Fußball-Ticker

Heynckes macht beim FC Bayern Werbung für Tuchel

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Heynckes macht Werbung für Tuchel

Bayern-Trainer Jupp Heynckes hat seine hohe Meinung von Thomas Tuchel bekräftigt. Von dem ehemaligen BVB-Coach werde derzeit "nach draußen ein Zerrbild gezeichnet", sagte Heynckes der "tz" und dem "Münchner Merkur" und betonte: "Manchmal hat man es als Trainer in Klubs nicht ganz so einfach. Vor allem wenn man innovativ, ehrgeizig und dazu noch besessen ist, wie es bei Thomas der Fall ist."

Tuchel gilt als ein Anwärter für die Nachfolge von Heynckes, der den Rekordmeister aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer verlässt. Der Bayern-Coach betonte, sein Lob für Tuchel stehe nicht in Zusammenhang mit der Trainerfrage. "Ich weiß nicht, was im Sommer ist. Deswegen müssen wir alle abwarten. Intern werde ich meine Meinung zu der Gesamtsituation sagen. Über Thomas Tuchel habe ich gesprochen, weil ich gefragt wurde", sagte der 72-Jährige.

Heynckes hatte am Mittwoch erklärt, Tuchel habe "die Qualität, auch einen FC Bayern zu trainieren". Warum es immer wieder negative Berichte über die Mannschaftsführung von Tuchel gibt, erklärte Heynckes nun so: "Als junger Trainer will man vieles erzwingen, da hat man manchmal keine Geduld. Und dann korrigierst du alles, jede Kleinigkeit - dass das dem einen oder anderen Spieler nicht unbedingt gefällt, ist nachvollziehbar. Da bin ich heute auch anders: Jetzt sehe ich auch mal bewusst über die kleinen Schwächen einzelner Spieler hinweg. So sind wir Menschen: Wir sind nicht alle gleich."

Müller dankt Heynckes: "Es läuft brillant"

Thomas Müller hat Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes in höchsten Tönen gelobt. "Wir müssen ihm alle dankbar sein, dass er den Job übernommen hat. Bisher läuft es brillant", sagte der Torjäger des Rekordmeisters bei Sport1. Die Aufgabe der Mannschaft sei es nun, den Höhenflug "gemeinsam mit dem Trainerteam zu krönen, damit wir in den nächsten Monaten noch viel Spaß haben und bei den Entscheidungen mit dabei sind".

Die Bayern haben unter Heynckes in 25 Pflichtspielen 23 Siege gefeiert. Diese Statistik wolle das Team bis zum Saisonende "weiter aufpolieren", sagte Müller. Auch seine eigene Leistungssteigerung macht der Weltmeister an Heynckes fest. "Der Trainer hat mich von Anfang an angestachelt und gleich mit ins Boot genommen. Das hat gutgetan", sagte Müller.

Seine eigene Zukunft sieht Müller beim FC Bayern. "Man kann schwer drei, vier Jahre in die Zukunft blicken. Wenn es so läuft wie aktuell, wieso sollte ich weg wollen?", sagte der 28-Jährige und fügte an: "Aber man weiß nie, was in den nächsten Jahren passiert. Wie ist mein Leistungsvermögen? Wie sind die Bedingungen? Habe ich das Vertrauen des Trainers oder nicht?"

Osnabrück droht Pyro-Strafe

Drittligist VfL Osnabrück muss sich wegen Einsatzes von Pyrotechnik der eigenen Fans während des Derbys gegen den SV Meppen (2:2) am Dienstag vor dem DFB verantworten. Der Verband hat die Niedersachsen wegen des Abbrennens von Pyrotechnik bereits zu einer Stellungnahme aufgefordert. Dies teilte der Club am Donnerstag mit.

„Nicht nur, dass ein ansonsten friedliches und sportlich überaus attraktives Derby riskiert wurde. Unbeteiligte Fußballfans wurden in Mitleidenschaft gezogen, bei denen gesundheitliche Schäden durch den Einsatz zudem verbotener Flamm- und Rauchkörper billigend in Kauf genommen wurde. Nulltoleranz für dieses unverantwortliche Verhalten. Wir werden konsequent agieren“, wird VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend in einer Mitteilung zitiert.

