Fussball-Ticker

Fifa kürzt Blatters Vergütungen, Klose wechselt nach England

Tochter Corinne Blatter stand ihrem Vater Joseph nach dem Fifa-Urteil bei

Tochter Corinne Blatter stand ihrem Vater Joseph nach dem Fifa-Urteil bei

Foto: Witters

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Klose wechselt nach England

20.59 Uhr: Timm Klose wechselt mit sofortiger Wirkung vom VfL Wolfsburg zu Norwich City in die englische Premier League. Das teilten die Niedersachsen auf ihrer Homepage mit. Zur Höhe der Ablösesumme machte der VfL keine Angaben. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll sie bei rund zwölf Millionen Euro liegen. „Wir haben uns mit Norwich City auf einen Wechsel von Timm Klose geeinigt. Es gab aufgrund der sportlichen Situation in den vergangenen Monaten bereits Gespräche über einen möglichen Wechsel. Nachdem nun ein konkretes Angebot vorlag, haben wir Timms Wunsch entsprochen und zugestimmt“, sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs zu dem Transfer des 27 Jahre alten Abwehrspielers.

Mignolet verlängert bei Klopp

19.12 Uhr: Trainer Jürgen Klopp setzt beim FC Liverpool auch in Zukunft auf den belgischen Nationaltorhüter Simon Mignolet. Der 27-Jährige, der zuletzt wegen einiger Patzer in der Kritik gestanden hatte, unterschrieb einen längerfristigen Vertrag an der Anfield Road. Das gab der Club bekannt, ohne die genaue Laufzeit des Kontrakts anzugeben. Mignolet ist seit 2013 bei den Reds. In dieser Zeit bestritt er 122 Spiele für Liverpool. Dem Keeper werden große Chancen eingeräumt, ins belgische EM-Aufgebot berufen zu werden. Nummer eins beim WM-Viertelfinalisten ist aber Thibaut Courtois vom FC Chelsea.

Fifa kürzt Vergütungen von Blatter

18.33 Uhr: Die Fifa hat seinem gesperrten Präsidenten Joseph Blatter Teile seiner Vergütung gestrichen. Die Audit- und Compliance-Kommission der Fifa ist der Ansicht, dass der Schweizer seinen Kontrollaufgaben gegenüber dem inzwischen fristlos entlassenen Generalsekretär Jérôme Valcke nicht nachgekommen ist. „Die Aufsichtspflicht ist in den Zielvereinbarungen der Bonuszahlungen explizit aufgelistet. Die Entschädigungskommission hat an ihrer letzten Sitzung deshalb entschieden, keine weitere Bonuszahlung an Herrn Blatter mehr vorzunehmen“, sagte Andreas Bantel als Sprecher der Kommission der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Ungeachtet der jüngst verhängten Sperre von acht Jahren wird Blatter aber weiterhin vom Weltverband bezahlt. „Herr Blatter ist bis zur Wahl des neuen Präsidenten am 26. Februar 2016 der gewählte Präsident und hat gemäß Vertrag Anspruch auf seine Bezüge“, teilte die Audit-Kommission mit.

Bestätigt: Kuntz hört beim FCK auf

15.34 Uhr: Aufgrund von Differenzen mit dem Aufsichtsrat wird Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz nach dieser Saison als Vorstandschef des 1. FC Kaiserslautern aufhören (siehe auch Meldung von 11.29 Uhr). Das bestätigte der Zweitligist soeben bei einer Pressekonferenz.

„Es gab in letzter Zeit unterschiedliche Auffassungen über die weitere Ausrichtung und die Strategien des Vereins. Und wenn die Strategien des Vorstandsvorsitzenden und des Aufsichtsrates auseinandergehen, dann steht der FCK über allem“, erklärte Kuntz. Dann sei es besser, „wenn man sich trennt“. Der 53-Jährige stand seit April 2008 an der Spitze seines Herzensvereins. Seinen noch bis zum 31. Dezember 2017 laufenden Vertrag wird er nach dem Ende dieser Saison auflösen.

