Fußball-Ticker

Nach 0:2: Bremen trotzt Gladbach Auswärtspunkt ab

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Bremen trotzt Gladbach Punkt ab

Borussia Mönchengladbach hat auf dem Weg nach Europa einen weiteren Rückschlag kassiert. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking kam zum Auftakt des 25. Spieltages in der Bundesliga gegen Werder Bremen trotz einer 2:0-Pausenführung nicht über ein 2:2 hinaus und könnte nach dem dritten Heimspiel in Serie ohne Sieg am Sonnabend auf Platz neun abrutschen.

Der starke Denis Zakaria (5.) mit seinem zweiten Saisontreffer und ein Eigentor von Niklas Moisander (33.) hatten für eine scheinbar beruhigende Pausenführung des fünfmaligen deutschen Meisters gesorgt. Doch die nicht aufsteckenden Bremer schlugen nach der Pause durch Thomas Delaney (59.) und "Joker" Aron Johannsson (78.) zurück und holten einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

Auf dem durch leichten Schneefall seifigen Untergrund erwischten die Gastgeber einen Blitzstart vor 52.211 Zuschauern im Borussia-Park. Zakaria eroberte im Mittelfeld zunächst den Ball, nach einem unfreiwilligen Doppelpass mit dem Bremer Delaney ließ der Schweizer Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka keine Abwehrchance. Zakaria war auch maßgeblich am zweiten Tor beteiligt. Seine Hereingabe lenkte Moisander mit der Hacke am chancenlosen Pavlenka vorbei ins eigene Tor.

Hecking nahm zur zweiten Halbzeit den mit Gelb vorbelasteten Zakaria vom Feld – mit negativen Folgen für das Spiel der Borussia. Delaney verzog zunächst knapp (49.), dann köpfte er ungehindert eine Ecke von Kruse ein. Der zur zweiten Hälfte eingewechselte Johannsson belebte das Bremer Offensivsspiel und besorgte den Ausgleich.

Heynckes erteilt Lewandowski einen Rat

Jupp Heynckes verfolgt Spekulationen um einen möglichen vorzeitigen Abschied von Stürmer Robert Lewandowski weiter mit Gelassenheit. „Wenn ich bei Bayern München Spieler wäre oder Trainer, dann gebe es für mich keinen anderen Club, weil Bayern München etwas ganz Besonderes ist, auch auf europäischem Niveau“, sagte der Trainer der Münchner am Freitag. Die entsprechende Frage bezog sich auf Lewandowskis Beraterwechsel und die Strahlkraft eines Vereins wie Real Madrid. „Wenn du beim FC Bayern spielst, hast du den Gipfel schon erklommen“, meinte Heynckes weiter.

Der 72-Jährige wollte sich zu Spekulationen nicht noch ausführlicher äußern, weil er befürchtet, dass jede weitere Aussage konkret auf Lewandowski bezogen werde. Er ergänzte aber noch: „Robert wäre gut beraten, sich auf den FC Bayern zu konzentrieren. Er schießt ja nicht nur sehr viele Tore, er ist ein absoluter Topspieler, international einer der besten auf seiner Position.“

Lewandowski steht bei den Bayern noch langfristig bis zum Sommer 2021 unter Vertrag. Der 29 Jahre alte Angreifer hat sich jüngst von seinem langjährigen Agenten Cezary Kucharski getrennt. Der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft lässt sich nun vom Israeli Pini Zahavi beraten. Immer wieder gibt es Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Lewandowski, vorzugsweise zu Real Madrid.

Torunarigha fehlt Hertha auf Schalke

Hertha BSC muss bei Schalke auf Verteidiger Jordan Torunarigha verzichten. Der 20-Jährige hat einen Infekt und kann am Sonnabend (15.30 Uhr) nicht spielen. Damit wird der Niederländer Karim Rekik (23) nach längerer Verletzungspause wieder in die Startelf rücken. Zuletzt hatte das junge Innenverteidiger-Duo Torunarigha und Niklas Stark (22) beim Überraschungs-Remis bei den Bayern überzeugt. Hertha belegt mit 31 Punkten Tabellenplatz elf, Schalke ist mit 40 Zählern Dritter.