Der VfL Osnabrück wurde in der Vergangenheit häufiger vom DFB für das Fehlverhalten der Fans bestraft. Im Januar musste der Club bereits 24.000 Euro wegen des Einsatzes von Pyrotechnik im Hinspiel beim SV Meppen und gegen Preußen Münster zahlen.

Preetz nimmt sich Klinsmann-Kritiker vor

Hertha-Manager Michael Preetz hat Torwart-Trainer Zsolt Petry nach dessen Kritik an Nachwuchskeeper Jonathan Klinsmann (20) zurecht gewiesen. "Zuerst werde ich mit unserem Torwart-Trainer mal über den Unterschied von interner und externer Kommunikation sprechen", sagte Preetz am Donnerstag. Petry hatte den derzeit dritten Schlussmann, Sohn des Welt-und Europameisters Jürgen Klinsmann, am Dienstag für seine zu lockere Einstellung kritisiert.

"Die letzten zwei, drei Monate waren nicht gut. Da sind wir mit seiner Entwicklung nicht zufrieden", hatte Petry gesagt. Der Ungar vermisse beim in den USA aufgewachsenen Klinsmann aktuell "das seriöse und fokussierte Arbeiten", da sei er "noch ein bisschen zu amerikanisch". Herthas Trainer Pal Dardai, der Petry blind vertraut, relativierte die Aussagen seines Stabmitgliedes.

"Ich glaube nicht, dass Zsolt ein so krass negativer Mensch ist. Er geht sehr gut um mit seinen Torhütern", sagte Dardai und verwies auch auf die Rolle der Medien: "Ich glaube, das war einen Tick zu negativ geschrieben." Auch Preetz nahm der Diskussion um Klinsmann Jr., der im vorigen Sommer nach Berlin gekommen war und dort noch bis 2019 unter Vertrag steht, den Wind aus den Segeln.

Vor allem will die sportliche Führung Klinsmann "Zeit geben". "Es gibt eine Menge Dinge, an denen man arbeiten muss. Das ist gar keine Frage", sagte Preetz: "Aber mit ihm und gemeinsam im Austausch mit ihm. Diesen Weg werden wir, wenn wir das einkassiert haben, was in den letzten Tagen war, versuchen zu bestreiten."

Dardai führte zudem Klinsmanns berühmten Vater als Grund für die besondere Betrachtung seiner Situation an. "Wenn er nicht Jonathan Klinsmann heißen würde, würden wir dann beim dritten oder vierten Torwart so ein Theater machen", fragte der Coach rhetorisch.

Mertesacker plant Abschiedsspiel in Pattensen

Weltmeister Per Mertesacker wird am 13. Oktober ein Abschiedsspiel in seiner niedersächsischen Heimat Pattensen bestreiten. „Da, wo es angefangen hat, soll es auch enden“, wird Vater Stefan Mertesacker bei „sportbuzzer.de“ zitiert. Demnach werden „Legenden des TSV Pattensen“ auf „Pers Weggefährten“ treffen.

Der beim FC Arsenal in der englischen Premier League spielende Abwehrspieler hatte sein Karriere-Ende nach der laufenden Spielzeit angekündigt. Ab Sommer wird der 33-Jährige neuer Leiter der Arsenal-Akademie. Mertesacker bestritt 104 Länderspiele für den DFB und wurde 2014 in Brasilien Weltmeister. Nach seiner Jugendzeit beim TSV Pattensen spielte er für Hannover 96 und Werder Bremen in der Bundesliga. 2011 wechselte der Innenverteidiger zum FC Arsenal.