Als Kapitän der Meistermannschaft von 1991 und als Retter vor dem drohenden Drittliga-Abstieg 2008 galt Kuntz in Kaiserslautern lange Zeit als Vereinslegende. Seit dem Bundesliga-Abstieg 2012 gab es aber auch immer wieder Kritik an seiner Personalpolitik und der wirtschaftlichen Entwicklung des FCK.

Bochumer Co-Trainer ist erschöpft

15.20 Uhr: Co-Trainer Raymond Libregts wird dem Zweitligisten VfL Bochum auf unbestimmte Zeit fehlen. „Raymond Libregts geht es nicht gut, er ist überarbeitet“, wird Sportvorstand Christian Hochstätter in einer Mitteilung des Vereins zitiert. Wie Chefcoach Gertjan Verbeek ist Libregts seit Ende Dezember 2014 für den Revierclub tätig. Seine Aufgaben als Co-Trainer übernimmt Jens Rasiejewski. Der diplomierte Fußball-Lehrer ist zugleich Sportlicher Leiter des VfL-Talentwerks.

„Für unseren Verein ist Raymond Libregts ein echter Gewinn. Er bekommt von uns die Zeit, die er braucht, um wieder vollständig fit zu werden“, sagte Hochstätter. „Wir werden auch seiner Familie, der wir in dieser schwierigen Phase viel Kraft wünschen, jedwede mögliche Unterstützung zukommen lassen.“

Almeida dämpft die Erwartungen

15 Uhr: Der neue Hoffnungsträger von Hannover 96, Hugo Almeida, ist nach eigener Aussage erst „bei 50 bis 60 Prozent“ seiner Leistungsstärke. „Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen soweit bin“, sagte der portugiesische Bundesliga-Rückkehrer bei seiner Vorstellung am Montag beim Tabellenvorletzten. Almeida spielte zuletzt in Russland bei Anschi Machatschkala, absolvierte sein letztes Spiel dort aber schon vor zweieinhalb Monaten.

Die Niedersachsen hatten Almeida als bislang fünften Winter-Zugang am Wochenende verpflichtet. Der Angreifer hatte bereits zwischen 2006 und 2011 unter Hannovers neuem Trainer Thomas Schaaf bei Werder Bremen gespielt. „Ich bin sehr glücklich, zurückzukehren. Die Bundesliga hat mir in meiner Karriere sehr geholfen“, sagte der 31-jährige Fußballprofi.

Bis zum Rückrundenauftakt am Sonnabend gegen Aufsteiger Darmstadt 98 will Hannover nicht noch einen Spieler verpflichten. Laut Geschäftsführer Martin Bader sind aber weitere Transfers bis zum Ende der Wechselfrist nicht ausgeschlossen. „Wir haben bis zum 31. Januar Zeit. Wir werden uns Gedanken machen, wer uns weiterhilft“, sagte Bader.

Hoeneß kommt am 29. Februar frei

14.46 Uhr: Der ehemalige FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird vorzeitig aus der Haft entlassen. Die restliche Strafe werde zum 29. Februar 2016 ausgesetzt, teilte das Landgericht Augsburg mit und bestätigte damit einen Bericht der „Sport Bild“. Hoeneß war wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden und hatte seine Strafe am 2. Juni 2014 angetreten. Mehr zu Hoeneß lesen Sie hier.

Internet-Hit: Alte Dame spaziert über Fußballplatz

13.39 Uhr: Mit dem gemächlichen Überqueren eines Fußballplatzes während eines Spiels hat eine ältere Dame in Griechenland für Aufsehen gesorgt. Viele griechische Nachrichtenportale zeigten am Montag ein gut 50 Sekunden langes Video, das auch im Internet vielfach geteilt wurde. Darin sieht man die traditionsgemäß schwarzgekleidete Frau, die mit ihrem Stock in aller Ruhe den Fußballplatz der kleinen Ortschaft Greckochori im Nordwesten Griechenlands überquert: Die jungen Spieler halten kurz inne, die Zuschauer lachen, niemand schimpft, die Seniorin geht langsam weiter, schließlich wird das Spiel fortgesetzt. Der Vorfall ereignete sich Medienberichten zufolge im Rahmen der Schülermeisterschaft der Präfektur Thesprotia im Nordwesten des Landes.