Neunmal nacheinander ist Hertha BSC zuletzt als Verlierer aus Gelsenkirchen zurückgekehrt. Der letzte Punktgewinn datiert aus dem Jahr 2005. Diesen Negativlauf will der Berliner Fußball-Erstligist unbedingt stoppen. „Wenn wir einen guten Tag haben, können wir auf jeden Fall einen kleinen Punkt mitnehmen“, erklärte Trainer Pal Dardai. Auswärts hat Hertha in dieser Saison schon 15 Punkte geholt.

Streich mit "Mut und Freude" gegen Bayern

Trainer Christian Streich vom SC Freiburg fordert für das Duell mit Bayern München am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) eine leidenschaftliche Vorstellung seiner Mannschaft. "Wir wollen mit Freude und Mut aufspielen. Die Jungs sollen sich was zutrauen", sagte der 52-jährige Coach am Freitag.

Den Druck der Bayern will Streich mit spielerischen Mitteln durchbrechen: "Wenn Bayern versucht uns einzuschnüren wie beim Handball, müssen wir schauen, dass wir kreative Lösungen finden, um da wieder rauszukommen."

Allerdings ist bei Freiburg die Rückkehr von Mittelfeldspieler Nicolas Höfler nach einem Infekt fraglich. „Er hat noch mal Fieber gehabt und ist nicht bei 100 Prozent“, sagte Streich. Yoric Ravet, der beim 1:1 in Hoffenheim bereits eingewechselt wurde, sei hingegen nach seiner Achillessehnenreizung "eine Option für die Offensive“. Auch der defensive Mittelfeldspieler Mike Frantz könnte nach monatelanger Verletzungspause bald wieder eine Alternative werden.

Zidane: "Uns tut Neymar leid"

Real Madris Trainer Zinedine Zidane hat vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag bei Paris Saint-Germain vor einer Unterschätzung des Gegners gewarnt. Der Ausfall des brasilianischen Stürmerstars Neymar wegen Verletzung schwäche PSG „nicht entscheidend“, sagte Zidane am Freitag in Madrid. Seine Spieler würden „200 Prozent geben“ müssen. Real hatte das Hinspiel 3:1 gewonnen.

„Uns tut Neymar leid. Aber PSG ist ein starkes Team. Und der Brasilianer wird sicher von einem guten Spieler ersetzt werden. Wir denken nicht, dass es deshalb (wegen des Ausfalls) für uns leichter sein wird“, betonte der Coach vor Journalisten vor dem Liga-Spiel der Königlichen am Samstag gegen den FC Getafe.

Bei der Generalprobe für die Champions League wird Weltmeister Toni Kroos im Bernabéu-Stadion wegen einer Bänderdehnung im linken Knie weiterhin zuschauen müssen. Zidane hofft, dass der deutsche Mittelfeldspieler bis Dienstag wieder fit sein wird.

Auf Fragen von Journalisten versicherte der Franzose unterdessen, der Kampf um die Titelverteidigung in der Liga sei für Real noch nicht vorbei. „Es ist zwar sehr, sehr schwer, aber im Fußball ist nichts unmöglich“, beteuerte „Zizou“. Nach 26 von insgesamt 38 Runden liegen die Madrilenen mit 15 Punkten Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona nur auf Platz drei. Zuletzt verlor Real am Dienstag sein Liga-Spiel bei Espanyol Barcelona mit 0:1.

Terodde fit für Duell mit seinem Ex-Club

Simon Terodde soll den 1. FC Köln im Abstiegskampf auch zu einem Erfolg gegen seinen früheren Club VfB Stuttgart führen. „Klar wird Simon auf seine alte Mannschaft heiß sein und es würde gut zu seinem 30. Geburtstag passen, wenn er treffen sollte“, sagte FC-Trainer Stefan Ruthenbeck vor dem Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen die Schwaben. Nachdem Terodde seine Erkältung auskuriert hat, kann Ruthenbeck mit dem Angreifer planen.