Labbadia: Impuls muss vom Team kommen

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia hat seine Spieler vor dem Spiel bei 1899 Hoffenheim am Sonnabend (15.30 Uhr) erneut zu mehr Zusammenhalt aufgefordert. „Wir müssen erkennen, in welcher Situation wir uns befinden und dass wir das nur geschlossen bewältigen können“, sagte der VfL-Coach am Donnerstag. „Wir helfen uns am besten, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir sind in einer Situation, in der es für mich nur darum geht, dem VfL zu helfen.“

Die Niedersachsen sind als Tabellen-15. derzeit punktgleich mit dem Relegationsrang 16. Seit fünf Liga-Spielen wartet der hochambitionierte Club auf einen Erfolg. „Ich wünsche mir am meisten, dass wir alle die Mannschaft – auch wenn Dinge nicht gelingen und das wird so sein – über 90 Minuten unterstützen“, erklärte Labbadia. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir das nicht einfach so erwarten können, weil der erste Impuls dafür vor allem von der Mannschaft ausgehen muss.“

Iran hält Stadionverbot für Frauen aufrecht

Trotz Vermittlung der Fifa bleibt es im Iran beim Stadionverbot für Frauen. „Wenn etwas verboten ist, dann muss es bei dem Verbot auch bleiben“, sagte Irans Innenminister Abdulresa Rahmani Fasli am Donnerstag. Es habe zwar bei anderen Sportarten wie Basketball einige Erleichterungen gegeben, aber die gelten vorerst nicht für die Fußballspiele der Männer, so der Minister nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte letzte Woche während seines Besuchs in Teheran die Zusage von Präsident Hassan Ruhani erhalten, dass auch Frauen Fußballspiele der Männer besuchen dürfen. Aber Beobachter halten diese Zusage für Rhetorik und rechnen nicht mit einer kurzfristigen Lösung des fast 40-jährigen Stadionverbots der Frauen.

Für den einflussreichen Klerus im Land haben islamische Frauen in Fußballstadien mit frenetischen männlichen Fans und vulgären Slogans nichts zu suchen. Das Sportministerium hatte eine Familientribüne vorgeschlagen, aber auch der Plan wurde vom Klerus abgelehnt.

Viele junge Frauen jedoch versuchen, als Jungen verkleidet in die Stadien zu kommen. Allein 35 Frauen sollen es beim Teheraner Derby letzte Woche zwischen Esteghlal und Persepolis versucht haben. Sie wurden aber laut Berichten auf den sozialen Medien erkannt und von der Polizei festgenommen. Minister Fasli dementierte die Festnahmen und behauptete, dass die Frauen „lediglich zu einem geeigneten Ort“ gebracht worden seien.

Bundesliga-Aktionspieltag gegen Rassismus

Die 1. und die 2. Bundesliga werden in der nächsten Woche einen Aktionsspieltag gegen Rassismus und Diskriminierung veranstalten. Rund um den 27. Spieltag vom 17. bis 19. März wollen alle Vereine mehrere Fernsehspots und Aktionen unter dem Motto „Strich durch Vorurteile“ präsentieren. Es ist jedem Club zudem freigestellt, dieses Motto an diesem Spieltag auch auf seinem Trikot zu präsentieren. Das gab die Stiftung der DFL bei einer Pressekonferenz in Frankfurt bekannt.

„Die Bundesliga ist prädestiniert dafür, ein Zeichen zu setzen“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. „Ihre Stars sind authentische Vertreter von gelebtem und vorurteilsfreiem Miteinander. Der jetzige Zeitpunkt ist der richtige Zeitpunkt, um ein klares Signal zu setzen.“ Man dürfe „nicht die Augen davor verschließen, dass Dogmatiker und Populisten wieder eine große Bühne bekommen“.

Nagelsmann sieht Firmino unter den "Top fünf"

Für Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ist der frühere TSG-Stürmer Roberto Firmino mittlerweile in der absoluten Weltspitze angekommen. "Er gehört für mich zu den Top fünf Stürmern der Welt", sagte Nagelsmann während der Pressekonferenz vor dem Punktspiel der Kraichgauer am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) gegen den VfL Wolfsburg über den Brasilianer.

Firmino war im Sommer 2015 für die damalige Bundesliga-Rekordablöse von 41 Millionen Euro zum früheren englischen Rekordmeister FC Liverpool gewechselt. Am Dienstag zog der 26 Jahre alte Schützling von Teammanager Jürgen Klopp mit den Reds ins Viertelfinale der Champions League ein.