Mainz muss für Pyro zahlen

12.05 Uhr: Der FSV Mainz 05 muss wegen des Verhaltens seiner Fans eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen. Das entschied das DFB-Sportgericht. Der Hintergrund: Vor Beginn des letzten Hinrunden-Spiels bei Hertha BSC wurden im Mainzer Fanblock mehrere Bengalische Feuer gezündet. Die Partie begann daraufhin mit einer Minute Verspätung.

Allofs-Ansage an Real wegen Rodriguez

11.47 Uhr: Manager Klaus Allofs hat einem sofortigen Wechsel von Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg zu Real Madrid eine deutliche Absage erteilt. Der Schweizer Nationalspieler wird seit längerem mit den Königlichen in Verbindung gebracht. Wegen der Transfersperre für zwei Perioden, mit der Madrid vom Sommer an belegt wurde, müsste Real den Linksverteidiger bereits in diesem Winter verpflichten. Denkbar wäre etwa, Rodriguez bis zum Sommer wieder an den VfL zu verleihen. „Das können sie vergessen, das würden wir sicher nicht machen“, sagte Allofs jedoch der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Laut Medienberichten soll Rodriguez den VfL im Sommer für eine festgeschriebene Ablöse von rund 35 Millionen Euro verlassen dürfen.

Stefan Kuntz vor Aus als FCK-Boss

11.29 Uhr: Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz wird einem Bericht der „Rheinpfalz“ zufolge nach Ende dieser Saison als Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern aufhören. Der Zweitligist selbst hat zu einer Pressekonferenz eingeladen, bei der „personelle Veränderungen“ verkündet werden sollen. Kuntz' Vertrag mit dem FCK ist bis zum 31. Dezember 2017 gültig. Laut „Rheinpfalz“ möchte er ihn aber wegen der „fortlaufenden Kritik und Stimmungsmache im Umfeld“ vorzeitig auflösen.

Der 53-Jährige war in Kaiserslautern viele Jahre ein Idol. Als Spieler und Kapitän wurde Kuntz 1991 mit den Lauteren deutscher Meister. Als Vorstandschef übernahm er den Verein 2008 in schier aussichtsloser Lage und verhinderte mit dem damaligen Trainer Milan Sasic am letzten Spieltag den Abstieg in die Drittklassigkeit.

In den vergangenen Jahren wuchs jedoch die Kritik an Kuntz und seiner Personalpolitik. Die erhoffte Rückkehr in die Bundesliga wurde vergangene Saison zum dritten Mal nacheinander verpasst. Vor allem die finanzielle Situation des Traditionsclubs ist immer wieder Gegenstand interner Streitereien. Kuntz sprach im Dezember bei der Mitgliederversammlung von einer „wirtschaftlich positiven Entwicklung“. Kritiker wie Ex-Aufsichtsratschef Dieter Buchholz bezweifeln das und nannten Kuntz' Bilanzvorlage einen Bluff.

Werder vor zwei Neuverplfichtungen

9.12 Uhr: Nach übereinstimmenden Medienberichten will Werder Bremen die Testspieler Jordan Morris und Laszlo Kleinheisler kurzfristig unter Vertrag nehmen. „Beide haben großes Potenzial und sind sehr, sehr interessant für Werder. Sie haben einen guten Eindruck gemacht, auch abseits des Platzes“, sagte Werder-Manager Thomas Eichin.

US-Nationalspieler Morris und Ungarns Auswahlspieler Kleinheisler waren in der vergangenen Woche mit dem abstiegsbedrohten Bundesligisten im Trainingslager in Belek und könnten noch in dieser Woche jeweils einen Vertrag unterzeichnen. „Sie passen ins Schema. Die beiden werden uns gut tun“, meinte Eichin.

Stürmer Morris spielte in den USA zuletzt am College, Kleinheisler wurde zur Reserve des FC Videoton abgeschoben, da er sich geweigert hatte, seinen im Sommer dort auslaufenden Vertrag zu verlängern.