Terodde, der am Freitag 30 Jahre alt wurde, war in der Winterpause von Stuttgart nach Köln gewechselt und konnte in seinen bisher sieben Rückrunden-Einsätzen fünf Treffer für die Rheinländer erzielen. Mit einem weiteren Erfolg will Köln das Tabellenende verlassen und näher an Stuttgart heranrücken. Neben Terodde wurde auch Marcel Risse nach auskurierter Verletzung diese Woche im Training geschont. „Ich gehe davon aus, das beide einsatzfähig sind“, sagte Ruthenbeck am Freitag.

Robben erklärt Unterschied zwischen FCB und RB

Bayern Münchens Star Arjen Robben sieht einen Unterschied seines Teams im Vergleich zu RB Leipzig in der Strahlkraft bei Transfers. "Am Ende ist es das Ziel, dass Spieler nicht weg wollen oder müssen – weil es nichts Besseres gibt. Das ist vielleicht noch der Unterschied zu den Bayern", sagte der 34-Jährige im Rahmen des Sportbuzzer Fantalks 3.0.

Konkret spielte Robben damit auf den Verkauf von RB-Mittelfeldmotor Naby Keita an, der zum Saisonende für rund 70 Millionen Euro nach England zum FC Liverpool wechseln wird. "Es ist natürlich auch manchmal schwierig, Spieler zu halten. Ein Beispiel ist Keita, der den Verein verlassen wird. Das ist natürlich schon ein großer Verlust. Damit müssen sie auch umgehen können", sagte Robben.

Insgesamt aber fand der Niederländer lobende Worte für das Projekt RB. "Sie machen eine sehr gute Arbeit und waren im letzten Jahr die größte Überraschung. Um richtig stabil zu sein, muss man das nun über mehrere Jahre zeigen", sagte Robben. Momentan steht Vizemeister Leipzig in der Liga auf Rang sechs.

Löw gibt vorläufigen WM-Kader im Mai bekannt

Bundestrainer Joachim Löw wird am 15. Mai seinen vorläufigen WM-Kader im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund bekannt geben. Das teilte der DFB am Freitag mit.

Am 23. Mai reist die Mannschaft ins Trainingslager in Eppan/Südtirol. Bis zum 4. Juni muss der Bundestrainer bei der Fifa seinen endgültigen 23-köpfigen Kader (20 Feldspieler und drei Torhüter) für das Turnier benennen.

Die WM-Generalprobe bestreitet der Weltmeister am 8. Juni (19.30 Uhr) gegen Saudi-Arabien in Leverkusen. Am 12. Juni wird die Mannschaft ihr WM-Quartier nahe Moskau beziehen.

Fünf Tage später startet die DFB-Auswahl in Russland in der Gruppenphase gegen Mexiko (17. Juni in Moskau) ins Turnier. Weitere Gruppengegner sind Schweden (23. Juni in Sotschi) und Südkorea (27. Juni in Kasan).

Gepflegter Bailey soll zurückkehren

Bayer Leverkusen hofft für das Gastspiel am Sonnabend beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky) auf den Einsatz von Leon Bailey. Der 20 Jahre alte Jamaikaner klagte zuletzt über Oberschenkelprobleme. „Er ist gepflegt worden und ich bin optimistisch, dass er spielen kann“, sagte Bayer-Coach Heiko Herrlich am Freitag. Mit Bailey hat Leverkusen sieben der zehn Saisonsiege geholt. Zudem ist der Offensivspieler mit neun Toren und sieben Vorlagen der effektivste Bayer-Profi.