Bewegender Abschied von Daniele Astori

Tausende Fans und zahlreiche Profis haben sich in Florenz von dem italienischen Nationalspieler Davide Astori verabschiedet. Zur Trauerfeier in der Santa-Croce-Basilika kamen am Donnerstag nicht nur die Florentiner Teamkollegen des 31-Jährigen, der am Sonntag in seinem Hotelzimmer in Udine tot aufgefunden worden war. Auch Torwartlegende Gianluigi Buffon, der Trainer von Rekordmeister Juventus Turin, Massimiliano Allegri und der frühere Bürgermeister von Florenz und Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi nahmen teil.

Die Menschenmenge vor der Kirche spendete mehrmals langen Applaus. Auf Schildern war „Addio Capitano“, „Tschüss, Kapitän“, zu lesen. Flaggen des Clubs wurden geschwenkt. Auch vor dem Stadion, das der Leichenwagen in langsamem Tempo passierte, hatten sich laut Nachrichtenagentur Ansa rund 2000 Fans versammelt.

Mainzer HSV-Held verdrängt Adler

Torhüter Florian Müller bleibt nach seinem überragenden Bundesliga-Debüt vorerst die Nummer eins beim FSV Mainz und wird auch im Heimspiel gegen Schalke 04 an diesem Freitag (20.30 Uhr) zwischen den Pfosten stehen. „Wir sehen keinen Anlass, einen Torhüterwechsel vorzunehmen. Flo Müller wird im Tor stehen, René Adler auf der Bank sitzen“, verkündete FSV-Trainer Sandro Schwarz am Donnerstag. „Für uns ist das eine logische Entscheidung, die zeitlich nicht begrenzt ist. Müller hat uns im Spiel beim Hamburger SV das Gefühl gegeben, dem Druck im Abstiegskampf Stand zu halten“, betonte Schwarz.

Lösbare WM-Gruppe für U-20-Frauen

Die deutschen U20-Frauen haben für die WM in Frankreich (5. bis 24. August) lösbare Aufgaben in der Vorrunde erwischt. Die Mannschaft von DFB-Trainerin Maren Meinert trifft in der Gruppe D auf Haiti, China und Nigeria. Das ergab die Auslosung am Donnerstag in der Oper in Rennes.

Erster Gegner ist am 6. August in Saint-Malo Nigeria, drei Tage später steht die Begegnung gegen China erneut im Stade de Marville an. Zum Abschluss der Vorrunde geht es am 13. August in Vannes gegen Haiti. Die ersten beiden Mannschaften der vier Vierergruppen ziehen ins Viertelfinale ein.

Steffi Jones führt DFB mit deftiger Pleite auf letzten Platz

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) war als Gruppenkopf neben Gastgeber Frankreich, Titelverteidiger Nordkorea und dem WM-Dritten Japan gesetzt. - Die WM-Gruppen im Überblick:

Alex Meier will auch zurück in die Liga

Nach seinem Testspiel-Comeback für Eintracht Frankfurt hofft Torjäger Alexander Meier noch auf einen Bundesliga-Einsatz in dieser Saison. „Sonst würde ich mir das alles nicht antun und hätte nicht jeden Tag in der Reha hart gearbeitet“, sagte der 35-Jährige zu Frankfurter Journalisten.

Der lange verletzte Bundesliga-Torschützenkönig von 2015 war am Mittwoch bei einem 5:3-Testspiel-Erfolg gegen den russischen Drittligisten FC Kazanka Moskau zum ersten Mal seit neun Monaten wieder für 16 Minuten eingewechselt worden. Meier war im Sommer beim Laufen im Urlaub umgeknickt und musste danach im Juni, September und November am Fuß operiert werden. Eine Borreliose-Erkrankung nach einem Zeckenbiss behinderte zudem seine Reha-Maßnahmen.

„Alles hat gehalten. Es ist schön, wieder mit den Jungs spielen zu können“, sagte der Angreifer nach seinem Kurz-Comeback. „Aber dass das jetzt überschwänglich gefeiert wird, glaube ich nicht. Ich war neun Monaten raus und habe jetzt gerade einmal eine Woche Mannschaftstraining absolviert. Ich muss abwarten, dass die Kraft wiederkommt und hoffen, dass der Fuß schmerzfrei bleibt.“

Blatter räumt Marokko Chancen auf WM ein

Ex-Fifa-Präsident Joseph Blatter erwartet ein offenes Rennen um die WM 2026 zwischen der eigentlich favorisierten Dreier-Bewerbung der USA mit Kanada und Mexiko gegen Marokko. „Ich stelle fest, dass die drei großen Länder im Moment doch etwas kalte Füße bekommen wegen diesem kleinen Marokko“, sagte Blatter der Deutschen Presse-Agentur in Zürich.

