreuth mit der damals ebenfalls drittklassigen SpVgg Fürth. Seit dem Aufstieg unter dem heutigen Namen in der darauffolgenden Spielzeit 1996/1997 sind die Franken immer mindestens zweitklassig geblieben. Die größten Erfolge seit dem Zusammenschluss waren das Bundesliga-Intermezzo in der Saison 2012/13 und der Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale in der vorherigen Spielzeit.

Löw hält die Tür für Götze offen

Bundestrainer Joachim Löw ist trotz der Aussortierung von Mario Götze für die WM in Russland weiter von den Fähigkeiten des Offensivspielers von Borussia Dortmund überzeugt. "Mario ist selbstkritisch und weiß, dass er in dieser Saison nicht die Leistung abrufen konnte, die er sich auch selbst gewünscht hat. Er hat die Gabe der guten Selbstreflexion. Er weiß, wo er jetzt ansetzen und was er nächste Saison machen muss", sagte Löw im Interview mit der Bild-Zeitung.

Nach dem Siegtor Götzes im WM-Finale 2014 gegen Argentinien in Rio de Janeiro (1:0 n.V.) verspürt Löw eine große Dankbarkeit gegenüber Götze. "Er hat ja in seinen jungen Jahren schon so viel für Deutschland geleistet. Ein technisch so starker Treffer – eigentlich das Tor des Jahrhunderts. Damit ist er in der Wahrnehmung von allen auch immer etwas Besonderes. Wir alle haben ihm sehr viel zu verdanken", sagte der Bundestrainer.

Dennoch verzichtete Löw in seinem vorläufigen 27er-Kader auf Götze. "Natürlich ist es schwer für einen jungen Spieler, nach so einem WM-Finale so ein Hoch und Tief zu erleben. Insgesamt ist es aber bemerkenswert, dass Mario sich jetzt nicht völlig aus der Bahn werfen lässt. Er ist ein Spieler mit großen Fähigkeiten", sagte Löw.

Götze hatte zuletzt erklärt, dass er nach seiner Nicht-Nominierung alles dafür tun werde, "um wieder in den Kader der Nationalmannschaft zu kommen."

Beckhams MLS-Club kurz vor der Taufe

Sein Team wird zwar erst frühestens 2020 am Spielbetrieb der Major League Soccer (MLS) teilnehmen, einen Namen könnte der Club des ehemaligen englischen Nationalspielers David Beckham aber schon zeitnah erhalten. Wie der Miami Herald berichtet, wird die Wahl dabei entweder auf Miami Freedom Football Club, Miami Freedom United, Miami Freedom FC oder schlichtweg Miami Freedom fallen.

Diese Namen jedenfalls habe sich nach Angaben der Zeitung das Unternehmen Miami Freedom LLC am 17. Mai markenrechtlich schützen lassen.

Beckham hatte im Januar dieses Jahres sein Konzept für den neuen Verein präsentiert. Er war 2007 einer der ersten Fußballer mit Weltruhm, der in der MLS einen Vertrag unterzeichnete. Der langjährige Kapitän der englischen Nationalmannschaft spielte bis 2012 für Los Angeles Galaxy.

Werner sieht Zukunft vorerst in Leipzig

Nationalstürmer Timo Werner sieht seine Zukunft zumindest mittelfristig bei RB Leipzig. "Bei der WM geht es für mich nicht darum, für Barcelona, Madrid, Liverpool oder wen auch immer vorzuspielen, sondern ich will da Weltmeister werden. Und danach möchte ich wieder mit RB Leipzig angreifen", sagte Werner im Interview mit dem Sportmagazin Socrates: "Ich beschäftige mich nicht mit irgendwelchen Wechselgedanken."

Der 22-Jährige besitzt bei den Sachsen noch einen Vertrag bis 2020. Werner erklärte allerdings auch: "Man weiß im Fußball nie, was in Zukunft passiert. Das soll auch keine Phrase sein, das ist einfach Fakt."

Derzeit bereitet sich Werner mit der DFB-Auswahl in Südtirol auf die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) vor. Seinen schnellen Aufstieg in der Nationalmannschaft sieht der Confed-Cup-Sieger auch in seiner Position begründet. "Es ist sicherlich keine schlechte Zeit für einen Stürmer. Als Zehner oder Außenbahnspieler hätte ich den Sprung in die Nationalmannschaft möglicherweise nicht so schnell gepackt", sagte Werner.

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