Lieberknecht: "Bin hier, bleibe hier und brenne"

Trainer Torsten Lieberknecht hat Spekulationen über einen möglichen Abgang als Trainer von Eintracht Braunschweig zurückgewiesen. „Ich bin hier, bleibe hier und brenne“, sagte der Coach des Zweitligisten am Freitag. Der Trainer war zuletzt unter anderem mit dem Liga-Konkurrenten Union Berlin in Verbindung gebracht worden. „An den Gerüchten um Union Berlin ist überhaupt nichts dran. Vor allem ist es unfair gegenüber meinem Kollegen André Hofschneider“, sagte Lieberknecht.

Der 44-Jährige steht erstmals in seiner langen Zeit als Trainer in Braunschweig in der Kritik, weil die Eintracht nach Platz drei im Vorjahr diese Saison im Abstiegskampf steckt. Nach der jüngsten Niederlage in Fürth liegen die Niedersachsen nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. „Gegen Fürth war es zu wenig. Die Jungs wissen aber selbst, dass sich das nicht wiederholen soll. Gegen Regensburg wollen wir es auf jeden Fall besser machen“, sagte Lieberknecht vor der Partie gegen Jahn Regensburg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky).

Verzichten müssen die Braunschweiger auf die verletzten Özkan Yildrim und Steve Breitkreuz. Bei Patrick Schönfeld besteht dagegen Hoffnung auf einen Einsatz. „Die Jungs sind die, die am meisten sauer sind über die Situation. Wir wollen da raus“, sagte Lieberknecht.

Regionalliga Nord komplett abgesagt

Alle fürs Wochenende geplanten Spiele in der Regionalliga Nord sind wegen des Winterwetters abgesagt worden. Das teilte der Norddeutsche Fußball-Verband am Freitag mit. Etwa wegen „steinharter Böden“ sei die Verletzungsgefahr zu hoch. Geplant waren am Sonnabend und Sonntag neun Partien.

Matthias Sammer verklagt, Gerichtstermin steht

Der frühere Bayern-Sportvorstand und ehemalige DFB-Sportdirektor Matthias Sammer ist wegen angeblicher Täuschung in Zusammenhang mit der Vermittlung von Fußballspielern verklagt worden. Der erste Verhandlungstermin ist der 7. Mai (9 Uhr), wie eine Sprecherin des Landgerichts München I am Freitag mitteilte. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über den Fall berichtet.

Der Kläger hatte nach eigenen Angaben gemeinsam mit Sammers Sohn eine GmbH gegründet, über die er Spieler vermitteln wollte. Viel Erfolg hätten sie damit aber nicht gehabt. Man habe den Kläger daraufhin überredet, seinen Anteil an der Firma an Matthias Sammer zu verkaufen. Der Kläger ficht nun den Abtretungsvertrag an - wegen Täuschung. Denn ihm sei verschwiegen worden, dass tatsächlich viel mehr Spieler vermittelt worden seien, so der Vorwurf.

Der Kläger beantragt die Feststellung der Nichtigkeit des Vertrags durch das Gericht. Zudem hat er den Streitwert für die Feststellungsklage auf 24.500 Euro veranschlagt.

Leipzig muss erneut montags ran

RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen am 9. April sowie Mainz 05 gegen den SC Freiburg am 16. April: Das sind die beiden letzten Montagsspiele in dieser Bundesliga-Saison. Das gab die DFL am Freitag bei ihrer zeitgenauen Ansetzung der Spieltage 28 bis 34 bekannt.

HSV geht dem Montag aus dem Weg

Das Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund muss dagegen am Sonntag, 15. April, ausgetragen werden, obwohl die Dortmunder als Europa-League-Teilnehmer eigentlich der erste Kandidat für den Montagabend-Termin an diesem 30. Spieltag waren. Aber zum einen bestanden nach Angaben der DFL die Sicherheitsorgane auf eine Ansetzung dieser brisanten Partie am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr/Sky). Und zum anderen müssen die Schalker bereits am 18. April wieder im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt antreten, so dass der Montagabend allein für sie als Termin nicht infrage kam.