Der Ausrichter wird am 13. Juni durch den Fifa-Kongress in Moskau und damit nicht mehr von der Exekutive bestimmt. „Eine Prognose ist nicht so einfach, denn es gibt die Argumente aus Afrika oder Europa, die näher dran sind, oder das Argument, dass man die WM nicht so gerne in die USA gibt.“ Bis zum 16. März müssen die Kandidaten ihre Unterlagen beim Fußball-Weltverband einreichen.

Der wegen Ethikvergehen gesperrte Blatter sprach sich erneut gegen eine WM in mehreren Ländern und damit für einen Zuschlag an Marokko aus. „Als Fifa-Präsident würde ich die Reglements anschauen und dabei feststellen, dass wir gesagt haben: Wenn es ein Land alleine machen kann, dann macht es dieses Land auch. Marokko wäre jetzt am Zug.“ Er wisse nicht, ob Marokko in der Lage sei, eine WM mit 48 Teilnehmern zu veranstalten. „Aber wenn Marokko fähig ist, sollte man das Prinzip anwenden.“

Dass bei der Weltmeisterschaft eine Vorrunde mit 16 Dreier-Gruppen gespielt wird, kritisierte Blatter scharf. „Das ist total falsch“, sagte der 81-Jährige. „Das öffnet die Tür für Agreements aller Art.“

Freiburg-Käpt'n fordert Weiterbildungen

Freiburgs Kapitän Julian Schuster fordert von der Bundesliga bessere Weiterbildungsmöglichkeiten für Fußball-Profis. „Im Fußballgeschäft ist so viel Geld im Umlauf und die Liga sollte davon etwas zur Verfügung stellen und in Kurse, Seminare oder Studiengänge investieren, die auf den Alltag eines Profi-Fußballers abgestimmt sind“, sagte der 32 Jahre alte Defensivspieler in einem Interview von t-online.de. Schuster wünscht sich dabei Angebote, „mit denen ich auch außerhalb des Fußballbereichs etwas anfangen kann“.

Bestehende Angebote an Hochschulen seien für Fußballer oft nicht nutzbar. „Unser großes Problem ist es, dass wir nicht flexibel sind. Wir können beispielsweise kein Studium mit Anwesenheitspflicht machen“, sagte Schuster.

Rummenigge träumt von Apple, Netflix und Amazon

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich deutlich wie nie zuvor für eine Abschaffung der viel diskutierten 50+1-Regel im deutschen Fußball ausgesprochen. "Ich hoffe, dass die Deutsche Fußball Liga die 50+1-Regel freigeben wird. Wahrscheinlich würden Leitplanken eingebaut, welcher Natur auch immer, der Übergang soll sanft gestaltet werden", sagte Rummenigge dem Magazin GQ.

Er sei da "nicht so entschieden dagegen oder ängstlich. Ich denke, jeder Verein sollte für sich selbst entscheiden, ob er sich für Investoren öffnet, wie weit er sich für Investoren öffnet oder ob er sich gar nicht öffnet", ergänzte Rummenigge.

Der 62-Jährige hatte sich zuletzt bereits offen für eine Abschaffung der Regel gezeigt. Beim FC Bayern, betonte er, sei satzungsgemäß ohnehin festgeschrieben, dass 70 Prozent der Anteile in den Händen des Klubs bleiben müssen.

Rummenigge rechnet außerdem mit einer massiven Steigerung der Fernsehgelder. "Sie werden noch explodieren", sagte er: "Die wichtigsten Player sind noch gar nicht im Spiel. Die amerikanischen Unternehmen wie Apple, Amazon, Netflix, die kommen alle noch." Diesen Firmen sei der Preis relativ egal, "für die ist doch nur entscheidend: Ist das Recht exklusiv und hilft es bei meiner Verbreitungsstrategie?"