Ein Novum ist zudem, dass das Gründonnerstag-Spiel zwischen Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg in diesem Jahr auf den Samstagabend des Osterwochenendes verlegt werden muss (20.30 Uhr/Eurosport). Der Grund: Bis zum Dienstag jener Woche noch finden Länderspiele statt, so dass der Donnerstagabend als Bundesliga-Termin zu früh käme.

Schalke bangt erneut um Goretzka

Schalke 04 hofft gegen Hertha BSC auf den Einsatz von Leon Goretzka. Der 23 Jahre alte Nationalspieler konnte in dieser Woche wegen Schmerzen am Fuß nur dosiert trainieren. „Er hat nach einem Schlag auf den Fuß noch Probleme“, sagte Schalke-Coach Domenico Tedesco am Freitag.

Der Trainer will vor dem Heimspiel am Sonnabend (15.30 Uhr) kurzfristig entscheiden, ob Goretzka dem Kader angehört. Die Verletzung hatte er sich bereits vor zwei Wochen vorgezogen, am vergangenen Sonntag war er beim 2:0-Sieg in Leverkusen allerdings aufgelaufen.

Definitiv verzichten muss Tedesco auf Angreifer Guido Burgstaller, der wegen einer Gelbsperre pausiert. Nach zuletzt zwei Siegen hintereinander erwartet Tedesco im Kampf um die Europapokal-Plätze auch gegen Hertha eine anspruchsvolle Aufgabe: „Ich schätze Hertha als stark ein. Gegen Mannschaften, die in der Tabelle oben stehen, haben sie besser als wir gepunktet. Diese Ergebnisse sind kein Zufall.“

Petersen schreibt die WM ab

Nils Petersen vom SC Freiburg rechnet trotz seiner starken Torquote nicht mit einer Nominierung für die WM in Russland. "Wenn sich jemand meldet, sagt man nicht nein. Aber ich gehe nicht davon aus. Den Sommerurlaub habe ich schon gebucht", sagte der 29-Jährige, mit zwölf Saisontoren derzeit bester deutscher Stürmer der Liga, bei Sport1.

Vor dem Duell gegen seinen Ex-Club Bayern München am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) belegt Petersen in der Torschützenliste Platz drei hinter dem Münchner Robert Lewandowski (20 Tore) und dem inzwischen von Borussia Dortmund zum FC Arsenal gewechselten Pierre-Emerick Aubameyang (13). Die Nationalstürmer Timo Werner (10) und Sandro Wagner (6) liegen hinter dem SC-Angreifer.

Während seiner Zeit in München hat Petersen laut eigener Aussage viel gelernt. "Ich bin in diesem Jahr reifer geworden, weil ich auf höchstem Niveau trainiert habe und ans Limit gehen musste", sagte der Olympia-Zweite, der in der Saison 2011/12 neun Spiele (zwei Tore) für die Münchner bestritten hatte. Seinen Abgang bedauert er trotzdem nicht: "Bayern München und die Champions League waren schön, aber irgendwann ist es an der Zeit, sich selbst einzuschätzen und zu wissen, für welche Mannschaft man wichtig ist."

Nächste Kälte-Absage in der 3. Liga

Nächste Spielabsage in der 3. Liga: Die Partie des 1. FC Magdeburg gegen den FSV Zwickau kann wegen des strengen Winterwetters nicht wie geplant am Sonnabend (14.00 Uhr) stattfinden. Dauerfrost und ausbleibende Niederschläge sorgten laut Vereinsangaben trotz seit Dezember durchgängig laufender Rasenheizung für eine Unbespielbarkeit des Platzes in Magdeburg. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Zuvor waren bereits die für Sonnabend (14.00 Uhr) angesetzten Spiele zwischen dem Chemnitzer FC und Wehen Wiesbaden sowie dem SV Meppen und Carl Zeiss Jena geworden. Auch das für Freitagabend angesetzte Duell zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem VfL Osnabrück (19.00 Uhr) war abgesagt worden.

Iran: Frauen doch bald im Stadion?

Die Fifa ist zuversichtlich, dass der Iran das Stadionverbot für weibliche Fans „bald“ aufheben wird. „Ich habe Zusagen erhalten, dass Frauen im Iran demnächst Zutritt zu den Fußballstadien erhalten werden“, sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino am Freitag auf einer Konferenz in Zürich. Allerdings ließ er offen, von wem er diese Zusage erhalten habe.

Infantino hatte am Vortag bei einem Besuch in Teheran ein Derby zwischen den iranischen Hauptstadtclubs Esteghlal und Persepolis verfolgt. Dabei war mehreren weiblichen Fans der Zutritt zum Stadion verweigert worden. „Ich hoffe, dass die Erfahrung, die ich gemacht habe, vielleicht vielen Frauen in aller Welt helfen kann“, sagte der Fifa-Chef. „In einem großen Land wie dem Iran kann sicherlich mehr getan werden.“

Im Iran rechnen allerdings viele Beobachter nicht mit einer schnellen Lösung. Für den einflussreichen Klerus im Land haben islamische Frauen in Fußballstadien mit frenetischen männlichen Fans und vulgären Slogans nichts zu suchen. Das Sportministerium hatte eine Familientribüne vorgeschlagen, aber auch der Plan wurde vom Klerus abgelehnt.

Vogts: Bundesligisten spielen Beamten-Fußball

Berti Vogts hat Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc für dessen Kritik am "Beamten-Fußball" beim BVB gelobt. Der frühere Fußball-Bundestrainer wollte die Einschätzung allerdings nicht auf Dortmund beschränken, wie er dem Nachrichtenportal t-online.de erklärte.

"Endlich spricht das mal ein Verantwortlicher eines Clubs aus", sagte Vogts, "ich würde sogar noch weitergehen und sagen, dass fast alle Mannschaften in der Bundesliga spielen wie die Beamten. Bayern und Leipzig kann man da vielleicht rausnehmen. Aber ansonsten wird da mit zu wenig Tempo gespielt, zu viel quer und zurück, es gibt zu viel Ballgeschiebe", so Vogts.

Der Weltmeister von 1974 meinte weiter, dass er keine Beamten diskreditieren wolle, "aber der Ausdruck trifft den Nagel einfach auf den Kopf und sollte ein Ansporn sein für die Spieler."

Vor dem Verfolgerduell am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund sieht Vogt in RB nicht die Mannschaft, die den Bayern langfristig gefährlich werden könne. "Wenn sie Bayern in der Tabelle vor Augen haben, haben sie kurioserweise Angst. Gerade so eine Niederlage wie die gegen Köln – das darf einfach nicht passieren", meinte Vogts.

Wenig Verständnis zeigte Vogts für Hasenhüttls Entscheidung, Nationalspieler Timo Werner im Ligaspiel gegen Köln (1:2) erst in der 69. Minuten einzuwechseln. "Ich sehe ihn nicht im Training, demzufolge kann ich es nicht beurteilen, wie es der Trainer vermag, aber für mich ist das nicht nur ein überragender Spieler, sondern auch einer, der über 90 Minuten auf dem Platz stehen muss", sagte der 71-Jährige.

Vogts, der Borussia Dortmund langfristig die Rolle als Bayern-Jäger zutraut, sprach sich für eine Vertragsverlängerung mit Trainer Peter Stöger aus. "Peter Stöger macht in meinen Augen einen sehr guten Job. Ich denke, dass Borussia Dortmund ihm nicht nur einen neuen Vertrag, sondern auch die Chance geben sollte, den Kader im Sommer mehr nach seinen Bedürfnissen zu gestalten", so Vogts.

Ibrahimovic vor Schweden-Comeback?

Zlatan Ibrahimovic schließt eine Rückkehr in die schwedische Nationalmannschaft nicht aus. Der Zeitung „Aftonbladet“ sagte der Profi von Manchester United, es falle ihm schwer, seine ehemaligen Kollegen spielen zu sehen und nicht dabei zu sein. „Ich vermisse die Nationalmannschaft.“

Ibrahimovic, der zurzeit eine Knieverletzung auskuriert, war nach der EM 2016 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Doch die Tür sei nicht verschlossen, sagte der 36 Jahre alte Stürmer jetzt.