Wendell will in die CL und zur WM

Bayer Leverkusens Brasilianer Wendell will sich im Kampf um die internationalen Plätze nicht mit der Europa League begnügen. „Nächste Saison Europa League zu spielen, reicht uns nicht. In der Kabine sprechen wir davon, dass wir unbedingt in die Champions League wollen“, sagte der Linksverteidiger in einem Kicker-Interview. „Wenn wir noch neun gute Spiele machen, schaffen wir es“, erklärte Wendell.

Vor dem 26. Spieltag und dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Sonnabend (18.30 Uhr) rangiert der Werksclub auf dem fünften Tabellenplatz mit Tuchfühlung zu den vier Rängen, die zur Teilnahme an der Champions League berechtigen. Für die laufende Saison hatte Leverkusen die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb verpasst.

Wendell glaubt, dass sich durch eine Qualifikation für die Königsklasse auch seine Chancen für die Berufung in die brasilianische Nationalmannschaft erhöhen. „Die Champions League wird in der ganzen Welt wahrgenommen. Die Spieler, die sich da präsentieren, haben es viel einfacher“, erläuterte der 24-Jährige.

Der frühere Junioren-Nationalspieler hofft noch auf eine Teilnahme an der WM in diesem Sommer in Russland: „Der Trainer hat gesagt, ich soll in Leverkusen weiter auf hohem Niveau spielen, aber dieses Jahr ist es für mich ein bisschen schwieriger. Bayer spielt nicht in der Champions League.“

Ingolstadt gibt Hadergjonaj fest ab

Der FC Ingolstadt hat Außenverteidiger Florent Hadergjonaj fest an den englischen Erstligisten Huddersfield Town abgegeben. Wie der Zweitligist mitteilte, hat der Schweizer eine vorab festgelegte Anzahl von Einsätzen absolviert und die damit verbundene Kaufpflicht aktiviert. Hadergjonaj stand wettbewerbsübergreifend in 19 Partien für den vom Deutschen David Wagner trainierten Premier-League-Aufsteiger auf dem Platz. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Der FCI hatte den 23 Jahre alten Rechtsverteidiger im vergangenen Sommer zunächst auf Leihbasis nach England abgegeben.

Van Marwijks Nachfolger steht schon fest

Der australische Verband FFA hat die Trainerfrage bei der Nationalmannschaft für die Zeit nach der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) beantwortet. Der 54 Jahre alte Graham Arnold wird den Niederländer Bert van Marwijk im Anschluss an die Endrunde ablösen.

Der frühere Bundesliga-Trainer van Marwijk hatte die Socceroos im Januar übernommen. Der 65-Jährige folgte auf Ange Postecoglou, der nach den erfolgreichen WM-Play-offs gegen Honduras im November zurückgetreten war. Das Engagement des Niederländers ist allerdings auf fünf Monate begrenzt.

Der Australier Arnold arbeitete in der Vergangenheit bereits als Assistenztrainer und Interimscoach für das Nationalteam. Derzeit betreut Arnold noch den Erstligisten FC Sydney. Sein Vertrag beim Verband läuft bis zur WM 2022 in Katar.

Köllner: FCN-Aufstieg wäre "ein Traum"

Nünbergs Michael Köllner hat sich anlässlich seines einjährigen „Dienstjubiläums“ über die derzeitige sportliche Situation sowie die Chancen für einen Aufstieg in die Erste Bundesliga geäußert. „Wir sind Tabellen-Zweiter. Das haben wir uns verdient, so wie wir durch die komplette Saison marschiert sind. Jetzt geht es darum, in den letzten neun Spielen, die Saison stabil zu beenden“, sagte Köllner bei Sky Sport News HD: „Es gilt, die Dinge realistisch einzuordnen. Ich glaube, es wäre ein Traum, wenn wir in diesem Jahr aufsteigen würden. Auch wenn es aktuell gut aussieht. Ein Wesenszug im Leben ist immer schlecht: gierig zu sein.“

Der FCN-Coach sprach darüber hinaus über die Härte der Bundesliga: „In der Bundesliga und im Profifußball wird Woche für Woche gnadenlos abgerechnet - das hat kein DAX Unternehmen. Da zählen nur die nackten Fakten.“

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