Schweden ist bei der Weltmeisterschaft im Sommer in Russland neben Mexiko und Südkorea Gruppengegner der DFB-Auswahl. „Wir werden sehen, was passiert. Eine Sache nach der anderen. Ich muss mich auf die richtigen Dinge konzentrieren“, sagte Ibrahimovic.

Hitzfeld berichtet von BVB-Anfrage

Ottmar Hitzfeld hat sich zurückhaltend zu einem möglichen Verbleib von Bayern-Coach Jupp Heynckes über das Saisonende hinaus geäußert. "Wenn man seine Aussagen nimmt, dann ist eigentlich klar, dass er aufhört", sagte der 69-Jährige in einem Interview im Rahmen des Sportbuzzer Fantalks 3.0. Wenn Heynckes ihn um Rat bitten würde, "dann würde ich sagen: Jupp, denk daran: Das Leben ist zu kurz, um sich zu viel Stress aufzuhalsen. Die Erwartungshaltung wäre in der kommenden Saison wieder riesig."

Hitzfeld selbst hätte vor kurzem offenbar auch auf die Trainerbank zurückkehren können. Der 69-Jährige bestätigte eine Anfrage von Borussia Dortmund nach der Entlassung von Peter Bosz. "Es gab Kontakt, ja. Ich habe nicht groß überlegt, auch nicht, als ich beim BVB im Gespräch war", sagte Hitzfeld: "Ich habe immer wieder Angebote gehabt - aus dem Ausland, aus dem Inland. Aber: Nein, das ist für mich kein Thema mehr."

Vor der Arbeit von Heynckes hat der langjährige Bundesliga-Coach höchsten Respekt. "Ich bewundere Jupp Heynckes: mit 72 Jahren auf der Bank zu sitzen, den Stress zu bewältigen, andauernd in Hotels zu übernachten, vor dem Spiel die Anspannung zu spüren, die kurze Freude über den Sieg; und dann ist zwei, drei Tage später das nächste Spiel und es geht von vorne los - das ist enormer Stress. Dass Jupp das so gut hinbekommt, freut mich für ihn ungemein. Er ist ein super Typ", sagte Hitzfeld.

Ex-Herthaner Marcelinho: Schlaganfall?

Der frühere Bundesligastar Marcelinho ist am Donnerstag mit Verdacht auf einen Schlaganfall in ein Krankenhaus seiner brasilianischen Heimatstadt Campina Grande eingeliefert worden. Der 42-Jährige, der zwischen 2001 und 2006 Publikumsliebling bei Hertha BSC war und auch eineinhalb Jahre für den VfL Wolfsburg auflief, gab jedoch noch am Abend in einer Videobotschaft Entwarnung. "Mir geht es gut", sagte der Offensivspieler allerdings mit leichten Schwierigkeiten beim Sprechen.

Sein derzeitiger Arbeitgeber Treze FC gab bekannt, dass der Spielmacher des Viertligisten im eigenen Haus eine leichte Ischämie, eine Minderdurchblutung des Gehirns, erlitten habe. Marcelinho soll vorerst zur Beobachtung im Krankenhaus verbleiben. Ein Einsatz am Sonntag im Stadtderby gegen Campinense ist ausgeschlossen, die Rückkehr ins Training wird jedoch schon für nächste Woche erwartet.

DFB-Damen verlieren gegen die USA

Die deutsche Frauennationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel beim SheBelieves Cup in den USA gegen die Gastgeberinnen mit 0:1 (0:1) verloren. Rückkehrerin Lena Goeßling wurd nach dem ausgeräumten Streit mit Bundestrainerin Steffi Jones in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Zum Spielbericht geht es hier.

VfL-Ex Schmidt: "Das habe ich versäumt"

Martin Schmidt (50) bereut seinen Rücktritt als Trainer des VfL Wolfsburg nicht. "Jetzt mit etwas Abstand - auch räumlich - muss ich feststellen, dass meine Entscheidung absolut richtig war", sagte Schmidt in einem Interview dem Schweizer Boulevardblatt Blick: "Ich freue mich für das Team, dass es in Mainz zumindest einen Teilerfolg gab."

Der frühere Mainz-Coach hatte fünf Monate in Wolfsburg gearbeitet. Nach nur fünf Siegen aus 22 Pflichtspielen war er am 19. Februar zurückgetreten. "Es zählt eben auch zu meiner Verantwortung als Trainer, die Hand zu heben, wenn ich das Gefühl habe, das Team folgt meiner Linie nicht mehr zu 100 Prozent. In der Rückschau muss ich sagen, dass ich manche Dinge früher hätte ansprechen sollen, das habe ich versäumt", sagte Schmidt, der inzwischen durch Bruno Labbadia ersetzt wurde. Man müsse "sein Ego unter die Sache stellen".

Ein Abschied sei aber "auch immer die Tür zur Zukunft. Ich habe schon in Mainz gesagt, das war ein aufregendes Kapitel, jetzt kam ein weiteres dazu. Und natürlich wünsche ich dem VfL, dass so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt eingefahren werden", sagte Schmidt, der das Kapitel in Wolfsburg eine "sehr spannende Erfahrung" nannte. Schmidt hat als Coach bislang 100 Bundesliga-Spiele absolviert, 19 mit Wolfsburg und 81 mit Mainz.

Neymar-Klinik wird Hochsicherheitstrakt

Isolation und Handyverbot: Das Krankenhaus, in dem der brasilianische Superstar Neymar am Sonnabend operiert werden soll, wird zum Hochsicherheitstrakt. Für den prominenten Gast und seine rund zehn Personen starke "Begleitmannschaft" will das Krankenhaus Mater Dei in Belo Horizonte gleich einen ganzen Flügel sperren. Zudem herrscht für das Personal striktes Handyverbot.

Die Angestellten wurden per Whatsapp eindringlich darauf hingewiesen, keine Mobiltelefone zum Dienst mitzubringen, "um Missverständnisse zu vermeiden". In der internen Mitteilung, die das Internetportal Globoesporte im Wortlaut publik machte, warnt die Klinik, "bei etwaigen Problemen oder im Fall eines Fehlverhaltens mit äußerster Härte" zu reagieren.

Hintergrund: Bei der WM 2014 hatte eine Krankenschwester Neymars tränenreiche Ankunft im Krankenhaus nach seinem Wirbelanbruch im Spiel gegen Kolumbien gefilmt, die Aufnahme an Dritte zur Veröffentlichung weitergegeben und war deshalb umgehend entlassen worden.

Neymar soll bereits am Freitagabend im Mater Dei eintreffen, und zwar per Hubschrauber auf dem klinikeigenen Landeplatz. Der chirurgische Eingriff am gebrochenen äußeren Mittelfußknochen des rechten Fußes wird von Nationalmannschaftsarzt Rodrigo Lasmar durchgeführt. Auf Wunsch von Neymar-Klub Paris St. Germain begleitet der angesehene französische Arzt Gerard Salliant (72), der u.a. Brasiliens Fußball-Idol Ronaldo zweimal am Knie operierte und auch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher nach seinem fatalen Ski-Unfall in den ersten Stunden betreute, den Eingriff.

Im Umfeld der Selecao herrscht trotz der Verletzung große Zuversicht auf eine spektakuläre WM Neymars. "Ich kann garantieren, dass die Zeit ausreicht, damit er schon beim ersten WM-Spiel einsatzfähig ist", sagte Brasiliens Konditionstrainer Fabio Mahseredjian mit Blick auf den Auftakt gegen die Schweiz am 17. Juni und schloss einen Einsatz für PSG "bei zwei, drei, vier oder fünf Spielen" im Saisonfinale nicht aus.